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Autor: Carmen Bartylla
Fach: Soziologie - Alter
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn (Staatliche Studienakademie)
Tags: Depression, Jugendalter, Arbeitsfeld, Heimerziehung
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: 1,2
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 218 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-42303-8
Das Arbeitsfeld Heimerziehung ist ein gesondertes Fach an der Berufsakademie Breitenbrunn, ähnelt Seminararbeiten der Soziologie.
Textauszug (computergeneriert)
Zur Depression im Jugendalter
von: Carmen Bartylla
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1. Zum Begriff Depression 3
1.1 Definition des Begriffes 3
1.2 Depressive Symptome im Jugendalter 3
2. Erscheinungsformen der Depression 4
2.1 Die Major Depression 4
2.2 Die Dysthyme Störung 5
2.3 Manisch- depressive Störungen (Bipolare Störungen) 6
3. Ursachen für Depressionen 6
3.1 Biologische Ursachen 6
3.2 Psychosoziale Risikofaktoren 7
4. Fallbeispiel – Sabrina 10
4.1 Anamnese 10
4.2 Assessment 10
4.3 Diagnose 11
4.4 Intervention 13
4.5 Prognose 13
5. Schlussbewertung 13
Quellenverzeichnis 15
Einleitung
„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ ist eine oft genannte Redewendung, die Stimmungsschwankungen zum Ausdruck bringt. Fast jede Person unterlag schon einmal sogenannten Stimmungsschwankungen, in denen sie sich zuerst euphorisch und im nächsten Moment pessimistisch, hilflos fühlte. Jugendliche nennen es häufig ihre „Depri-Phase“, wenn sie in einem Stimmungstief stecken. Hierbei ist es jedoch schwierig eine eindeutige Diagnose bei Jugendlichen zu stellen, da depressive Verstimmungen während der Pubertät auch häufig normal sind. Trotzdem sollte solchen Symptomen (z.B. Traurigkeit, Angst, Gefühle des Versagens) auch ernsthaft nachgegangen werden, da besonders im Jugendalter eine hohe Depressivitätsgefährdung besteht.
Ein depressiver Zustand wird durch seine Dauerhaftigkeit und Intensität gekennzeichnet. Dabei spielt das Vorhandensein zusätzlicher Beeinträcht igungen eine große Rolle. Ich habe mich einerseits für das Thema Depressionen entschieden, da diese Krankheit auch mich bzw. unter normalen Umständen aufgewachsene Menschen betreffen können. Andererseits ist nach meiner Ansicht das Wissen über die Depression ein Muss in der Heimerziehung, da besonders hier vorbelastete Jugendliche aufeinandertreffen, deren Entwicklung von problematischen Ereignissen geprägt wurde bzw. wird. Ziel dieser Studienarbeit ist es, meine Kenntnisse über die Krankheit Depression zu erweitern und dem Leser die Möglichkeit zu geben, Merkmale im Geschriebenen wiederzuerkennen, die sich auf seine eigene Person oder seine Arbeit in der Praxis beziehen. Im ersten Teil meiner Studienarbeit informiere ich über die verschiedenen Erscheinungs formen und Ursachen der Depression und gebe dabei einen Überblick über depressive Symptome im Jugendalter. Im letzten Teil führe ich ein Fallbeispiel meiner Einrichtung unter Anwendung einiger Phasen der sozialen Einzelhilfe an, um die Thematik auch praxisorientiert zu beleuchten.
1. Zum Begriff Depression
1.1 Definition des Begriffes
Depressionen (von dem lateinischen Wort „deprimere“ = herunter-, niederdrücken) sind mehr als gelegentliche Stimmungstiefs und gekennzeichnet durch die Dauerhaftigkeit und Intensität des depressiven Zustands. Nehmen Stimmungstiefs (z.B. Traurigkeit, Hilflosigkeit), die das eigene Verhalten beeinträchtigen, an Stärke und Dauer zu, so kann von einer Depression gesprochen werden (vgl. Nevermann 2001, S. 11 ff.). „In der Depression ist der Mensch kaum fähig, das wahrzunehmen, was das Leben angenehm macht, sich an Angenehmen zu freuen und es zu genießen, das zu denken und zu tun, was seinem Leben Sinn gibt.“ (Kaufmann-Mall 1996, S. 10)
1.2 Depressive Symptome im Jugendalter
Die Symptome der Depressionen im Jugendalter sind vielfältig und vor allem durch alters- und entwicklungsbedingte Ausprägungen gekennzeichnet. Im Vergleich zum Kindesalter kommen im Jugendalter deutlich dysfunktionale Denkmuster zum Ausdruck. Pessimistische Gedanken über die eigene Person, die Umwelt und Zukunft sowie suizidales Verhalten kennzeichnen eine Depression. Die Symptome für Depressionen finden sich auf unterschiedlichen Ebenen bzw. auch in unterschiedlichen Systemen in jeweils verschiedener Ausprägung:
Somatisches System: z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Appetitstörungen Emotionales System:
z.B. Traurigkeit, Einsamkeit, Wut, ärgerlich-gereizte Stimmung Kognitives System – Wahrnehmung und Denken:
z.B. negatives Denken, Hilflosigkeit, verzerrte Wahrnehmung, Unentschlossenheit Verhaltenssystem:
z.B. Lustlosigkeit, Verlangsamung, schlechte schulische Leistungen, sozialer Rückzug Diese einzelnen Systeme beeinflussen sich gegenseitig und bilden ein Gesamtsystem (vgl. Nevermann 2001, S. 22), wie folgendes Beispiel zeigen soll:
Hat ein Jugendlicher beispielsweise keine Lust an Freizeitaktivitäten des Heimes teilzunehmen und zieht sich in sein Zimmer zurück, so kann es passieren, dass das Alleinsein Traurigkeit und Unzufriedenheit hervorruft, die z.B. auch zu Bauchschmerzen führen.
2. Erscheinungsformen der Depression
[...]
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