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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 28 Pages
Author: Corinna Wendt
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Details
Institution/College: RWTH Aachen University (Geographisches Institut)
Tags: Ursachen, Entstehung, Megacities, Hauptseminar, Geographie
Year: 2005
Pages: 28
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44127-8
File size: 1631 KB
Die Hausarbeit befasst sich mit der Verbreitung von Megastädten und den Ursachen der Entstehung, sowie mit den Problemen der Megastädte in den heutigen Entwicklungsländern. Die vorliegende Fassung wurde noch einmal überarbeitet.
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Excerpt (computer-generated)
RWTH – Aachen
Geographisches Institut
Hauptseminar Geographie:
„Megacities und Global Cities“
Ursachen der Entstehung von Megacities
von: Corinna Wendt
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 3
2. Merkmale von Megacities 4
2.1 Definitionsprobleme des Begriffs „Megacity“ 4
2.2 Kennzeichen von Megacities – „Funktionale Primacy“ 5
2.3 Bevölkerungsentwicklung 6
3. Globale Verbreitung von Megacities 9
3.1 Megacity-Wachstum in Industrieländern 9
3.2 Wachstumstrends in den Entwicklungsländern 10
3.3 Zukünftige Aussichten 13
4. Entstehungsursachen von Megacities 15
4.1 Entstehungsgründe 15
4.2 Bevölkerungswachstum 17
4.2.1 Migration 17
4.2.2 Natürliches Bevölkerungswachstum 18
5. Folgen und Probleme 19
5.1 Die Wohnsituation in den Megacities 19
5.1.1 Marginalsiedlungen 19
5.1.2 „Gated Communities“ 20
5.2 Wirtschaftliche Besonderheiten 21
5.3 Sonstige Probleme der Megacities 22
5.3.1 Umweltprobleme 22
5.3.2 Fehlende Infrastruktur 23
5.3.3 Verkehr 24
6. Fazit 25
7. Literaturverzeichnis 26
1. Vorwort
Überarbeitete Version
Das Thema der vorliegenden Hausarbeit lautet: „Ursachen der Entstehung von Megacities“. Die Arbeit ist in 6 Kapitel unterteilt. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Merkmale von Megacities. Es wird die Definitionsproblematik des Megacity-Begriffs erläutert, auf die „Funkionale Primacy“ eingegangen und als dritter Punkt die Bevölkerungsentwicklung betrachtet. Kapitel 3 befasst sich mit der Verbreitung von Megastädten in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern und den zukünftigen Trends der Entwicklung. Das 4. Kapitel wurde um die „Entstehungsgründe“ erweitert und geht auf die Ursachen des Bevölkerungswachstums ein. Kapitel 5 befasst sich mit den Folgen und den Problematiken von Megacities. Weiter wird auf die Probleme der Wohnsituation, wirtschaftliche Besonderheiten und sonstige Probleme der Städte eingegangen. Abschließend folgt mit Kapitel 6 ein Fazit. Da diese Arbeit zu den einführenden Themen des Hauptseminars: „Megacities und Global Cities“ gehört, wird ein allgemeiner Überblick gegeben. Es werden vereinzelt Beispiele aus bestimmten Städten genannt. Aber es wird auf keine Stadt vertiefend eingegangen. Die aktuellen statistischen Daten sind dem UN Bericht: „World Urbanisation Prospects. The 2003 Revision“ entnommen. Die Werte aus anderen (meist älteren) Quellen können daher gelegentlich abweichen. Die Begriffe Megacity und Megastadt werden als Synonym verwendet.
