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Versunkene Kulturen der Welt - das Kompendium

Forschungsarbeit, 2005, 117 Seiten
Autor: Dr. Carlos Calvet
Fach: Geschichte - Frühgeschichte, Antike

Details

Institution/Hochschule: Universitat de Barcelona
Tags: Versunkene, Kulturen, Welt, Kompendium
Kategorie: Forschungsarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 117
Literaturverzeichnis: ~ 363  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V44343
ISBN (E-Book): 978-3-638-41965-9
ISBN (Buch): 978-3-638-65751-8
Dateigröße: 749 KB

Zusammenfassung / Abstract

Dieses Werk enthält zahlreiche fundierte und datierte Schöpfungsmythen und Glaubensrichtungen (Schamanismus und Religionen), Kosmologien (Weltanschauung, wie das Universum aufgebaut ist) und Kosmogonien (wie das Universum entstand) von aller Anfang (zur Zeit des Homo erectus) bis zum Ende des sumerischen Reichs um 2.500 v.Chr. Die Mythen und Glaubensrichtungen sind mit wissenschaftlichen Daten verbunden (Archäologie, Paläoklimatologie), was ihre ungefähre bis eindeutige Datierung erlaubte. Die eingehende Analyse dieser Mythen und Weltanschauungen erlaubte die Erstellung eines ersten Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens und beweist, dass die Wiege der Kultur sich auf dem Himalaja bzw. in der sinotibetischen Region befand.


Textauszug (computergeneriert)

 

Versunkene Kulturen der Welt - das Kompendium

Eine wissenschaftliche Zusatzstudie zu den Büchern:
Carlos Calvet, Alte Geschichte und Mythen der Kanarischen Inseln, Bohmeier Verlag, voraussichtlich: 2006
Carlos Calvet, Die Wiege der Menschheit

von

Dr. Carlos Calvet

2005

 

Inhaltsverzeichnis:

Homo erectus, Homo neanderthalensis,
Blombos (Südafrika), Aurignacien (Europa), Gravettien (Europa), Sandia (New Mexico), Solutréen (Europa), Mal′ta & Bureti (Sibirien), Magdalénien (Europa), Tibet, Mapuche (Argentinien), Mutitjulu (Australien), Natufian (Levant), Khiamien (Israel), Clovis (New Mexico), Göbekli Tepe (Anatolien), Jericho (Jordan), Südliche Tehuelche (Patagonien), Adivasi (Indien), Çatal Hüyük (Anatolien), Santal (Indien), Haida (Kanada), Hassun, Samarran, Halafian (Nord-Mesopotamien), Vinca (Donaukultur) Mesopotamien, Sumer, Patagonien, Armenien

Das Standardmodell der Menschheitsgeschichte Eurasiens

 

Abstrakt:

Dieses Werk enthält zahlreiche fundierte und datierte Schöpfungsmythen und Glaubensrichtungen (Schamanismus und Religionen), Kosmologien (Weltanschauung, wie das Universum aufgebaut ist) und Kosmogonien (wie das Universum entstand) von aller Anfang (zur Zeit des Homo erectus) bis zum Ende des sumerischen Reichs um 2.500 v.Chr. Die Mythen und Glaubensrichtungen sind mit wissenschaftlichen Daten verbunden (Archäologie, Paläoklimatologie), was ihre ungefähre bis eindeutige Datierung erlaubte. Die eingehende Analyse dieser Mythen und Weltanschauungen erlaubte die Erstellung eines ersten Standardmodells der Menschheitsgeschichte Eurasiens und beweist, dass die Wiege der Kultur sich auf dem Himalaja bzw. in der sinotibetanischen Region befand.

Kontinent: Europa, Asien, Australien

Gegend: Mittel- und Osteuropa: Kozarnika, bei Belogradchik, Bulgarien; Stranská Skála, bei Brno, Chechien; Bilzingsleben, Thüringen; Naher Orient bis zum Indischen Subkontinent: Israel, Gesher Benot Ya′aqov, im Norden Galiläas; Peking, China; Indien, Vindhyan-Berge im Süden des zentralindischen Plateaus; Java, Flores, Indonesien

Kultur: Achaeulian (von 1,8 Millionen Jahre bis 250.000 Jahre v.u.Z.)

Volk/Spezies: Homo erectus

Altersbestimmungs-Grundlage: Datierungen: China: 1,7 Millionen Jahre (Yuan-Mou-Menschen in Yuanmou, Yunnan); Bulgarien: 1,2 - 1,4 Millionen Jahre; China: 800.000 Jahre (Lan-Tian-Menschen in Shanxi, Lantian; Stranská Skála, Tschechien: 600.000 - 700.000 Jahre; Bilzingsleben, Thüringen: 300.000 - 350.000 Jahre; Israel: 790.000 Jahre alte Feuerstellen; Peking, China, sowie Java, Indonesien, 500.000 Jahre; ; Indien: 290.000 - 300.000 Jahre; Flores, Indonesien, 12.000 - 95.000 Jahre

