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Der Einfluss des Fremdsprachenunterrichts auf die Veränderung von Nationen Images - Das Deutschlandbild irischer Deutschlerner an Sekundarschulen

Thesis (M.A.), 2005, 144 Pages
Author: M.A. Ina Doyle
Subject: German - German as a Foreign Language / Second Language

Details

Category: Thesis (M.A.)
Year: 2005
Pages: 144
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 145  Entries
Language: German
Archive No.: V46460
ISBN (E-book): 978-3-638-43651-9

File size: 2896 KB

Abstract

Es gibt eine Vielzahl von Erhebungen zum Deutschlandbild von Deutschlernern. Die Mehrzahl dieser Arbeiten geht dabei jedoch nicht explizit auf die Veränderung des Deutschlandbildes im Verlauf der Deutschausbildung ein. Es gibt auch eine Vielzahl von Erhebungen zum allgemeinen Deutschlandbild in verschiedenen Ländern, von denen man Konsequenzen für einen verbesserten Fremdsprachenunterricht ableiten könnte. Dies trifft jedoch nicht für die Republik Irland zu. Diese Lücke versucht meine Arbeit in Ansätzen zu schließen. Die Magisterarbeit untersucht den Einfluss des Deutschunterrichts an irischen Sekundarschulen auf das Deutschlandbild der Schüler. Im ersten Teil der Arbeit werden theoretische Grundlagen u.a. zu Deutschunterricht in Irland, Einflussfaktoren im Fremdsprachenunterricht und Nationen-Images erarbeitet. Daraufhin werden im zweiten Teil die Ergebnisse der Befragung in drei Sekundarschulen in Irland vorgestellt. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf den Vergleich des Wissens über Deutschland, des Deutschland- und Deutschenbildes der Lerner und deren Quellen für dieses in den verschiedenen Stufen des Deutschunterrichts. Im dritten Teil der Arbeit werden schließlich die Ergebnisse der Arbeit diskutiert und Forschungsperspektiven aufgezeigt.


Excerpt (computer-generated)

Magisterarbeit
TU Dresden Fakultät für Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaften Germanistik/ Deutsch als Fremdsprache

Der Einfluss des Fremdsprachenunterrichts auf die Veränderung von Nationen-Images:
Das Deutschlandbild irischer Deutschlerner an Sekundarschulen.

vorgelegt von Ina Bennewitz
2005

 

Inhalt

Band ... I

Danksagung ...  i

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen  ... ii

Verzeichnis der Abkürzungen ...  iii

1. Einleitung ...  1
1.1 Anliegen und Problemstellung ...  1
1.2 Inhalt  ... 3
1.3 Untersuchungsmethoden  ... 4

I Theoretische Grundlagen

2. Die Situation des Deutschen als Fremdsprache in Irland  ... 5
2.1 Deutsch als Fremdsprache im Bildungssystem  ... 5
2.2 Die Situation an Sekundarschulen in den letzten sieben Jahren ...  6
2.3 Der Lehrplan für Deutsch und die Ziele im Deutschunterricht  ... 7

3. Begriffsklärungen  ... 11
3.1 Zu den Begriffen „Image“ und „Bild“ ...  11
3.2 Zum Begriff „Stereotyp“  ... 12
3.3 Zum Begriff „Vorurteil“  ... 12
3.4 Begriffsabgrenzungen für die vorliegende Arbeit  ... 13
3.5 Einflussfaktoren auf die Bildung von Nationen-Bildern ...  13

4. Die Einflussfaktoren im Fremdsprachenunterricht  ... 16
4.1 Allgemeine Einflussfaktoren im Fremdsprachenunterricht  ... 16
4.1.1 Lernender ...  16
4.1.2 Lehrstoff  ... 18
4.1.3 Personeller Vermittler  ... 18
4.1.4 Technischer Vermittler ...  19
4.1.5 Vermittlungsmethode  ... 20
4.1.6 Lernziel ... 21
4.2 Nationen-Images im Fremdsprachenunterricht ...  22

5. Das irische Deutschlandbild ...  25
5.1 Exkurs: Deutsch-Irische Beziehungen ...  25
5.2 Das irische Deutschlandbild allgemein  ... 27
5.3 Das Deutschlandbild bei irischen Schülern ...  30

6. Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen und Ableitung der Arbeitshypothesen  ... 33

II Empirische Untersuchung

7. Methodenbeschreibung  ... 38
7.1 Stichproben  ... 39
7.1.1 Schüler  ... 39
7.1.2 Lehrer ...  40
7.2 Messinstrumente  ... 40
7.3 Durchführung der Untersuchung  ... 42

8. Auswertung der Schülerbefragung ...  44
8.1 Wer wählt Deutsch?  ... 44
8.2 Sympathie und Antipathie für Länder ...  45
8.3 Dauer des Deutschlernens ...  46
8.4 Gründe für das Deutschlernen  ... 46
8.5 Entscheidung für oder gegen die Fortsetzung des Deutschunterrichts ...  47
8.6 Spontane Assoziationen zu Deutschland ...  48
8.7 Spontane Assoziationen zu Deutschen  ... 49
8.8 Aufenthalte in Deutschland  ... 50
8.9 Einschätzung Deutschlands und Irlands ...  51
8.10 Positive und negative Meinungen über Deutschland  ... 52
8.11 Quellen für Informationen über Deutschland und Deutsche  ... 53
8.12 Deutsche Bekannte  ... 54
8.13 Einschätzung Deutscher und Iren  ... 54
8.14 Positive und negative Eigenschaften der Deutschen  ... 55
8.15 Quellen im Deutschunterricht  ... 56
8.16 Was gefällt und missfällt am Deutschunterricht?  ... 57
8.17 Interesse an Deutschland, den Deutschen und der deutschen Sprache  ... 58
8.18 Wissen über Deutschland  ... 59
8.19 Einstellung zu Deutschunterricht und Benotung  ... 60
8.20 Bewertung der deutschen Sprache  ... 60

III Auswertung

9. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Arbeitshypothesen ...  61

10. Schlussfolgerungen und Forschungsperspektiven  ... 74

11. Quellennachweise ...  79

12. Literaturverzeichnis ...  85

Band II

13. Anhang
13.1 Stichproben  ... 100
13.1.1 Übersicht über die an der Umfrage beteiligten Schulen  ... 100
13.1.2 Aufteilung der Deutschlerner nach Klassenstufen  ... 100
13.1.3 Anzahl der befragten Deutschlerner und Lehrkräfte  ... 100
13.2 Das irische Bildungssystem  ... 101
13.3 Abriss der Lehrpläne für Deutsch  ... 102
13.3.1 Junior Certificate  ... 102
13.3.2 Leaving Certificate  ... 104
13.4 Fragebögen  ... 106
13.4.1 Schüler, englische Version  ... 106
13.4.2 Schüler, deutsche Version  ... 112
13.4.3 Lehrer  ... 119
13.5 Ausgewertete Daten  ... 123
13.5.1 Wer wählt Deutsch? ...  123
13.5.2 Sympathie und Antipathie für Länder  ... 123
13.5.3 Dauer des Deutschlernens  ... 124
13.5.4 Gründe für das Deutschlernen ...  124
13.5.5 Entscheidung für oder gegen die Fortsetzung des Deutschunterrichts  ... 124
13.5.6 Spontane Assoziationen zu Deutschland  ... 124
13.5.7 Spontane Assoziationen zu Deutschen  ... 125
13.5.8 Aufenthalte in Deutschland ...  125
13.5.9 Einschätzung Deutschlands und Irlands  ... 127
13.5.10 Positive und negative Meinungen über Deutschland  ... 127
13.5.11 Quellen für Informationen über Deutschland und Deutsche  ... 128
13.5.12 Deutsche Bekannte  ... 129
13.5.13 Einschätzung Deutscher und Iren  ... 130
13.5.14 Positive und negative Eigenschaften der Deutschen ...  130
13.5.15 Quellen im Deutschunterricht  ... 131
13.5.16 Was gefällt und missfällt am Deutschunterricht?  ... 132
13.5.17 Interesse an Deutschland, den Deutschen und der deutschen Sprache  ... 133
13.5.18 Wissen über Deutschland  ... 134
13.5.19 Einstellung zu Deutschunterricht und Benotung  ... 135
13.5.20 Bewertung der deutschen Sprache  ... 136
13.5.21 Assoziationen zu Deutschland und Deutschen, sortiert nach Lehrkraft  ... 136

