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Umstellung des Verrechnungspreissystems eines deutschen Herstellers an die verbundenen ausländischen Vertriebsgesellschaften nach den Prinzipien der Kostenverursachung - eine praxisbezogene Fallstudie mit Entwicklung ...

Diploma Thesis, 2005, 53 Pages
Author: Daniel Zickert
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2005
Pages: 53
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 46  Entries
Language: German
Archive No.: V47034
ISBN (E-book): 978-3-638-44083-7

File size: 202 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Umstellung des Verrechnungspreissystems eines deutschen Herstellers an die verbundenen ausländischen Vertriebsgesellschaften nach den Prinzipien der Kostenverursachung- eine praxisbezogene Fallstudie mit Entwicklungeines umsatzfähigen Maßnahmen- und Terminplanes

Diplomarbeit

im Rahmen der Prüfung für Diplomkaufleute

an der PRIVATEN FACHHOCHSCHULE GÖTTINGEN

vorgelegt von

Daniel Zickert

31.08.2005

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... I

Abbildungsverzeichnis ... III

Abkürzungsverzeichnis ... IV

1. Einleitung ... 1

2. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Sicht ... 3
2.1 Definition des Verrechnungspreises ... 3
2.2 Funktionen von Verrechnungspreisen ... 4
2.3 Verrechnungspreise im internationalen Konzern ... 5
2.4 Steuerliche Aspekte mit Überblick über den Fremdvergleich ... 7
2.5 Besonderheiten der Dokumentation ... 9

3. Ansätze zur Bestimmung von Verrechnungspreisen ... 11
3.1 Bildung von Verrechnungspreisen ... 11
3.2 Marktorientierte Verrechnungspreise ... 13
3.3 Kostenorientierte Verrechnungspreise ... 15
3.3.1 Grenzkosten als Verrechnungspreis ... 16
3.3.2 Vollkosten als Verrechnungspreis ... 17
3.3.3 Kosten plus Gewinnaufschlag als Verrechnungspreis ... 18
3.4 Verrechnungspreise als Verhandlungsbasis ... 20
3.5 Duale Verrechnungspreise ... 21

4. Das Unternehmen XYZ ... 22
4.1 Die heutige Situation im Unternehmen XYZ ... 22
4.2 Planung des internen Werksabgabepreises ... 23
4.3 Planung des fiskalischen Verrechnungspreises ... 26
4.4 Artikelergebnisbericht im Unternehmen XYZ ... 29
4.5 Auswahl einer geeigneten Methode ... 30

5. Kostenbasierte Alternative ... 32
5.1 Ableiten einer kostenbasierten Alternative ... 32
5.2 Analyse des vorhandenen Datenbestandes zu Planungsbeginn ... 33
5.3 Werksabgabepreise im Rahmen der Planung ... 35
5.4 Durchführung einer Fallstudie ... 35
5.4.1 Umrechnung der heutigen Werte auf das neue Verrechnungspreissystem ... 36
5.4.2 Darstellung der Ergebnisse auf Artikelebene im Land F ... 38
5.5 Maßnahmen- und Terminplan ... 39

6. Schlussbetrachtung ... 41

Literaturverzeichnis ... 42

Anhang ... 46

 

1. Einleitung

Das Unternehmen XYZ1 ist in der Metallbranche weltweit tätig und ist in den letzten zehn Jahren insbesondere durch Erschließung internationaler Absatzmärkte sehr stark gewachsen. Das Produktsortiment enthält sowohl Produkte aus eigener Herstellung mit sehr großer Fertigungstiefe als auch zugekaufte Handelswaren.

Die Unternehmensgruppe ist mit mehreren tausend Mitarbeitern an Produktionsstandorten in Deutschland und im Ausland vertreten. Die Vertriebsgesellschaften sind weltweit in über 30 Ländern aufgestellt, wobei das Exportgeschäft in den letzten Jahren in der europäische Union expandierte. Alle Vertriebsgesellschaften beziehen ihre Produkte hauptsächlich von der Produktionsgesellschaft in Deutschland. Diese erstellt auch für den Inlandsmarkt einen Katalog, in dem alle Produkte mit den deutschen Listenpreisen gelistet sind. Diese deutsche Bruttopreisliste gilt als Basis für den Vertrieb des Produktsortiments.

Für die Verrechnung an die Vertriebsgesellschaften spielen zwei Preise eine wichtige Rolle:

  • Ein betriebswirtschaftlicher kalkulierter Verrechnungspreis, der als gewichteter durchschnittlicher Faktor vom deutschen Listenpreis dargestellt wird und für alle Vertriebsgesellschaften gleich ist (Benchmarkfaktor) und
  • ein individueller fakturierter Verrechnungspreis, der ebenfalls als Faktor vom deutschen Bruttolistenpreis dargestellt und je Vertriebsgesellschaft unterschiedlich sein kann, dort aber für alle von der deutschen Produktionsgesellschaft bezogenen Produkte gilt (Gewinnvergleichsmethode).

