Konvergenz zwischen Print und Online: Substituieren Online-Zeitschriften ihr Print-Pendant

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Details

Titel: Konvergenz zwischen Print und Online: Substituieren Online-Zeitschriften ihr Print-Pendant
Autor: Sonja Pölig
Fach: Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Veranstaltung: Medienkonvergenz und Crossmedialität
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 19  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 457 KB
Archivnummer: V46693
ISBN (E-Book): 978-3-638-43833-9
Anmerkungen :
Enthält drei Fallbeispiele: spiegel.de, fitforfun.de und heise.de

Textauszug (computergeneriert)

Konvergenz zwischen Print und Online: Substituieren
Online-Zeitschriften ihr Print-Pendant

von: Sonja Pölig

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung  1

1.1 Problemstellung  1
1.2 Vorgehensweise  2

2 Hauptteil  3

2.1 Angebot und Nutzung von Online-Zeitschriften  3

2.1.1 Formen der Internetangebote von Zeitschriftenverlagen 3
2.1.2 Nutzung von Online-Medien  4

2.2 Untersuchungen zum zukünftigen Verhältnis von Print- und Online- Zeitschriften 4
2.3 Fallstudien 7

2.3.1 Zur Vorgehensweise bei den Fallstudien 7
2.3.2 Spiegel.de  8
2.3.3 Fitforfun.de  9
2.3.4 heise.de 11

3 Schluss 14

3.1 Zusammenfassende Betrachtung: Gefährdet das Internet die (Print-) Zeitschriften?  14
3.2 Fazit und Ausblick  15

4 Quellenverzeichnis  17



 

1 Einleitung

"[Es] ergibt sich gewissermaßen als ein Grundgesetz der Entwicklung des Nachrichtenwesens, dass die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal ein - gebürgert und brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauernd verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen..“ WOLFGANG RIEPL, 19131

1.1 Problemstellung

Internetmedien stehen zunehmend im Interessensgebiet von Kommunikationswissenschaft und Medienpraxis. Unter dem Stichwort „Medienkonvergenz“ wird der Effekt beschrieben, dass die Medien angesichts der technischen Entwicklungen immer näher zusammenrücken, und die neuen Medienangebote dadurch andere Funktionalitäten übernehmen. 2 Ihre Grenzen verschwimmen immer mehr, so dass bewährte Erkenntnisse aus der Kommunikationswissenschaft auf dem Prüfstand stehen. Allein die Abgrenzung, was als ein Medium zu bezeichnen sei, und wodurch es sich auszeichnet und von anderen Medien unterscheiden lässt, gerät zu einer schwierigen Aufgabe.

Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang häufig genannt wird, ist „Crossmedialität“. Hierunter versteht man eine Kooperation oder Verbindung zwischen Angeboten verschiedener Medientypen, 3 oder anders ausgedrückt ein Gesamtangebot, das über Mediengrenzen hinweg verteilt ist. Im Rahmen der beiden verwandten Themengebiete „Konvergenz“ und „Crossmedia“ bzw. „Crossmedialität“ soll in dieser Arbeit das Verhältnis zwischen Print und Online untersucht werden. Bisherige Beiträge wenden sich häufig dem Themen- Bereich der Online-Tageszeitungen zu. Da jedoch auch die Zeitschriftenverlage ein breites Internetangebot haben, und sich gerade aufgrund der fehlenden Tagesaktualität und des im allgemeinen eher unterhaltenden Inhaltes von Zeitschriften andere Rahmenbedingungen ergeben, soll hier der Frage nachgegangen werden, wie das Verhältnis zwischen Zeitschriften und ihren Internet-Auftritten beschaffen ist. Es soll festgestellt werden, ob das Online-Medium das Print-Objekt substituiert oder sich komplementär dazu verhält. Eine dritte Möglichkeit, die ebenfalls geprüft werden soll, besteht theoretisch darin, dass sich Print- und Online-Angebot neutral gegenüberstehen. Unter Online-Zeitschriften sollen hierbei im Folgenden Online-Auftritte bezeichnet werden, deren Muttermedium eine Zeitschrift aus dem Print-Bereich ist. Es soll sich dabei nicht um eine Eins-zu-eins-Kopie in elektronischer Form, also um ein so genanntes „e-paper“, handeln, sondern um einen inhaltlich gestalteten Internet-Auftritt.

1.2 Vorgehensweise

Die folgenden Untersuchungen nehmen in erster Linie Bezug auf die Print- bzw. Online-Angebote von Publikumszeitschriften, da Fachzeitschriften sowohl von ihrer Leserschaft als auch von den Rahmenbedingungen her in vielen Punkten anderen Anforderungen genügen müssen als Publikumszeitschriften. Zunächst soll eine inhaltliche Grundlegung stattfinden, indem zuerst auf die Formen der Angebote von Online-Zeitschriften eingegangen wird, und dann die Nutzung von Online-Medien betrachtet wird. Dann wird anhand von vorliegenden Nutzer- und Expertenbefragungen skizziert, wie das zukünftige Verhältnis zwischen Print- und Online-Zeitschriften aussehen wird respektive kann. Als nächstes wird die eingangs formulierte mittels dreier Fallstudien untersucht. Es wird dabei überprüft, inwieweit die Erkenntnisse des theoretischen Teils in den Fallbeispielen wieder zu finden sind. Im Schlussteil werden die Ergebnisse der Untersuchungen noch einmal zusammengefasst und zu einem Fazit gebracht. Schließlich folgt noch ein kurzer Ausblick.

2 Hauptteil

2.1 Angebot und Nutzung von Online-Zeitschriften

2.1.1 Formen der Internetangebote von Zeitschriftenverlagen

Derzeit hat fast jede Zeitschrift einen eigenen Internetauftritt – der Umfang und die Qualität des Angebotes variieren allerdings von Titel zu Titel. Man kann jedoch festhalten, dass das Angebot der Zeitschriftenverlage im Rezipientenmarkt im Vergleich zu dem der Zeitungsverlage deutlich breiter ist.4 In Bezug auf das Angebot in dem Ursprungsmedium, der Print-Ausgabe der Zeitschrift, unterscheiden sich die jeweiligen Internet-Auftritte in ihrer Eigenständigkeit und ihrer Funktion für den Verlag. Neuberger (2003)5 differenziert die „Formen intermediären Handelns von Medienanbietern“ auf der Angebotsebene wie folgt: Die einfachste Form - die Urform - ist die „Imitation“, also die direkte Kopie der formalen und inhaltlichen Elemente in das neue Medium Internet. Unter diese Angebotsform fällt das reine „e-Paper“, das allerdings in diesem Rahmen nicht näher betrachtet werden soll.

[...]


1 Aus: Riepl 1913, S. 5

2 Vgl. Hasebrink et al. 2004, S. 10

3 Vgl.Neuberger 2003, S. 40

4 Vgl. Sjurts 2002, S. 328

5 Vgl. Neuberger 2003, S. 37 ff.

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