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Referat (Ausarbeitung), 2000, 23 Seiten
Autor: Sarah Schulz
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Tags: Bedeutung, Tourismus, Lüneburger, Heide
Jahr: 2000
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-43113-2
Dateigröße: 432 KB
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Bedeutung des Tourismus für die Lüneburger Heide
von: Sarah Mathias
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 6
2. Geschichte des Tourismus 7
3. Ist-Zustand 8
4. Bedeutung des Tourismus 10
4.1. Bedeutung des Tourismus für Deutschland 10
4.2. Bedeutung des Tourismus für die Lüneburger Heide 10
5. Ausgabenstruktur 11
6. Arten des Tourismus 13
6.1. Kurverkehr 14
6.2. Erholungsverkehr 14
6.3. Ausflugsverkehr 15
6.4. Durchreiseverkehr 15
6.5. Geschäftsreiseverkehr 15
6.6. Veranstaltungsverkehr 16
7. Standortfaktoren des Tourismus 16
8. Tourismus-Förderung 17
9. Auswirkungen des Tourismus 18
10. Zukünftige Entwicklungen 19
11. EXPO 2000 20
12. eigene Einschätzung / Ratschläge 20
Literaturverzeichnis 22
Definitionen
Fremdenverkehr:
Alle Erscheinungen und Wirkungen, die mit der Reise von Personen an einen Ort, der nicht ihr Wohn-, Arbeits- oder Versorgungsort ist, sowie mit dem, meist längerfristigen, Aufenthalt an diesem Ort zusammenhängen. Je nach dem Zweck der Reise unterscheidet man z.B. Erholungs- und Vergnügungs-, Bildungs-, Kongreß- und Heiltourismus (-verkehr). Als Synonym für Fremdenverkehr wird vor allem im internationalen Sprachgebrauch der Begriff Tourismus verwendet.
Heide:
Eine mehr oder weniger lockere Strauch- bis Zwergstrauchformation, die sich vorzugsweise auf armen Standorten findet, wo aus Nährstoff- oder Niederschlagsgründen kein Wald mehr gedeihen kann.
Heidelandschaft:
Ein Natur- und/oder Kulturlandschaftstyp, der von der Heide bestimmt wird. In der Heide kommen großflächig Charakterpflanzen der Heidevegetation vor. Die Heide gilt als extensiver Kulturlandschaftsnutzungstyp. In der kühlgemäßigten Laubwaldzone Mitteleuropas kann sich die Heide unter den gegenwärtigen ökologischen Bedingungen nur noch in Schutzgebieten halten, wo durch Schafbeweidung und/oder Grasschnitt systematisch dafür gesorgt wird, dass Holzgewächse nicht aufkommen, so dass sich die Waldvegetation nicht ausbreiten kann.
Tagesausflugsverkehr:
Im Rahmen der Freizeitgestaltung durchgeführte Reise ohne auswärtige Übernachtung, die in der Regel mit einem mehrstündigen Aufenthalt am Zielort verbunden ist. Der Tagesausflugsverkehr ist Teil des Naherholungsverkehrs und wird meist individuell oder durch Vereine, bei Betriebsausflügen usw., durchgeführt.
Tourist:
Eine Person, die am Fremdenverkehr (im Sinne von Urlaubsreiseverkehr, d.h. nur zu nicht-geschäftlichen Zwecken) teilnimmt.
1. Einleitung
Zur heutigen Zeit gewinnt der Tourismus auf der ganzen Welt mehr und mehr an Bedeutung. Weltweit gesehen ist er der wichtigste Wirtschaftsfaktor, und auch in Deutschland kommt ihm eine große Bedeutung zu. In Deutschland wird durch den Tourismus ein Umsatz von 270 Mrd. DM pro Jahr erwirtschaftet, und es sind derzeit ca. 2,8 Mio. Menschen im Tourismussektor in Deutschland beschäftigt. Dies sind nur einige Zahlen, um die Ausmaße und die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft zu zeigen.
Auch in der Lüneburger Heide ist der Tourismus heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In diesem Referat werde ich auf die Bedeutung des Tourismus heute, auf die Ausmaße und Arten des Tourismus in der Lüneburger Heide sowie auf die geschichtliche Entwicklung des Tourismus eingehen. Weiterhin werden auch die Auswirkungen des Tourismus sowie die Auswirkungen der Expo 2000 in Hannover auf den Tourismus in der Lüneburger Heide geschildert. Zunächst soll aber anhand einer Übersichtskarte die fremdenverkehrspolitische Abgrenzung der Lüneburger Heide gezeigt werden, die aber von der geographischen Lüneburger Heide teilweise stark abweicht.
Darst. 1: Übersichtskarte der Lüneburger Heide [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2. Geschichte des Tourismus
Die touristische Erschließung der Lüneburger Heide erfolgte im Vergleich zu anderen Regionen relativ spät. An die Lüneburger Heide angrenzende Gebiete sind schon stark besucht, als um 1890 erste Besucher aus den naheliegenden Großstädten Hamburg, Hannover und Bremen in die Lüneburger Heide kommen (vgl. Kroß, Eberhard, Göttingen 1970, S. 70). Dieses hängt wohl auch damit zusammen, dass die Lüneburger Heide ein karger, ärmlicher Landstrich war. Umfangreiche Waldrodungen im Mittelalter hatten das Landschaftsbild geprägt. Die landwirtschaftlichen Flächen wiesen zumeist schlechten, nährstoffarmen Boden auf und es war kaum Industrie vorhanden, so dass die Bevölkerung sehr arm war. Eine erste Wende trat durch das Gedeihen von Forst- und Landwirtschaft ein: Die landwirtschaftlichen Flächen wurden durch eine Flurneuordnung zu größeren, zusammenhängenden Flächen zusammengelegt, so dass eine bessere Bewirtschaftung möglich war. Zusätzlich wurde der Handelsdünger erfunden, welcher einen höheren Ertrag auf den Flächen ermöglichte. Im Bereich der Forstwirtschaft wurde mit Aufforstungen begonnen. Da jetzt die Lüneburger Heide einen Aufschwung erlebte, wandelte sich auch ihr Ansehen in der Bevölkerung. Viele Künstler beschäftigten sich nun mit der Heide und ihrem wunderbaren Landschaftsbild. Es fand eine künstlerische Neubewertung der Heide statt. Was einst öde war, erschien jetzt plötzlich reizvoll. Wesentlich begründet wurde dies von Hermann Löns, der durch seine zahlreichen Naturbeschreibungen den sog. „Heide-Mythos“ begründete. Auch in der Bevölkerung fand ein Umdenken statt. Die Lüneburger Heide wurde allmählich zu einem beliebten Ausflugsziel.
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