Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Die demografische Entwicklung in Deutschland und die daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege
Autor: Dipl. Berufspädagoge (FH) Christian Ley
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Institution/Hochschule: Fachhochschule Münster (Fachbereich Pflege)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: Leistungsnachweis
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 303 KB
Archivnummer: V44692
ISBN (E-Book): 978-3-638-42240-6
ISBN (Buch): 978-3-638-83148-2

Zusammenfassung / Abstract

Der Begriff ‚Demografie’ erfährt in dieser Zeit eine geradezu inflationär häufige Verwendung. Es vergeht kaum eine Polit-Talk-Sendung im Fernsehen, in der nicht von demografischer Entwicklung oder Ähnlichem gesprochen wird. Auch die Tagespresse und die großen Wochenzeitungen berichten laufend über politische Themen, die sich auf die demografische Forschung beziehen. Die deutsche Legislative beschäftigt sich momentan mit einigen großen Reformvorhaben. Das Rentensystem soll zukunftsfähig gemacht werden, die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleiben und auch die Pflegeversicherung steht bereits 8 Jahre nach ihrer Einführung wieder auf dem Prüfstand. Insgesamt muss – so die einhellige Meinung großer Teile unserer Gesellschaft – das gesamte Sozialversicherungssystem den Rahmenbedingungen unserer Zeit und der kommenden Jahre und Jahrzehnte angepasst werden. Diese Überlegungen, welche die politische Diskussion momentan derart dominieren, liegen allesamt in den Analyseergebnissen und Vorausberechnungen der demografischen Forschung begründet. In der vorliegenden Arbeit zeige ich zunächst die demografische Entwicklung von 1950 bis heute sowie eine Prognose der Entwicklung bis zum Jahr 2050 auf. Die große Bedeutung dieses Themas für die Pflege wird herausgestellt. Auch lege ich die von mir antizipierte Rolle der Politik in den nächsten Jahrzehnten im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung dar.

Textauszug (computergeneriert)

Die demografische Entwicklung in Deutschland und die
daraus resultierenden Veränderungen für die Pflege

von: Christian Ley

 


Inhalt

1 Einleitung 3

2 Demografische Forschung 4

2.1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland von 1950 bis 2000 4
2.2 Ausblick über die vermutete Entwicklung bis 2050 6

3 Auswirkungen für die Pflege 9

4 Die Rolle der Politik 12

5 Schlussfolgerungen 15

6 Literaturverzeichnis 17




1 Einleitung

Der Begriff ‚Demografie’ erfährt in dieser Zeit eine geradezu inflationär häufige Verwendung. Es vergeht kaum eine Polit-Talk-Sendung im Fernsehen, in der nicht von demografischer Entwicklung oder Ähnlichem gesprochen wird. Auch die Tagespresse und die großen Wochenzeitungen berichten laufend über politische Themen, die sich auf die demografische Forschung beziehen. Die deutsche Legislative beschäftigt sich momentan mit einigen großen Reformvorhaben. Das Rentensystem soll zukunftsfähig gemacht werden, die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleiben und auch die Pflegeversicherung steht bereits 8 Jahre nach ihrer Einführung wieder auf dem Prüfstand. Insgesamt muss – so die einhellige Meinung großer Teile unserer Gesellschaft – das gesamte Sozialversicherungssystem den Rahmenbedingungen unserer Zeit und der kommenden Jahre und Jahrzehnte angepasst werden. Diese Überlegungen, welche die politische Diskussion momentan derart dominieren, liegen allesamt in den Analyseergebnissen und Vorausberechnungen der demografischen Forschung begründet. In den folgenden Kapiteln werde ich zunächst die demografische Entwicklung von 1950 bis heute sowie eine Prognose der Entwicklung bis zum Jahr 2050 aufzeigen. Die große Bedeutung dieses Themas für die Pflege wird herausgestellt. Auch werde ich versuchen, die Rolle der Politik in den nächsten Jahrzehnten im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung darzulegen.

2 Demografische Forschung

Übersetzt in die deutsche Sprache bedeutet Demografie Bevölkerungsforschung. Die Bevölkerung eines Landes, einer Region oder der gesamten Erde ist keine feste Größe, sondern unterliegt einer ständigen Entwicklung. „Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit oder ethnische Herkunft sind die wichtigsten Kriterien, nach denen eine Bevölkerung gegliedert werden kann.“ (Münz & Ulrich, 2000, S. 1) Um die Veränderung der Bevölkerung zu erfassen, beschäftigt sich die demografische Forschung mit unter anderem mit Faktoren wie Geburten und Sterbefällen, Fertilität und Migration. Auch wirtschaftliche und sonstige gesellschaftliche Faktoren werden analysiert, um die oben genannten Hauptfaktoren zu erklären und zu begründen. In hoch entwickelten Industrienationen wie Deutschland werden eine Vielzahl von Daten über die Bevölkerung des Landes ermittelt. „Wichtigste Informationsquelle der Bevölkerungswissenschaft ist die amtliche Statistik.“ (Münz & Ulrich, 2000, S. 2) In Deutschland liegt die Ermittlung und Verarbeitung dieser Daten in den Händen des statistischen Bundesamtes.

2.1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland von 1950 bis 2000

In der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg verzeichnete man ein deutliches Bevölkerungswachstum. In den fünfziger Jahren war ein deutlicher Geburtenüberschuss zu beobachten. Zudem setzte die Zuwanderung langsam ein. Bis 1964 kamen etwa 1,2 Millionen Ausländer nach Deutschland (West). Die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland verlief in manchen Phasen unterschiedlich voneinander, was durch die Betrachtung der unter-schiedlichen politischen Maßnahmen erklärbar ist. Dies will ich jedoch im Folgenden außer Acht lassen, da sich die Zahlen in Ostdeutschland nach 1990 zunehmend an das Westniveau angeglichen haben (siehe Abbildung 1). Nach 1970 kam es zu einem signifikanten Rückgang der Geburtenrate. Dieses Phänomen erklärt sich zumindest teilweise durch die aufkommenden oralen Kontrazeptiva, aber auch durch einen Anstieg der Anzahl von Frauen, die einer Arbeitstätigkeit nachgingen. In den neunziger Jahren erholte sich die Geburtenrate leicht; mittlerweile sinkt sie jedoch wieder. Insgesamt hat sich die Fertilität – also die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau – von ca. 1,8 im Jahr 1950 auf ca. 1,3 bis 1,4 in den ersten Jahren dieses Jahrtausends - abgesenkt.

[...]

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/44692/