Durch die Kopplung an die deutschen Bruttopreise und durch die Bildung eines durchschnittlichen Faktors über alle Produkte, ergeben sich folgende Probleme:

  • Veränderungen des Bruttopreises ziehen Veränderungen der Verrechnungspreise nach sich, die ggf. eine Kostensenkung/ -erhöhung verursachen, obwohl nur deutsche Rabattstrukturen betroffen sind.
  • Wegen des durchschnittlichen Faktors werden für einige Produkte zu niedrige und für andere zu hohe Kosten angesetzt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die betriebswirtschaftlichen Varianten zur Bildung von Verrechnungspreisen aufzuzeigen:

  • Verrechnungspreise sind prinzipiell alle Preise, die für Lieferungen oder Leistungen zwischen den einzelnen Bereichen eines Unternehmens oder zwischen den Gesellschaften eines Konzerns verlangt werden.

Darauf basierend, können verschiedene Strategien zur Gestaltung von Verrechnungspreissystemen für das Unternehmen XYZ entwickelt werden. Die Vorgehensweise wird anhand einer Fallstudie exemplarisch dargelegt. Daraus folgt die Entwicklung eines Maßnahmen- und Terminplanes zur erfolgreichen Umsetzung dieses kostenbasierten Systems im Unternehmen XYZ.

2. Verrechnungspreise aus betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Sicht

2.1 Definition des Verrechnungspreises
Der Begriff des Verrechnungspreises wurde bereits 1903 von Eugen Schmalenbach in die betriebswirtschaftliche Literatur eingeführt.2 Zahlreiche Interpretationen und Varianten erschweren seither eine einheitliche Sicht. Allgemein anerkannt ist die Definition von Verrechungspreisen:


„Wertansätze für innerbetrieblich erstellte Leistungen (Produkte, Zwischenprodukte, Dienstleistungen), die von anderen, rechnerisch abgegrenzten Unternehmensbereichen bezogen werden.“ 3

Synonym für „Verrechnungspreis“ werden auch die Begriffe Transfer-, Lenk- und Knappheitspreise verwendet.4
Die Höhe der Verrechnungspreise wird von den Unternehmen selbst festgelegt.5 Uneinheitlich ist die Auffassung, ob der Begriff auch Zinszahlungen, Mieten, Leasingraten, Lizenzgebühren und weitere Gemeinkosten umfasst.6

Bedingung für die Anwendung von Verrechnungspreisen ist eine dezentrale Organisationsstruktur mit verteilter Verantwortung für den jeweiligen Bereich.7 Dieses ist bei dem Unternehmen XYZ gegeben.

Je nach der Beziehung der involvierten Organisationseinheiten lässt sich der Verrechnungspreis weiter untergliedern:

  • Leistungsaustausch zwischen Betriebsstätten, Werken und Bereichen
  • Leistungsaustausch zwischen einzelnen Kostenstellen
  • Leistungsaustausch zwischen rechtlich selbständigen Konzernunternehmen

Der Begriff „Verrechnungspreis“ bezieht sich im Folgenden auf den Leistungsaustausch zwischen rechtlich selbstständigen Konzernunternehmen.
Die unterschiedlichen Verrechnungspreisarten sollen im Unternehmen XYZ aus einer internen betriebswirtschaftliche Perspektive und einer externen fiskalischen Perspektive untersucht werden, um dann eine geeignete betriebswirtschaftliche Methode zur Umsetzung zu entwickeln.

[...]


1 Der Verfasser musste sich im Vorfeld vertraglich dazu verpflichten, in dieser Arbeit die Firmenbezeichnung und die eigentliche Branche des Unternehmens nicht zu verwenden, um mögliche Rückschlüsse auf das Unternehmen auszuschließen. Daher wird im Folgenden die fiktive Firmenbezeichnung XYZ verwendet.

2 Eugen Schmalenbach habilitierte sich 1903 mit dem Thema „Die Verrechnungspreise in großindustriellen Betrieben“ in: Schmalenbach, E. (Verrechnungspreise), S. 165.

3 Ewert, R.; Wagenhofer, A. (Unternehmensrechnung), S. 577.

4 Vgl. Coenenberg, A.G. (Kostenanalyse), S. 420.

5 Vgl. Schweitzer ,M. (Industriebetriebslehre), S.930.

6 Vgl. Kreuter, A. (Verrechnungspreise Profit-Center), S. 15.

7 Vgl. Schweizer, M.; Küpper, H.U. (Systeme), S.470.


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