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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 19  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 274 KB
Archivnummer: V44319
ISBN (E-Book): 978-3-638-41945-1

Textauszug (computergeneriert)

UNIVERSITÄT LEIPZIG
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Historische und Systematische Kommunikationsforschung

Formatradio - Eine Analyse von Jump und Energy Sachsen

von: Maximilian Grosser

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 4

2. Theoretischer Teil 5

2.1 Definition des Begriffes Formatradio  5
2.2. Die Programmelemente  7

2.2.1. Die Musik-Formate 7

2.2.1.1 Adult Contemporary (AC)-Hot AC  8
2.2.2.2. Contemporary Hit Radio (CHR)  8

2.2.3. Moderation 9
2.2.4. Nachrichten 10
2.2.5. Verpackung 10
2.2.6. Promotion  11
2.2.7. Werbung  11
2.2.8. Sendeuhren 12
2.2.9. Media-Analyse 12

3. Die Analyse  13

3.1. Die Musikformate  13
3.2. 1. „Jump“  13
3.3. 2. „Energy“  13
3.4. Moderation 14
3.5. 1. „Jump“  14

3.5.1 „Energy“  14

3.6. Nachrichten 15

3.6.1. „Jump“  15
3.6.2. „Energy“   15

3.7. Verpackung 16

3.7.1 „Jump“  16
3.7.2. „Energy“   16

3.8. Werbung  16

3.8.1. „Jump“  16
3.8.2. „Energy“  17

3.9. Promotion  17

3.9.1 .„Jump“  17
3.9.2 .„Energy“  17

3.10. Sendeuhren  18

3.10.1. „Jump“  18
3.10.2. „Energy“  18

3.11. Media-Analyse 18

3.11.1. „Jump 18
3.11.2 „Energy“  18

4. Schlussbetrachtung: Entsprechen „Jump“ und „Energy“ dem Formatradiokonzept?  19

5. Literaturverzeichnis  20

5.1. Literatur  20
5.2. Internetquellen  20
5.3. Elektronische Quellen 20

6. Anhang: Sendeuhren 21

6.1.Energy  21
6.2.Jump  22


 

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit „Formatradio-Eine Analyse der Sender „Jump“ und „Energy““ entstand im Rahmen des Seminars „Einführung in die Rundfunkpolitik“ im Winter-Semester 2003/2004. Sie geht aus dem Referat „Formatradio“ hervor und stellt die dort geführte Analyse der beiden obengenannten Radiosender in einen theoretischen Rahmen. Im theoretischen Teil wird anhand der Literatur von Klaus Goldhammer1, Katrin Prüfig 2, Bernd-Peter Arnold 3 und anderen zuerst die Definition des Begriffs Formatradio erschlossen. Anschließend werden die einzelnen Programmelemente, die den Klang eines Formatradios ausmachen, kurz erläutert und auf ihre Bedeutungen eingegangen. Der zweite Teil dieser Hausarbeit wird sich mit der Analyse jeweils einer Sendestunde aus dem Morgenprogramm der beiden Sender „Jump“ und „Energy-Sachsen“ beschäftigen. Dort werden die Programmteile, die im theoretischen Teil beschrieben wurden, untersucht und deren Gestalt beschrieben. Am Ende der Hausarbeit wird in der Schlussbetrachtung überprüft, ob die beiden Radiosender „Jump“ und „Energy“ aufgrund ihrer Programmelemente und der im theoretischen Teil herausgearbeiteten Definition Formatradios sind.

2. Theoretischer Teil

2.1 Definition des Begriffes Formatradio

Formatradio ist ein Reizwort - für die einen das erfolgreichste Radio-Modell, für andere eine Absage an Radiokultur. Die Eckpunkte der Diskussion um dieses Konzept hat Bernd-Peter Arnold zusammengefasst: „Formatradio gehört seit Jahren zu den Reizwörtern in der ganzen Branche. Für den einen ist der Gebrauch des Begriffs eine Kampfansage an den seriösen Journalismus, für den anderen bedeutet ′Formatierung′ die Zukunftsperspektive für das Medium.“4 Aber wird Formatradio gestaltet? Welche Idee steckt dahinter? Im folgenden Abschnitt werden verschiedene Ansätze vorgestellt und kritisch betrachtet. Formatradio wird als Begleitradio gesehen5. Nicht mehr das bewusste Einschalten, um ein bestimmtes Magazin zu verfolgen, ist der Grund für Radiohören, sondern das passive Nebenbeihören6. Daraus ergibt sich für das Formatradio der Anspruch, einen einheitlichen Klangteppich zu schaffen, der nicht stört, statt dessen angenehm durch den Tag begleitet. Haas, Frigge und Zimmer definieren den Begriff des Formates eines Radios ungenau. Die Autoren verstehen Formatradio „...als die gezielte, auf die Bedürfnisse des spezifischen Marktes abgestimmte Wahl von Struktur, Inhalt und Präsentation.“7 Demnach ist jeder Radiosender ein Formatradio und es wird nicht ersichtlich, „...mit welchen Methoden und mit welchem Ausmaß diese Abstimmung des Programms erfolgt.“8 Der Definition fehlt die Beachtung einer strategischen Zielsetzung. So wird keine Unterscheidung gemacht, welche Konzepte bei der Gestaltung von Formatradio im Gegensatz zu anderen Radioformen genutzt werden und nach welchen Kriterien zum Beispiel Programmelemente ausgewählt und organisiert werden. Auch Katrin Prüfig stellt ihrer Programmanalyse des Formatsenders FFH nur ein ungenaue Definition voran. Die Autorin sieht ebenfalls, daß Formatradio allgemein die „...abgestimmte Wahl von Struktur, Inhalt und Präsentation eines Senders“9 sei. Beherrscht wird diese Strukturierung und Auswahl eines bestimmten Programms allerdings von der Segmentierung des Hörfunkmarktes in Zielgruppen. Durch die verstärkte Konkurrenz verschiedener Radioanbieter müssen sich Radiosender nach den Bedürfnissen ihrer Hörer richten und danach ihr Programm formatieren. 10

