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Hausarbeit, 2002, 13 Seiten
Autor: Selina Hartmann
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tags: Gedichtanalyse, Interpretation, Sachliche, Romanze, Erich, Kästner, Lyrik, Jahrhunderts, Symbolismus
Jahr: 2002
Seiten: 13
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-43038-8
ISBN (Buch): 978-3-638-59722-7
Dateigröße: 95 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Gedichtanalyse und -interpretation der "Sachliche Romanze" von Erich Kästner. In dem Gedicht "Sachliche Romanze" aus dem Jahr 1928 von Erich Kästner geht es um ein Liebespaar, das nach acht Jahren merkt, dass die gegenseitige Liebe vergangen ist und welches jetzt versucht, diese Situation zu begreifen. Neben dem Originaltext des Gedichts und der ausführlichen Gedichtanalyse mit anschließender Interpretation, enthält die Arbeit einen Abriss zum Leben und Wirken Erich Kästners, sowie ein kurzes Resümee der Autorin.
Textauszug (computergeneriert)
Johann Wolfgang Goethe - Universität
Grundkurs: Lyrik des 20. Jahrhunderts - Vom Symbolismus zum Rap
Sommersemester 2002
Hausarbeit:
Gedichtanalyse und -interpretation zu
Sachliche Romanze
von Erich Kästner
Verfasserin: Selina Hartmann
Inhalt:
1. SACHLICHE ROMANZE - ORIGINALTEXT ... 2
2. LEBEN UND WERK DES AUTOS ERICH KÄSTNER ... 3
3. GEDICHTANALYSE ... 5
3.1 AUFBAU ... 5
3.2 METRISCHE ANALYSE ... 5
3.3 SYNTAKTISCHE ANALYSE ... 5
3.4 RHETORISCHE ANALYSE ... 6
3.4.1 Amplifikationsfiguren ... 6
3.4.1.1 Wiederholungsfiguren ... 6
3.4.1.1.1 Klangfiguren ... 6
3.4.1.1.2 Wortfiguren ... 6
3.4.1.2 Syntaktische Figuren - Positionsfiguren ... 6
3.4.2 Substitutionsfiguren ... 7
3.4.3 Argumentationsfiguren ... 7
4. GEDICHTINTERPRETATION ... 8
5. SCHLUSS ... 11
6. LITERATURVERZEICHNIS ... 12
1. Sachliche Romanze - Originaltext
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter;
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es sie schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
2. Leben und Werk des Autos Erich Kästner
[in Downloaddatei enthalten]
3. Gedichtanalyse
3.1 Aufbau
Zum Aufbau des Gedichts Sachliche Romanze lässt sich zunächst sagen, dass es aus 17 Versen besteht, die in vier Strophen unterteilt sind. Nur die letzte Strophe besteht aus fünf Versen und bildet dadurch ein Quintett. Bei den ersten drei Strophen handelt es sich um Quartette.
3.2 Metrische Analyse
Das Reimschema des Gedichts ist der Kreuzreim, das heißt, dass sich jeweils der erste und der dritte Vers einer Strophe miteinander reimen und der zweite mit dem vierten Vers. Der Kreuzreim ist in der letzten Strophe durch einen Paarreim („Am Abend saßen sie immer noch dort. / Sie saßen allein und sie sprachen kein Wort“1) gedehnt. Das Reimschema mit den dazugehörigen männlichen und weiblichen Kadenzen lautet also wie folgt:
[in Downloaddatei enthalten]
In Kästners Gedicht findet sich eine Zäsur - nämlich in Vers 8. Die Zäsur wird durch den Punkt zwischen den beiden Sätzen „Da weinte sie schließlich.“2 und „Und er stand dabei.“3,
die den Vers bilden, verdeutlicht. Ab der zweiten Strophe verwendet Kästner Auftakte, bei denen die erste Silbe unbetont und die zweite Silbe betont ist.
3.3 Syntaktische Analyse
Bei der syntaktischen Analyse fällt auf, dass fast alle Verse mit einem Satzzeichen (Punkt oder Komma) enden. Ausnahmen bilden lediglich die Verse 1, 10, 13 und 16; hier finden sich keine Interpunktionen am Versende. Die Verse sind vielmehr durch glatte Enjambements mit den jeweils nachstehenden Versen verbunden. Auf den ersten Vers trifft diese Aussage jedoch nur bedingt zu, da das Enjambement hier den ersten mit dem dritten Vers anstatt mit dem direkt folgenden verbindet.
[...]
1 Kästner, Erich: Sachliche Romanze. In: Hartung, Harald (Hg.): Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Lyrik im 20. Jahrhundert. Stuttgart 1998, S. 139, Z. 15-16.
2 Ebd., Z. 8
3 Ebd.
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