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Entwicklung und Anwendung einer allgemeinen Vorgehensweise zur vergleichenden Analyse von Qualitätsmanagementansätzen

Diplomarbeit, 2004, 118 Seiten
Autor: Ingo Schädlich
Fach: Bauingenieurwesen

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 118
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 31  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V44434
ISBN (E-Book): 978-3-638-42039-6
ISBN (Buch): 978-3-638-70725-1
Dateigröße: 1740 KB
Anmerkungen :
In Wissenschaft und Praxis haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Qualitätsmanagementansätze mit klangvollen Namen entwickelt. Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit sollen diese Ansätze erläutert und ihre Strukturen analysiert werden. Auf dieser Basis wird ein Vergleich verschiedener Qualitätsmanagementansätze durchgeführt. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, Synergieeffekte einzelner Ansätze untereinander aufzuzeigen bzw. ihre Unterschiede hervorzuheben.


Zusammenfassung / Abstract

Durch die ständige Weiterentwicklung und Veränderung der Prioritäten innerhalb des Qualitätsmanagements haben sich aus Forschung und täglicher Praxis heraus unter anderem folgende Qualitätsmanagementansätze entwickelt: • Six Sigma, • Total Productive Maintenance, • Kaizen, • DIN EN ISO 9000 : 2000 und • Total Quality Management. Die genannten Ansätze werden derzeitig in der Literatur und der Praxis weitestgehend isoliert von einander dargestellt und betrachtet. Ziel des Buches ist eine analytische, komprimierte, literaturbasierte Darstellung der unterschiedlichen Qualitätsmanagementansätze. Darauf aufbauend soll eine vergleichende Betrachtung der einzelnen Ansätze hinsichtlich möglicher Parallelen, grundlegender Unterschiede sowie denkbarer Synergieeffekte der verschiedenen Ansätze durchgeführt werden. 1. Im Rahmen einer Literaturauswertung werden die Ansätze (Kaizen, Total Productive Maintenance und Six Sigma) hinreichend vorgestellt. 2. Es wird eine geeignete, allgemeine Vorgehensweise zur vergleichenden Analyse von Qualitätsmanagementansätzen entwickelt und aufbauend auf diesem Schema eine Ähnlichkeitsanalyse der oben genannten Ansätze vorgenommen, um ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen 3. Es werden aussagekräftige graphische Darstellungen entwickelt, die (u. a. für Lehrzwecke) zur Erklärung der verschiedenen Ansätze herangezogen werden können. Hierbei sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie ggf. Abhängigkeiten und Synergien zwischen den untersuchten Ansätzen klar erkennbar.


Textauszug (computergeneriert)

Technischen Universität Berlin
Freie wissenschaftliche Arbeit
Thema: Qualitätswissenschaft
zur Erlangung des Grades eines Diplom – Ingenieurs

Entwicklung und Anwendung einer allgemeinen Vorgehensweise zur vergleichenden Analyse von Qualitätsmanagementansätzen

eingereicht von
cand.-ing. Ingo Schädlich

Mai 2004

 

Diplomaufgabe

Thema: Entwicklung und Anwendung einer allgemeinen Vorgehensweise zur vergleichenden Analyse von Qualitätsmanagementansätzen

Durch die ständige Weiterentwicklung und Veränderung der Prioritäten innerhalb des Qualitätsmanagements haben sich aus Forschung und täglicher Praxis heraus unter anderem folgende Qualitätsmanagementansätze entwickelt:

  • Six Sigma,
  • Total Productive Maintenance,
  • Kaizen,
  • DIN EN ISO 9000 : 2000 und
  • Total Quality Management.

Die genannten Ansätze werden derzeitig in der Literatur und der Praxis weitestgehend isoliert von einander dargestellt und betrachtet.

Ziel der Diplomarbeit ist eine analytische, komprimierte, literaturbasierte Darstellung der unterschiedlichen Qualitätsmanagementansätze. Darauf aufbauend soll eine vergleichende Betrachtung der einzelnen Ansätze hinsichtlich möglicher Parallelen, grundlegender Unterschiede sowie denkbarer Synergieeffekte der verschiedenen Ansätze durchgeführt werden.

  1. Im Rahmen einer Literaturauswertung werden die Ansätze (Kaizen, Total Productive Maintenance und Six Sigma) hinreichend vorgestellt.
  2. Es wird eine geeignete, allgemeine Vorgehensweise zur vergleichenden Analyse von Qualitätsmanagementansätzen entwickelt und aufbauend auf diesem Schema eine Ähnlichkeitsanalyse der oben genannten Ansätze vorgenommen, um ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen
  3. Es werden aussagekräftige graphische Darstellungen entwickelt, die (u. a. für Lehrzwecke) zur Erklärung der verschiedenen Ansätze herangezogen werden können. Hierbei werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie ggf. Abhängigkeiten und Synergien zwischen den untersuchten Ansätzen klar erkennbar sein.

