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Einfluss und Auswirkungen von IT auf die Automotive Supply Chain

Hauptseminararbeit, 2005, 24 Seiten
Autor: Fritz Schweppe
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 26  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V45189
ISBN (E-Book): 978-3-638-42632-9

Dateigröße: 391 KB
Anmerkungen :
Allgemeine Branchenanalyse der Automobilindustrie sowie IT-spezifische Analyse der Automobilindustrie



Textauszug (computergeneriert)

Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Logistik, Hauptseminar Logistik
Fachsemester 7

Einfluss und Auswirkungen von IT
auf die Automotive Supply Chain

von: Fritz Schweppe

 


Inhaltsverzeichnis

1 Hintergrund – Warum ist die Automobilindustrie Gegenstand des Interesses?  1

1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit  1
1.2 Abgrenzung des Themengebietes  1

2 Theoretischer Ausgangspunkt – Welche Ansätze zur Typologisierung von Supply Chains existieren gegenwärtig?  2

2.1 Beschaffungsorientierter Ansatz  2
2.2 Produktionsorientierter Ansatz  2
2.3 Distributionsorientierter Ansatz  3

3 Was sind Merkmale der Automobilbranche?  3

3.1 Allgemeine Branchencharakteristika 3
3.2 Markteigenschaften  7
3.3 Produkteigenschaften 8

4 Welche Rolle spielt IT in der Automobilbranche?  8

4.1 IT – Standards  9
4.2 IT-Integration  10

4.2.1 Identifikationsverfahren  10
4.2.2 Betriebliche Back-End Systeme 11
4.2.3 Elektronische Marktplätze 13

4.3 IT-Infrastruktur  14

5 Fazit – Lässt sich die Automobilbranche einem idealtypischen Supply Chain Typ zuordnen?  15

Literaturverzeichnis
 


Abkürzungsverzeichnis

APO = Advanced Planer and Optimizer
APS = Advanced Planning System
DRP = Distribution Requirement Planning
EAI = Enterprise Application Integration
EDI = Electronic Data Interchange
EDIFACT = Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
ERP = Enterprise Resource Planning
ISO = International Standard Organisation
MRP I = Material Requirements Planning
MRP II = Manufacturing Resource Planning
OCR = Optical Character Recognition
OEM = Original Equipment Manufacturer
PPS = Produktionsplanung- und Steuerung
RFID = Radio Frequency Identification
SCM = Supply Chain Management
VDA = Verband der Automobilindustrie
VDI = Verband Deutscher Ingenieure
XML = Extensible Markup Language
[...]


 

1 Hintergrund – Warum ist die Automobilindustrie Gegenstand des Interesses?

1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit

Die AI ist eine Schlüsselindustrie für die deutsche Wirtschaft und spielt bei der Sicherung von Wachstum und Wohlstand eine entscheidende Rolle. Knapp 5,3 Mio. Menschen sind derzeit direkt oder indirekt im Automobilsektor beschäftigt. Neben 770.000 direkt in der AI angestellten Arbeitnehmern, arbeiten etwa 1,45 Mio. Menschen in den der Automobilproduktion vorgelagerten und 3 Mio. in den der Automobilproduktion nachgelagerten Sektoren.1 Somit steht die Fertigung des Automobils im Zentrum einer mehrstufigen Wertschöpfungskette. Sieht man von dem Rohstofflieferanten und dem Endkunden ab, sind alle Unternehmen in der Wertschöpfungskette des Automobils selbst Lieferanten und Kunden.2 Die AI ist seit den neunziger Jahren mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, da der tatsächliche weltweite Absatz von 49 Millionen Einheiten im Jahr 1998 deutlich unter dem Produktionspotential von 71 Millionen lag. Der entstandene Kostendruck, ausgelöst durch Überkapazitäten, macht eine grundlegende Neuordnung der Beziehungen zwischen Endproduzenten und Zulieferfirmen notwendig.3

Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende Analyse der Supply Chain Struktur in der Automobilbranche unter diesen veränderten Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht hierbei vor allem die technologische Integration der in der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen. Im Rahmen der Forschungsfrage soll geklärt werden, warum es zu einer Verlagerung der Wertschöpfungsanteile von den OEM hin zu den Zulieferern gekommen ist und welche Auswirkungen dies auf die Organisation der Supply Chain und ihre informationstechnische Integration hat. Nach einer Abgrenzung des Themengebietes folgt in Kapitel 2 die Beschreibung von theoretischen Ansätzen zur Typologisierung von Supply Chains. Kapitel 3 befasst sich mit einer allgemeinen Analyse der AI und wird mit einer Untersuchung der IT-Strukturen in Kapitel 4 abgerundet. Abschließend soll in Kapitel 5 eine Einordnung der Automobilbranche in eine idealtypische Supply Chain Struktur erfolgen.

