Ökoturismus auf der Yucatán-Halbinsel

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Nele Grubelnik
Fach: Touristik / Tourismus
Veranstaltung: Nachhaltigkeit im Tourismus
Institution/Hochschule: Universität Paderborn
Jahr: 2005
Seiten: 13
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 271 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-43204-7
ISBN (Buch): 978-3-640-20359-8
Drei Fallbeispiele (Ansätze) ökotouristischer Projekte auf der Yucatán-Halbinsel, Mexiko: Calakmul, Parque Marino Ncional (Cancún), Isla Contoy. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand
Zusammenfassung / Abstract
Der Naturtourismus wird in Mexiko bzw. auf der Yucatán Halbinsel (Y-H) gerade erst als zusätzliches Marktsegment entdeckt, während der Kultur- und Ferienzentrentourismus schon lange Tradition hat. Es gibt eine Vielzahl von Unterarten des Naturtourismus (wie beispielsweise der Sanfte Tourismus etc.). Ich möchte mich in diese r Arbeit auf den Ansatz des Ökotourismus konzentrieren. Die Motivation auf der Y-H Ökotourismus zu fördern liegt zum Einem darin begründet, dass die Natur und die Kultur die wichtigsten touristischen Ressourcen der Halbinsel sind. Zum Anderen sieht man dadurch auch die Chance regional schwache Regionen zu fördern und neue Einkommensmöglichkeiten für arme Bevölkerungsteile zu schaffen. Die einzelnen Ökotourismus- Projekte der Y-H fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. Im Folgenden möchte ich daher drei Fallbeispiele auf die Definition des Ökotourismus hin analysieren. 1. Das Biosphärenreservat Calakmul 2. Meeresschutzgebiet um Cancún 3. Die Insel „Isla Contoy“ Während das Biosphärenreservat Calakmul erst kürzlich, aufgrund seiner historisch interessanten Maya Stätten, als ein für den (Öko-) Tourismus interessantes Gebiet entdeckt wurde und der Ausbau der ökotouristischen Infrastruktur noch voll in der Entwicklung steht, ist in dem touristisch bereits hoch entwickeltem Cancún, der Naturschutzgedanke erst nachträglich eingeführt worden, um die negativen Folgen des Tourismus zu begrenzen. Die „Isla Contoy“ wiederum befindet sich in unmittelbarere Nähe zu einem touristisch hoch entwickelten Gebiet, ist selbst aber unbewohnt. Ihre bereits lange währenden Naturschutzziele konnten sehr gut mit dem Ökotourismus vereinbart werden.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften
Studiengang Geographie – Tourismus
Semester 9
Ökoturismus auf der Yucatán-Halbinsel
von: Nele Grubelnik
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 4
2. Definition Ökotourismus 4
3. Calakmul 5
3.1. Basisinformationen zum Fallbeispiel 5
3.2. Nachfrage 5
a. Die Natur steht im Mittelpunkt des Erlebens 5
b. Negative ökologische und soziokulturelle Auswirkungen werden minimiert 6
c. Es wird zur Finanzierung von Schutzgebieten oder Naturschutzmaßnahmen beigetragen 6
d. Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung werden geschaffen 6
e. Die Naturschutzakzeptanz relevanter gesellschaftlicher Akteure wird erhöht 7
3.3. Gründe für die geringen Erfolge des Ökotourismus-Projekts 7
4. „Parque Marino Nacional“ (Cancún) 7
4.1. Basisinformationen zum Fallbeispiel 7
4.2. Touristische Nachfrage 8
a. Die Natur steht im Mittelpunkt des Erlebens 8
a.1. Touristisches Angebot 8
b. Negative ökologische und soziokulturelle Auswirkungen werden minimiert 8
c. Es wird zur Finanzierung von Schutzgebieten oder Naturschutzmaßnahmen beigetragen 9
d. Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung werden geschaffen 9
e. Die Naturschutzakzeptanz relevanter gesellschaftlicher Akteure wird erhöht 9
5. „Isla Contoy“ 10
5.1. Basisinformationen zum Fallbeispiel 10
5.2. Touristische Infrastruktur 10
5.3. Touristische Nachfrage 10
a. Die Natur steht im Mittelpunkt des Erlebens 10
b. Negative ökologische und soziokulturelle Auswirkungen werden minimiert 10
c. Es wird zur Finanzierung von Schutzgebieten oder Naturschutzmaßnahmen beigetragen 11
d. Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung werden geschaffen 11
e. Die Naturschutzakzeptanz relevanter gesellschaftlicher Akteure wird erhöht 11
6. Schlusswort 12
7. Literaturverzeichnis 13
1. Vorwort
Der Naturtourismus wird in Mexiko bzw. auf der Yucatán Halbinsel (Y-H) gerade erst als zusätzliches Marktsegment entdeckt, während der Kultur- und Ferienzentrentourismus schon lange Tradition hat. Es gibt eine Vielzahl von Unterarten des Naturtourismus (wie beispielsweise der Sanfte Tourismus etc.). Ich möchte mich in diese r Arbeit auf den Ansatz des Ökotourismus konzentrieren. Die Motivation auf der Y-H Ökotourismus zu fördern liegt zum Einem darin begründet, dass die Natur und die Kultur die wichtigsten touristischen Ressourcen der Halbinsel sind. Zum Anderen sieht man dadurch auch die Chance regional schwache Regionen zu fördern und neue Einkommensmöglichkeiten für arme Bevölkerungsteile zu schaffen. Die einzelnen Ökotourismus- Projekte der Y-H fallen jedoch sehr unterschiedlich aus. Im Folgenden möchte ich daher drei Fallbeispiele auf die Definition des Ökotourismus hin analysieren.