„Das entscheidende Hilfsmittel bei einer solchen Segmentierung des Hörfunkmarktes ist die Wahl eines Programmformates, d.h. eines Erscheinungsbildes des Senders, das in den Ohren des Publikums als unverwechselbar angesehen wird.“11 Das Format der Musik ist dabei der „wichtigste Einschaltfaktor“12, welcher durch den Geschmack der Zielgruppe festgelegt wird. So kann davon ausgegangen werden, dass eine eher jugendliche Hörerschaft durch hitorientierte Musik angesprochen wird, während älteres Publikum Schlagermusik präferiert.13 Danach werden alle anderen formatprägenden Elemente wie die Mischung von Wort und Musik, die Anteile von Information und Nachrichten sowie Moderation und Präsentation nach außen ausgewählt. Jedoch kritisiert Klaus Goldhammer an dieser Ansicht, „...daß das Erscheinungsbild nicht unbedingt mit Format gleichzusetzen ist.“14

Auch Bernd-Peter Arnold definiert das Formatradio -Konzept als eine Strategie, dem Hörer ein bestimmtes Erscheinungsbild zu liefern. „Format heißt, daß ein Programm rund um die Uhr zu jeder Stunde gleich strukturiert ist. Sowohl musikbetonte als auch informationsbestimmte Programme können Formatprogramme sein.“15 Das Image eines musikbetonten Formatradios muss nach Arnold durch Musik so einprägsam gestaltet sein, dass unmittelbar nach dem Einschalten der Hörer den gewählten Sender sofort erkennen kann, ohne auf Hinweise der Moderation warten zu müssen.16 Aber nach seiner Ansicht sind nicht nur Musiksender formatiert. Auch wortbasierte Programme nutzen das Formatradiokonzept und strukturieren ihre Sendezeit durch das immer gleiche Schema von Wortbeiträgen. Zur Bedeutung der Gestalt der Wortbeiträge schreibt Arnold: „ Auch das Wort muss unverwechselbar sein und zur Identität der entsprechenden Welle beitragen.“17 Nach Arnold wird das jeweilige Format jeweils hauptsächlich durch die Farbe der Musik oder der Art der Wortwahl geprägt, jedoch wird nicht ersichtlich, welche Elemente noch zum Erscheinungsbild eines Senders beitragen. Arnold vergleicht und grenzt im weiteren Formatradio von der Form des Profilradios ab, welches inhaltlich als auch formal durch sehr unterschiedliche Angebote geprägt ist und als ein Einschaltprogramm gilt. Eine Unterscheidung durch die gewählte Strategie fehlt in der Definition. Ein ähnliche Definition ist im „ABC der ARD“18 zu finden.

[...]


1 Goldhammer, Klaus: Formatradio in Deutschland. Konzepte, Techniken und Hintergründe der Programmgestaltung von Hörfunkstationen. Berlin: Spiess, 1995. (Im folgenden: Goldhammer, 1995.)

2 Prüfig, Katrin: Formatradio-Ein Erfolgskonzept? Ursprung und Umsetzung am Beispiel Radio FFH. Berlin: Vistas, 1993. (Im folgenden: Prüfig, 1993.)

3 Arnold, Bernd-Peter: ABC des Hörfunks. 2., überarb. Auflage. Konstanz: UVK, 1999. (Im folgenden: Arnold, 1999.)

4 Arnold, 1999. S. 19.

5 Vgl.: Goldhammer, 1995. S.137.

6 Radio wird zum Beispiel begleitend zu anderen Tätigkeiten gehört, am meisten neben der Arbeit außer Haus . Rund 44 Minuten hört der Bundesdeutsche ab 14 Jahren durchschnittlich an einem Wochentag Radio bei der Arbeit außer Haus. Vgl. Klingler, Walter/ Müller, Dieter K.: ma 2003 II: Radio behauptet zentralen Platz in der Mediennutzung. In: Media Perspektiven 9/2003, S.419-421. (Im folgenden: Klingler/Müller, 2003)

7 Haas, Michael H./ Frigge, Uwe/ Zimmer, Gert: Radiomanagement. Ein Handbuch für Radiojournalisten. München: Ölschläger, 1991. S.158. (Im folgenden: Haas/Frigge/Zimmer, 1991)

8 Goldhammer, 1995. S 140.

9 Prüfig, 1993. S.14.

10 Vgl. Prüfig, 1993. S. 13.

11 Prüfig, 1993. S. 13.

12 Prüfig, 1993. S. 14.

13 Vgl. Prüfig, 1993. S. 14.

14 Goldhammer, 1995. S. 141.

15 Arnold, 1999. S. 19.

16 Vgl. Arnold: 1999. S. 19.

17 Arnold, 1999. S. 20.

18 ARD (Hrsg.): ABC der ARD. 3., aktualisierte Ausgabe. Baden-Baden: Nomos, 2002.

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