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Das Werk Maria Montessoris - ein zeitloser Ansatz für eine zeitgemäße (Sozial)pädagogik?

Autor: Isabel Chowanietz
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

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Details

Institution/Hochschule: Universität Lüneburg
Tags: Werk, Maria, Montessoris, Ansatz
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 35
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 195 KB
Archivnummer: V45275
ISBN (E-Book): 978-3-638-42707-4
ISBN (Buch): 978-3-638-65791-4

Zusammenfassung / Abstract

Maria Montessori gehört zweifelsohne zu den "pädagogischen Klassikern". Ihre Erkenntnisse und Methoden sind zu einer festen Größe im pädagogischen/sozialpädagischen Kanon geworden. Gerade vor dem Hintergrund aktueller (Erziehungs-)Probleme, sind die Ansätze Maria Montessoris als Chance zu betrachten. Bei meiner Recherche stieß ich immer wieder auf Inhalte, die mir die Essenz der Pädagogik Maria Montessoris als „moderne“ Methoden erscheinen ließen, obwohl ihre Überlegungen aufgrund der Zeit „verstaubt“ anmuten sollten. Wer war Maria Montessori? Welche Thesen vertrat sie? Wie sahen ihre Überlegungen zum Thema „Erziehung“ aus? Nachdem ich diese Fragen im weiteren Verlauf ausführlich geklärt habe und einen kurzen Einblick in die Praxis gegeben habe, möchte ich im Anschluss überlegen, ob die Pädagogik Maria Montessoris Antworten auf aktuelle Erziehungsprobleme liefern kann. Des Weiteren möchte ich in diesem Zusammenhang auch die kritische Seite betrachten und abschließend versuchen, einen Ausblick in die Zukunft der Montessori-Pädagogik auf dem Hintergrund aktueller Problemlagen zu geben.

Textauszug (computergeneriert)

Das Werk Maria Montessoris -
ein zeitloser Ansatz für eine zeitgemäße (Sozial)pädagogik?

von Isabel Chowanietz

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Maria Montessori 2

2.1 Wer war Maria Montessori? Eine Biographie 2

2.1.1 Unstimmigkeiten 4

3. Die Grundideen der Montessori-Pädagogik 5

3.1 Eine neue Sichtweise 5
3.2 Postulate und Grundideen der Montessori-Pädagogik 7

3.2.1 Umsetzung der Postulate 8
3.2.2 Die zwei Embryonalphasen 10
3.2.3 Das Montessori-Phänomen: Die Polarisation der Aufmerksamkeit 11

4. Montessori-Pädagogik in der Praxis 13

4.1 Grundlagen 13

4.1.1 Rücksichtnahme auf die sensiblen Perioden 14
4.1.2 Die vorbereitete Umgebung und das Montessori-Material 15
4.1.3 Kosmische Erziehung 17

4.2 Das Montessori-Kinderhaus 18
4.3 Die Montessori-Grundschule 20
4.4 Montessori-Pädagogik in weiterführenden Schulen 21

5. Aktuelle Erziehungsherausforderungen 23

5.1 Die Pluralisierung von Lebensformen und Milieus 23
5.2 Die zunehmende Individualisierung 24
5.3 Erfahrungsverlust und Sinnkrise 24
5.4 Der Fortschritt 25

6. Antworten der Montessori-Pädagogik 25

6.1 Selbstständiges Handeln 25
6.2 Individualisierung und Kooperation 26
6.3 Achtung vor den Menschen 27
6.4 Achtung vor den Dingen 27
6.5 Achtung vor der Schöpfung 28

7. Fazit und Kritik 28

8. Literaturverzeichnis 32


 


1. Einleitung

In den Seminaren „Geschichte der Sozialpädagogik I-IV“ erfuhren wir wichtige Hintergründe und Geschichtliches über die Urväter und -mütter der Sozialpädagogik und Pädagogik. Ein großer Fokus wurde auf das jeweilige Zeitgeschehen und die politischen Einflüsse auf die verschiedenen sozialpädagogischen und pädagogischen Ansätze gelegt, zumal diese noch heute ihre Schatten auf die aktuellen Situationen und das aktuelle Handeln werfen. Es zeigte sich, dass viele Richtungen, die in der Vergangenheit eingeschlagen wurden, heute aktueller denn je sind und einige „totgeglaubte“ Klassiker die Antwort auf so manches zeitgenössische Problem bieten könnten. Auf der anderen Seite zeigte sich jedoch auch häufig, dass Fehler der Vergangenheit oftmals erneut begangen werden, so als ob die menschliche Gabe, aus Fehlern zu lernen, nicht zwangsläufig auch eine Gabe der Mächtigen und Herrschenden der jeweiligen Zeit ist. Aus der Fülle der Informationen heraus, habe ich mir „Maria Montessori“ zum Gegenstand dieser Hausarbeit gewählt. Gerade vor dem Hintergrund aktueller (Erziehungs-)Probleme, empfinde ich ihre pädagogischen Ansätze als Chance. Bei meiner Recherche bin ich nämlich immer wieder auf Inhalte gestoßen, die mir die Essenz der Pädagogik Maria Montessoris als „moderne“ Methoden erscheinen ließen, obwohl ihre Überlegungen aufgrund der Zeit „verstaubt“ anmuten sollten. Wer war Maria Montessori? Welche Thesen vertrat sie? Wie sahen ihre Überlegungen zum Thema „Erziehung“ aus? Nachdem ich diese Fragen im weiteren Verlauf ausführlich geklärt habe und einen kurzen Einblick in die Praxis gegeben habe, möchte ich im Anschluss überlegen, ob die Pädagogik Maria Montessoris Antworten auf aktuelle Erziehungsprobleme liefern kann. Des Weiteren möchte ich in diesem Zusammenhang auch die kritische Seite betrachten und abschließend versuchen, einen Ausblick in die Zukunft der Montessori-Pädagogik auf dem Hintergrund aktueller Problemlagen zu geben. (Ich möchte eingangs noch kurz darauf hinweisen, dass sämtliche von mir erwähnte Berufsbezeichnungen, die in der männlichen Form genannt werden, auch die weibliche Form mit einbeziehen und umgekehrt.) 1

