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Der Markt der Hörbücher

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 39 Pages
Author: Nadine Mattes
Subject: Information Management

Details

Event: Ausgewählte Themen zur Informationsindustrie
Institution/College: Saarland University (Fachbereich Informationswissenschaft)
Tags: Markt, Hörbücher, Ausgewählte, Themen, Informationsindustrie
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 39
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 40  Entries
Language: German
Archive No.: V46807
ISBN (E-book): 978-3-638-43915-2

File size: 655 KB
Notes :
Beleuchtet wird der Hörbuchmarkt in Deutschland. Nach Klärung der Grundbegriffe und Erläuterung der Entwicklung beschäftigt sich die Arbeit mit Markt, Anbietern und Nutzern von Hörbüchern.


Abstract

Beleuchtet wird der Hörbuchmarkt in Deutschland. Nach Klärung der Grundbegriffe und Erläuterung der Entwicklung beschäftigt sich die Arbeit mit Markt, Anbietern und Nutzern von Hörbüchern.


Excerpt (computer-generated)

Der Markt der Hörbücher

von: Nadine Mattes

7. Fachsemester

 


1. EINLEITUNG 3

2. DAS PRODUKT: Was ist ein Hörbuch?  3

2.1. Definition 3
2.2. Aufführungsformen  4
2.3. Genres 4
2.4. Eigenschaften von Hörbüchern 5
2.5. Produktion, Kosten & Preis  6

2.5.1. Vorarbeit  6
2.5.2. Produktion  6
2.5.3. Kosten & Preis 7

3. DER MARKT: Entwicklung des Hörbuchmarktes 8

3.1. Abgrenzung  8
3.2. Anfänge: vor 1978  10
3.3. 1978 - 1993 11
3.4. 1993 bis heute 12
3.5. Gesamtumsatz 14

4. ANBIETER 16

4.1. Verlage I: Tochterunternehmen und Hörbuchsegmente von Buchverlagen 16

4.1.1. Der Hörverlag (DHV)  17
4.1.2. Random House Audio (RHA)  18
4.1.3. Lübbe Audio  19
4.1.4. Der Audio Verlag (DAV)  19
4.1.5. Hoffmann & Campe (HoCa)  20
4.1.6. Lido  20

4.2. Verlage II: Unabhängige Hörbuchverlage 21

4.2.1. Hörbuch Hamburg (HH)  21
4.2.2. Litraton  22
4.2.3. Steinbach sprechende Bücher 22
4.2.4. Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen  22
4.2.5. Parlando Verlag 23
4.2.6. Tonkombinat 23

4.3. Vertriebsgemeinschaften 23
4.4. Rundfunkanstalten 24

5. NUTZER und NUTZUNG 24

5.1. Bekanntheit von Hörbüchern 25
5.2. Nutzen Sie Hörbücher?  25
5.3. Wer nutzt Hörbücher?  26
5.4. Was wird genutzt?  28
5.5. Wo werden Hörbücher genutzt?  30
5.6. Warum nicht? - Ablehnungsgründe gegen Hörbücher 30

6. FAZIT 31

Literaturverzeichnis  33

Abbildungsverzeichnis 35

Anhang 36

 


 

1. EINLEITUNG

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Entwicklung und Stand des Hörbuchmarktes in Deutschland. Daher sollen die Elemente des Marktes beleuchtet werden. Punkt 2 beschäftigt sich mit dem Produkt „Hörbuch“ seinen Erscheinungsformen und Eigenschaften. Auch Produktion, Produktionskosten und Preis eines Hörbuches sollen hier untersucht werden, da es sich dabei um marktrelevante Faktoren handelt. Punkt 3 beschäftigt sich mit dem Gesamtmarkt der Hörbücher. Zunächst soll eine Abgrenzung des Marktes vorgenommen werden, um dann auf Entwicklung und heutigen Stand einzugehen. Unter Punkt 4 werden wichtige Akteure der Anbieterseite vorgestellt. Hierzu zählen Verlage, Rundfunkanstalten und Vertriebsgemeinschaften. Mit Hilfe von Profilen unterschiedlicher Verlage sollen die bestehenden Marktverhältnisse v.a. zwischen großen und kleinen Verlage verdeutlicht werden. Punkt 5 beschäftigt sich schließlich mit den Nutzern und der Nutzung von Hörbüchern. Dabei soll beachtet werden in welchem Maße die Verlage ihre Programm und Zielgruppen auf die tatsächlichen Nutzer und ihre Nutzungsgewohnheiten abstimmen.

2. DAS PRODUKT: Was ist ein Hörbuch?

2.1. Definition

Der Begriff Hörbuch lässt sich am einfachsten über seine Wortbestandteile also „hören“ und „Buch“ definieren. Es handelt sich also um ein Buch zum Hören d.h. der Inhalt eines Werkes liegt nicht mehr in geschriebener, sondern auf einem Tonträger in gesprochener Form vor (vgl. Rühr, S.11). In diesem Sinne gehört das Hörbuch zu der Gruppe der Worttonträger auf denen - im Gegensatz zu Musiktonträgern - das gesprochene Wort dominiert (vgl. Hennig, S. 16). Mit „Hörbuch“ ist vor allem die Aufführungsform der Lesung gemeint. Mittlerweile werden jedoch auch andere Aufführungsformen wie Hörspiel oder Feature unter dem Oberbegriff „Hörbuch“ zusammengefasst und v.a. auch vermarktet. Synonym zu „Hörbuch“ lassen sich die Begriffe „Audiobook“ und „Audiobuch“ verwenden.

