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Finanzierungsmöglichkeiten von abendfüllenden Abschlussfilmen an den deutschen Filmhochschulen HFF und DFFB

Intermediate Diploma Thesis, 2004, 34 Pages
Author: Philip Pratt
Subject: Film Science

Details

Category: Intermediate Diploma Thesis
Year: 2004
Pages: 34
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V44700
ISBN (E-book): 978-3-638-42248-2
ISBN (Book): 978-3-638-65764-8
File size: 276 KB
Notes :
Die Vordiplomarbeit beschäftigt sich mit den diversen Finanzierungsmöglichkeiten von Debütfilmen in Deutschland und stellt einen Vergleich zwischen den beiden Filmschule HFF, Potsdam und DFFB, Berlin auf.


Abstract

Die Vordiplomarbeit beschäftigt sich mit den diversen Finanzierungsmöglichkeiten von Debütfilmen und Abschlussfilmen in Deutschland und stellt einen Vergleich zwischen den beiden Filmschule HFF, Potsdam und DFFB, Berlin auf.


Excerpt (computer-generated)

Finanzierungsmöglichkeiten von abendfüllenden
Abschlussfilmen an den deutschen Filmhochschulen
HFF und DFFB

von: Philip Pratt

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung  3

2 Finanzierungsmöglichkeiten von Langfilmen 4

2.1 Finanzierungsmöglichkeiten durch öffentlich-rechtliche Sender  5

2.1.1 ARD – „Debüt im Ersten"  5
2.1.2 ZDF – Das kleine Fernsehspiel  9
2.1.3 ARTE  10

2.2 Finanzierungsmöglichkeiten durch private Sender  11
2.3 Finanzierungsmöglichkeiten durch Filmförderungen  12

2.3.1 Finanzierungsmöglichkeiten durch Filmförderungen des Bundes  12
2.3.2 Finanzierungsmöglichkeiten durch regionale Filmförderungen  13

3 Zusammenfassung  15

4 Die Stellung der beteiligten Parteien  16

4.1 Die Filmschulen 16

4.1.1 Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“   17
4.1.2 Deutsche Film und Fernsehakademie Berlin 20

4.2 Der ausführende Produzent 22
4.3 Die Sender  25
4.4 Die Studenten  26

5 Schlussbetrachtung 28

6 Quellenverzeichnis 30

7 Anhang 31



 

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit stellt die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten für abendfüllende1 fiktionale Abschlussfilme an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (dffb) und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam – Babelsberg (HFF) sowie die Vor- und Nachteile für die an der Produktion beteiligten Parteien dar. Die deutsche Spielfilmproduktionslandschaft hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Anzahl der pro Jahr hergestellten TV-Movies ist von 320 im Jahr 2000 auf etwa 170 im Jahr 2004 drastisch gesunken2. Obwohl das Produzieren von Abschlussfilmen „grundsätzlich nicht wirtschaftlich ist“3, konnte die Anzahl der fertiggestellten abendfüllenden fiktionalen Abschlussfilme auf einem gleichbleibenden Niveau4 gehalten bzw. an der HFF sogar gesteigert werden5. Diese Entwicklung wirft bei mir vier Fragen auf, die im Rahmen meiner Arbeit untersucht werden sollen:

1. Welche Finanzierungsmöglichkeiten existieren für abendfüllende fiktionale Abschlussfilmen?
2. Weshalb konnte die Anzahl und die jeweiligen Budgets der hergestellten Filme, trotz der kriselnden Filmwirtschaft, gehalten bzw. sogar gesteigert werden6?
3. Wer trägt das finanzielle Risiko bzw. wer profitiert von diesen Filmen?
4. Dienen sie dem Ausbildungszweck der Filmschulen, also erleichtern Langfilme eine erfolgreiche Integration des Filmstudenten in den Markt?

Es existieren verschiedene Möglichkeiten einen abendfüllenden fiktionalen Abschlussfilm zu finanzieren. Basierend auf der, von mir erstellten, Finanzierungsstruktur der seit 1999 fertiggestellten Filme, werde ich in dem ersten Teil meiner Arbeit einen Überblick über die wichtigsten Finanziers geben und die Eigenschaften und Kriterien für eine Zusammenarbeit darstellen. In dem zweiten Teil meiner Arbeit untersuche ich die Standpunkte und Interessen der beteiligten Parteien. Ausgehend von der Annahme, dass die Investition in einen Abschlussfilm nur in Ausnahmefällen wirtschaftlich lukrativ ist, soll dargestellt werden warum sich Produktionsfirmen, Sender, Filmschulen und Studenten an solchen Vorhaben beteiligen. Im Rahmen der Schlussbetrachtung wird zusammenfassend dargestellt, wieso dennoch Abschlussfilme ihre wichtige Stellung in der deutschen Filmlandschaft behaupten und sogar ausbauen konnten. Um den Rahmen meiner Vordiplomarbeit überschaubar zu halten, habe ich zwei Einschränkungen getroffen. Zum einen werde ich nur die dffb und HFF in meiner Arbeit berücksichtigen. Zum anderen werde ich ausschließlich abendfüllende fiktionale Abschlussfilme betrachten. Diese Definition wird im Folgenden als Abschlussfilm bezeichnet. Dokumentarfilme, die einen beträchtlichen Anteil des Produktionsoutputs, besonders der HFF ausmachen werden von mir nicht betrachtet.