1. Das Biosphärenreservat Calakmul
2. Meeresschutzgebiet um Cancún
3. Die Insel „Isla Contoy“
Während das Biosphärenreservat Calakmul erst kürzlich, aufgrund seiner historisch interessanten Maya Stätten, als ein für den (Öko-) Tourismus interessantes Gebiet entdeckt wurde und der Ausbau der ökotouristischen Infrastruktur noch voll in der Entwicklung steht, ist in dem touristisch bereits hoch entwickeltem Cancún, der Naturschutzgedanke erst nachträglich eingeführt worden, um die negativen Folgen des Tourismus zu begrenzen. Die „Isla Contoy“ wiederum befindet sich in unmittelbarere Nähe zu einem touristisch hoch entwickelten Gebiet, ist selbst aber unbewohnt. Ihre bereits lange währenden Naturschutzziele konnten sehr gut mit dem Ökotourismus vereinbart werden.
2. Definition Ökotourismus
„Ökotourismus ist eine Form verantwortungsbewussten Reisens in naturnahe Gebiete, bei dem das Erleben der Natur im Mittelpunkt steht. Ökotourismus minimiert negative ökologische und soziokulturelle Auswirkungen, trägt zur Finanzierung von Schutzgebieten oder Naturschutzmaßnahmen bei und schafft Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Indirekt soll Ökotourismus die Naturschutzakzeptanz relevanter gesellschaftlicher Akteure erhöhen.“ (…) (Wolfgang Strasdas (2001): Ökotourismus in der Praxis, Ammerland, S. 6) Naturtourismus hingegen wird lediglich als „…eine Form des Reisens in naturnahe Gebiete, bei dem das Erleben der Natur im Mittelpunkt steht…“definiert. (Wolfgang Strasdas (2001): Ökotourismus in der Praxis, Ammerland, S. 6) Etwa 1990 entstand mit der Ecotourism Society (TES) die erste internationale Nichtregierungsorganisation. TES ging aus den international orientierten Organisationen des Naturschutzes der USA hervor. Sie nutzten den Begriff ecotourism (Ökotourismus) auf einer wissenschaftlichen Ebene, die der oben angegebenen Definition entspricht. Parallel wurde der Begriff des Ökotourismus in Lateinamerikanischen Ländern und der Karibik von den Medien und dem touristischen Privatsektor als Vermarktungsschlagwort genutzt., ohne der oben angegebenen Definition zu genügen. Die von mir bearbeiteten Fallstudien ökotouristischer Projekte in Mexiko entsprechen der oben genannten Definition ebenfalls nur sehr lückenhaft. Auch hier wird eine vorzeitige Nutzung des „Modebegriffs“ Ökotourismus für Werbezwecke erkennbar. Um vergleichbare Ergebnisse der oben genannten Fallbeispiele zu gewährleisten, werde ich sie über eine Literaturanalyse auf folgende, der oben genannten Definition entnommenen Inhalte untersuchen:
a. Die Natur steht im Mittelpunkt des Erlebens
b. Negative ökologische und soziokulturelle Auswirkungen werden minimiert
c. Es wird zur Finanzierung von Schutzgebieten oder Naturschutzmaßnahmen beigetragen
d. Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung werden geschaffen
e. Die Naturschutzakzeptanz relevanter gesellschaftlicher Akteure wird erhöht
3. Calakmul
3.1. Basisinformationen zum Fallbeispiel
Die Region Calakmul wurde 1989 zum Biosphärenreservat ausgewiesen. Sie ist mit einer Fläche von über 720.000 ha eines der größten Schutzgebiete in Mexiko. Da das Gebiet bewohnt ist und die arme Bevölkerung auf die Landnutzung in und um das Biosphärenreservat angewiesen ist, wurde die Förderung der nachhaltigen Nutzung durch die Bevölkerung von Beginn an in den Naturschutzgedanken einbezogen. Nach der Freilegung und Restaurierung der wichtigsten archäologischen Stätten, kam etwa Mitte der 90er Jahre die touristische Entwicklung in Gang. An dem Projekt sind viele verschiedene, teilweise internationale Naturschutzorganisationen sowie unabhängige und vom Staat geförderte Institutionen beteiligt. Die eigentlich tragende Organisation für die Calakmul- Projekte stellt eine Selbsthilfeorganisation (CRAX) der lokalen Bevölkerung dar.
3.2. Touristische Nachfrage
1996 verzeichneten die archäologischen Stätten in der Region um Calakmul eine offizielle Besucherzahl von 22.180. Davon entfiel aber nur ein gutes Viertel auf den Ruinenkomplex in dem Biosphärenreservat (BR) selbst. Der überwiegende Teil konzentriert sich auf die leichter erreichbaren Ruinen außerhalb des BR. Zwei Drittel der Besucher sind Mexikaner, circa 30 Prozent der Gesamtbesucherzahl sind Archäologen und Studenten. Die Zahl der Urlaubsreisenden lag demnach bei gut 15.000 von denen 42 Prozent Ausländer sind.
a. Die Natur steht im Mittelpunkt des Erlebens
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: