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Tourismussatellitenkonten - ein Quantensprung für die Tourismusstatistik?

Diploma Thesis, 2001, 135 Pages
Author: Achim Clemens
Subject: Tourism

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2001
Pages: 135
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V4561
ISBN (E-book): 978-3-638-12800-1

File size: 5266 KB


Excerpt (computer-generated)

University of Hertfordshire 
international campus 
Cologne Business School

Köln

Diplomarbeit

zur Erlangung des Akademischen Grades

BACHELOR OF ARTS (BA)
in Business and Tourism

Tourismussatellitenkonten -
ein Quantensprung für die Tourismusstatistik ?

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus 
und deren Folgen, vor dem Hintergrund der Anwendung von 
Tourismussatellitenkonten (TSA)

Betreuer: Dipl.-Geographin Martina Leicher

Eingereicht am: 2001-06-18 im Sommersemester 2001

Verfass: cand. Name: Achim Clemens

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... I
Abbildungsverzeichnis... III
Tabellenverzeichnis... IV
Abkürzungsverzeichnis... V

A. Einleitung und Grundlagen ... 1
   
I. Generelle Anmerkungen... 1
        1. Bibliographische Vorbemerkung ... 1
        2. Zum Thema ... 1
    II. Konzept und Definitionen ... 5
        1. Die Problematik der Tourismusstatistik ... 5
        2. Zugrundeliegende Definitionen ... 11
        3. Die Entwicklung von TSA - Ein historischer Abriß ... 13

B. Das TSA - Konzept ... 16
   
I. Anwendung und Methodik ... 16
        1. Ansprüche die an die TSA gestellt werden ... 16
        2. Gründe für die Implementierung von TSA ... 17
        3. Der nachfrageorientierte Ansatz ... 19
            a) Sonderfälle bei der Bestimmung ... 22
        4. Der angebotsorientierte Ansatz ... 27
    II. Die Schritte zur Aufstellung von TSA ... 30
        1. Das Herz der WTO-OMT Methodik: Tabelle 6 ... 35

C. Tourismussatellitenkonten - Die Folgen ... 40
   
I. Die Bewertung der Bedeutung des Tourismus in der volkswirtschaftlichen
    Gesamtrechnung ... 40
        1. Die Betrachtung: "Konventionell" und mittels TSA ... 41
            a) Die konventionelle Sichtweise und die Kritik ... 47
            b) Die "neuen" Erfahrungen und Möglichkeiten ... 49
            c) Konzeptionelle Kritik ... 51
        2. Die Situation heute ... 56
        3. Visionen und Perspektiven ... 59

D. Deutschland ... 61
   
I. Die Situation in Deutschland ... 61

E. Schlußbetrachtung ... 68

Abbildungsverzeichnis
Abbildung A.1: Entwicklung der internationalen Ankünfte und der Tourismus Einnahmen ... 2
Abbildung B.1: Die Klassifizierung des Besucherkonsums ... 20
Abbildung B.2: Ausschnittsvergrößerung aus Tabelle 6 der WTO-OMT Methodik ... 36
Abbildung B.3: Ausschnittsvergrößerung aus Tabelle 6 der WTO-OMT Methodik ... 37
Abbildung B.4: Ausschnittsvergrößerung aus Tabelle 6 der WTO-OMT Methodik ... 38
Abbildung C.1: Das "Eisberg-Modell" des WTTC ... 41
Abbildung C.2: Die indirekten Auswirkungen des Tourismus in einer Volkswirtschaft ("flow-through"-Effekt) ... 42
Abbildung C.3: Anteil der Tourismusindustrie an der Tourismuswirtschaft ... 44
Abbildung C.4: Anteil der Tourismuswirtschaft am globalen BSP ... 45
Abbildung C.5: Beschäftigte in der Tourismuswirtschaft ... 45
Abbildung C.6: Die Problematik de Bandbreite ... 55
Abbildung D.1: Entwicklung des Anteils des Tourismus am BSP in Deutschland ... 63
Abbildung D.2: Ergebnisse der für Deutschland vorgenommenen Studien des WTTC und DIW ... 64

Tabellenverzeichnis
Tabelle B.1: Der Besucherkonsum ("Visitor Consumption") ... 26

Tabelle C.1: TSA Ergebnisse 2001 ... 57

Abkürzungsverzeichnis

[...]

A. Einleitung und Grundlagen
A.I. Generelle Anmerkungen

A.I.1. Bibliographische Vorbemerkung
Die in der vorliegenden Arbeit verwandte Zitierweise ist der sogenannte Kurzbeleg, immer bezugnehmend auf die laufende Nummer im anhängigen Literaturverzeichnis.

