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"Fliegender Stern" von Ursula Wölfel - Ein Leseprojekt für ein drittes Schuljahr

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 21 Pages
Author: Katrin Selter
Subject: German Studies - Didactics

Details

Event: Konzepte der Leseförderung
Institution/College: University of Duisburg-Essen
Tags: Fliegender, Stern, Ursula, Wölfel, Leseprojekt, Schuljahr, Konzepte, Leseförderung
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 21
Grade: Gut (2,3)
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V46172
ISBN (E-book): 978-3-638-43421-8

File size: 249 KB
Notes :
Diese Hausarbeit wurde im Anschluss an ein Hauptstudiumsseminar angefertigt. Aufgabe war es ein Leseprojekt für Grundschulkinder zu erstellen. Grundschule und Stadtteil wurden von mir durch XXX unkenntlich gemacht.



Excerpt (computer-generated)

Universität Essen-Duisburg
Blockseminar: Konzepte der Leseförderung
Fachsemester: 4

"Fliegender Stern" von Ursula Wölfel –
Ein Leseprojekt für ein drittes Schuljahr

von: Katrin Selter

 


Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsanalyse

1.1. Individuelle Lernvoraussetzungen
1.2. Soziokulturelle Lernvoraussetzungen
1.3. Organisatorisch-institutionelle Voraussetzungen

2. Sachanalyse

2.1. Die Autorin: Ursula Wölfel
2.2. „Fliegender Stern“ – Zusammenfassung des Buches
2.3. Wer waren die Indianer Nordamerikas?
2.4. Indianerklischees und Vorurteile
2.5. Erziehung und Leben der Indianerkinder
2.6. Die Vertreibung und der Widerstand der Indianer Nordamerikas
2.7. Indianer heute

3. Methodisch-didaktische Überlegung

3.1. Vor Beginn des Leseprojekts...
3.2. Erste Doppelstunde: Wo sind die Büffel?
3.3. Zweite Doppelstunde: Was macht euch Angst?
3.4. Dritte Doppelstunde: Der Zaubermann
3.5. Vierte Doppelstunde: Die Reise
3.6. Fünfte Doppelstunde: Frieden?

4. Literaturverzeichnis



1. Bedingungsanalyse

Das Leseprojekt zu dem Buch „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel soll an der XXX in XXXXXXXXXX durchgeführt werden. Die XXX ist eine katholische Grundschule und liegt im gleichen Gebäude mit der städtischen XXX-Schule. Beide Schulen kooperieren sehr gut miteinander. Die XXX ist eine sehr kleine Grundschule, sie ist nur einzügig, mit etwa 100 Kindern und 5 Lehrern.
Um ein Projekt erfolgreich planen zu können, sollte eine Bedingungsanalyse gemacht werden. So werden individuelle Lernvoraussetzungen, soziokulturelle Voraussetzungen und auch die organisatorisch-institutionellen Voraussetzungen geklärt und man kann den Projekttag auf das Lernverhalten, die Situation und Bedürfnisse der Kinder abstimmen.