2. Maria Montessori

2.1 Wer war Maria Montessori?

Eine Biographie Maria Montessori wurde am 31. August 1870 als einziges Kind von Alessandro und Renide Montessori, geborene Stoppani, in Chiaravalle bei Ancona (Italien) geboren. Ihre Eltern zählten zur politischen Elite Italiens. 1875 besuchte Maria die öffentliche Volksschule und wechselte später auf eine technisch, naturwissenschaftliche Schule. Sie wollte Medizin studieren, wurde jedoch an der Universität abgewiesen und studierte daher zunächst Mathematik, Physik und Naturwissenschaften. Nach Ablegung der Prüfungen erlangte sie die Berechtigung zur Aufnahme eines Medizinstudiums. 1892 begann sie als erste Frau Italiens mit dem Studium der Medizin. 1896 schloss Maria ihr Studium mit der Promotion ab. Sie wurde die erste "Dottoressa" Italiens.1 Im gleichen Jahr nahm sie am Internationalen Frauenkongress in Berlin teil, wo sie sich für die Emanzipation der Frau und gegen Kinderarbeit aussprach. Sie äußerte sich wiederholt zu Missständen und forderte energisch soziale Reformen.2 Bis 1898 folgte eine Anstellung als Assistenzärztin in der römischen Universitätskinderklinik, Abteilung Kinderpsychiatrie. Im Umgang mit den geistig behinderten Kindern erkannte sie den Tätigkeitsdrang und Eigenantrieb, der allen Kindern zu Grunde liegt. Sie entwickelte eine pädagogische Methode, mit der sie in ihrer Arbeit als Dozentin an der Lehrerbildungsanstalt und Direktorin eines heilpädagogischen Instituts in Rom (1898 - 1900) beachtliche Erfolge erzielte. Die von ihr betreuten Kinder leisteten oft bereits nach zwei Jahren genauso viel wie gesunde Kinder und konnten die Regelschule besuchen. Im März 1898 wurde ihr einziger Sohn Mario, der aus der Beziehung mit dem angesehenen Arztkollegen Giuseppe Montesano hervorging, geboren. Sie hielt die Geburt aufgrund der Unehelichkeit des Kindes geheim und gab ihren Sohn außerhalb Roms in Pflege. Sie verließ das Institut und studierte Anthropologie und Psychologie. 1904 wurde sie zur Professorin für Anthropologie an der Universität Rom ernannt. 1907 wurde Maria Montessori von der italienischen Regierung damit beauftragt, das erste Kinderhaus in San Lorenzo („Casa dei Bambini“), einem Vorort von Rom, zu „beaufsichtigen" und die Hygiene zu kontrollieren. Die „unterprivilegierten“ Kinder machten unter ihrer Leitung derart gute Fortschritte, dass sich ihre Arbeit schnell herumsprach. 1909 veröffentlichte sie ihr Hauptwerk "Il metodo", das sich auf drei Eckpfeiler stützt, auf die ich im nächsten Kapitel genauer eingehen werde. Von 1913 an reiste sie in viele Länder der Erde. In Europa, Amerika und Indien hielt sie Vorträge und verfasste ihr Buch "Selbsttätige Erziehung im frühen Kindesalter". Im gleichen Jahr hielt sie den ersten internationalen Lehrgang in der Ausbildung von Lehrkräften in ihrer Methode. Diese setzte sich immer mehr durch und fast überall in Europa und Amerika entstanden Montessori-Schulen nach ihrem Vorbild. 1922 wurde sie zum Regierungsinspektor der Schulen Italiens ernannt. Die Entwicklung der Montessori-Pädagogik wurde immer wieder durch totalitäre Regime, wie in der Sowjetunion, Italien, Spanien und Deutschland gestoppt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Deutschland alle Montessori-Einrichtungen geschlossen. Wegen Behinderungen durch den Faschismus in Italien verlegte Maria Montessori ihren Wohnsitz 1934 erst nach Barcelona, 1936 wegen des spanischen Bürgerkrieges in die Niederlande, später nach Indien. Dort leitete sie in Adyar eine nach ihrer Methode der Selbsterziehung eingerichtete Schule. 1940 wurde sie nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen als Angehörige eines Feindstaates interniert. Nach ihrer Freilassung arbeitete sie dort und in den Nachbarländern an ihrem Lebenswerk weiter. 1947 kehrte Montessori nach Europa zurück. Bis zu ihrem Lebensende wohnte sie in Nordwijk aan Zee in den Niederlanden. Dort starb sie am 06. Mai 1952 am Alter von 81 Jahren.3 Noch im selben Jahr wurde die deutsche Montessori-Gesellschaft gegründet. Montessoris Sohn Mario führte ihr Werk weiter und wurde Leiter der internationalen Montessori-Gesellschaft.

2.1.1 Unstimmigkeiten

[...]


1 vgl. http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/montessori.html

2 vgl. Fuchs, B. (2003): „Maria Montessori – Ein pädagogisches Porträt“, Weinheim und Basel, S. 152 2

3 vgl. http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/montessori.html 3

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