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Presentation (Elaboration), 2004, 25 Pages
Author: Christopher Alting
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography
Details
Institution/College: University of Bonn (Geographisches Institut)
Tags: Aktuelle, Bevölkerungsdynamik, Wirtschaftsentwicklung, Namibia, Afrika
Year: 2004
Pages: 25
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 24 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44160-5
ISBN (Book): 978-3-638-65923-9
File size: 330 KB
Spezialseminar am GIUB (Geographisches Institut Uni Bonn)
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Abstract
Abstract „Aktuelle Bevölkerungsdynamik und Wirtschaftsentwicklung in Namibia“ „Namibias Wirtschaft ist eng mit der Wirtschaft Südafrikas verknüpft.“, ist eine der Formulierungen, die oft zu Beginn einer allgemeinen Einführung in Namibias Wirtschaft gebraucht wird. Ebenso: „Namibias Wirtschaft ist stark vom Bergbau abhängig, hauptsächlich von der Förderung und Produktion von Diamanten.“ Diese zwei Aussagen zeigen, welche Umstände Namibias Wirtschaft am meisten beeinflusst: die jahrzehntelange Mandatsherrschaft Südafrikas und der schier unermessliche Reichtum an Diamanten hoher Qualität (gem-quality). Namibias Wirtschaft entwickelt sich jedoch weiter und andere Wirtschaftszweige gewinnen an Bedeutung, während es in bewährten Industrien, so zum Beispiel im Bergbau bereits erste Anzeichen von Stagnation gibt. Im Folgenden soll die Wirtschaftsstruktur Namibias dargestellt werden, die Einbindung in regionale und internationale Wirtschafts- und Handelsgemeinschaften. Ebenso sollen bestehende und zukünftige Probleme, wie die Bedeutung von HIV/AIDS für die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitslosigkeit, sowie deren mögliche Lösungen, sowie Perspektiven für Namibia kurz aufgezeigt werden. Deshalb wird zu Beginn kurz auf die Bevölkerungsstruktur und –entwicklung Namibia eingegangen. Namibia zeigt die typische Alterstruktur eines Entwicklungslandes. Es handelt sich um eine sehr junge Bevölkerung, die auf Grund dieser Tatsache ein hohes Potential für schnelles Bevölkerungswachstum aufweist. Da der Staat jedoch eine der höchsten HIV/AIDS-Prävalenzen der Welt aufweist, ist zu erwarten, dass die durch AIDS bedingte erhöhte Sterblichkeit enorme demographische Auswirkungen haben wird.
Excerpt (computer-generated)
Aktuelle Bevölkerungsdynamik und
Wirtschaftsentwicklung in Namibia
von: Christopher Alting
Gliederung
1. Bevölkerungsdynamik
1.1 Einleitung
1.2 Aktuelle Bevölkerungsdynamik Namibias
1.3 Der Einfluss von HIV/AIDS auf die Bevölkerungsentwicklung Namibias
2. Wirtschaftsstruktur
2.1 Einleitung
2.2 Namibia in Afrika
2.3 Wirtschaftliche Struktur Namibias
2.4 Wichtigste Wirtschaftszweige
2.4.1 Bergbau
2.4.2 Landwirtschaft
2.5 Wichtigste Handelsbeziehungen / Beziehungen zum Ausland
2.5.1 Handelsgemeinschaften
2.5.2 Export
2.5.3 Import
2.6 Probleme
2.6.1 Arbeitslosigkeit in Namibia
2.6.2 Der Einfluss von AIDS auf die Wirtschaftsentwicklung Namibias
2.7 Perspektiven
3. Quellen
1. Bevölkerungsdynamik
1.1 Einleitung
Namibia zeigt die typische Alterstruktur eines Entwicklungslandes. Es handelt sich um eine sehr junge Bevölkerung, die auf Grund dieser Tatsache ein hohes Potential für schnelles Bevölkerungswachstum aufweist. Da der Staat eine der höchsten HIV/AIDS-Prävalenzen der Welt aufweist, ist zu erwarten, dass die durch AIDS bedingte erhöhte Sterblichkeit enorme demographische Auswirkungen haben wird. So wird sich beispielsweise die Altersstruktur und das Geschlechterverhältnis verändern, und dadurch bedingt das Bevölkerungswachstum verlangsamen. Im Folgenden soll die aktuell Bevölkerungsentwicklung und die zukünftige Entwicklung unter dem Einfluss von AIDS erläutert werden.
