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Abhängigkeit von psychotropen Substanzen frauenspezifisch betrachtet

Scholary Paper (Seminar), 2004, 23 Pages
Author: Markus Groß
Subject: Psychology - Clinic and Health Psychology, Abnormal Psychology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 23
Grade: 1
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V46204
ISBN (E-book): 978-3-638-43442-3

File size: 239 KB
Notes :
Die klinische Psychologie der Frau war das Thema des Seminars, d. h. alle klinischen Störungsbilder wurden frauenspezifisch betrachtet dargestellt. Ich war der einzige Mann, weil ich den Schein brauchte; hat aber ´ne Menge Spass gemcht, sich damit auseinanderzusetzen



Excerpt (computer-generated)

Katholische Fachhochschule Mainz
Psychologische Aspekte der Sozialen Arbeit
6. Semester

Abhängigkeit von psychotropen Substanzen
frauenspezifisch betrachtet

von: Markus Groß

 


Gliederung

0 Vorbemerkungen

A Psychotrope Substanzen

A 1 Begriffsklärung
A 2 Historische Bedeutung
A 3 Substanzgruppen
A 4 Gesellschaftliche Bedeutung –Heute-

B Konsum/ Missbrauch/ Abhängigkeit

B 1 Begriffsklärung
B 2 Modelle zur Entstehung

B 2. 1 Phasenmodelle
B 2. 2 Biologische Modelle
B 2. 3 Psychologische Modelle
B 2. 4 Salutogenetisches Rahmenmodell

B 3 Frauen & Alkohol

B 3. 1 Konsummuster & Konsummotive
B 3. 2 Faktoren für eine Abhängigkeitsentwicklung
B 3. 3 Auswirkungen & Folgen
B 3. 4 Therapie

B 4 Frauen & Medikamente

B 4. 1 Konsummuster & Konsummotive
B 4. 2 Der Beitrag der Pharmalobby
B 4. 3 Therapie

B 5 Frauen & Illegale Drogen

C Anforderungen an die Therapie aus sozialarbeiterischer Sicht

C 1 ...Abschließend

Anlage I


 

0 Vorbemerkungen

Die vorliegende Hausarbeit handelt von der Abhängigkeit von psychotropen Substanzen, im Speziellen von Abhängigen Frauen. Zum Verständnis der besonderen Stellung der Frau im Kontext der Abhängigkeit wird deshalb in Teil A ein sachlicher Überblick über Psychotrope Substanzen selbst, ihre historische Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz Heute gegeben. Ein Ziel war es hierbei, auch den durchaus vorhandenen nützlichen Charakter einzelner Substanzen herauszustellen, um einer destruktiv wirkenden allgemeinen “Verteufelung“ entgegenzuwirken.

In Teil B werden die nicht ganz klar voneinander abgrenzbaren Begriffe Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit erläutert und medizinische Einteilungsschlüssel dargestellt. Dazu kommen diverse Erklärungsmodelle zur Entstehung von Abhängigkeit der verschiedenen Disziplinen, jeweils unter Berücksichtigung der frauenspezifischen Dimensionen. Unter B werden außerdem die gesellschaftlich und medizinisch relevantesten Substanzgruppen und deren Rahmenbedingungen, Folgen des Missbrauchs usw. näher betrachtet. Dabei sollen hauptsächlich die unterschiedlichen Motive und Muster des Konsums herausgestellt werden, also warum und wie Frauen konsumieren, missbrauchen oder gar abhängig werden. Der Bereich der illegalen Drogen wird absichtlich global gehalten. Aufgrund der mannigfaltigen Palette an vorhandenen Drogen und der damit einhergehenden Vielfalt an verschiedenen Motiven, Mustern, Therapieansätzen und Folgen würde es meiner Ansicht nach den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen, diesen Bereich detailliert darzustellen. Abschließend wird unter C auf unterschiedliche Therapieansätze eingegangen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an den Sozialarbeiter im Suchthilfesystem erläutert. Die nicht mit Literaturhinweisen gekennzeichneten Textkörper resultieren aus eigenen Erfahrungen im Umgang mit psychotropen Substanzen und Abhängigen im persönlichen und beruflichen Umfeld.