1.2 Abgrenzung des Themengebietes

Die AI wird dem Statistischen Bundesamt zufolge der Klassifikationsstufe Fahrzeugbau zugeordnet und in dieser weiter unterteilt.4 Damit der Rahmen dieser Arbeit nicht überschritten wird, konzentriert sich diese jedoch nur auf die Herstellung von PKW sowie der damit verbundenen Zuliefererindustrie. Damit liegt der Fokus auf dem eigentlichen Kernbereich der Branche.

2 Theoretischer Ausgangspunkt – Welche Ansätze zur Typologisierung von Supply Chains existieren gegenwärtig?

2.1 Beschaffungsorientierter Ansatz

Der von Fine entwickelte beschaffungsorientierte Ansatz untersucht die Abstimmung zwischen Produktarchitektur und dem Supply Chain Design. Dafür hat er zwei idealtypische Supply Chain Typen erarbeitet (Vgl. Tabelle 2-1). Integrale Supply Chains sind hierbei für Produkte geeignet, deren Elemente eng gekoppelt sind. Im Gegensatz dazu zeichnen sich modulare Supply Chains durch eine lockere Beziehung zwischen den Elementen aus.5 6

Tabelle 2-1: Unterschiede zwischen integralen und modularen Supply Chains7 [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]

2.2 Produktionsorientierter Ansatz

Der produktionsorientierte Ansatz zur Typologisierung von Supply Chain beschreibt zwei Arten von Supply Chains. Christopher unterscheidet hierzu die „Lean Supply Chain“ und die „Agile Supply Chain“. Erstere ist bei stabiler Nachfrage und geringer Variantenvielfalt sinnvoll. Diese führt zu einer Eliminierung von Verschwendung und Beruhigung der Produktion. Agile Supply Chains sind durch hohe Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten gekennzeichnet und eigenen sich somit vor allem in dynamischen Märkten.8Tabelle 2-2 zeigt die Unterschiede zwischen beiden Supply Chain Typen.

Tabelle 2-2: Unterschiede zwischen lean und agilen Supply Chains9 [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden]

2.3 Distributionsorientierter Ansatz

Die auf Fisher zurückgehende distributionsorientierte Typologisierung von Supply Chains geht von einer Einteilung der Produkte im Nachfrageverhalten aus. Er unterscheidet hierbei funktionale und innovative Produkte. Im Gegensatz zu innovativen Produkten sind funktionale Produkte charakterisiert durch berechenbare Nachfrage, einen relativ langen Lebenszyklus sowie durch geringe Deckungsbeiträge und Variantenvielfalt. Auf Grund der Ungleichheit von innovativen und funktionalen Produkten trifft Fisher eine Unterscheidung zwischen effizienten und reaktionsfähigen Supply Chains. Effiziente Supply Chains sind notwendig, um planbare Nachfrage optimal zu erfüllen. Reaktionsfähige Supply Chains sind wiederum geeignet, schwer planbare Nachfrage umgehend zu befriedigen. 10 In Tabelle 2-3 werden die Unterschiede beider Supply Chain Typen dargestellt.

[...]


1 Vgl. o.V. (VDA Auto Jahresbericht 2004), S.13.

2 Vgl. Eisenbarth (Erfolgsfaktoren des SCM 2003), S.1-3.

3 Vgl. Spatz (Globalisierung der Automobilindustrie 2003), S.5.

4 Vgl. o.V. (Klassifikation der Wirtschaftszweige 2003), S.26.

5 Vgl. Corsten/Gabriel (Supply-Chain-Management erfolgreich umsetzen 2004), S.233.

6 Vgl. Fine (Clockspeed 1998), S.136-140.

7 Vgl. Corsten/Gabriel (Supply-Chain-Management erfolgreich umsetzen 2004), S.233.

8 Vgl. Christopher (The Agile Supply Chain 2000), S.37-44.

9 Vgl. Corsten/Gabriel (Supply-Chain-Management erfolgreich umsetzen 2004), S.234.

10 Vgl. Fisher (What Is the Right Supply Chain for Your Product? 1997), S.105-116.


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