 

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen

Abb. 1: Deutschlerner bis zum Junior Certificate und bis zum Leaving Certificate 7
Abb. 2: Aufbau Lehrplan für Leaving Certificate 8
Abb. 3: Übersicht über die Einflussfaktoren im FSU 21
Abb. 4: Dimensionen-Modell zur Untersuchung von Nationen-Images und –Bildern im FSU 39
Abb. 5: Vermutete Abhängigkeitsverhältnisse der Variablen 42
Abb. 6: Spontane Assoziationen aller Klassenstufen zu Deutschland 48
Abb. 7: Spontane Assoziationen aller Klassenstufen zu Deutschen 50
Abb. 8: Eindeutig deutsche/ irische Attribute für das Land 52
Abb. 9: Eindeutig deutsche Attribute 55
Abb. 10: Deutsche Eigenschaften, die als positiv und negativ eingestuft werden 56
Abb.11: Positive und negative Nennungen für Deutsche und Deutschland 70

 

Tab. 1: Zuteilung der Charaktereigenschaften nach Häufigkeit der Antworten 31
Tab. 2: Sympathische Länder nach Jahrgang 45
Tab. 3: Unsympathische Länder nach Jahrgang 45
Tab. 4: Spontane Assoziationen zu Deutschland pro Jahrgang – Kategorien 49
Tab. 5: Spontane Assoziationen zu Deutschland pro Jahrgang – Einzelnennungen 49
Tab. 6: Die fünf häufigsten Meinungen über Deutschland – Kategorien 53
Tab. 7: Häufigste Nennungen für positive und negative Meinungen über Deutschland – Einzelnennungen 53
Tab. 8: Quellen gesamt 53
Tab. 9: Vergleich der Ergebnisse Sammon und Bennewitz 55
Tab. 10: Quellen im Deutschunterricht gesamt 57
Tab. 11: Kenntnisse über Deutschland 59
Tab. 12: Lernerzahlen Deutsch und andere Sprachen 61
Tab. 13: Assoziationen der Lehrer zu Deutschland im Vgl. mit den Schülernennungen 65
Tab. 14: Assoziationen der Lehrer zu Deutschen im Vgl. mit den Schülernennungen 65
Tab. 15: Assoziationen nach Lehrplanthemen 66
Tab. 16: Antworten auf Fragen 29 und 30 67

 

1. Einleitung

Ein Praktikum im Rahmen des Studiums ist dazu vorgesehen, Einblicke in die Praxis zu bekommen und bereits Erlerntes in dieser Praxis anzuwenden. Dass dies nicht immer sehr einfach ist, habe ich während meiner Zeit als Fremdsprachenassistentin in Irland festgestellt. Bei meinem Versuch, Elemente des interkulturellen Lernens in meinem Unterricht anzuwenden, stieß ich auf Hindernisse, die mit der Realität des Fremdsprachenunterrichts in Irland zusammen hängen. Es entwickelte sich daraus der Wunsch, dem Phänomen „Fremdsprachenunterricht und Stereotype in Irland“ genauer nachzugehen, was in einem ersten Schritt mit dieser Magisterarbeit getan werden soll.

 

