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Nahtod-Erfahrungen im Vergleich mit den neutestamentlichten Aussagen über ein Leben nach dem Tod

Referat (Ausarbeitung), 2003, 40 Seiten
Autoren: Tanja Berlin, Bettina Noga
Fach: Theologie - Biblische Theologie

Details

Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2003
Seiten: 40
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 24  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V46216
ISBN (E-Book): 978-3-638-43450-8

Dateigröße: 681 KB


Textauszug (computergeneriert)

Nahtod-Erfahrungen im Vergleich mit den
neutestamentlichten Aussagen über ein Leben nach dem Tod

von: Tanja Berlin

 


1 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Einleitung

1. Der Tod des Menschen

1.1. Der Hirntod oder klinische Tod
1.2. Herz- Kreislauf- Stillstand oder biologische Tod
1.3. Die Verdrängung des Todes
1.4. Der „natürliche“ Tod
1.5. Der Tod als Durchgang zur Unsterblichkeit der Seele

2. Nahtod-Erfahrungen

2.1. Das Verlassen des Leibes
2.2. Das Licht und Lichtwesen
2.3. Das Hören der Todesnachricht
2.4. Gefühle von Frieden und Ruhe
2.5. Ein dunkler Tunnel
2.6. Begegnungen mit Verstorbenen
2.7. Die Rückschau oder der Lebensfilm
2.8. Die Umkehr
2.9. Die neue Sicht des Todes

3. Das neue Testament und der Himmel

3.1. Bilder der Hoffnung
3.2. Der Himmel
3.3. Die Hölle
3.4. Gericht und Fegefeuer
3.5. Jesus und die Auferstehung
3.6. Paulus und die Auferstehung
3.7. Die Offenbarung und der Himmel

4. Vergleich zwischen Nahtod-Erfahrungen und dem biblischen Aussagen

5. Konsequenzen aus dem Vergleich

6. Praxisbezug für die Sozialarbeit

6.1. Kinder und Jugendliche
6.2. Erwachsene

7. Abschlussgedanken

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Internetverzeichnis

Glossar


 

Einleitung

Wir begrüßen Euch zu unserem Referat mit dem Thema „Nahtod-Erfahrungen im Vergleich mit den neutestamentlichten Aussagen über ein Leben nach dem Tod“, in der Veranstaltung Eschatologie. Eschatologie, vom griechischen Eschaton „Ende” bedeutet die Lehre von den „letzten Dingen”, vom Weltende und Anbruch der neuen Welt, und von Vorstellungen von Tod und Jenseits.2 Wir haben uns mit den Fragen beschäftigt, was kommt nach dem Tod? An was für einen Ort gehen wir, wenn wir sterben? Gibt es wirklich einen Himmel, eine Hölle oder einen Ort dazwischen? Was ist das ewige Leben? Gibt es dieses überhaupt und gibt es Beweise für ein Leben nach dem Tod? Unser Referat beschäftigt sich hierbei mit Berichten von Menschen, die von Grenzerfahrungen nach dem Tod erzählen können, und mit den Erkenntnissen, die die heutige Todesnähe- Forschung, auch die Thanatologie genannt, hervorgebracht hat. Wir beschäftigen uns auch mit den neutestamentlichen Aussagen über ein Leben nach dem Tod. Hierbei werden wir zu interessanten Parallelen kommen, und diese im Vergleich kritisch hinterfragen. Es muss sich auch die Frage gestellt werden, ob man die wissenschaftlichen Ergebnisse, auch als einen Beweis für die neutestamentlichen Aussagen nehmen kann. Wir haben uns diesem Thema, dass im 20 JH., aufgrund der modernen Medizin die es ermöglicht Menschen wiederzubeleben, die in früheren Jahrhunderten gestorben wären, zum Phänomen wurde, mit viel Spannung gewidmet, und wollen Euch nun unsere Erfahrungen und Kenntnisse in diesem Referat näher bringen.3 Für Einige von Euch ist das Thema Nahtod-Erlebnisse vielleicht eher ungewöhnlich und die Meinungen und Vorstellungen darüber sicher verschieden. Wir hoffen, dass Ihr Euch diesem Thema trotz allem zu wenden werdet, und die Ergebnisse aus Untersuchungen von betroffenen Menschen, sowie die biblischen Aussagen zu diesem Thema Euer Interesse wecken werden, auch wenn Ihr selber ein anderes Bild oder eine andere Meinung von diesem Thema habt. Die Idee für dieses Referat ist uns nach einer gemeinsamen Diskussion über eine Bekannte gekommen, die nach dem Tod ihrer Mutter versucht wieder mit ihr in Kontakt zu kommen. Wir haben gemerkt, dass uns das Thema „Tod und ein Leben danach“ doch sehr fremd ist, obwohl jeder seine eigenen Gedanken und existentiellen Fragen dazu hat. Unser Referat beginnen wir mit den Tod des Menschen, mit den Unterscheidungen Hirntod und Herz-Kreislauf Stillstand als Todesformen. Als nächsten Punkt behandeln wie das Thema Nahtod- Erfahrungen, wie sie von Menschen erlebt wurden. Nach diesem Teil möchten wir Euch anhand des neuen Testaments, Aussagen über den Tod und ein Leben nach dem Tod darstellen. Im Anschluss daran wollen wir einen Vergleich zwischen Nahtod- Erfahrungen und dem biblischen Aussagen machen, und aus diesem Vergleich Konsequenzen ziehen. Im letzen Teil unseres Referates möchten wir zu unserem Thema einen Praxisbezug für die Sozialarbeit herstellen, und hierbei noch mal genau auf die Bereiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingehen. Wir hoffen Euch dieses, im ersten Moment doch etwas ungewohnte Thema, während unseres Referates so spannend und interessant wir möglich näher bringen zu können.