A Psychotrope Substanzen

A 1 Begriffsklärung

Unter dem in Deutschland nicht jedem geläufigen Begriff lassen sich alle Mittel und Stoffmischungen zusammenfassen, die auf Wahrnehmung, Stimmungslage, Bewusstsein und Verhalten einwirken können, und die bei missbräuchlicher Verwendung zu Abhängigkeit führen können. (vgl. FRANKE/ WINKLER 2001, 91) Die Rede ist also sowohl von gesellschaftlich tolerierten, bzw. anerkannten Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Koffein und Medikamente, als auch von den gesellschaftlich geächteten und juristisch illegalen. Eine anerkannte Einteilung der einzelnen Substanzen findet man im DSMIV; dieses Klassifikationssystem unterscheidet elf Gruppen, die an dieser Stelle nicht gesondert erwähnt werden sollen.

A 2 Historische Bedeutung

Schon seit Menschengedenken existieren in allen Kulturkreisen bestimmte, meist aus Pflanzen gewonnene Substanzen, die sich in irgendeiner Form auf das Bewusstsein auswirken. Sie wurden in der Vergangenheit in den unterschiedlichen Gesellschaften fast ausschließlich zu bestimmten Anlässen mit bestimmten Zielen, meist nur von bestimmten Personen eingesetzt. Zu nennen wären beispielsweise Rituale der Indianer, bei denen exklusiv der Medizinmann das Recht hatte, sich Zwecks Verständigung mit der anderen Welt mittels Einnahme diverser Wirkstoffe in eine andere Bewusstseinslage zu versetzen. Auch andere Kulturen wussten psychotrope Substanzen sinnvoll und dem jeweiligen Zweck entsprechend zu gebrauchen. Allerdings gab und gibt es immer gewisse Regeln für den Gebrauch der Substanzen, das heißt, er war und ist immer Zeit-, Raum- oder Personengebunden erlaubt. Neben dem reinen Vergnügen gab es Einsätze zu spirituellen, medizinischen oder psychologischen Zwecken. Zudem bedienten sich Künstler aller Kunstrichtungen der inspirativen Wirkung einiger Substanzen, deren Einfluss auf die Kreativität wohl nicht abzustreiten ist, angesichts der mannigfachen Präzedenzfälle. (vgl. RÄTSCH 1996, 14 & BEHR 2004, 30) Letztendlich wurden die Substanzen auch militärisch genutzt, sei es um den Feind negativ oder die eigenen Truppen positiv zu beeinflussen. Um an das Thema der vorliegenden Hausarbeit anzuknüpfen, soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Stellung der Frau im Zusammenhang mit, sowie die gesellschaftliche Toleranz von Frauen und Psychotropen Substanzen seit jeher eine besondere ist.

Der Genuss, bzw. der Gebrauch dieser Substanzen, gleich in welcher Form, war bis in die frühe Vergangenheit ausschließlich den Männern vorbehalten. Nur Langsam konnte sich der Konsum der anerkannten “Alltagsdrogen“ von Frauen durchsetzen, wird jedoch zum Teil auch Heute noch in höherem Maße als beim männlichen Geschlecht negativ bewertet. Als Beispiel hierzu wäre der Konsum von Alkohol zu nennen. Im historischen Kontext hat sich das Konsumverhalten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wohl am prägnantesten verändert. Mit der Aufklärung und wachsender persönlicher Freiheit und Verantwortung (Stichwort: Individualisierung) wuchs auch der Konsum psychotroper Substanzen und ein bis dato nicht oder nur wenig großes Problem, nämlich der Missbrauch oder schlimmstenfalls die Abhängigkeit in einer wesentlich breiteren Gesellschaftsschicht als bisher. ( Quelle: WEILER 2004 )

A 3 Substanzgruppen

[...]


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