1.1 Anliegen und Problemstellung

Seit Ende des zweiten Weltkrieges beschäftigt sich Deutschland wieder vermehrt mit seinem Ansehen im Ausland (1)1 . Ausdruck des Bemühens um eine positive Beeinflussung der Deutschlandbilder in anderen Ländern sind zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema, die sich nach der Wiedervereinigung2 noch einmal vermehrten. Diese Analysen des Deutschlandimages im Ausland dienen vor allem der deutschen auswärtigen Kulturpolitik zur effizienten Planung ihrer Arbeit, besonders in einer Zeit zunehmender Mobilität im Zuge der Globalisierung bei immer knapperen Mitteln3 .
Eine Verantwortung diesem kulturpolitischen Auftrag gegenüber hat auch der Fremdsprachenunterricht, in unserem Fall der Unterricht von DaF. Dieser „...leistet einen [wichtigen, d.A.] Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Menschen im Sinne der Charta der Vereinten Nationen.“ (2). Dass dabei Fremdsprachenunterricht nicht als bloßes Vermitteln eines Sprachsystems anzusehen ist, sondern dass das Erlernen einer Fremdsprache auch immer die Beschäftigung mit einem anderen Kulturkreis ist, sollte außer Frage stehen und wurde besonders unter den Stichworten „interkulturelle Kompetenz“ und „interkulturelle Kommunikationsfähigkeit“ in zahlreichen Büchern und Aufsätzen besprochen (3). Zwar wird in vielen dieser Untersuchungen eine didaktisch-absichtsvolle Fremdbildvermittlung gefordert, jedoch liegen zur tatsächlichen Wirkung des Fremdsprachenunterrichts auf die Fremdbilder der Lerner nur sehr wenige Studien vor. Gerade im Ausland ist jedoch die Bedeutung der Fremdbildvermittlung ungleich größer, da eine „...unmittelbare Überprüfung der Informationen durch den Lernenden [nahezu, d.A.] ausgeschlossen ist.“ (4). Fest zu halten ist, dass sich diese Aussage nicht auf die Deutschlerner4 allein beschränkt, sondern von diesen ausgehend auch auf andere Mitglieder der Gesellschaft abstrahlt. Lerner einer Sprache werden oft als „opinion leader“ (5) in Bezug auf mit dieser Sprache verbundene Kulturen betrachtet und fungieren für ihre Umwelt gewissermaßen als Experten auf diesem Gebiet. Durch eine unreflektierte Fremdbildvermittlung im Unterricht können sich auf diese Art und Weise verzerrte Bilder über eine fremde Kultur in einer Gesellschaft reproduzieren und verstärken. Schon 1953 stellten Sodhi und Bergius dazu fest: „Die Vorstellungen, die Menschen voneinander haben, sind massive gesellschaftliche Fakten, ...“ (6).

Aus den vorangegangenen Erläuterungen sollte der überaus wichtige Einfluss des Fremdsprachenunterrichts auf Nationen-Images deutlich werden5 . Dieser Thematik will sich auch die vorliegende Arbeit widmen. Wie weiter oben schon angesprochen, sind praktische Arbeiten auf dem Gebiet des Einflusses von Fremdsprachenunterricht auf die Fremdbilder der Lerner eher rar (7). Zwar gibt es zahlreiche Erhebungen zum Deutschlandbild von Deutschlernern, jedoch geht die Mehrzahl dieser Arbeiten dabei nicht explizit auf die Veränderung des Deutschlandbildes im Verlauf der Deutschausbildung ein. Des weiteren gibt es eine Vielzahl von Erhebungen zum allgemeinen Deutschlandbild in verschiedenen Ländern, von denen man Konsequenzen für einen verbesserten Fremdsprachenunterricht ableiten könnte; jedoch trifft dies nicht für die Republik Irland6 zu. Diese Lücke versucht die vorliegende Arbeit in Ansätzen zu schließen. Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Magisterarbeit handelt, verweist schon darauf, dass das Thema keineswegs umfassend behandelt werden kann. Aus Literaturrecherche, eigenen Erfahrungen im irischen Deutschunterricht und Gesprächen mit Sachkundigen auf diesem Gebiet haben sich deshalb Eingrenzungen7 in Bezug auf den Untersuchungsgegenstand ergeben. Als Ziel der Arbeit hat sich daraufhin die Beantwortung der folgenden drei Fragen herauskristallisiert:

  1. Wie ist der Kenntnisstand der Schüler zu Beginn des Deutschunterrichts und welcher Kenntniszuwachs ist in dessen Verlauf festzustellen ?
  2. Wie differenzieren sich im Verlauf des Deutschunterrichts die Deutschlandbilder der Schüler?
  3. Welchen Stellenwert hat der Deutschunterricht als Einflussfaktor auf die Deutschlandbilder der Schüler?

Zwar wurde solchen oder ähnlichen Forschungsfragen schon in anderen Untersuchungen nachgegangen (8), jedoch ist die vorliegende Arbeit nach Wissen der Autorin die erste zum Deutschlandbild irischer Schüler in diesem Umfang, die einen Zeitraum von 5 Jahren Deutschunterricht8 abdeckt.
Die Arbeit soll außerdem das Bewusstsein für den Einfluss wecken, den der Deutschunterricht auf die Einstellung der Lerner gegenüber Deutschland, den Deutschen und schließlich der deutschen Sprache ausübt bzw. ausüben könnte9 . Wird diesem ausreichend Rechnung getragen, können daraus Konsequenzen für einen verbesserten Deutschunterricht in Irland abgeleitet werden, der eventuell auch den schwindenden Deutschlernerzahlen entgegenwirken kann.