1. Der Tod des Menschen

Der Tod ist die sicherste Wirklichkeit in unserem Leben, und als diese auch täglich in unserem Leben existierend. Der Tod ist eine allgegenwärtige Macht, denn er wird uns durch Kriege, Unfälle, durch Krankheit und Tod von Freunden, Bekannten oder Prominenten jeden Tag vor Augen geführt. Die Grenze vom Leben zum Tod ist nicht immer eindeutig. So können beispielsweise Menschen die bereits einen Herzstillstand hatten, manchmal erfolgreich wieder belebt werden. Bei dem Tod des Menschen stellen sich in erster Linie folgende Fragen. Was ist eigentlich Tod? Wie ist der Tod definiert und wann ist ein Mensch tot? Diese Fragen haben nicht nur uns beide beschäftigt, sondern führen auch bei Ärzten, Theologen und Menschen auf der ganzen Welt zu weitreichenden Diskussionen.

Hierbei stellt sich vor allem die Frage, ob ein Mensch der auf der Intensivstation nur noch durch eine Maschine am Leben erhalten werden kann, tatsächlich noch lebt oder ob nur seine Organe funktionieren, ohne das sein Bewusstsein vorhanden ist. Wie ist mit dem Körper eines Menschen umzugehen, dessen Organe zwar noch funktionsfähig sind, dessen Gehirn aber keinerlei Hirnströme mehr aufweist, woraufhin dann der klinische Tod diagnostiziert wird. Man kann in der Literatur oft festellen, dass mit dem Tod der leibliche Tod, also der Tod des menschlichen Körpers gemeint ist, nicht aber der Tod der Seele. „Der Tod wird von jeher definiert durch den irreversiblen Ausfall von Atmung und Kreislauf. Totenflecke, Totenstarre … gelten als sicheres Zeichen des eingetretenen Todes.“4 Anders beschrieben wird es bei Hoff. „Das Subjekt des Todes ist das menschliche Individuum als leiblich- seelische Ganzheit, als (in der Regel) bewusstseins- und selbstbewusstseinsfähiges Lebewesen.“5 Dies bedeutet, der Mensch ist nicht nur als reiner Körper anzusehen, sondern als eine Einheit von Körper und Seele. Nach Hoff gibt es daher für den Menschen als „leiblich seelisches Säugetier“6 nur einen Tod. Die Definition von Tod nach Hoff lautet: „Der Tod eines Menschen als leiblich-seelische Ganzheit bedeutet, den irreversiblen Verlust sowohl seiner Bewusstseinsfähigkeit als auch seiner Körperfunktion, soweit diese von ihm zentral gesteuert werden kann. Entsprechend der Natur des Menschen und jedes Säugetiers als Bewusstseins- und Körperwesen unterscheiden sich Leben und Tod durch Funktion und Funktionsverlust zweier Systeme: des Bewusstseins und des physischen Organismus. Der irreversible Funktionsverlust nur eines dieser Systeme reicht nicht aus, einen Menschen tot zu nennen.