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Scholary Paper (Seminar), 2003, 14 Pages
Author: Gunnar Vollering
Subject: Sociology - Knowledge and Information
Details
Institution/College: University of Hamburg
Tags: Industriegesellschaft, Wissensgesellschaft, Interdisziplinärer, Grundkurs
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 2,2
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-43177-4
ISBN (Book): 978-3-638-75057-8
File size: 217 KB
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Abstract
Unsere Industriegesellschaft ist in die Jahre gekommen. Viele Anzeichen sprechen für einen Übergang in eine neue Gesellschaftsform. Das Label dieser neuen Gesellschaftsform ist nach der nomadischen, agrarischen und industriellen die Wissensgesellschaft. Die Leitwerte der Industriegesellschaft sind Standardisierung, Spezialisierung, Synchronisierung und Zentralisierung. Alle diese Bereiche leiden unter Auflösungserscheinungen. Standardprodukte sind zunehmend nicht mehr marktfähig, die Spezialisierung der Geschlechter wird zunehmend aufgebrochen, die starre Arbeitszeitstruktur der Industrie deckt sich nicht mehr mit den heutigen Anforderungen und zentrale Systeme wie der Staat eines ist stehen unter starkem Beschuss. Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Trendforscher und Politiker beschäftigen sich intensiv mit der Analyse der Krise, der möglichen Ausformungen und den Chancen, Hoffnungen bzw. Möglichkeiten, die sich für die Gesellschaft und die teilnehmenden Menschen ergeben. Diese Arbeit skizziert in Kapitel 1 die Industriegesellschaft, nimmt in Kapitel 2 die Spuren des Wandels in den unterschiedlichengesellschaftlichen Sphären auf, beschreibt in Kapitel 5 die technologischen Vorraussetzungen und gibt schließlich in Kapitel 4 Raum für zwei unterschiedliche Aussichten in die Wissensgesellschaft.
Excerpt (computer-generated)
Von der Industriegesellschaft in die Wissensgesellschaft
von: Gunnar Vollering
Einleitung 2
1. Unsere Wurzeln - die Industriegesellschaft 3
1.1 Die industrielle Revolution 3
1.2 Das "Kapital" und die Arbeiterklasse schließen einen Kompromiss 3
1.3 Der Kapitalismus "gibt noch mal richtig Gas" 4
2. Die technologische Initialzündung der Wissensgesellschaft 6
3. Anzeichen des Wandels in gesellschaftlichen Sphären 7
3.1 Ökonomie - Wissen als unmittelbarer Produktionsfaktor 7
3.2 Politik - Eigenverantwortung anstelle von Regulierung und Vorsorge 8
3.3 Bildung und Wissen 8
3.4 Kultur 8
4. Ansichten der neuen Gesellschaftsform 9
4.1 Schöne neue Welt 9
4.2 Wer sind die Teilnehmer? 11
5. Schlussbetrachtung 12
6. Literaturverzeichnis 13
Einleitung
Unsere Industriegesellschaft ist in die Jahre gekommen. Viele Anzeichen sprechen für einen Übergang in eine neue Gesellschaftsform. Das Label dieser neuen Gesellschaftsform ist nach der nomadischen, agrarischen und industriellen die Wissensgesellschaft1. Die Leitwerte der Industriegesellschaft sind Standardisierung, Spezialisierung, Synchronisierung und Zentralisierung. Alle diese Bereiche leiden unter Auflösungserscheinungen. Standardprodukte sind zunehmend nicht mehr marktfähig, die Spezialisierung der Geschlechter wird zunehmend aufgebrochen, die starre Arbeitszeitstruktur der Industrie deckt sich nicht mehr mit den heutigen Anforderungen und zentrale Systeme wie der Staat eines ist stehen unter starkem Beschuss2.
Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Trendforscher und Politiker beschäftigen sich intensiv mit der Analyse der Krise, der möglichen Ausformungen und den Chancen, Hoffnungen bzw. Möglichkeiten, die sich für die Gesellschaft und die teilnehmenden Menschen ergeben. Diese Hausarbeit skizziert in Kapitel 1 die Industriegesellschaft, nimmt in Kapitel 2 die Spuren des Wandels in den unterschiedlichengesellschaftlichen Sphären auf, beschreibt in Kapitel 5 die technologischen Vorraussetzungen und gibt schließlich in Kapitel 4 Raum für zwei unterschiedliche Aussichten in die Wissensgesellschaft.
1. Unsere Wurzeln - die Industriegesellschaft
Um zu verstehen, welchen Umfang der Wandel unsere Gesellschaft umfasst, sind im folgenden Kapitel die "Errungenschaften" der industriellen Revolution beschrieben und der Klassenkompromiss, auf dem unsere heutige Gesellschaft noch funktioniert.
1.1 Die industrielle Revolution
Am Ende des 18. Jahrhunderts läutete die Landwirtschaft die industrielle Revolution ein. Die Landwirtschaft führte neue Produktionsmethoden ein und steigerte so ihre Erträge. Für viele Landarbeiter bedeutete das den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Arbeitslos geworden drängten sie auf der Suche nach Arbeit in die Städte. Es entstanden Ballungsgebiete, die ebenfalls von der industriellen Revolution geprägt waren. Hochentwickelte Technologien, starke Arbeitsteilung, Massenproduktion, Leistungs- und Wachstumsorientierung, neue Herrschafts- und Organisationsstrukturen (Bürokratismus) und der verstärkte Einsatz von produzierendem Kapital ließen die Industriegesellschaft entstehen.
1.2 Das "Kapital" und die Arbeiterklasse schließen einen Kompromiss
Spezialisierung, Arbeitsteilung und die Automatisierung bestimmten den Alltag des Arbeiters. "Arbeit ist ein (…) wesentliches Moment der Daseinserfüllung."1 Es kam es zu einer Entfremdung der Arbeit und somit zum beschädigten Selbstwertgefühl bei den neuen Industriearbeitern und ehemaligen Landarbeitern, die nur noch genau definierte Arbeitsschritte zu einer ganz bestimmten Zeit zu verrichten hatten. "Der Mensch will von Natur aus nicht Geld und mehr Geld verdienen, sondern so leben, wie er zu leben gewohnt ist und das dafür Notwendige erwerben."2 Die ersten Industriearbeiter hatten ihre Schwierigkeiten mit dem neuen System. Sie verließen ihre Webstühle oft vor offiziellem Arbeitsschluss, weil sie meinten, genug für ihren Lebens unterhalt verdient zu haben.
[...]
1 Vgl. Alvin Toffler, Amerikanischer Zukunftsforscher in "The third wave", New York, 1980
2 Vgl. Matthias Horx, Trendforscher, Die Zukunftsgesellschaft, Kelkheim 2003
1 dtv Brockhaus Lexikon in 20 Bänden; 1988
2 Max Weber, Soziologe, Die protestantische Ethik und der "Geist" des Kapitalismus (1920)
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