Basel II: Auswirkungen des Kreditratings auf mittelständische Unternehmen in Deu... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Basel II: Auswirkungen des Kreditratings auf mittelständische Unternehmen in Deutschland

Autor: Alexander Schwaier
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung

Lesen Sie im E-Book



Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 260 KB
Archivnummer: V45154
ISBN (E-Book): 978-3-638-42604-6
ISBN (Buch): 978-3-638-76358-5

Zusammenfassung / Abstract

In vielen Medienberichten sind immer wieder erschreckende Schlagzeilen, wie „Mittelstand klagt über Kreditprobleme“1 oder „Kunden-Rating stellt Banken vor Probleme“2 zu lesen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter solchen Aussagen? In diesem ersten Kapitel sollen grundsätzliche Begriffe und direkte Auswirkungen auf die Banken näher erläutert werden. Im Zuge der zunehmenden „Verenglischung“ wurde der Begriff „Rating“, dessen ursprüngliche Bedeutung in der englischen Sprache etwa mit „einschätzen“ übersetzt werden kann 3, in das deutsche Bank-Fachvokabular aufgenommen. Kreditrating kann also als Einschätzung und Bewertung eines Unternehmens an Hand einer definierten Notenskala verstanden werden. Die externe Rating-Agentur Moody´s beispielsweise definiert Rating als: „..Meinungen über die Fähigkeit und Bereitschaft eines Emittenten zur vollständigen und fristgerechten Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen aus den von ihm begebenen Schuldverschreibungen während deren Laufzeit.“ Im Rahmen eines Kreditratings wird die Bonität 4 eines Unternehmens näher betrachtet. Dabei fließen sowohl „hard facts“, also belegbares Zahlenmaterial (quantitative Faktoren), als auch sog. „weiche Faktoren“ (qualitative Faktoren) mit in die Betrachtung ein.

Textauszug (computergeneriert)

Basel II: Auswirkungen des Kreditratings auf 
mittelständische Unternehmen in Deutschland

3. Praxisbericht
im Ausbildungsbereich Wirtschaft
Fachrichtung Bank
an der Berufsakademie Heidenheim
(Staatliche Studienakademie)

vorgelegt von:

 Alexander Schwaier

Ausbildungsbetrieb: Raiffeisenbank Neu-Ulm/Weißenhorn eG

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis 1

1. Kreditrating und die Folgen für die Banken 2
1.1 Begriffsdefinition „Kreditrating“ 2
1.1.1 Bankinterne Ratingsysteme: Beispiel BVR-Rating 3
1.1.2 Kreditrating durch externe Organisationen 4
1.2. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht 5
1.3 Auswirkungen von Basel II auf die Banken 5

2. Auswirkungen des Kreditratings auf mittelständische Unternehmen 6
2.1 Besonderheiten der Kapitalstruktur mittelständischer Unternehmen 6
2.2 Mögliche Auswirkungen auf die Kosten und die Kapitalbeschaffung 7

3. Chance statt Supergau: Vorteile des Kreditratings für deutsche Mittelstandsunternehmen 7
3.1 Rating als Frühindikator für die Steuerung des Unternehmens 8
3.2 „Starke Hand“: Wettbewerbsvorteile durch Kreditrating 8

4. Fit for Basel II : Möglichkeiten der Unternehmen zur Vorbereitung auf das Ratingsystem 9

5. Fazit 10

Anhang

Quellenverzeichnis

 

 

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

[...]

 

 

1. Kreditrating und die Folgen für die Banken

In vielen Medienberichten sind immer wieder erschreckende Schlagzeilen, wie „Mittelstand klagt über Kreditprobleme“1 oder „Kunden-Rating stellt Banken vor Probleme“2 zu lesen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter solchen Aussagen?
In diesem ersten Kapitel sollen grundsätzliche Begriffe und direkte Auswirkungen auf die Banken näher erläutert werden.

1.1 Begriffsdefinition „Kreditrating“

Im Zuge der zunehmenden „Verenglischung“ wurde der Begriff „Rating“, dessen ursprüngliche Bedeutung in der englischen Sprache etwa mit „einschätzen“ übersetzt werden kann 3, in das deutsche Bank-Fachvokabular aufgenommen.

