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Controlling-Instrumente in Banken

Termpaper, 2005, 30 Pages
Author: Emme Alide
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 30
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V44329
ISBN (E-book): 978-3-638-41953-6

File size: 197 KB
Notes :
Es werden aus dem großen Topf der Controlling-Instrumente die vorgestellt, die speziell für Banken entwickelt (z. B. Marktzinsmethode) bzw. im Hinblick auf die besonderen Bedürfnisse der Banken weiterentwickelt wurden (z. B. Prozesskostenrechnung). Es werden Instrumente des strategischen und operativen Controllings und Instrumente zur Risikosteuerung vorgestellt.



Excerpt (computer-generated)

Controlling-Instrumente in Banken

von: Emme Alide

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 1

1. Controlling-Instrumente zur Ertragssteuerung  3

1.1. Strategisches Controlling  3

1.1.1. ROI-Schema 4
1.1.2. Weitere Kennzahlen des Banken-Controllings 5

1.2. Operatives Controlling 6

1.2.1. Marktzinsmethode 7
1.2.2. prozessorientierte Standard-Einzelkostenrechnung 8
1.2.3. Konto-Kalkulation 11
1.2.4. Kunden-Kalkulation 12
1.2.5. Profit-Center-Rechnung 13

2. Controlling-Instrumente zur Risikosteuerung 15

2.1. Instrumente zur Messung von Risiken 15

2.1.1. Value-at-Risk 16
2.1.2. Korrelationskoeffizientenmatrix  16

2.2. Risikotragfähigkeitsanalyse 17
2.3. Instrumente zur Begrenzung von Risiken 19

2.3.1. Zins-Swaps 20
2.3.2. Forward Rate Agreements 21
2.3.3. Zins-Caps 21

Fazit 23

Schrifttumsverzeichnis  24
 


 

Einleitung

Die Verschärfung des Wettbewerbs auf den Finanzmärkten, zunehmender Kostendruck, sinkende Zinsmargen in Verbindung mit geringen Provisionserträgen, abnehmende Kundenloyalität bei gleichzeitig steigenden Kundenanforderungen und immer neue gesetzliche Bestimmungen stellen hohe Ansprüche an die Unternehmensführung einer Bank. Als Subsystem der Unternehmensführung hat das Controlling die Aufgabe, das Management bei der Steuerung des Unternehmens zu unterstützen. Durch das entscheidungsbezogene Auswerten der Daten des betrieblichen Rechnungswesens sowie die Aufbereitung von außerbetrieblichen Informationen werden dem Management Informationen geliefert, die die Effizienz der Unternehmensführung steigern sollen. Aufgrund der aufbereiteten Informationen können von der Unternehmensführung Entscheidungen auf fundierter Basis getroffen werden, 1 Handlungsalternativen verglichen sowie das laufende Geschäft überwacht und gesteuert werden.2 Das Controlling kann also als eine Art Informationszentrum verstanden werden, das steuerungsrelevante Informationen erfasst, aufbereitet und weiterleitet. Adressaten des Bank-Controllings sind alle Entscheidungsverantwortlichen des Kreditinstitutes.3 Zur Erfüllung dieser Aufgaben bedient sich das Bank-Controlling diverser Instrumente. Es werden Instrumente aus der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre ohne bankspezifische Charakteristika genutzt.4 Da sich aber die Bankleistungen von den Leistungen der Industrie- und Handelsbetriebe durch ihren Dualismus und die besondere Verflochtenheit unterscheiden,5 kommen daneben spezielle Instrumente zum Einsatz. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll eine Auswahl von Controlling-Instrumenten vorgestellt werden, die eigens für Kreditinstitute entwickelt wurden oder Instrumente aus der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, die entsprechend den Anforderungen des Bank-Controllings modifiziert wurden.

