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Vordiplomarbeit, 2005, 45 Seiten
Autor: Romy Seifert
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Hochbegabte, Kinder, Umwelt
Jahr: 2005
Seiten: 45
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-44036-3
Dateigröße: 351 KB
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Vordiplomarbeit
3. Semester
Hochbegabte Kinder und ihre Umwelt
von: Romy Seifert
Gliederung
1. Einleitung 1
2. Definition Hochbegabung 3
2.1 Definition Intelligenz 5
3. Wie erkennt man Hochbegabung? 6
3.1 Fehler bei der Einschätzung von Hochbegabung 7
3.2 Verhaltensbeobachtung 9
4. Begabungen fördern 11
4.1 Förderung durch die Familie 11
4.2 Förderung durch die Eltern als Partner von Schule und Kita 19
4.3 Förderung durch die Schule 20
4.4 Empfehlungen für die Verbesserung der Begabtenförderung in der Schule 27
5. Hochbegabung in der Gesellschaft 29
5.1 Ausgrenzung und Entwertung 29
5.2 Strukturen und Verhaltensmuster des Umfeldes 32
6. Lösungen 35
6.1 Beratungsbedarf für die Eltern 35
6.2 Unterstützungsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen 37
6.3 Wege für die Eltern 39
6.4 Wege für die Kinder und Jugendlichen 40
7. Zusammenfassung 42
8. Literaturverzeichnis/ Internetverzeichnis 43
1. Einleitung
„Müssen wir, weil die Schildkröte einen sicheren Gang hat, die Flügel der Adler beschneiden?“ (Edgar Allan Poe, 1809- 1849) (zit. bmbf 2001, S. 14) Kinder und Jugendliche, die schon in jungen Jahren außerordentliche Leistungen vollbringen, erregen besondere Aufmerksamkeit und öffentliches Interesse. Wie z.B. folgende: > Olga Sarankina in Moskau fing mit vier Jahren an zu komponieren. 1993, als sie sieben Jahre alt war, wurde ihre erste Oper uraufgeführt. < > Ganesh Sittampalam im Londoner Stadtteil Wimbledon, Sohn ceylonischer Einwanderer, wurde 1992 mit 13 Jahren und vier Monaten an der Universität Surrey in Guilford der jüngste Träger eines Bachelor-Titels erster Klasse für Mathematik. Das Studium absolvierte er in zwei statt der üblichen drei Jahre neben der Schule, die er für andere Fächer noch weiter besuchte. < > Peter Leko aus Szeged in Ungarn wurde 1993 mit 14 Jahren jüngster Großmeister im Schach. Sein tägliches betrug Trainingspensum sechs Stunden. Die Schule hat er nach der vierten Klasse verlassen. Für die jährliche Schulprüfung reichten ihm vier Wochen Lernen. < > Balamurali Ambati im New Yorker Stadtteil Queens machte 1995 an der Mount Sinai School of Medicine seinen Doktor in Medizin- mit 17 Jahren. Der Sohn indischer Einwohner beendete die High School mit elf Jahren und verließ als 13-jähriger die New York University mit dem Abschluss magna cum laude. < (zit. bmbf 2003, S. 7) „Was wir zu lernen haben, ist so schwer und doch so einfach und klar: Es ist normal, verschieden zu sein.“ (Richard von Weizäcker, 1993) (zit. bmbf 2003, S. 7) Die nun folgende Vordiplomarbeit soll die verschiedenen Probleme von hoch begabten Kindern und Jugendlichen in ihrer Gesellschaft sowie mit ihren Eltern beleuchten. Sie gibt eine Definition für Hochbegabung und zeigt verschiedene Lösungsansätze auf. Auch wird in dieser Arbeit auf die Förderung von hoch begabten Kindern und Jugendlichen im Elternhaus und in der Schule eingegangen. Meine Ausarbeitung stellt sich die Frage ob es unserer Gesellschaft ein Anliegen sein soll, sich mit dem Thema hoch begabter Kinder eingehender zu beschäftigen. Denn oft werden unerkannt hoch begabte Kinder und Jugend liche als verhaltensgestört oder verhaltensauffällig bezeichnet und nicht auf eine mögliche Begabung hin untersucht. Manche verlieren sich im Alltag und kommen mit ihrer Umwelt schwer zurecht. Könnte das durch eine bessere Förderung verhindert werden? Wie kann soziale Arbeit unterstützend wirken?
