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Hausarbeit, 2001, 19 Seiten
Autor: Natalia Schlichter
Fach: Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Details
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Pädagogik)
Tags: Literatur, Fremdsprachenunterricht, Einführung, Interkuturelle, Literaturwissenschaft
Jahr: 2001
Seiten: 19
Note: 13 Punkte
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-12773-8
ISBN (Buch): 978-3-638-77086-6
Dateigröße: 209 KB
Eine Hausarbeit, die sich mit der Frage: Welche Rolle soll Literatur im Fremdsprachenunterricht haben? auseinandersetzt. Es wurden Meinungen zu dieser Frage von Experten im Gebiet vorgestellt, vom Hintergrund der Methoden der Arbeit mit literarischen Texten im Fremdsprachenunterricht wurde der klassische und der moderne Literaturunterricht mit seinen Methoden analysiert und solche Begriffe, wie Rezeptionsästhetik und Interkulturelles Lernen, angesprochen. Schlussfolgerung enthält methodische sowie didaktische Argumente für Literatur im FSU und ist als Ergebnis von 16-seitigen Ausführungen zu verstehen. 136 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die erste Frage im Seminar "Einführung in die interkulturelle Literaturwissenschaft", mit der man sich auseinandersetzen musste: "Was ist Literatur?" und "Wozu Literatur im Fremdsprachenunterricht?", erwies sich für mich damals als eine Frage, bei der ich Schwierigkeiten hatte, eine Antwort zu finden. Sie löste auch viele Diskussionen in der DaF - Welt aus. Nicht nur in DaF - Zeitschriften kann man solchen Diskussionen begegnen, sie sind auch in Seminaren, wie im SS 2001 bei uns, und auch im eigenem Lernweg zu beobachten: "Ein Argument für Literatur im Fremdsprachenunterricht wäre die Möglichkeit, die Kultur des Landes durch literarische Texte kennen zu lernen: z. B. bekannte Schriftsteller, dessen Werke die Epoche wiederspiegeln. Dadurch könnte man ansatzweise die Geschichte "lernen". Man erfährt die Ereignisse nicht durch "trockene" Geschichtenbücher, sondern aus der Perspektive einer Person, die in der Mitte dieser Ereignisse stand, versetzt sich in die Lage dieser Person und lernt dadurch möglicherweise, Toleranz-Gefühle gegenüber anderen Menschen zu entwickeln. Eine Meinung ist mir bekannt. Durch literarische Texte lernt man besser, ausdruckreicher zu sprechen. Diesem würde ich nicht widersprechen, denn die Sprache der Literatur, eine viel schönere als die der Nachrichten z. B., sollte den Lernern mindestens vorgestellt werden. Zum Arbeiten am Leseverstehen könnten literarische Texte auch genutzt werden, dabei würde die Besprechung des Gelesenen beim Thema "Personenbeschreibung" gut passen. Ein Grund für Literatur ist sicherlich auch das entsprechende Interesse der Lerner." Diese Pro-Argumente findet man in meinem ersten Seminarprotokoll vom 05./12.04.2001. Nun erkennt man, dass meine erste Einsicht auf Literatur schon vor dem Seminar ziemlich eindeutig war, was aber nicht daran lag, dass ich mit Hilfe von literarischen Texten einen Unterricht besser zu gestalten wusste, sondern weil mir persönlich das Lesen und so mit Literatur insgesamt Freude bereitet. Bis zur dritten Sitzung konnte ich keine eindeutige Meinung hinsichtlich dieses Thema formulieren, deswegen möchte ich als Aufgabe dieser Arbeit Folgendes ansehen: ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten. Dabei sollten als Erstes die Meinungen von einigen Autoren hinsichtlich dieser Frage vorgestellt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Literatur im Fremdsprachenunterricht
von Natalie Schlichter
Inhaltsverzeichnis
1. Die erste Auseinandersetzung um Literatur
2. Die ewige Diskussion um Literatur im Fremdsprachenunterricht
2.1. Kein Sonderstatus für Literatur
2.2. Literatur als Helfer im FSU
3. Fremdsprachendidaktik
3.1. Die traditionelle Methode
3.2. Rezeptionsästhetik