2. Merkmale von Megacities
2.1 Definitionsprobleme des Begriffs „Megacity“
76 % der Menschen leben heute in Städten der Industrieländer, 40 % sind es in den Schwellen- und Entwicklungsländern, bei steigender Tendenz. In zwei Jahrzehnten wird auch dort jeder 2. in einer Stadt wohnen (Zehner 2001, S.4). Bei der Verwendung des Begriffs „Megacity“ baut sich meist das Bild einer „überfüllten“ Stadt, mit unzähligen marginalen Randsiedlungen, einer hohen Einwohnerzahl, einer hohen Bebauungsdichte, schlechten und schwierigen Verkehrs- und Wohnverhältnissen sowie gewaltigen Umweltproblemen auf (Wehrhahn 2000, S. 105). Eine eindeutige Definition des Begriffs „Megacity“ gib es bis heute nicht, aber es gibt verschieden Kriterien, die zur Einordnung von Städten in bestimmte Kategorien herangezogen werden. So erhält die Einwohnerzahl eine wichtige Rolle bei der Definition von Megacities. Es werden Städte mit mehr als 5 Mio., mehr als 8 Mio. oder mehr als 10 Mio. Einwohnern zu dieser Kategorie gezählt. Diese Abgrenzung erfolgt nur nach rein quantitativen Gesichtspunkten. Zusätzlich wird ein Mindestwert der Einwohnerdichte, der bei mindestens 2.000 EW/km2 liegen muss, als Abgrenzungskriterium für Megacities von einigen Autoren verwendet (Bronger 1996a, S. 115). Auch zählen verschiedene Autoren nur Städte mit monozentrischer Struktur zu Megacities. Durch diese Merkmale werden z.B. Regionen wie das Ruhrgebiet, einer polyzentrischen Agglomeration mit ca. 10 Mio. Einwohnern, aus der Kategorie Megacities ausgeschlossen (Kraas 2001, S. 17). Die UN legte für ihre Statistiken 1970 einen Schwellenwert von 8 Mio. Einwohnern fest. In den 1990er Jahren hob sie den Wert auf 10 Mio. an (Antesberger 2004, S.9). Es ist gleichgültig, welcher absolute Grenzwert zur Bestimmung herangezogen wird, im Laufe der Zeit muss er der Bevölkerungsentwicklung angepasst werden.
Ein weiteres Problem besteht in der Datenerhebung und der Vergleichbarkeit der einzelnen Länder. Die zur Verfügung stehenden Daten weisen unterschiedliche Qualitäten auf, da z.B. die räumliche Abgrenzung einer Stadt nicht einheitlich definiert ist oder aber auch die Bevölkerungszahlen nicht exakt erfasst werden. Städtische Siedlungen sind nicht exakt abgrenzbar, besonders im internationalen Vergleich ergeben sich daher Probleme. So basieren viele Bevölkerungsangaben einiger Schwellen- und Entwicklungsländer auf Fortschreibungen (China) oder Schätzungen (Nordkorea). Dies wiederum führt zu weiteren Ungenauigkeiten in der Weiterbearbeitung der Daten (Zehner 2001, S. 4). Internationale Statistiken können nicht immer miteinander verglichen werden, da sie sich nicht auf die gleichen Bezugsflächen beziehen (Kraas 2001, S. 18). Durch die verschiedenen Stadtstrukturen der einzelnen Kulturerdteile ist die territoriale Ausdehnung der Städte und die damit einheitliche Flächengrundlage für Berechnungen nicht gegeben. Um statistisch genau und international vergleichend arbeiten zu können, müssten die Einwohnerzahlen immer im Bezug auf die jeweilig betrachtete Stadtfläche angegeben werden (Bronger 1996a, S. 115). Es ist ein großer Unterschied, ob die Einwohnerzahl der Agglomeration London (d.h. der Kernstadt und des daran anschließenden städtisch geprägten Umlandes, das oftmals in funktionaler Abhängigkeit mit der Kernstadt steht) angegeben wird, oder der Kernstadt London alleine.
2.2 Kennzeichen von Megacities – „Funktionale Primacy“
Einige Schlagworte sind charakteristisch für Megacities: Armut, Arbeitslosigkeit, Rassenkonflikte, Korruption, Kriminalität, Umweltverschmutzung, hohe Bevölkerungsdichte, schlechte Bausubstanz, soziale Disparitäten, „gated communities“, Umweltprobleme, … (Borsdorf, A.; Zehner, K. 2005, S. 324). Ein wesentliches Merkmal von Megacities ist, wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, die große Bevölkerungsballung auf dichtem Raum mit enormer Flächenausdehnung (Kraas 2001, S.17). Darüber hinaus gibt es noch weitere Merkmale von Megacities. Die meisten Städte, die als Megacities bezeichnet werden, liegen heute in den Schwellen- bzw. Entwicklungsländern (ausführlicher wird auf die Verbreitung im 3. Kapitel eingegangen).
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