2 Finanzierungsmöglichkeiten von Langfilmen

Das folgende Kapitel widmet sich den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für Abschlussfilme und beantwortet damit die erste Fragestellung dieser Arbeit. Zum einen werden die wichtigsten Geldgeber sowie deren Kriterien für eine Zusammenarbeit detailliert betrachtet und zum anderen soll dargestellt werden, warum es kaum eine Alternative zu den genannten Möglichkeiten gibt. Als Grundlage dient die von mir erstellte Finanzierungsstruktur7 der seit 1999 fertiggestellten Abschlussfilme. Die Finanzierungsstruktur, der 30 seit 1999 fertiggestellten Abschlussfilme lässt erkennen, dass es nur zwei relevante Finanzierungsarten gibt8:

• Die Finanzierung durch öffentlich-rechtliche Sender
• Die Finanzierung durch Filmförderungen

So waren die öffentlich-rechtlichen Sender in 88 % der seit 1999 fertiggestellten Abschlussfilme als Auftrags-, Gemeinschafts- oder Koproduzent bzw. Lizenzkäufer involviert. Der dffb Film „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ ist der einzige Film, der von einer privaten Sendeanstalt hergestellt wurde. 55 % der Abschlussfilme wurden durch Filmförderungen in Form von bedingt rückzahlbaren Darlehen bzw. Zuschüssen unterstützt.

2.1 Finanzierungsmöglichkeiten durch öffentlich-rechtliche Sender

Die öffentlich-rechtlichen Sender tragen, wie oben bereits erwähnt, den größten Teil zu der Finanzierung von Abschlussfilmen bei. Da sie zum Großteil durch Rundfunkgebühren finanziert werden, sind sie von ökonomischen Marktzwängen bezüglich der Verwertung eines Projekts weitestgehend unabhängig. Die Redaktionen der Sender begleiten die Projekte von der Drehbuchentwicklung bis zur Fertigstellung. Die Projekte entstehen als reiner Fernsehfilm oder als Kinoproduktion. Die Zusammenarbeit erfolgt in Form von Auftrags-, Gemeinschafts- und Koproduktionen bzw. durch Lizenzankäufe. Im Folgenden werden die Anforderungen, die finanziellen Möglichkeiten und Sendeplätze der einzelnen Senderredaktionen genauer betrachtet. Es soll deutlich werden in welchem Rahmen der deutsche Filmnachwuchs unterstützt wird und welche Redaktionen dabei die Maßgebenden sind.

2.1.1 ARD – „Debüt im Ersten"

Seit dem Jahr 2001 zeigt die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) eine Auswahl der besten Debütfilme9, die in den Redaktionen der „Dritten“ Sendeanstalten entstanden sind. Diese Kooperation innerhalb der Sendergruppe soll die Zusammenarbeit der einzelnen Redaktionen fördern und junge Talente für die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der ARD akquirieren10. Jede Redaktion entscheidet unabhängig über die Projektwahl und deren Entstehung. Die Projekte müssen nicht zwangsläufig Abschlussfilme sein, sondern können auch Debütprojekte von „Quereinsteigern“ oder der Zweit- und sogar Drittfilm sein.

[...]


1 abendfüllend, ist ein Film im Sinne von § 15 Abs. 1 FFG, der eine Vorführdauer von mindestens 79 Minuten

2 Helmut Hartung (Hg.), „promedia“, promedia-Verlag, Berlin, 09/2004, S. 38, „Die Programmwirtschaft muss industriemäßiger strukturiert werden“

3 Vgl. Susann Schimk, Diplomarbeit, „Wirtschaftlichkeit von Abschlussfilmen“, Berlin 2001

4 Vgl. Anlage: 17 Telefoninterview mit Jörg Schneider, ZDF –Kleines Fernsehspiel

5 siehe Kapitel 3.1, „Die Filmschulen“

6 siehe Kapitel 3.1, „Die Filmschulen“

7 siehe Anlage 1: Finanzierungsstruktur der seit 1999 fertiggestellten abendfüllenden Abschlussfilme

8 ebd.

9 SWR, „Die Talentschmiede des Südwestens“, http://www.swr.de/debuet/ueberuns/index.html, Stand: 17.12.2002, Zugriff: 03.09.2004

10 ARD, „Debüt im Ersten“, http://www.daserste.de/debut, Stand: 2003, Zugriff: 03.09.2004


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