Kreditrating kann also als Einschätzung und Bewertung eines Unternehmens an Hand einer definierten Notenskala verstanden werden. Die externe Rating-Agentur Moody´s beispielsweise definiert Rating als: „..Meinungen über die Fähigkeit und Bereitschaft eines Emittenten zur vollständigen und fristgerechten Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen aus den von ihm begebenen Schuldverschreibungen während deren Laufzeit.“ 

Im Rahmen eines Kreditratings wird die Bonität 4 eines Unternehmens näher betrachtet. Dabei fließen sowohl „hard facts“, also belegbares Zahlenmaterial (quantitative Faktoren), als auch sog. „weiche Faktoren“ (qualitative Faktoren) mit in die Betrachtung ein. 

Mögliche „hard facts“:

  • ermittelte Kennziffern aus Bilanzanalysen zu Vermögens- und Ertragslage, Kapitalausstattung, Finanzkraft und Rentabilität (z.B. ROE 5 oder ROI 6), sowie Daten zu Umsatzwachstum und Marktanteil
  • Ergebnisse aus Brachenanalysen, in denen das zu untersuchende Unternehmen tätig ist (z.B. Insolvenzquote der Branche)

Die Kennziffern aus der Bilanzanalyse können natürlich zusätzlich noch verglichen werden z.B. mit durchschnittlichen branchenspezifischen Werten, womit ein Ranking 7 des einzelnen Unternehmens innerhalb der Branche möglich wird.

Mögliche „weiche Faktoren“:

  • Managementqualität, Führungsstruktur
  • Organisation und Effizienz einzelner Schlüssel-Abteilungen wie z.B. Controlling, Marketing oder Rechnungswesen
  • Produkt- und Marktanalysen bezüglich der Zukunftsperspektiven
  • Wachstumschancen der Branche / der einzelnen Produktzweige, Marktposition

Natürlich unterscheiden sich die Gewichtung und Zusammensetzung der einzelnen Faktoren bei den unterschiedlichen Rating-Agenturen und den einzelnen Kreditinstituten, die ihre Kunden raten. Allgemein kann gesagt werden, dass alle Organisationen i.d.R. die wirtschaftliche Situation, das Umfeld, die Perspektiven und die Managementqualität innerhalb des Ratingprozesses berücksichtigen, und somit zu einer nachvollziehbaren, im Rahmen der definierten Skala objektiven Bewertung des einzelnen Unternehmens kommen. Innerhalb des Benotungsverfahrens haben sich die Ratingsymbole der Rating-Agenturen Moody´s und Standard & Poor´s durchgesetzt 8.

Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Rating-Ansätze unterscheiden, die nun in Kürze vorgestellt werden.

1.1.1 Bankinterne Ratingsysteme: Beispiel BVR-Rating

Diese Ratingsysteme werden von den Kreditinstituten entwickelt und angewandt, um bei ihren eigenen Kunden einer Bonitätsanalyse durchführen zu können. Mit Hilfe eines speziellen Risikoprofils soll eine objektive Entscheidung über die Kreditwürdigkeit des Kunden getroffen werden können. Da die Hausbank im Normalfall eine langjährige Geschäftsbeziehung zu dem Kunden hat, und dessen Kontokorrent-Verhalten einsehen kann, verfügt sie über wichtige Kenntnisse, die eine exakte Beurteilung des Kreditrisikos ermöglichen, was außenstehenden Stellen in dieser Form nicht möglich wäre. 

Im folgenden soll kurz das interne Rating-System der Volks- und Raiffeisenbanken etwas näher beleuchten.

[....]


1 vgl. Marschall, Birgit, FTD vom 27.11.2002, Berlin

2 vgl. Rössing/Wanner, FTD vom 03.02.2003, Frankfurt

3 vgl. Langenscheidts Maxi Wörterbuch Englisch, Langenscheidt Verlag, 2001, S. 474

4 Kreditwürdigkeit

5 Return on Equity: Quotient aus Bilanzgewinn und Eigenkapital

6 Return on Investment: Quotient aus Bilanzgewinn und Gesamtkapital

7 Einordnung

8 vgl. Anhang: Abb. 1

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/45154/