“7 Ein Mensch ist daher nicht als tot anzusehen, wenn alle Organe oder einzelne Komponenten nicht mehr funktionsfähig sind, sondern erst dann, wenn die zentrale Steuerung und gesamte Integration des Organismus ausfällt.8 Der Verlust der zentralen Steuerung ist aber oftmals die Folge des physischen Sterbens. Bevor wir nun die Frage nach der Seele klären- und damit den mittlerweile mehr erforschten Todesnähe Erfahrungen näher kommen, möchten wir zunächst einmal den physischen Tod im medizinischen Sinne, als Ursache für den ganzheitlichen Tod, klären. Hierbei ist der klinische Tod, der auch als Hirntod bezeichnet wird, und der biologische Tod, in Form des Herz-Kreislauf Stillstand zu unterscheiden.

1.1. Der Hirntod oder klinische Tod

Der Hirntod wird in zwei Kategorien eingeteilt, dem Ganzhirntod und dem Teilhirntod. „Vom wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer wurde 1991 der Hirntod definiert, als Zustand des irreversiblen Erloschenseins der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms bei einer durch kontrollierte Beatmung noch aufrecht erhaltenen Herzkreislauf Funktion. Der Hirntod ist der Tod des Menschen.“9 Bei einem Hirntod wird das Gehirn nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt, wobei die Gehirnzellen nach und nach absterben. Er tritt unabhängig und vor dem Ausfall der übrigen Körperfunktionen ein. Während das Absterben der Körperfunktionen durch intensivmedizinische Maßnahmen verzögert werden kann, bedeutet der Verlust der Steuerungsfunktionen die Auflösung des menschliche Organismus und am Schluss der Gesamtpersönlichkeit des Menschen. Der Teilhirntod, wie z.B. durch den Ausfall des Hirnstamms, wird nicht als Hirntod angesehen, und der Sterbende dadurch von der Medizin auch gesondert behandelt.10 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden] 11

1.2. Herz- Kreislauf- Stillstand oder biologische Tod

[...]


1 http://memopolis.uni-regensburg.de/lektuere/texte/hoegl/nahtod.html, Gemälde, gemalt von einer Frau mit Nahtod- Erfahrung.

2 Vgl. http://www.sungaya.de/schwarz/christen/eschatologie.htm

3 Vgl. Michel,P./Wagner A., Das Leben nach dem Tod, Wien 2000, S. 12

4 Siehe Gläser, A., Grenzen zwischen Leben und Tod, 1998, in Sitzungsberichte der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Band 126, S. 4

5 Siehe Hoff, J., Wann ist der Mensch tot? Hamburg 1994, S. 32

6 Siehe Hoff, J., Wann ist der Mensch tot? Hamburg 1994, S. 33

7 Siehe Hoff, J., Wann ist der Mensch tot? Hamburg 1994, S. 33

8 Vgl. Hoff, J., Wann ist der Mensch tot? Hamburg 1994, S. 33

9 Siehe Gläser, A., Grenzen zwischen Leben und Tod, 1998, in Sitzungsberichte der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Band 126, S. 6

10 Vgl. Gläser, A., Grenzen zwischen Leben und Tod, 1998, in Sitzungsberichte der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Band 126, S. 3ff

11 www.uni-muenster.de/.../Todesbilder/ Medizin.html => Gehirn im Hirntod Stadium


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