1.1. Individuelle Lernvoraussetzungen

Die Kinder der dritten Klasse der XXX in XXXXXXXXXX sind offene Unterrichtsformen gewohnt. Sie arbeiten oftmals mit Stationen oder Werkstätten, bei denen der Unterricht auch fächerübergreifend stattfindet, haben Freiarbeit und eine Projektwoche wird einmal im Jahr durchgeführt. Somit ist ihnen das Unterrichtsprinzip des Leseprojekts schon vertraut. Die Schüler bringen generell keine großen Vorerfahrungen zum Thema „Indianer“ mit. Zwar besitzt die Klasse einige Sachbücher zum Thema, jedoch wurden diese nicht besprochen und auch nicht von allen Kindern gelesen. Die Klassenbücherei der Klasse 3 umfasst 5 Sachbücher und 3 Geschichtenbücher zu Indianern. Demnach liegen dem Projekt wenige Kenntnisse in dem Gebiet der Geschichte und den Mythen des Indianerlebens zugrunde. Das Thema „Indianer“ an sich weckt in den Schülern ein großes Interesse, welches sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen stark ausgeprägt ist. Die Lust auf etwas Neues, eine neue Kultur und deren Geschichte ist für Kinder sehr spannend. Regeln und Rituale, Mythen und auch die Vertreibung der Indianer wecken die Neugier der Schüler und können ihnen bei einem Leseprojekt gut nähergebracht und vermittelt werden. Die Schüler beherrschen den Umgang mit aktuellen Medien wie Overheadprojektor, Fernseher mit Videorekorder und sogar die Arbeit am Computer. Der Klasse stehen zwei PCs zur Verfügung, welche allerdings zur Zeit noch keinen Internetanschluss haben. Durch die Vielfalt der Medien, sind viele Möglichkeiten der Veranschaulichung gegeben, welche in das Projekt mit einfließen können. Durch die Sitzordnung in der Klasse, Gruppentische, könnten auch einzelne Stationen aufgemacht werden, da das Thema „Indianer“ ein breites Angebot bietet. Des weiteren haben Gruppentische den Vorteil, dass schwächere Schüler Hilfe von Leistungsstärkeren, ihres Tisches, bekommen können.
Insgesamt liegen gute individuelle Lernvoraussetzungen vor.

1.2. Soziokulturelle Voraussetzungen

Auch die soziokulturellen Voraussetzungen einer Klasse müssen für ein Projekt berücksichtigt werden. So ist zunächst einmal zu sagen, dass die dritte Klasse der XXX aus 28 Kindern, im Alter von 8 – 10 Jahren, besteht, von denen 16 Mädchen und 12 Jungen sind. Da es sich um eine katholische Grundschule handelt, gibt es einen sehr geringen Ausländeranteil, welcher in dieser Klasse aus nur einem Mädchen und einem Jungen besteht, welche jedoch die deutsche Sprache sehr gut beherrschen. Außerdem ist zu bemerken, dass die meisten Kinder aus wohlhabenden Familien kommen.  Die Schüler sind es gewohnt gemeinschaftlich in Gruppen oder im Sitzkreis mit der ganzen Klasse zu arbeiten. Jedoch ist es auch dabei öfters zu Streitigkeiten gekommen, die sich durch eine Umstrukturierung der Gruppentische erheblich verringern ließen. Es gibt nun keine reinen Jungen- oder Mädchentische mehr, sondern an jedem Tisch sitzen beide Geschlechter. Auch im Sitzkreis ist zu beachten, dass manche Schüler nicht nebeneinander sitzen, was den Kindern jedoch auch bekannt ist und meistens von selbst befolgt wird. Ansonsten arbeitet die Klasse sehr gut zusammen und viele Kinder sind außerordentlich hilfsbereit. Der gemeinsame Unterricht in der Gruppe ist daher auch für das Leseprojekt geeignet und wird es mit Sicherheit nicht beeinträchtigen. Bestimmte Dinge in Kleingruppen zu erarbeiten und das Ergebnis den Anderen zu präsentieren, fordert und fördert die Schüler und bringt einen hohen Lernfaktor. Die Kinder können sich untereinander helfen und kooperieren, auch können sie Aufgaben aufteilen, um so zu einer schnelleren Lösung der Aufgabe zu gelangen. Die Atmosphäre im Klassenraum ist sehr gut, da die Kinder ein positives Verhältnis zu den in ihrer Klasse unterrichtenden Lehrern haben. Sie schrecken nicht davor zurück bei Unklarheiten Fragen zu stellen und auch Hilfestellungen von Seiten des Lehrkörpers werden gerne angenommen. Des weiteren wirkt sich das Sozialverhalten der Schüler angenehm auf die Atmosphäre aus. Die Meisten sind sehr hilfsbereit, kontaktfreudig und haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das spiegelt sich in der Feststellung wieder, dass es keinen Außenseiter in dieser Klasse gibt. Ein Junge, der in diese Rolle gedrängt wurde, ist mittlerweile wieder in die Klassengemeinschaft aufgenommen worden.

1.3. Organisatorisch-institutionelle Voraussetzungen

[...]


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