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Termpaper, 2005, 21 Pages
Author: Matthias Lindner
Subject: Politics - Methods, Research
Details
Institution/College: Zeppelin University Friedrichshafen (Cultural & Communication Management)
Tags: Wenn, Politiker, Macht, Polity, Politics, Policy
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-43092-0
ISBN (Book): 978-3-638-81366-2
File size: 219 KB
Ist Macht eine Droge? Anhand verschiedener Machttheorien werden die Auswirkungen des Besitzens und Ausübens von Macht für Politik und Politiker untersucht. Als Beispiel dient dazu der verstorbene FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann.
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Abstract
Macht oder Ohnmacht? Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Macht, mit besonderem Hinblick auf die Politik, und wie Politiker mit Macht umgehen. Grundlegende Untersuchungen erfolgen dabei in den Bereichen was Macht überhaupt ist, wie Macht entsteht, und wie damit umgegangen wird. Dabei wird insbesondere die These untersucht, dass Macht die Menschen verändert, und sich dies in der Politik auswirkt. Zitieren werden soll in diesem Zusammenhang Jacob Burckhardt der sagte: „Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen. “ Ob diese sehr negative Anschauung der Macht tatsächlich so zutreffend ist, insbesondere die beschriebene Auswirkung auf Personen ist Bestandteil dieser Arbeit. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die fortschreitende Medialisierung von Politik gelegt werden, und deren Auswirkungen auf die Macht. Speziell wird dies am Beispiel des verstorbenen Bundestagsabgeordneten Jürgen W. Möllemann erläutert, der sich im Zusammenhang mit diesem Thema immer wieder hervorgehoben hat. Vorneweg muss betont werden, dass sich nicht an den Steuerungstheorien, eingebettet in die Systemtheorie, zur Funktion von Politik und Regierung orientiert wird, auch wenn sie teilweise als Basis dienen. Eindeutig soll der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Politiker als einzelne Person gerichtet werden, sowie auf den Begriff der Macht an sich. Der Grundgedanken der ökonomischen Theorie politischer Rationalität bietet dabei Ansatz und Orientierungspunkt, die ein Interesse der Akteure am Erhalt der Macht unterstellt.
Excerpt (computer-generated)
(Ohn)Macht - Wenn Politiker in den Sog der Macht geraten
von: Matthias Lindner
2. Semester
Inhalt
Einführung 3
Macht 3
Definition 3
Max Weber 4
Susanne Strange 4
Hannah Arendt 4
Wie erhält ein Politiker in Deutschland seine Macht? 5
Politik – Definitionen 5
Legitimation von politischer Macht 6
Politiker und Macht 7
Sucht nach Macht in der Politik 12
Jürgen W. Möllemann 14
Lebenslauf 14
Der Medienjongleur 15
Der Machtmensch 16
Sein politisches und weltliches Ende 17
Fazit 19
Kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit 20
Quellen 21
Einführung
In der vorliegenden Hausarbeit befasse ich mich mit dem Thema Macht, mit besonderem Hinblick auf die Politik, und wie Politiker mit Macht umgehen. Grundlegende Untersuchungen sollen dabei erfolgen in den Bereichen was Macht überhaupt ist, wie Macht entsteht, und wie damit umgegangen wird. Dabei wird insbesondere die These untersucht, dass Macht die Menschen verändert, und sich dies in der Politik auswirkt. Zitieren möchte ich in diesem Zusammenhang Jacob Burckhardt der sagte: „Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen. “1 Ob diese sehr negative Anschauung der Macht tatsächlich so zutreffend ist, insbesondere die beschriebene Auswirkung auf Personen soll Bestandteil dieser Arbeit sein. Ein weiterer Schwerpunkt soll auf die fortschreitende Medialisierung von Politik gelegt werden, und deren Auswirkungen auf die Macht. Speziell werde ich dies am Beispiel des verstorbenen Bundestagsabgeordneten Jürgen W. Möllemann erläutern, der sich im Zusammenhang mit diesem Thema immer wieder hervorgehoben hat. Vorneweg möchte ich betonen, dass ich mich nicht an den Steuerungstheorien, eingebettet in die Systemtheorie, zur Funktion von Politik und Regierung orientiert habe, auch wenn sie teilweise als Basis dienen. Eindeutig soll der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Politiker als einzelne Person gerichtet werden, sowie auf den Begriff der Macht an sich. Ich werde mich dabei im Grundgedanken an der ökonomischen Theorie politischer Rationalität orientieren, die ein Interesse der Akteure am Erhalt der Macht unterstellt2, und darauf aufbauend meine Untersuchungen treffen.