 

I Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE ... 1

2 DEFINITION DES PHILOSOPHIE-, KONZEPT- UND METHODENBEGRIFFS ... 2
2.1 Philosophie ... 2
2.2 Strategie ... 3
2.3 Konzept  ... 5
2.4 Methode  ... 6

3 DARSTELLUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN QM – ANSÄTZE ... 8

3.1 Kaizen ... 8
3.1.1 Klärung des Begriffs „Kaizen ... 8
3.1.2 Die historische Entwicklung der kontinuierlichen Verbesserung– Kaizen  ... 9
3.1.3 Die Philosophie des Kaizen ... 11
3.1.4 Strategie des Kaizen-Ansatzes  ... 12
3.1.5 Das Konzept von Kaizen  ... 13
3.1.5.1 Der PDCA-Kreis  ... 13
3.1.6 Kaizen und die Beteiligten ... 15
3.1.7 Kaizen und die Unternehmenskultur  ... 16
3.1.8 Methoden des Kaizen ... 17
3.1.9 Prinzipien des Kaizen-Ansatzes ... 19
3.1.10 Kaizen Verständnis im japanischen Raum im Gegensatz zum westlichen Ansatz ... 22
3.1.11 Kaizen und der Qualitätsbegriff  ... 22
3.1.12 Innovation und Kaizen ... 23
3.1.13 Zusammenfassung ... 24

3.2 Total Productive Maintenance – TPM ... 27
3.2.1 Begriffsbestimmung ... 28
3.2.2 Die historische Entwicklung von der klassischen Instandhaltung zu Total Productive Maintenance ... 29
3.2.3 Die Philosophie von TPM ... 33
3.2.4 Die Strategie des TPM-Ansatzes  ... 34
3.2.4.1 Das Ziel der TPM-Strategie ... 34
3.2.4.2 Das Denkmodell der TPM-Strategie ... 34
3.2.4.3 Die Gesamtanlageneffizienz (OEE) ... 36
3.2.4.4 Die Sechs großen Verlustquellen  ... 37
3.2.5 Das Konzept hinter der TPM-Strategie ... 38
3.2.5.1 Die fünf Säulen des TPM-Konzeptes  ... 41
3.2.6 Auswirkung auf die Unternehmenskultur ... 47
3.2.7 Methoden des TPM-Ansatzes  ... 48
3.2.8 Grundsätze des TPM-Ansatzes ... 48
3.2.9 Der Qualitätsbegriff bei Total Productive Maintenance  ... 50
3.2.10 Barrieren bei der Implementierung von TPM ... 51

3.3 Six Sigma – 6 σ  ... 54
3.3.1 Klärung des Begriffs „Six Sigma" ... 54
3.3.2 Die historische Entwicklung des Six Sigma Ansatzes  ... 55
3.3.3 Die Philosophie des Six Sigma-Ansatzes ... 57
3.3.4 Die Strategie von Six Sigma ... 57
3.3.5 Das Konzept von Six Sigma ... 59
3.3.6 Auswirkung auf die Unternehmenskultur ... 66
3.3.7 Die 7x7 Toolbox – die Methoden des Six Sigma-Ansatzes  ... 69
3.3.8 Grundsätze des Six Sigma-Ansatzes  ... 71
3.3.9 Der Stellenwert der Qualität im Six Sigma-Ansatz  ... 74
3.3.10 Abgrenzung zu anderen Theorien und Ansätzen  ... 75
3.3.11 Implementierung von Six Sigma ... 76

4 VERGLEICH DER UNTERSCHIEDLICHEN ANSÄTZE ... 79

4.1 Allgemeines Vorgehen ... 79
4.1.1 Anwendungsschwerpunkte  ... 80
4.1.1.1 Anwendungsschwerpunkte im Qualitätsmanagement ... 80
4.1.1.2 Anwendungsschwerpunkte innerhalb des Unternehmens ... 80
4.1.2 Theoretischer Überbau ... 81
4.1.2.1 Philosophie ... 81
4.1.2.2 Strategie ... 81
4.1.2.3 Konzepte  ... 82
4.1.2.4 Methoden  ... 82
4.1.3 Umsetzung  ... 82
4.1.3.1 Realisierung  ... 82
4.1.3.2 Verantwortliche für die Qualitätsverbesserung bzw. Qualitätssicherung ... 82
4.1.3.3 Kennzahlen  ... 83

