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Lug und Trug in der Wissenschaft - Prävention wider der Unredlichkeit

Titre: Lug und Trug in der Wissenschaft - Prävention wider der Unredlichkeit

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. Michael Krupp (Auteur)

Sociologie - Méthodologie et Méthodes
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Wissenschaft ist eine der Grundlagen einer modernen, offenen Gesellschaft. Sie ist nicht nur Basis von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Innovationskraft einer Gesellschaft, sondern sichert auch den technisch- zivilisatorischen Fortschritt.

Doch wie in jedem Lebensbereich gibt es auch in der Wissenschaft "schwarze Schafe". Erst jüngst, Ende der neunziger Jahre sorgte Wissenschaftsfälschung in der Krebsforschung erneut für allgemeines Aufsehen. Die langfristige und systematische Fälschung von wissenschaftlichen Erkenntnissen durch Hermann und Brach gilt als der bisher spektakulärste Fall von Forschungsfälschung in der Nachkriegszeit . Nicht nur die Planmäßigkeit der Vorgehensweise und die Aufklärungsdauer, sondern auch das Ansehen, das durch die Betrügerei erlangt werden konnte, gibt Anlaß zur Sorge.

Bei einem Blick auf die Geschichte der Wissenschaften muß aber eingeräumt werden, daß sich die "Täter" in Gesellschaft durchaus bekannter und auch heute noch angesehener Wissenschaftler wiederfinden. Wer hätte gedacht, daß Namen wie Galilei, Mendel oder Einstein mit Unregelmäßigkeiten in der Forschung in Verbindung gebracht werden können. Aber hieraus läßt sich nicht schließen, daß Betrug in der Forschung so etwas wie ein Kavaliersdelikt sein könnte. Vielmehr ist es als glücklicher Zufall zu betrachten, daß trotz Bereitschaft zum Betrug und trotz Verwendung unredlicher Mittel eben genannte Forscher zu brauchbaren Ergebnissen gekommen sind. Dies ist selten der Fall, und so wirken sich unseriöse Praktiken meist kontraproduktiv aus. So hat unter anderem der eingangs erwähnte Fall die gesamte deutsche Wissenschaft bei ausländischen Forschern und bei der breiten Öffentlichkeit in Mißkredit gebracht.

Um diesen Schaden zu beheben und zukünftigen Entgleisungen vorzubeugen, haben verschieden Forschungseinrichtungen Maßnahmenkataloge und Richtlinien zur Selbstkontrolle und Sicherung von Qualität in der Wissenschaft veröffentlicht. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegebenen Vorschläge zur "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" und der Leitfaden "Verfahren bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten" der Max-Planck-Gesellschaft sollen im vorliegenden Text näher betrachtet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lug und Trug in der Wissenschaft

2.1. Formen von Lug und Trug

2.2. Probleme im Wissenschaftssystem

3. DFG Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“

3.1. Empfehlungen

3.2. Erfahrung aus dem Ausland

4. Max-Planck-Gesellschaft

4.1. Form der Untersuchung

4.2. Sanktionsmöglichkeiten

5. Fazit:

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Formen wissenschaftlicher Unredlichkeit sowie die Analyse präventiver Maßnahmen und Richtlinien, die von Forschungseinrichtungen zur Qualitätssicherung und zur Wahrung der wissenschaftlichen Integrität implementiert wurden.

  • Analyse von Erscheinungsformen wissenschaftlichen Fehlverhaltens wie Fälschung und Plagiat.
  • Untersuchung systemischer Probleme in der Wissenschaft, die zu unredlichem Handeln verleiten können.
  • Bewertung der Empfehlungen der DFG-Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“.
  • Vergleich internationaler Ansätze zur Qualitätssicherung in der Forschung.
  • Betrachtung der Verfahrensweisen der Max-Planck-Gesellschaft bei Verdacht auf Fehlverhalten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Formen von Lug und Trug

In der Verfahrensordnung der Max-Planck-Gesellschaft ist ein „Katalog von Verhaltensweisen, die als Fehlverhalten anzusehen sind“ enthalten: Hier werden Unredlichkeiten wie folgt definiert: „Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn in einem wissenschaftserheblichen Zusammenhang bewußt oder grob fahrlässig Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt oder sonstwie deren Forschungstätigkeit beeinträchtigt wird.“

Hieraus lassen sich einige spezielle Verstöße ableiten. Ein deutliches Vergehen sind Falschangaben, von denen grundsätzlich drei Formen unterschieden werden können. Bei der Fälschung von Daten findet Forschung statt, aber die erhaltenen Daten werden auf das erwünschte Ergebnis ausgerichtet, um dieses zu beweisen oder eine Theorie zu stützen. Dies ist nicht nur bei der Manipulation von Daten der Fall, sondern auch bereits, wenn ungünstige Ergebnisse nicht veröffentlicht werden und die Daten nicht zugänglich gemacht werden. Natürlich ist Freies Erfinden von Daten ebenso verwerflich. Hierbei ist zu erwähnen, daß das Fälschen oder Erfinden von Daten zum Stützen wahrer Theorien ebenfalls falsches Verhalten ist und geahndet wird.