A.I.2. Zum Thema
Tourismus ist heute einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige, und die Messung seiner gesamtwirtschaftlichen Bedeutung ist zunehmend - zumindest seit Beginn der 80er Jahre - von großer Bedeutung für die nationalen Statistiken, gerade auch wenn es darum geht, Abhängigkeiten zwischen dem Tourismus auf der einen und den übrigen Wirtschaftszweigen auf der anderen Seite zu erkennen.
Welche Bedeutung dieser Erkenntnis beigemessen wird erkennen wir zum Beispiel daran, daß am 15. Januar dieses Jahres der amerikanische Kongreß USD 200.000 für die Tourismusforschung bewilligt hat.
Zur Begründung tat man kund, daß "die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche bisher mangels zuverlässiger Daten nicht ausreichend gewürdigt worden sei". Ein Kritikpunkt der bereits seit geraumer Zeit immer wieder zu hören war. So stellte zum Beispiel das Strategische Informationszentrum der PATA im Rahmen des Internet Forums "Hotel Online" schon im Juli 1999 fest, daß eine der größten Schwächen des Tourismussektors das Fehlen solider, verständlicher und einheitlicher Informationen über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus auf einzelne Volkswirtschaften sei. Die statistische Information die uns heute zur
Verfügung steht sei überwiegend zentriert auf einfache Berechnungen auf der Basis der internationalen Ankünfte für einzelne Länder, und dies ohne die wirtschaftlichen Einflüsse des Sektors auf Volkswirtschaften oder die zunehmenden Globalisierungstendenzen auch nur in Betracht zu ziehen. Auch die PATA stellte im selben Report die Implementierung von sogenannten "Satellitensystemen zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung" als Lösungsweg dar.
Liest man die Prognosen über die Entwicklung des Tourismus, so ist dieses zunehmende Interesse das dem Tourismus und seinem makroökonomischem Einfluß entgegengebracht wird, sehr gut nachzuvollziehen. Sowohl Ankünfte, als auch die aus dem Tourismus stammenden Einnahmen weltweit, machten vom Jahr 1998 bis zum Jahr 1999 einen Sprung. (siehe Abbildung A.1).

!! Abbildung in dieser Vorschau nicht verfügbar !!

Abbildung A.1.

Die Ankünfte stiegen weltweit auf einen Höchststand von 664 Millionen. Dies wiederum führte zu direkten Einnahmen aus dem Tourismus in Höhe von USD 455 Mrd., oder aber USD 685 pro Ankunft. Offensichtlich ist aber auch, daß damit nicht jegliche ökonomischen Auswirkungen des Tourismus erfaßt wurden, es verdichtete sich in den letzten Jahren der Verdacht, daß das wahre Volumen der Tourismuswirtschaft viel größer sei, ja sogar den Tourismus zu einer der bedeutendsten Industrien des Planeten machte.
Über das Thema wurde in Foren und Konferenzen viel debattiert, ehe man sich, knapp einen Monat vor dem erscheinen des zitierten Artikels, vom 15 - 18. Juni 1999, in Nizza zur Enzo Paci Weltkonferenz über die Messung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus traf . Diese führte letztlich zur Vorstellung und Weiterentwicklung eines Gesamtkonzeptes von Satellitenkonten für den Sektor Tourismus. Zweifelsohne ein entscheidender Impuls für die Tourismusforschung. Das von der WTTC und WTO vertretene Modell wurde der Statistischen Kommission der Vereinten Nationen in New York als Richtlinie vorgeschlagen, und nahezu ein Jahr später, am 1 März 2000, wurde diesem Vorschlag auch stattgegeben.
Aber worum handelt es sich nun bei dieser "Wunderwaffe"? Was sind Tourismussatellitenkonten, und wie kam es zu Ihrer Entwicklung und Implementierung? Im Rahmen einer Einführung in Methodik und die wichtigsten Aspekte dieses neuartigen Konzeptes soll diese Frage in den ersten Kapiteln dieser Arbeit beantwortet werden. Die Folgekapitel werden sich dann mit der Kernfrage auseinandersetzen, ob die Tourismussatellitenkonten wirklich einen Quantensprung für die Tourismusindustrie darstellen und ob die TSA zu einer Neubewertung der Bedeutung der Tourismuswirtschaft geführt haben oder noch führen werden.
Im Rahmen dieser Arbeit soll, mittels der Methodik der Analyse, Beobachtung und unter Zuhilfenahme qualitativer Interviews, geprüft werden, ob dem Tourismus generell und in Deutschland ein gerechter Stellenwert beigemessen wird und welche Folgen die Einführung von Tourismussatellitenkonten für die einzelnen Beteiligten haben könnte. Die Erwartungen weltweit waren und sind jedenfalls sehr groß, und die Größe der vorgenommen Investitionen mit dem Ziel der Implementierung des Systems ist beeindruckend. So gab zum Beispiel Australien für die volle Entwicklung und Implementierung eines System von TSA rund 1 Million australische Dollar aus und stellte am 16.Oktober des Jahres 2000 erstmalig ein System von Tourismussatellitenkonten vor. Neben Australien haben oder hatten schon seit längerem die folgenden Staaten die Entwicklung und den Aufbau eines Systems von Tourismussatellitenkonten abgeschlossen:
Die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Norwegen.

Inzwischen wurden die Tourismussatellitenkonten (TSA) von einigen weiteren Ländern, wie zum Beispiel Neuseeland, in die jeweilige volkswirtschaftliche Gesamtrechnung implementiert und führte zu wichtigen neuen Erkenntnissen. Einige weitere Länder, darunter auch solche touristisch bedeutenden wie zum Beispiel Frankreich, bereiten die Implementierung von TSA in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung zur Zeit vor.

[...]


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