Macht
Definition
Der Begriff der Macht wird ganz unterschiedlich definiert, was auf seine Herkunft zurück zuschließen ist. Bereits bei den Griechen und Römern in der Antike fand dieser Begriff Verwendung, und wurde dort von Platon, Aristoteles und Cicero im Kontext der politischen Macht verwendet.3 Bei den Römern fand der Begriff der potestas für die rechtliche Verfügungsgewalt, sowie potentia für Machtmittel Verwendung.4 Bereits hier zeichnet sich ab, dass Macht nicht näher spezifizierbar scheint. Ansätze werden von verschiedenen Seiten geliefert, unterscheiden sich jedoch. Zu den Vertretern gehören etwa:
Max Weber
Weber definiert Macht als: "jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht."5 Er definiert Macht dabei sehr allgemein, und übertragbar, bezeichnet aber die potentia, also die Machtmittel, sowie die Legitimation einer Macht, nach meiner Meinung im Zusammenhang mit politischer äußerst wichtig, nicht näher. Dennoch gehört seine Definition eben aufgrund dieser Allgemeinheit zu der am häufigsten benutzten. Für besonders geeignet für die Beschreibung von Macht im Zusammenhang mit Politik halte ich die nun folgenden Modelle: Susanne Strange6 Strange legt besonderen Wert auf die Strukturen der Macht. Mächtig ist nur derjenige, der Kontrolle über die Strukturen hat, was nicht zwangsläufig ein Besitz von Machtmitteln und Legitimation erfordert, sondern Macht über den Grad der möglichen Modulation von Strukturen sieht. Sie ist dabei sehr sozialwissenschaftlich geprägt, ein Ansatz der in der Politik meiner Meinung nach sehr wichtig ist.
Hannah Arendt7
Arendts große Unterscheidung zu anderen Machttheorien liegt in der Nichtspeicherbarkeit von Macht. Dies findet seine Begründung darin, dass Sie Macht eindeutig von Machtmitteln unterscheidet, und damit einen Schritt weiter als Strange geht. Ergänzend in Bezug auf das Ziel dieser Arbeit möchte ich drei weitere Machttheorien anbringen, die sich mit den Begebenheiten beschäftigen, wenn Macht vorhanden ist. Machiavelli, Hobbes und Spinoza, in denen zum einen die Macht als eine mit dem Drang sich selbst zu erhalten beschrieben wird, und zum anderen bei Spinoza und Hobbes als eine legitimierte dargestellt wird aus ihrer puren Existenz heraus.8 Dies sehe ich für die politische Macht als treffend an, möchte aber auf die psychologischen Hintergründe der sich selbst erhaltenden Macht, siehe d. Kapitel: Legitimation der politischen Macht, verweisen.
Wie erhält ein Politiker in Deutschland seine Macht?
[...]
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Macht, 27.9.2005
2 vgl. „Ökonomische Theorie der Politik“, Guy Kirsch, Mohr-Verlag, Tübingen 1974
3 Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 351
4 ebd.
5 http://de.wikipedia.org/wiki/Macht, 26.9.2005; Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 352
6 ebd.
7 Ebd.
8 Vgl. „Wörterbuch Staat und Politik“, Dieter Nohlen (Hrsg.), Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991 , S. 352
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