Bei den Instrumenten des Bank-Controllings unterscheidet man zwischen denen, die der Ertragssteuerung dienen und denen der Risikosteuerung. Für den Bereich des strategischen Controllings, als einen Teil der Ertragssteuerung, wird im Folgenden eine Kennzahlenhierarchie vorgestellt. Die Marktzinsmethode und die prozessorientierte Standard-Einzelkostenrechnung als Basis der Deckungsbeitragsrechnung in Banken und die Konto-, Kundenkalkulation sowie Profit-Center-Rechnung werden im Rahmen des operativen Controllings (als zweiten Teil der Ertragssteuerung) behandelt. Die Risikosteuerung ist ein relativ neuer Bereich des Controllings. Von den vielfältigen Instrumenten der Risikosteuerung wird auf folgende eingegangen: Value-at-risk für die Bewertung der Marktpreisrisiken, die Korrelationskoeffizientenmatrix und die Risikotragfähigkeitsanalyse. Für die Begrenzung der Markpreisrisiken stehen unterschiedliche Derivate zur Verfügung. Das Zinsänderungsrisiko, als ein bedeutendes Marktpreisrisiko, kann unter anderem durch folgende Finanzinstrumente reduziert bzw. eliminiert werden: Zins- Swaps, Forward Rate Agreements und Zins-Caps. Auf die weiteren Instrumente der Ertrags- und Risikosteuerung kann im Rahmen dieser Hausarbeit nicht eingegangen werden. Somit handelt es sich bei den Ausführungen nur um eine kleine Auswahl der verwendeten Instrumente des Bank-Controllers.

1. Controlling-Instrumente zur Ertragssteuerung

Die Gesamtbank, die einzelnen Geschäftseinheiten sowie die einzelnen Bankgeschäfte sollen bewusst ertragsorientiert gesteuert werden. Beim ertragsorientierten Bank-Management steht die Rentabilität an oberster Stelle. Dem untergeordnet sind Geschäftswachstum und das Eingehen von Risiken.6 Grundsätzlich unterscheidet man die Controlling-Instrumente der Ertragssteuerung in Instrumente für das strategische und für das operative Controlling.

1.1. Strategisches Controlling

Das strategische Controlling deckt Chancen und Risiken mit dem Ziel auf, die langfristige Existenz des Unternehmens zu sichern.8 Im Mittelpunkt stehen die bereits vorhandenen und die neu zu entwickelnden Erfolgspotentiale sowie die künftig erforderlichen Ressourcen. Mit Hilfe des strategischen Controllings soll die Frage „Machen wird das Richtige?“ beantwortet werden.9 Es handelt sich um eine langfristige Betrachtung, die in der Gegenwart beginnt und etwa vier bis fünf Jahre umfasst.10

Als Instrumente des strategischen Controllings eignen sich allgemein: Benchmarking, Erfahrungskurve, Konkurrenz-Analyse, Portfolio-Analyse, Potential- Analyse, Produkt-Lebenszyklus-Kurve, Qualitätsmanagement, Stärken- und Schwächenanalyse, Szenario-Technik, Kennzahlensysteme.11 Um die Zusammenhänge zwischen der Rentabilität eines Kreditinstitutes und den rentabilitätsbeeinflussenden Faktoren aufzeigen zu können, bedient sich das Banken-Controlling bestimmter Kennzahlen (z. B. der Nettozinsspanne). Im Rahmen dieser Arbeit soll exemplarisch das ROI-Schema vorgestellt werden.12

1.1.1. ROI-Schema

[...]


1 Vgl. Waskönig, P.: Controlling Wesen – Entwicklung – Aufgaben, 2003 S. 9.

2 Vgl. Schultz, V.: Basiswissen Rechnungswesen, 3. Auflage, 2003 S. 201.

3 Vgl. Hörter, S.: Shareholder Value-orientiertes Bank-Controlling, 1998 S. 76.

4 Vgl. Schierenbeck, H.: Ertragsorientiertes Bankmanagement Band 1 Grundlagen, Marktzinsmethode und Rentabilitäts-Controlling, 7. Auflage, 2001 S. 26.

5 Vgl. Kreuzt, P.; Lindemann, W.: Rechnungswesen und Controlling, 5. Auflage, 1996 S. 53.

6 Vgl. Schierenbeck, H.: Ertragsorientiertes Bankmanagement Band 1 Grundlagen, Marktzinsmethode und Rentabilitäts-Controlling, 7. Auflage, 2001 S. 1.

7 Vgl. Schultz, V.: Basiswissen Rechnungswesen, 3. Auflage, 2003 S. 202 ff.

8 Vgl. Schultz, V.: Basiswissen Rechnungswesen, 3. Auflage, 2003 S. 202 ff.

9 Vgl. Presber, R.: Controlling in Kreditinstituten, 2001 S. 9.

10 Vgl. Vollmuth, H. J.: Controlling-Instrumente von A - Z, 4. Auflage, 1998 S. 209.

11 Vgl. Vollmuth, H. J.: Controlling-Instrumente von A - Z, 4. Auflage, 1998 S. 211 ff.

12 Vgl. Schultz, V.: Basiswissen Rechnungswesen, 3. Auflage, 2003 S. 240 ff.


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