4.2 Der Vergleich  ... 84
4.2.1 Anwendungsschwerpunkte  ... 84
4.2.1.1 Anwendungsschwerpunkte im Qualitätsmanagement ... 84
4.2.1.2 Anwendungsschwerpunkte innerhalb des Unternehmens ... 85
4.2.2 Theoretischer Überbau ... 88
4.2.2.1 Philosophie / Leitgedanke des Ansatzes ... 88
4.2.2.2 Strategie ... 90
4.2.2.3 Konzepte  ... 94
4.2.2.4 Methoden  ... 97
4.2.3 Umsetzung  ... 100
4.2.3.1 Realisierung  ... 100
4.2.3.2 Verantwortlich für die Qualitätsverbesserung bzw. Qualitätssicherung ... 101
4.2.3.3 Kennzahlen  ... 102

4.3 Zusammenfassung der Vergleichsergebnisse  ... 104
4.4 Schlussfolgerung ... 106
4.4.1 Synergieeffekte  ... 106

5 LITERATURVERZEICHNIS ... 109

 

1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise

In der Wissenschaft und der Praxis haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Qualitätsmanagementansätze mit klangvollen Namen wie:

• Six Sigma,
• Kaizen und
• Total Productive Maintenance

entwickelt.

Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit sollen diese Ansätze erläutert und ihre Strukturen analysiert werden.

Die verschiedenen Ansätze zeichnen sich durch ihre jeweilige Strategie aus. Beeinflusst werden sie durch entsprechende Philosophien des Managements, die das prinzipielle Handeln bestimmen und sich neben den Strategien auch auf die Konzepte auswirken. Die Konzepte strukturieren den Einsatz von verschiedensten Methoden, die die Umsetzung der theoretischen Denkmodelle ermöglichen. Um einen Ansatz von Grund auf zu verstehen, sind seine einzelnen Komponenten darzulegen und zu untersuchen.

Auf dieser Basis wird ein Vergleich verschiedener Qualitätsmanagementansätze durchgeführt. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, Synergieeffekte einzelner Ansätze untereinander aufzuzeigen bzw. ihre Unterschiede hervorzuheben.

2 Definition des Philosophie-, Konzept- und Methodenbegriffs

In der Fachliteratur werden mit den Begriffen Philosophie, Strategie, Konzept sowie Methode unterschiedlichste Sachverhalte verbunden bzw. in Zusammenhang gebracht. Damit innerhalb dieser Arbeit und bei späteren Vergleichen unterschiedlichster Qualitätsmanagementansätze jedoch ein einheitliches Begriffsverständnis vorliegt, werden zunächst ihre Zusammenhänge und Unterschiede dargestellt und die begrifflichen Inhalte definiert.

2.1 Philosophie

Der Begriff Philosophie stammt von den griechischen Begriffen „philo“ und „sophia“ ab und steht wörtlich für die „Liebe zur Weisheit”. Die Philosophie ist die Bezeichnung für das Streben nach Erkenntnis hinsichtlich den Anfangsgründen, Ursachen und Elementen aller Dinge in der Welt und dem letzten Ziel des Handelns und damit des übergeordneten Leitgedankens.1

Die Philosophie befasst sich, im Gegensatz zu den Wissenschaften, nicht mit jeweils einzelnen Gebieten unter bestimmten Fragestellungen, sondern behandelt Probleme, die von den Einzeldisziplinen nicht untersucht werden. Die Philosophie hinterfragt und beschreibt die Grundlagen unseres Handelns und gibt Erklärungsansätze. Eine Philosophie stellt somit eine geistige Grundhaltung dar, die das jeweilige gesellschaftliche und damit auch das wirtschaftliche Zusammenleben leitet und bestimmt ohne problemspezifische Handlungs- oder Zielvorgaben zu geben.2

In der heutigen Zeit wird der Begriff Philosophie in sehr verschiedenen Bereichen, so auch in der Wirtschaft, verwendet. Mit diesen unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Philosophiebegriff geht ebenfalls ein uneinheitliches Begriffsverständnis einher. Selbst die Philosophen sind sich untereinander über einen einheitlichen Philosophiebegriff nicht einig. Sie fokussieren unterschiedliche Aspekte, zum Beispiel nach ihrem Thema oder ihrer systematischen Absicht. In dem Buch "Die philosophische Werkzeugkiste" versucht RICHARD EGGER den gemeinsamen Nenner der verschiedenen Philosophiebegriffe darzustellen und definiert Philosophie als „Diskurs, als vernunftgeleitetes Gespräch über alles, worüber man begründet mutmaßen kann.“3

In der Wirtschaftswissenschaft wird das Wort Philosophie sehr vage und vieldeutig - und leider auch inflationär - gebraucht. Eine stichhaltige Definition gibt der Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsethiker PETER ULRICH: Er versteht unter Unternehmensphilosophie „Die ganzheitliche Interpretation der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Funktion und Stellung der Unternehmung und der daraus abzuleitenden Sinnzusammenhänge und Wertbezüge des Managements“.4

[...]


1 Der große Duden - Fremdwörter; 2. Auflage; Dudenverlag 1966

2 Microsoft® Encarta® Professional 2002

3 vgl Egger (1997)

4 Ulrich et al. (1995) S. 53


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