2. Definition Hochbegabung
Eine direkte Definition für Hochbegabung lässt sich nicht finden. Vielmehr sind es nur Erklärungsversuche, die einem als Definition dienen sollen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Hochbegabung völlig unterschiedlich erlebt und ausgedrückt wird. Die einen sprechen von hoch intelligenten, andere von hoch begabten und wiederum andere sprechen von besonders befähigten und talentierten Kindern. Letztendlich meinen aber alle das Gleiche: Kinder die sich durch früh entwickelte und weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und durch ihre Interessen von anderen gleichaltrigen Kindern unterscheiden. Das kann alle möglichen Lebensbereiche betreffen, den musisch-künstlerischen ebenso wie den mathematisch-naturwissenschaftlichen oder den sprachlichen Bereich. Und es gibt auch wiederum Kinder die auf mehreren solcher Gebiete besonders begabt sind. (vgl. bmbf 2003, S. 7) Trotz alle dem möchte ich gern versuchen eine Art Definition für Hochbegabung zu geben. Hochbegabung wird als Begriff verwendet: „…für eine außergewöhnlich hohe allgemeine intellektuell-kreative Begabung, die spezifische Art der Welterfassung bedeutet. Sie ist u. a. gekennzeichnet durch eine sehr schnelle Auffassungsgabe, hohe Lern- und Differenzierungsfähigkeit, kreative und eigenständige Verarbeitung auch komplexer Phänomene auf verschiedenen Ebenen, frühem Spracherwerb auf hohem Niveau, ausgeprägte Vorrangigkeit divergenten Denkens, rasches Durchschauen von Zusammenhängen, finden und erfinden ungewöhnlicher Gedankengänge und eine urtümliche Freude, sich geistig zu tummeln.“ (zit. bmbf 2001, S. 8)
Man kann auch versuchen Hochbegabung psychologisch zu definieren. Dies geschieht über den Intelligenzquotienten. Dabei wird die Begabung an der Schnelligkeit beim Lösen von Problemen gemessen. Allerdings fallen in dieser Definition einige Teilgebiete der Hochbegabung wie z.B. Musik und Sprachen heraus. (vgl. Interview mit Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/19815/, 08.12.2004) Bei jeder Definition der Hochbegabung ist zu beachten, dass die Grenzen zwischen guter, überdurchschnittlicher Begabung, Hoch- und Höchstbegabung willkürliche, von Experten festgesetzte Größen sind. Es hat sich eingebürgert, einen IQ von 130 als Grenzwert zur intellektuellen Hochbegabung anzusetzen. (zit. http://www.logios.de/hochbegabung.htm, 08.12.2004) Nach Heller kann man Hochbegabung in verschiedene Begabungsfaktoren einteilen:
· Intellektuelle Fähigkeiten (z.B. sprachliche, mathematische, technisch-konstruktive, abstrakte, begrifflich- logische, etc. Fähigkeiten)
· Sozial-emotionale Fähigkeiten
· Musisch-künstlerische Fähigkeiten
· Musikalische Fähigkeiten
· Kreativität (sprachliche, mathematische, technische, gestalterische, etc. Kreativität)
· Psychomotorische Fähigkeiten (Sport, Tanz, etc.)
· Praktische Intelligenz
(zit. http://www.logios.de/hochbegabung.htm, 08.12.2004) Nach dem Hochbegabungsmodell von Mönks und Heller wird besagt, das hoch begabte Kinder eine unterstützende Umwelt und sie fördernde, nicht kognitive Persönlichkeitsmerkmale (wie z.B. Leistungsmotivation, Stressbewältigungskompetenz und andere) besitzen müssen, damit sich die Hochbegabung entwickeln und realisieren kann. (vgl. http://www.logios.de/hochbegabung.htm, 08.12.2004)
Abb.: Triadisches Interdependenzmodell der Hochbegabung (Mönks, 1990)
2.1 Definition Intelligenz
Es sei vorweg gesagt dass es auch für Intelligenz keine eindeutige Definition oder Messmethode gibt. Im Allgemeinen werden mit Intelligenz die kognitiven und psychischen Fähigkeiten eines Menschen bezeichnet. Unter anderem gehören dazu:
· Konzentration
· Vorstellung
· Gedächtnis
· Denken
· Lernen
· Sprache
· Fähigkeit zum Umgang mit Zahlen und Symbolen
Häufig wird Intelligenz im engeren Sinne als geistige Begabung und Beweglichkeit angesehen, die einen Menschen befähigt Sinn- und Beziehungszusammenhänge zu erfassen, sich auf neue Gegebenheiten und Anforderungen durch Denkleistung sinnvoll einzustellen und sich schnell in neuen Situationen zurecht zu finden. (vgl. http://www.medizinfo.de/kopfundseele/alzheimer/intelligenz_definition.shtml, 03.01.2005)
3. Wie erkennt man Hochbegabung?
[...]
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