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Modelle des leistungsmotivierten Handelns

Termpaper, 2002, 15 Pages
Author: Natalia Schlichter
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology

Details

Event: Persönlichkeitsentwicklung und -erziehung
Institution/College: Saarland University (Fachbereich Pädagogik)
Tags: Modelle, Handelns, Persönlichkeitsentwicklung
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 15
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V4496
ISBN (E-book): 978-3-638-12772-1
ISBN (Book): 978-3-638-77085-9
File size: 195 KB
Notes :
Eine Hausarbeit, die mir viel Zeit und Mühe gekostet hat, die auch dementsprechend von mir als sehr gelungen angeschätzt werden kann. Liegt wahrscheinlich auch am persönlichen Interesse am Thema. Es wurde ein Klassifikationsansatz unternommen, um zahlreiche Modelle zum leistungsmotivierten Handeln unter ein Hut zu bringen.


Abstract

"Kann denn Lernen Spaß machen?" - das ist die Frage, die sich jeder Lehrer stellt, wenn er der Langeweile seines Unterrichts auf die Fersen gehen will. Für die meisten Schüler jedoch, wenn nicht gar für alle, ist das sicher keine echte Frage, denn die Antwort ist klar: "Nein, Lernen macht keinen Spaß!" Und wenn wir ehrlich sind und an unsere eigene Schulzeit zurückdenken, so hat sich der Spaß auch bei unserem Lernen durchaus in Grenzen gehalten. Ist das Lernen demnach also der mühselige, aber notwendige Preis für gute Ergebnisse in der Schule und im Beruf? Dass man diese Schlussfolgerung so nicht stehen lassen kann, zeigen gerade diejenigen, die sich am allermeisten über diese Situation beklagen: die Kinder und Schüler selbst. Durch ihre zum Teil unermüdlichen Fragen ,,Wie geht das? Warum ist das so?", deren Beantwortung oft Geduld erfordert, kommt ihr durch die eigene Neugierde angeregtes Bedürfnis zum Ausdruck, sich über Unbekanntes Klarheit zu verschaffen. Dieses Erforschen und Aneignen von neuem Wissen, was durchaus mit Freude und Spaß verbunden sein kann, ist nichts anderes - auch wenn Schüler gelegentlich ganz anderer Meinung sind - als Lernen.


Excerpt (computer-generated)

 

Leistungsmotivation



Wann fängt Spaß am Lernen an und wann hört er auf?
Eine Frage vor dem Hintergrund der Leistungsmotivationspsychologie

Inhaltsverzeichnis

1. Kann Lernen Spaß machen

2. Motivation und Motiv

2.1. Alltägliches Verständnis von "Motivation" und "Motiv
2.2. Wissenschaftliche Definitionen

3. Merkmale eines leistungsmotivierten Verhaltens

3.1. Temporale Komponente (überdauernde vs. aktualisierte Motivation
3.2. Kausale Komponente (Grund - Selbstbewertung eigener Tüchtigkeit
3.3. Affektive Komponente (affektähnliches Stolzgefühl
3.4. Modale Komponente (Anforderungscharakter der Situation
3.5. Konsekutive Komponente (Ergebnis als Folge: Attribuierung

4. Ein Weg zum Spaß beim Lernen

Literaturverzeichnis



1. Kann Lernen Spaß machen?

"Kann denn Lernen Spaß machen?" - das ist die Frage, die sich jeder Lehrer stellt, wenn er der Langeweile seines Unterrichts auf die Fersen gehen will. Für die meisten Schüler jedoch, wenn nicht gar für alle, ist das sicher keine echte Frage, denn die Antwort ist klar: "Nein, Lernen macht keinen Spaß!" Und wenn wir ehrlich sind und an unsere eigene Schulzeit zurückdenken, so hat sich der Spaß auch bei unserem Lernen durchaus in Grenzen gehalten. Ist das Lernen demnach also der mühselige, aber notwendige Preis für gute Ergebnisse in der Schule und im Beruf?

Dass man diese Schlussfolgerung so nicht stehen lassen kann, zeigen gerade diejenigen, die sich am allermeisten über diese Situation beklagen: die Kinder und Schüler selbst. Durch ihre zum Teil unermüdlichen Fragen ,,Wie geht das? Warum ist das so?", deren Beantwortung oft Geduld erfordert, kommt ihr durch die eigene Neugierde angeregtes Bedürfnis zum Ausdruck, sich über Unbekanntes Klarheit zu verschaffen. Dieses Erforschen und Aneignen von neuem Wissen, was durchaus mit Freude und Spaß verbunden sein kann, ist nichts anderes - auch wenn Schüler gelegentlich ganz anderer Meinung sind - als Lernen.

Lernen kann also durchaus Spaß machen und, wie man sieht, ist dies eine Voraussetzung dafür, dass die Lerner motiviert sind oder motiviert werden, etwas zu lernen. Doch im eigentlichen Leben machen wir eine Reihe von Erfahrungen, die sich gerade als demotivierend erweisen können. Eine Ursache für die Beeinträchtigung der Lernmotivation kann z. B. eine allgemeine Schulängstlichkeit sein. Die Ängstlichkeit wird in der Regel durch eine Reihe negativer Erfahrungen in Elternhaus, Kindergarten und Schule erworben und äußert sich zum Beispiel in der

- Angst sich zu melden oder etwas an der Tafel vorzumachen (Auftrittsangst),
- Angst vor dem Abfragen oder vor schriftlichen Arbeiten (Leistungs- bzw. Prüfungsangst)
- generellen Auffassung der Lerner, sie könnten den gestellten Anforderungen auch bei bestem Bemühen nicht genügen (Hilflosigkeit)

Eine Ursache für die Beeinträchtigung der Leistungsmotivation kann durch ein Konzept eigener Unfähigkeit hervorgerufen werden. Dieses Konzept wird durch zahllose Erfahrungen in Leistungssituationen erworben, deren Ergebnis (Erfolg oder Misserfolg) schon sehr früh auf die eigene Person bezogen werden kann und von da an mitbestimmt, ob sich jemand in bestimmten Situationen anstrengt oder nicht.
Neben den beschriebenen gibt es selbstverständlich noch andere wichtige Ursachen für mangelnde Mitarbeit und fehlende Anstrengungsbereitschaft von Schülern. Sie können zum Beispiel in der Lehrperson oder in einer ungünstigen didaktischen Planung und Durchführung des Unterrichts begründet sein.

Auf diese Ursachen wird hier jedoch nicht eingegangen, besser gesagt, sie sind nicht das Hauptziel dieser Arbeit. Hier gehen wir von folgender Überlegung aus: Engagierte, strebsame Menschen handeln und arbeiten effektiver als solche, die sich nur unter Druck in Bewegung setzen. Das Ziel dieser Arbeit ist demnach die Frage, wie kommt es zu Stande, dass die eine Person strebsam und die andere eher ängstlich eine für beide auf den ersten Blick gleiche Leistungssituation angeht. Was verbirgt sich hinter dem Spaß der motivierten Lerner, was geht in ihren Köpfen vor, welche Lerner sind von sich aus motiviert? Wir fragen uns also, was ist Motivation, wie entsteht sie, was sind die Einflussgrößen des motivierten Verhaltens? Doch bevor wir uns auf die Beantwortung dieser Fragen konzentrieren, werfen wir ein Blick auf die Definitionen der zentralen Begriffe "Motivation" und "Motiv".

2. Motivation und Motiv

2.1. Alltägliches Verständnis von "Motivation" und "Motiv"

[...]


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