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Der Dinopark Münchehagen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 13 Pages
Author: Nele Grubelnik
Subject: Geography / Earth Science - Tourism Geography

Details

Event: Präsentation touristischer Objekte 2
Institution/College: University of Paderborn
Tags: Dinopark, Münchehagen, Präsentation, Objekte
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 13
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V46830
ISBN (E-book): 978-3-638-43929-9
ISBN (Book): 978-3-640-20364-2
File size: 264 KB
Notes :
Marktstudie und wissenschaftlicher Hintergrund. Einzeiliger Zeilenabstand


Abstract

Über seine Homepage und seinen Flyer wird man in den „Dinopark-Münchehagen“ eingeladen. In der offiziellen Kontaktadresse des jeweiligen Mediums läuft der „Dinopark“ jedoch unter dem Namen und der Kategorie: „Dinosaurierfreilichtmuseum“. Die parallele Nutzung dieser zwei Begriffe spiegelt die doppelte Funktion und gesellschaftliche Bedeutung des Parks wieder. Während der Ausdruck „Dinopark“ an Begriffe wie Vergnügungs- oder Freizeitpark erinnert, deutet der Begriff: „Dinosaurier- freilichtmuseum“ auf den wissenschaftlichen Hintergrund, auf dessen Basis der Park ins Leben gerufen wurde und auf den museumspädagogischen Auftrag, den er zu erfüllen hat, hin. Welche Erwartungen in dem Park tatsächlich erfüllt werden möchte ich im Folgenden ebenso untersuchen, wie die Hintergründe, weshalb der Park existiert, welche wissenschaftlichen Erfolge sein Team in der Vergangenheit verzeichnet und inwiefern sie heute aktiv sind. Zudem wird die Bedeutung der Region um Münchehagen, sowie das Ausmaß der regionalen Integration zu einer Tourismusregion thematisiert. Um ein Basiswissen zu generieren, ist den Untersuchungsgegenständen eine kurze geologische Zuordnung des Gebietes rund um Münchehagen vorweggenommen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Paderborn
Fakultät für Kulturwissenschaften
Studiengang Geographie – Tourismus/
Semester 9

Der Dinopark Münchehagen

von: Nele Grubelnik

 


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort 3

1.1. „Dinopark“ oder „Dinosaurierfreilichtmuseum“? 3
1.2. Inhalte der Studie 3

2. Geologie; Wissenschaft 3

2.1. Geologische Zuordnung 3
2.2. Von der Entdeckung einer Dinosaurierfährte und der Gründung des Dinoparks 4
2.3. Die Beschreibung der Sauropoden Fährte, Münchehagen 4
2.4. Bergung von Fossilien aus dem Langenberg-Steinbruch im Harz 5
2.5. Ausstellung Archeopteryx 6

3. Regionale Einbindung des Dinopark 6

3.1. Die Einbindung von Münchehagen in die Stadt Rehburg-Loccum 6
3.2. Genaue Lage und Anfahrt 7
3.3. Die touristische Integration der Region 7
3.4. Das Steinhuder Meer 8

4. Die Funktion des Dinoparks als Vergnügungspark 9

4.1. Besuch des Dinopark Münchehagen (20. September 2005) 9
4.2. Angesprochene Zielgruppe in Bezug auf die Ausstattung der Freizeitanlage 10
4.3. Andere Dinoparks deutschlandweit Preis- Leistungsvergleich 10

5. Fazit 12

6. Literaturverzeichnis 13



 

1. Vorwort

1.1. „Dinopark“ oder „Dinosaurierfreilichtmuseum“?

Über seine Homepage und seinen Flyer wird man in den „Dinopark-Münchehagen“ eingeladen. In der offiziellen Kontaktadresse des jeweiligen Mediums läuft der „Dinopark“ jedoch unter dem Namen und der Kategorie: „Dinosaurierfreilichtmuseum“. Die parallele Nutzung dieser zwei Begriffe spiegelt die doppelte Funktion und gesellschaftliche Bedeutung des Parks wieder. Während der Ausdruck „Dinopark“ an Begriffe wie Vergnügungs- oder Freizeitpark erinnert, deutet der Begriff: „Dinosaurier- freilichtmuseum“ auf den wissenschaftlichen Hintergrund, auf dessen Basis der Park ins Leben gerufen wurde und auf den museumspädagogischen Auftrag, den er zu erfüllen hat, hin. Um im Folgenden eine eindeutige Sprachwahl zu gewährleisten, werde ich mich weitgehend auf die Verwendung des Begriffs Dinopark Münchehagen (D. M.) beschränken, ohne dieser Begrifflichkeit dabei eine größere Bedeutung beimessen zu wollen.