Vermutliches Alter : 290.000 - 1,4 Millionen Jahre

Obige Fundorte und Datierungen lassen vermuten, dass vor mehr als 1,4 Millionen Jahren eine erste Auswanderungswelle aus Afrika ausging. Sie erreichte zuerst Osteuropa (Bulgarien, vor 1,2 - 1,4 Millionen Jahren), und wendete dann langsam westwärts (Stranská Skála, Tschechien, vor 600.000 - 700.000 Jahren; Bilzingsleben, Thüringen, vor 300.000 - 350.000 Jahren). Diejenigen, die südwärts wanderten, verwandelten sich in die oben erwähnten H.antecessor und H.heidelbergensis, der wiederum erneut nach Nordafrika einwandertem, um sich dort in den modernen H.sapiens zu verwandeln.
Man kann ferner deuten, dass eine zweite Auswanderungswelle aus Afrika vor ca. 1,0 Million Jahren Israel vor ca. 790.000 Jahren erreichte. Dann trennten sich 2 Gruppen: die eine ging nördlich des Himalajas bis nach Peking, China, wo sie vor etwa 500.000 Jahren ankam. Die zweite Gruppe ging südlich des Himalajas bis nach Java, Indonesien, wo sie vor etwa 500.000 Jahren ankam. In Indien kam sie erst vor 290.000 - 300.000 Jahren, und in Flores, Indonesien vor etwa 95.000 Jahren, an. Die frühere Ankunft in Java als In Zentralindien deutet darauf hin, dass sie mit dem Floβ oder dem Boot viel schneller vorankamen als an Land, da sie ja mit einem Gefährt die Javasee überquerten. Ferner bedeutet die lange Verweilzeit auf Flores (von 95.000 bis 12.000 Jahre v.u.Z.), dass der H. erectus "wie geschaffen für die Insel" war. Hatte er einmal eine Insel besetzt, gab er sie nicht mehr so schnell auf wie das Festland, das er anscheinend lediglich durchquerte. Offenbar gefielen ihn die Inseln, vermutlich wegen des vielen Regens, das er an Land - den Kommentaren von Paläoklimatologen nach zu urteilen - vermisste.1

Auf Grund obiger Altersbestimmungs-Grundlagen, können wir die linearen Verbreitungsgeschwindigkeiten kalkulieren, die, dem Vormarsch des Homo erectus zugrunde gelegen haben:

  1. Homo erectus: Von Kozarnika, Bulgarien, vor etwa 1,2 - 1,4 Millionen Jahren bis nach Stranská Skála, Chechien, vor etwa 600.000 - 700.000 Jahren = 500.000 - 800.000 Jahre. Distanz Kozarnika - Stranská Skála = ca. 1.026 Km Verbreitungsgeschwindigkeit = ca. 1,28 - 2,05 Km je 1.000 Jahre.
  2. Homo erectus: Von Kozarnika, Bulgarien, vor etwa 1,2 - 1,4 Millionen Jahren bis nach Bilzingsleben, Thüringen, vor etwa 300.000 - 350.000 Jahren = 850.000 - 1,1 Millionen Jahre. Distanz Kozarnika - Bilzingsleben = ca. 1.654 Km Verbreitungsgeschwindigkeit = ca. 1,50 - 1,95 Km je 1.000 Jahre.
  3. Homo erectus: Von Gesher, Israel vor etwa 790.000 Millionen Jahren bis nach Vindhyan, Indien, vor etwa 290.000 - 300.000 Jahren = 490.000 - 500.000 Jahre. Distanz Gesher - Vindhyan = ca. 4.500 Km Verbreitungsgeschwindigkeit = ca. 9,00 - 9,18 Km je 1.000 Jahre.
  4. Homo erectus: Von Vindhyan, Indien, vor etwa 290.000 - 300.000 Jahren bis nach Jinmium, an der mittleren Nordküste Australiens, vor etwa 120.000 Jahre Jahren = 170.000 - 180.000 Jahre. Distanz Vindhyan - Jinmium = ca. 10.700 Km Verbreitungsgeschwindigkeit = ca. 59,40 - 62,94 Km je 1.000 Jahre.

Daraus können wir folgendes erkennen:
1. Die lineare Verbreitungsgeschwindigkeit ist bei längeren Strecken höher (das selbe sehen wir weiter unten beim H.sapiens in Mal′ta, Südostsibirien), vermutlich weil, je länger die Strecke, desto mehr gewandert bzw. navigiert wurde.
2. Der Homo erectus breitete sich mit einer linearen Verbreitungsgeschwindigkeit von ca. 1,7 Km je 1.000 Jahre durch das eisige Europa aus, doch mit ca. 9,1 Km je 1.000 Jahre in wärmeren Gegenden, bis nach Java bzw. Zentral- und Südindien. Das bedeutet sicherlich, dass der H. erectus Schwierigkeiten hatte, sich der Kälte anzupassen. In Java bzw. Indien angekommen, erreichte er auch später Australien, mit einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 60 Km je 1.000 Jahre. Das ist der Beweis dafür, dass der Homo erectus nach Australien tatsächlich eine ziemlich lange Strecke mit dem Boot oder dem Floβ navigierte, anstatt am Festland entlang zu gehen. Denn ansonsten würde seine lineare Verbreitungsgeschwindigkeit viel (zumindest sieben mal) geringer sein als sie tatsächlich ist. Demnach geht das Standardmodell davon aus, dass der H. erectus nicht, wie von einigen vermutet, langsam entlang der Küste Indiens marschierte, sondern viel mehr bereits seine Fähigkeiten der Navigation einsetzte, dort wo es erforderlich war.

[...]


1 Peter F. Weber, Der Homo erectus erobert Asien. Der Standard 1997, http://www.unet.univie.ac.at/~a8612692/ArchaeoNews/texte/971107erectus.htm 17.07.05


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