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Konzept der Nutzwertanalyse am Beispiel der Wahl des ISM-Auslandssemesters

Termpaper, 2003, 18 Pages
Author: Barbara Boron
Subject: Economics / Business, Miscellaneous

Details

Event: Decision & Modelling Tools
Institution/College: International School of Management
Tags: Konzept, Nutzwertanalyse, Beispiel, Wahl, ISM-Auslandssemesters, Decision, Modelling, Tools
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V47224
ISBN (E-book): 978-3-638-44219-0

File size: 197 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem, zumindest in Deutschland, noch recht jungen Konzept der Klinikhotels. Allgemein gesprochen sind diese Häuser eine Symbiose zwischen Hotel und Klinik. Dabei ist jeweils eine ganz unterschiedliche Schwerpunktsetzung in den jeweiligen Konzepten und Ausrichtungen der Angebote möglich. Mal macht sich das ganze mehr wie ein Hotel mit zusätzlicher medizinischer Leistung aus, mal ähnelt das Angebot eher einer Klinik mit zusätzlichen Angeboten, wie sie sonst ein Hotel anbietet. Da diese Ausprägungen sehr unterschiedlich sind, soll in dieser Hausarbeit eine Kategorisierung der alternativen Konzepte vorgenommen werden. Dabei sollen nicht nur die Angebote in Deutschland, sondern auch im Übrigen europäischen Raum betrachtet werden. Im ersten Abschnitt der Arbeit wird der Begriff „Klinikhotel“ etwas genauer beleuchtet und wie es zu dieser Sonderform des Hotels beziehungsweise der Klinik kam. Im darauf folgenden Abschnitt wird betrachtet, mit welchen Kriterien die Häuser beschrieben werden können und welche Ausprägungen dieser Kriterien denkbar sind. Hieraus wird dann eine Möglichkeit zur Kategorisierung entworfen. Im Anschluss an diesen theoretischen Teil, werden exemplarisch Häuser der einzelnen Kategorien beschrieben. Diese sind als Beispiele - und stellvertretend für die entsprechende Kategorie - zu verstehen. Nach einem Ländervergleich schließt die Arbeit mit einem Fazit. Es ist zu beachten, dass zu diesem Thema noch nicht sehr viel Literatur erschienen ist und die Arbeit sich aus diesem Grunde, neben einigen Artikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften, in weiten Teilen auf die Internetpräsenzen und das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial der einzelnen Häuser stützt. Die Beschreibung der einzelnen Anbieter und die Einordnung dieser zu den einzelnen Kategorien beruht auf den gesammelten Informationen, die oft nicht ausführlich genug sind um einen Anbieter eindeutig in eine der erarbeiteten Konzeptalternativen einzuordnen, zumal die Grenzen zwischen den einzelnen Konzepten fließend sind.


Excerpt (computer-generated)

Konzept der Nutzwertanalyse am Beispiel der Wahl des ISM-Auslandssemesters

Hausarbeit

 im Fach Decision- & Modelling Tools

Dortmund, November 2003

von

Barbara Boron

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Theorie der Nutzwertanalyse  2

2 Wahl der Auslandsuniversität  8

3 Fazit  15

Literaturverzeichnis  16

Anlagen  17

 

 

Im ersten Kapitel dieser Hausarbeit soll auf die Entstehung der Nutzwertanalyse, die theoretische Durchführung und ihre Charakteristika bezüglich der Einsatzgebiete, sowie abschließend auf eventuelle Schwächen des Verfahrens eingegangen werden. 

Im zweiten Kapitel soll dann die Nutzwertanalyse als ein Entscheidungstool in einem Praxiszusammenhang dargestellt werden. Hierbei soll die Wahl der Universität für das Auslandssemester als praxisrelevanter Fall betrachtet werden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit bezüglich der Anwendungsmöglichkeiten, beziehungsweise den Anwendungsschwierigkeiten im gewählten Praxisfall.