1.2. Inhalte der Studie

Selbst in Paderborn findet man hin und wieder in einem Imbiss, einer Bar oder einer Tankstelle, zwischen den Flyern von Freizeit- Tier- und Safariparks, das Faltblatt des Dinopark Münchehagen. Angesprochen fühlen sich von diesem Flyer Dinosaurier- und Archäologieinteressierte ebenso, wie Leute auf der Suche nach einem Vergnügungspark. Welche Erwartungen in dem Park tatsächlich erfüllt werden möchte ich im Folgenden ebenso untersuchen, wie die Hintergründe, weshalb der Park existiert, welche wissenschaftlichen Erfolge sein Team in der Vergangenheit verzeichnet und inwiefern sie heute aktiv sind. Zudem wird die Bedeutung der Region um Münchehagen, sowie das Ausmaß der regionalen Integration zu einer Tourismusregion thematisiert. Um ein Basiswissen zu generieren, ist den Untersuchungsgegenständen eine kurze geologische Zuordnung des Gebietes rund um Münchehagen vorweggenommen.

2. Geologie; Wissenschaft

2.1. Geologische Zuordnung

Der Dinopark befindet sich am Südwestrand der Rehburger Berge, ca. ein Kilometer nordöstlich von Münchehagen (Stadtteil von Rehburg – Loccum), beim Steinbruch der Firma Wesling. Die Rehburger Berge stellen einen nördlichen Vorläufer des niedersächsischen Berglandes gegen das norddeutsche Flachland dar. Das niedersächsische Bergland ist geologisch durch präquartäre Festgesteine geprägt. In den Rehburger Bergen findet man im Sattelkern weiche oberjurassische Ton- und Mergelsteine, an den Flanken dagegen verwitterungsresistenteren Sandstein aus dem Berrias (Unterkreide). Die Verteilung der harten gegen die weichen Gesteine führte zu einer Reliefumkehr. Die Sandsteine rufen einen schüsselförmigen Höhenrücken hervor, der Sattelkern bildet dagegen eine Senke. Nach Südwesten schließt sich die Schaumburger Unterkreidemulde an den Rehburger Sattel an. In diesem Bereich stehen Tonsteine der höheren Unterkreide an, die zum Teil von quartären Sedimenten verhüllt werden. Auch sonst sind die Rehburger Berge und das Steinhuder Meer von den, für das norddeutsche Flachland typischen, quartären Ablagerungen umgeben. Die Schaumburger Mulde grenzt im Süden an die Bückeberge, die wiederum von harten Sandsteinen der Bückeberg - Formation hervorgerufen werden. Und noch weiter südlich schließt sich das Wesergebirge mit jurassischen Sedimenten an.

2.2. Von der Entdeckung einer Dinosaurierfährte und der Gründung des Dinoparks

In den oben erwähnten Steinbruch der Firma Wesling wurde im Jahre 1980 die Fährte eines Dinosauriers gefunden. Die Entdeckung der Fährte geschah anlässlich einer Übung der örtlichen Feuerwehr, bei der die Steinbruchsohle freigespült wurde. Dabei wurden auch auf der Sohle befindliche, tiefe Eindrücke, die schon länger bekannt waren, aber bislang nicht weiter beachtet wurden, von ihrer Schlammfüllung befreit. Nachdem die 1980 international viel beachteten Saurierspuren gefunden und wissenschaftlich untersucht worden sind, wurde klar das sie in mehrfacher Hinsicht einzigartig sind. Saurierfährten sind zwar insbesondere aus Nordamerika schon häufiger bekannt geworden. Aus der Zeit der Unterkreide, wie in Münchehagen, sind jedoch weltweit nur sehr wenige Spuren überliefert.

Von den gleichaltrigen Spuren unterscheiden sich die Dinosaurier-Fußeindrücke von Münchehagen durch ihre große Anzahl, wobei sich die Eindrücke außerdem zu mehreren Fährten ordnen. Und schließlich kennt man weltweit nur äußerst wenige Lokalitäten, an denen die Fährten von pflanzenfressenden und räuberischen Dinosauriern am gleichen Ort zu finden sind. Diese drei Merkmale weisen den Fährten von Münchehagen international einen besonderen Rang zu und haben dazu geführt, sie als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen. Der Teil des Steinbruches mit den Saurierspuren wurde gesperrt und im Gründungsjahr 1992 in das Dinosaurier-Freilichtmuseum bzw. in den Dinopark integriert. Man hatte immer vermutet, dass es noch weitere Spuren im Steinbruch gibt, aber bis 2004 nie etwas gefunden. Dementsprechend groß war dann die Überraschung als der Arbeiter Rainer Wiegmann im angrenzenden, noch bearbeiteten Teile des Steinbruches in Münchehagen dreizehige Abdrücke fand. Diese Abdrücke stammten von Dinosauriern, die kleiner und geologisch jünger als die Urheber der oben beschriebenen Fährte aus der Unterkreide waren. Die nun laufenden Grabungen sind ein Gemeinschaftsprojekt des Landesmuseums Hannover, der Uni Göttingen, der Uni Bremen, der Firma Wesling und des Dinoparks Münchehagen.

2.3. Die Beschreibung der Sauropoden Fährte, Münchehagen

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