2.2. Aufführungsformen

Die wichtigsten Aufführungsformen des Hörbuchs sind Hörspiel, Lesung und Feature. Bei der Lesung tragen ein oder mehrere Sprecher abwechselnd einen Prosatext 1 vor. Zusätzlich können Musik und Geräusche eingespielt werden. Der Wortanteil soll jedoch dominieren. Lesungen beruhen hauptsächlich auf einem bereits vorhandenen Text, der ungekürzt oder gekürzt dargeboten wird (vgl. Cizmadia, S. 16; Rühr, S. 12). Das Hörspiel ist eine eigene Literaturgattung, entstanden für die Aufführung im Radio. Anfangs orientierte man sich stark am Theaterstück: Im Unterschied zur Lesung führen hier mehrere Sprecher einen Dialog. Musik- und Geräuscheinspielungen können die (dramaturgische) Ausgestaltung unterstützen. Als Vorlage dienen eigens verfasste Hörspiele (Original-Hörspiel) oder zum Hörspiel umgearbeitete Textvorlagen (Montage). Das erste Hörspiel „A comedy of danger“ von R.A.W. Hughes wurde 1924 von Radio London gesendet. Das Feature entstand ebenfalls im Rundfunk und wird daher auch als „Dokumentarfilm des Radios“ bezeichnet (vgl. Hennig, S.18 f.). Mit Hilfe von Text, Musik, Originaltönen und Geräuschen werden reale dokumentarische Inhalte dargestellt. Wie das Hörspiel kann auch das Feature dramaturgisch gestaltet werden. Auch wenn sich das Feature mit Sachthemen beschäftigt, sollen diese nicht sachlich kühl, sondern v.a. anschaulich vermittelt werden. (vgl. Fey 2003b, S. 41; Cizmadia, S. 18 ff.). Die Grenzen zwischen diesen 3 Aufführungsformen verlaufen fließend. Jede Aufführungsform lässt sich noch in weitere Unterformen aufspalten. Dies ist jedoch für die Betrachtung des Marktes der Hörbücher nicht weiter von Bedeutung und soll deshalb nicht weiter verfolgt werden.

2.3. Genres

Die meisten Hörbücher (Lesungen) basieren auf Buchvorlagen. Wurden anfangs meist Klassiker der Literatur vertont (das erste deutsche Hörbuch war Goethes „Faust“, siehe unter Punkt 3), findet sich heute bei Hörbüchern eine ebenso große Themenvielfalt wie bei gedruckten Büchern. Neben der Belletristik dienen z.B. auch Sachbücher, Gedichte, Ratgeber und Reiseführer zur Vorlage für Hörbücher. Von den meisten Buch-Bestsellern erscheint auch ein Hörbuch-Ableger (s. dazu Punkt 4.1). Auch werden immer häufiger Hörbücher zu Filmen oder Fernsehsendungen angeboten: Das Hörbuch zum Film „Der Untergang“ (Bundesstart: 16.09.04), das wie der Film auf dem gleichnamigen Sachbuch von Joachim Fest basiert, erschien bereits im August 2004 im DAV. Der auf dem Film „Das Wunder von Bern“ (Bundesstart: 16.10.03) basierende Roman erschien im November 2004 auch als Hörbuch.

2.4. Eigenschaften von Hörbüchern

In diesem Abschnitt soll untersucht werden was ein Hörbuch für den Nutzer interessant macht und welche Vorzüge es gegenüber anderen Medien z.B. dem Buch besitzt. Das Hörbuch ist (fast) immer und überall nutzbar, sofern ein Abspielgerät zur Verfügung steht. Anders als das Buch lässt sich das Audiobook aber auch nutzen während man mit einer anderen Tätigkeit beschäftigt ist wie z.B. Autofahren oder Hausarbeiten. Die Verlage bewerben dies mit dem Slogan „double your time“ d.h. das Hörbuch ermöglicht es Zeit, die man mit „langweiligen“ Tätigkeiten wie z.B. Autofahren verbringt, „sinnvoll“ zu nutzen. Der Slogan stammt aus den USA und dort sind Hörbücher besonders bei Autofahrern und Pendlern beliebt, die möglichst keine Zeit verschwenden wollen (Whitten, S. 3). Ob man sich dabei auf beide Tätigkeiten genügend konzentrieren kann, ist jedoch fraglich. Weiterhin bieten Hörbücher zeitliche Flexibilität gegenüber Fernsehen und Radio. Der Hörer kann selbst entscheiden, wann er sich etwas anhören will. Hörbücher können auch durch die Interpretation des Textes durch den Sprecher zum besseren Verständnis von Literatur beitragen. Besonders Lyrik wird so für den Hörer leichter zugänglich als in gedruckter Form Hörbücher knüpfen an die Tradition des Vorlesens an (vgl. Rühr, S.36), erinnern den Hörer vielleicht an die Kindheit als die Eltern vorlasen. Im Gegensatz zum Film kann der Hörer seine eigene Phantasie einsetzen, wird aber noch vom Sprecher geleitet (im Gegensatz zum Buch) (vgl. Kuhrt 2003). Es spielt sich „Kino im Kopf“ ab (Werbeslogan des Hörverlags). Das Hörbuch steht also zwischen selbst lesen und z.B. einen Film ansehen.

2.5. Produktion, Kosten & Preis

2.5.1. Vorarbeit

[...]


1 Unter Prosa versteht man alle nicht an Verse gebundenen Sprachformen. Sie umfasst sowohl die Alltagssprache (Briefe, Reden, Artikel, Sachtexte etc.) als auch literarische Sprachformen (Roman, Novelle, Erzählung, Essay) (vgl. Wikipedia: Suchwort „Prosa“; Brockhaus: Suchwort „Prosa“).


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