1 Theorie der Nutzwertanalyse

Ebenso wie die Kosten-Nutzen- und die Kostenwirksamkeitsanalyse ist die Nutzwertanalyse ein Basisbewertungsverfahren.1 Während die Kosten-Nutzenanalyse nur mit rein monetären Bewertungskriterien, also eindimensionalen Zielgrößen, arbeitet und außerökonomische Einflüsse nur verbal diskutiert, werden bei der Nutzwertanalyse zusätzlich auch nichtmonetäre Kriterien zur Bewertung herangezogen. Somit kann dieses Verfahren komplexeren Fragestellungen gerecht werden. Es ist auch möglich, dass die Bewertungskriterien ausschließlich nichtmonetär, somit auch oft subjektiv sind. Beispiele für nichtmonetäre Zielgrößen sind etwa die Umweltverträglichkeit eines Projektes oder die Verbesserung der Marktstellung des Unternehmens durch die Projekte.2 Anwendungsgebiete bei denen Entscheidungen auf der Basis von Nutzwertanalysen getroffen werden sind zum Beispiel: die Standortwahl, Auswahl zwischen innovativen Produkten oder Investitionsprojekten.3 Die nichtmonetären Bewertungskriterien erschweren einen Vergleich des Ergebnisses der Nutzwertanalyse mit anderen ökonomischen Kalkülen, wie etwa Bilanzen und Haushaltsplänen, ja machen diesen Vergleich teilweise unmöglich. Die Nutzwertanalyse weist somit sicherlich eine größere Distanz zum Markt auf und kann immer nur auf das jeweilige Projekt bezogen betrachtet werden. Die Kostenwirksamkeitsanalyse stellt einen Kompromiss zwischen der Kosten-Nutzen- und der Nutzwertanalyse dar.4

Der Ursprung der Nutzwertanalyse ist nicht eindeutig geklärt, seit Ende der 60er Jahre wurde die Nutzwertanalyse aber durch verschiedene Studien sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten bekannt. In Deutschland wurde sie in den 70er Jahren durch Christof Zangemeister verbreitet. Im angelsächsischen spricht man von der „benefit“-, „utility-“ oder „worth-analysis“.5 Neben dem Begriff Nutzwertanalyse kann der Begriff „Scoringmodell“ in der Literatur gefunden werden.6 Oft wird in den Forschungsarbeiten auch die Vielschichtigkeit der Bewertungskriterien, auch Attribute genannt, in den Vordergrund gestellt, so dass die Methode der Nutzwertanalyse in den Hintergrund tritt. Dies macht es schwierig genau zu terminieren, wann die Nutzwertanalyse erstmals angewendet wurde.7

Ziel der Nutzwertanalyse ist es immer die Alternative mit dem höchsten Gesamtnutzwert (NW) auszuwählen. Neben der Auswahl der Alternative mit dem höchsten Gesamtnutzwert (Selektion) kann das Einordnen der alternativen Möglichkeiten in Gruppen (Separation) oder das Ordnen der Alternativen eine zusätzliche Anforderung an die Nutzwertanalyse darstellen.8 Die in der Fromel (1) dargestellte Beziehung zeigt an, dass der Gesamtnutzwert der Möglichkeit eins höher zu bewerten ist als der der Möglichkeit zwei, die Möglichkeit eins wäre somit zu präferieren.


(1) NW1 > NW2

Neben dieser strikten Präferenz ist aber sowohl eine Gleichwertigkeit der beiden Möglichkeiten denkbar – in diesem Falle wird von Indifferenz gesprochen, als auch eine Situation in der die Möglichkeiten unvergleichbar sind.9

Um die Gesamtnutzwerte der einzelnen Alternativen zu erhalten wird das Bewertungsproblem auf der Basis dreier rationaler Lösungsprinzipien betrachtet:10

  • direkte Bewertung aller möglichen Projekte, durch Ermittlung der einzelnen Nutzwerte
  • Bewertung der möglichen Projekte durch eine separate Erfassung der Teilbewertungen, Nutzen der Projekte an Hand einer einzelnen Wertdimension ermitteln
  • Zusammenführung der Teilbewertungen gemäß relativen, festgelegten Gewichten zu einem Gesamtwert. Dieser Gesamtwert wird dann als Nutzwert bezeichnet.

[....]


1 vgl. Witte (1989): Die Integration monetärer und nichtmonetärer Bewertungen, Berlin, S. 14 und http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_BewNwa.htm#ablauf1

2 vgl. Lillich (1992): Nutzwertverfahren, Heidelberg, S. 1

3 vgl. http://www.unister.de/Unister/wissen/sf_lexikon/ausgabe_stichwort4598_108.html

4 vgl. Witte 1989, S. 14

5 vgl. Witte 1989, S. 23 und http://www.laum.unihannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_BewNwa.htm#ablauf1

6 vgl. http://www.unister.de/Unister/wissen/sf_lexikon/ausgabe_stichwort4598_108.html

7 vgl. Witte 1989, S. 23

8 vgl. Lillich 1992, S. 12

9 vgl. Lillich 1992, S. 10

10 vgl. Witte 1989, S. 25 und Zangemeister (1971): Nutzwertanalyse in der Systemtechnik, München, S. 69f


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