1.2 Aktuelle Bevölkerungsdynamik Namibias
Im Modell des demographischen Übergangs befindet sich Namibia heute in der Phase, in welcher die Sterberaten absinken, die Geburtenraten aber immer noch sehr hoch sind. Die Auseinanderentwicklung von Geburten- und Sterberate führt dazu, dass die Bevölkerung sehr schnell anwächst. Die rohe Geburtenrate ( Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner und Jahr) für das Jahr 2002 betrug 35 Lebendgeburten1, während die rohe Sterberate ( die Zahl der Todesfälle pro 1000 Einwohner und Jahr) 20 Sterbefälle2 umfasste. Die natürliche Wachstumsrate ergibt sich aus der Differenz von Geburten und Sterberate und erreichte in Namibia für das Jahr 2002 einen Wert von 1,6%3. Das bedeutet also, dass die Bevölkerung in dem besagten Jahr um 1,6% der Ausgangsbevölkerung angewachsen ist. Die Bevölkerung Namibias umfasste 2002 etwa 1,8 Millionen Menschen4. Die Bevölkerungspyramide des Landes weist die klassische Pyramidenform auf, bei der jede Kohorte größer, als die vorausgehende ist. ( Abb.1)
Abb. 1: Bevölkerungsstruktur Namibias im Jahr 2000 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Es ist zu erkennen, dass Namibia eine sehr junge Alterstruktur aufweist. Der Anteil der Personen unter 15 Jahren macht 43% der Gesamtbevölkerung aus5. Im Vergleich dazu liegt der durchschnittliche Anteil dieser Altersgruppe in Europa bei lediglich 15%. Die zukünftige Elterngeneration stellt also fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Die Fertilität, d.h. die durchschnittliche Anzahl an Kindern, die eine Frau im Laufe ihres Lebens gebärt, beträgt in Namibia 4,96. Das Land weist damit nach Swasiland die höchste Fertilitätsrate aller südafrikanischen Staaten auf. Bedingt durch die junge Altersstruktur und die hohe Fertilität, besitzt Namibia also ein hohes Potential für ein weiteres rapides Bevölkerungswachstum.
1.2.1 Die Bedeutung von HIV/ AIDS für die Bevölkerungsentwicklung Namibias
Im Jahr 2002 waren etwa 22,5 % der Erwachsenenbevölkerung Namibias von HIV/ AIDS betroffen. Namibia stellt demnach eines der sieben am schwersten von der HIV/AIDS- Epidemie betroffenen Ländern der Erde dar7. Die Entwicklungserfolge der letzten Jahrzehnte, bezüglich der Verlängerung der Lebenserwartung und der Verminderung der Kindersterblichkeit durch eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung, sind durch die Epidemie bereits heute stark zurückgeworfen worden, und ohne wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen werden diese in den kommenden Jahrzehnten noch weiter zurückgeworfen werden. Namibia weist bedingt durch AIDS eine deutlich erhöhte Sterblichkeit auf. Die rohe Sterberate ist hier um etwa 150% erhöht. Unter dem Einfluss der Epidemie betrug die Sterberate nach Angaben des U.S. Census Bureaus im Jahr 2002 etwa 18 Todesfälle von 1000, während sie ohne den Einfluss vom AIDS bei lediglich sieben gelegen hätte8 ( Abb.2).
Abb.2: rohe Sterberate mit und ohne AIDS [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
[...]
1 Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
2 ebenda.
3 Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
4 ebenda
5 Population Reference Bureau (2001, Hrsg.)
6 Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
7 Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
8 Stanecki (2002), S. 4
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