1.2 Inhalt

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit sollen nicht nur grundlegende Begriffe definiert, sondern auch eine wissenschaftlich fundierte Basis für die Einordnung der eigenen Untersuchung in die Forschungsproblematik gelegt werden. Eine kurze Abhandlung zu Deutsch als Fremdsprache in Irland im Kapitel 2 dient sowohl der Schaffung eines Überblicks über die Situation, als auch einer Begründung für die Wahl von Sekundarschulen als Untersuchungsrahmen. In einem zweiten Schritt sollen für das Thema wichtig Begriffe geklärt und für die eigene Arbeit definiert werden (Kapitel 3). Daraufhin werden im Kapitel 4
Einflussfaktoren dargestellt, die im FSU wirksam sind. Schließlich sollen im Kapitel 5 die
wenigen Untersuchungen zum irischen Deutschlandbild vorgestellt werden. Diese werden
unterstützt und ergänzt durch einen kurzen Exkurs zu Deutsch-Irischen Beziehungen. Kapitel 6 widmet sich der Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen, aus denen daraufhin Hypothesen für die eigene Untersuchung abgeleitet werden sollen.
Im zweiten Komplex der Arbeit soll schließlich die eigene Untersuchung erläutert werden. Nach einer Darstellung der verwendeten Methode (Kapitel 7) sollen die Ergebnisse der Schülerbefragung ausgewertet (Kapitel 8) und im Hinblick auf die weiter oben genannten Fragestellungen interpretiert werden (Kapitel 9). Abschließend sollen in Kapitel 10 Schlussfolgerungen aus der Untersuchung gezogen und Forschungsperspektiven aufgezeigt werden. Dabei soll auch auf die Potentiale des Deutschunterrichts zur Erlangung einer interkulturellen Kompetenz eingegangen werden, die in einem multikulturellen Irland immer wichtiger wird und im Unterricht noch nicht ausreichend thematisiert wird.

[...]


1 Literaturangaben befinden sich im Kapitel 11. Quellennachweise im Anschluss an den Text.
2
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden alte Ängste von einem übermächtigen Deutschland laut, durch die auch längst tot geglaubte Vorurteile wieder erwachten (List 1992:7). Die öffentliche Meinung über Deutschland im Ausland zu dieser Zeit fasst Kolboom zusammen: „Tochter des Nationalinstinkts, eine Königin, die immer gehorcht, gehorcht dem Winde, der gerade weht.“ (1991:218)
3
„Seit Jahren machen diese Ausgaben - mit rückläufiger Tendenz - etwa 0,25 Prozent des Bundeshaushalts aus. Die Sparzwänge der jüngeren Vergangenheit haben seit 1993 zu einem laufenden Rückgang dieser Ausgaben geführt.“ (http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/kulturpolitik/grundsaetze/akp02_html. Quelle vom 30.5.04).
4
Aus Platzgründen beziehen sich in der vorliegenden Arbeit alle männlichen Personenbezeichnungen auch auf weibliche Personen, sofern nicht anders spezifiziert.
5
vgl. auch Meyer 1995, zitiert in Neuner 1999, S. 277f.: „Wo sonst, wenn nicht im Fremdsprachenunterricht kann die nachwachsende Generation lernen, andere Menschen als Mitmenschen anzuerkennen, obwohl sie sich von uns unterscheiden?“
6
Der Autorin sind lediglich drei Veröffentlichungen zum irischen Deutschlandbild bekannt, auf die im Kapitel 5 näher eingegangen wird. Auch zum Deutschlandbild bei irischen Schülern gibt es nur vier Untersuchungen, drei davon unveröffentlicht.
7
Auf die Gründe für die vorgenommenen Eingrenzungen wird in den jeweiligen Kapiteln eingegangen.
8
Zum Zeitraum der Untersuchung siehe auch 1.3 Untersuchungsmethoden.
9
Lally (1999: 32) weist darauf hin, dass im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien, Deutschland und den USA die Diskussion über Cultural Awareness in Irland noch in den Kinderschuhen steckt.


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