3.3. Interkulturelles Lernen
3.4. Methoden des modernen Literaturunterrichts
4. Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis
1. Die erste Auseinandersetzung um Literatur
Die erste Frage im Seminar "Einführung in die interkulturelle Literaturwissenschaft", mit der man sich auseinandersetzen musste: "Was ist Literatur?" und "Wozu Literatur im Fremdsprachenunterricht?", erwies sich für mich damals als eine Frage, bei der ich Schwierigkeiten hatte, eine Antwort zu finden. Sie löste auch viele Diskussionen in der DaF - Welt aus. Nicht nur in DaF - Zeitschriften kann man solchen Diskussionen begegnen, sie sind auch in Seminaren, wie im SS 2001 bei uns, und auch im eigenem Lernweg zu beobachten:
"Ein Argument für Literatur im Fremdsprachenunterricht wäre die Möglichkeit, die Kultur des Landes durch literarische Texte kennen zu lernen: z. B. bekannte Schriftsteller, dessen Werke die Epoche wiederspiegeln. Dadurch könnte man ansatzweise die Geschichte "lernen". Man erfährt die Ereignisse nicht durch "trockene" Geschichtenbücher, sondern aus der Perspektive einer Person, die in der Mitte dieser Ereignisse stand, versetzt sich in die Lage dieser Person und lernt dadurch möglicherweise, Toleranz-Gefühle gegenüber anderen Menschen zu entwickeln.
Eine Meinung ist mir bekannt. Durch literarische Texte lernt man besser, ausdruckreicher zu sprechen. Diesem würde ich nicht widersprechen, denn die Sprache der Literatur, eine viel schönere als die der Nachrichten z. B., sollte den Lernern mindestens vorgestellt werden. Zum Arbeiten am Leseverstehen könnten literarische Texte auch genutzt werden, dabei würde die Besprechung des Gelesenen beim Thema "Personenbeschreibung" gut passen.
Ein Grund für Literatur ist sicherlich auch das entsprechende Interesse der Lerner."
Diese Pro-Argumente findet man in meinem ersten Seminarprotokoll vom 05./12.04.2001. Nun erkennt man, dass meine erste Einsicht auf Literatur schon vor dem Seminar ziemlich eindeutig war, was aber nicht daran lag, dass ich mit Hilfe von literarischen Texten einen Unterricht besser zu gestalten wusste, sondern weil mir persönlich das Lesen und so mit Literatur insgesamt Freude bereitet. Bis zur dritten Sitzung konnte ich keine eindeutige Meinung hinsichtlich dieses Thema formulieren, deswegen möchte ich als Aufgabe dieser Arbeit Folgendes ansehen: ich werde versuchen, diese Frage zu beantworten. Dabei sollten als Erstes die Meinungen von einigen Autoren hinsichtlich dieser Frage vorgestellt werden.
2. Die ewige Diskussion um Literatur im Fremdsprachenunterricht
2.1. Kein Sonderstatus für Literatur
Es ist an dieser Stelle zu unterstreichen, dass man auch ohne literarischen Texte eine fremde Sprache erfolgreich erlernen kann. Erfolgreiches Sprachenlernen ist also nicht von der Literatur oder vom Lesen literarischer Texte abhängig. Willis Edmondson in seinem Artikel "Literatur im Fremdsprachenunterricht - Wozu?" äußert diese Meinung. Seine Grundposition in der Frage ist eher negativ als positiv. Er ist der Meinung, dass literarische Texte keinen Sonderstatus im Fremdsprachenunterricht haben sollten. Mit dieser Aussage meint Edmondson, dass es keinen Bereich des Sprachenlernens gibt, den man nur mit Hilfe der Literatur erwerben kann, alles ist auch ohne Literatur erfolgreich erlernbar, wobei das natürlich nicht bedeutet, dass Literatur grundsätzlich aus dem FS-Unterricht auszuschließen sei. Literarische Texte und Fremdsprachenlerner stehen auch nicht in der Beziehung zueinander, dass das Erstere das Lernen einer Fremdsprache beim Letzteren fördert. Die Argumente, die diese Auffassung begründen sollten, sind die der Befürworter, die aber von Edmondson als nicht überzeugend oder gar falsch erklärt werden. (vgl. Edmondson 1993, 275-284)
Das kulturelle Argument:
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