Auch falsche Angaben bei Bewerbungsschreiben oder Förderanträgen gelten als wissenschaftliche Unredlichkeit. Also generell alle Fälschungsversuche im Wettbewerb um Stellen oder Fördergelder.

Ein weiterer Oberbegriff von Fehlverhalten in der Wissenschaft ist die Verletzung geistigen Eigentums. Hierbei meint Plagiat das Kopieren von Inhalten fremder Arbeiten ohne dies zu kennzeichnen. Von Ideendiebstahl ist die Rede, wenn Forschungsansätze übernommen und als eigene „verkauft“ werden. Dies betrifft hauptsächlich Gutachter, die vertraulich Arbeiten vor der Veröffentlichung bewerten sollen und deshalb auch in der Position sind, deren Inhalte sich zu Eigen zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Wissenschaft für die moderne Gesellschaft und diskutiert die Problematik der Wissenschaftsfälschung anhand prominenter Beispiele.

2. Lug und Trug in der Wissenschaft: Dieses Kapitel definiert wissenschaftliches Fehlverhalten und analysiert die systemischen Ursachen sowie die zunehmende Problematik durch globalen Wettbewerb und Publikationsdruck.

3. DFG Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“: Hier werden die 1997 veröffentlichten Empfehlungen der DFG analysiert und internationale Erfahrungen zum Umgang mit Unredlichkeit herangezogen.

4. Max-Planck-Gesellschaft: Das Kapitel untersucht die interne Verfahrensordnung der Max-Planck-Gesellschaft bei Verdachtsfällen und erläutert die verschiedenen Untersuchungsschritte und Sanktionen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass neben Regelwerken vor allem die Förderung ethischer Werte in der Ausbildung des Nachwuchses der nachhaltigste Weg zur Prävention ist.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Fehlverhalten, Unredlichkeit, Selbstkontrolle, DFG, Max-Planck-Gesellschaft, Fälschung, Plagiat, Forschungsethik, Qualitätssicherung, Publikationsdruck, Wissenschaftssystem, Sanktionen, Integrität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik wissenschaftlicher Unredlichkeit, analysiert deren Formen und stellt verschiedene Ansätze zur Prävention durch Selbstkontrolle vor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Fehlverhalten, systemische Ursachen in der Wissenschaft, die Rolle der DFG und konkrete Verfahrensrichtlinien in Forschungsinstituten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch Regelwerke und institutionelle Aufsicht die Glaubwürdigkeit und Qualität wissenschaftlicher Arbeit gesichert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Veröffentlichungen bedeutender Forschungseinrichtungen sowie eine deskriptive Auswertung bestehender Leitfäden und Verfahrensordnungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Fehlverhaltensformen, die Analyse der DFG-Empfehlungen, den internationalen Vergleich sowie die detaillierte Betrachtung des Regelwerks der Max-Planck-Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wissenschaft, Fehlverhalten, Unredlichkeit, Selbstkontrolle, Qualitätssicherung, Forschungsethik und Integrität.

Wie unterscheidet sich die dänische Kontrollinstanz vom deutschen System?

In Dänemark erfolgt eine stärkere Verstaatlichung der Kontrolle durch eine dem Forschungsministerium unterstellte Instanz, während in Deutschland der Fokus auf der Selbstkontrolle der Wissenschaft liegt.

Warum wird im Dokument die Ausbildung des Nachwuchses als besonders wichtig hervorgehoben?

Der Autor argumentiert, dass eine nachhaltige Prävention vor Unredlichkeit am wirksamsten durch die Vermittlung ethischer Werte während der wissenschaftlichen Ausbildung erreicht werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Lug und Trug in der Wissenschaft - Prävention wider der Unredlichkeit
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Wirtschaft und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Methodologie der Sozialwissenschaften
Note
1,0
Auteur
Dr. Michael Krupp (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
18
N° de catalogue
V4520
ISBN (ebook)
9783638127875
ISBN (Livre)
9783638777193
Langue
allemand
mots-clé
Methodologie der Sozialwissenschaften Methodologie Max-Planck-Gesellschaft Unredlichkeit Lug und Trug
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Michael Krupp (Auteur), 2001, Lug und Trug in der Wissenschaft - Prävention wider der Unredlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4520
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Extrait de  18  pages
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