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Termpaper, 2005, 10 Pages
Author: Natalie Schlee
Subject: Pedagogy - Pedagogic Sociology
Details
Tags: Soziale, Berufe, Frauenberufe
Year: 2005
Pages: 10
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44249-7
File size: 137 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Osnabrück
Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Soziale Berufe - Frauenberufe
Bachelor Grundmodul: Pädagogische Diskurse
SS 2005, 1. Semester
Soziale Berufe - Frauenberufe
von: Natalie Schlee
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1 Frauenberufe und ihre Besonderheiten 2
2 Berufsfindungsprozess von Mädchen und jungen Frauen 4
2.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktteilung 4
2.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation 5
3 Motive der Frauen zur Wahl sozialer Berufe 6
Fazit 7
Literaturverzeichnis 8
Einleitung
Obwohl den Frauen heute alle Ausbildungsberufe offen stehen, ist bei ihnen nach wie vor die Konzentration auf wenige frauentypische Berufe sehr groß. Auch der Zustrom von Frauen in soziale Berufe, die als typische Frauenberufe gelten, hält weiter an. Die so genannten Frauenberufe sind durch „geringe Entlohnung, ungünstige Arbeitsbedingungen, schlechte Beschäftigungssicherheit, begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten und wenig gesellschaftliche Anerkennung“1 gekennzeichnet. Während Berufe, in denen überproportional Männer oder ausschließlich Männer tätig sind, ein höheres Prestige, ein besseres Gehalt und große Aufstiegschancen bieten. Eine geschlechtsspezifische Arbeitsverteilung besteht nicht nur auf unterschiedliche Berufsbereiche, sondern auch auf berufliche Positionen innerhalb der Berufsfelder.2 Die Führungs- und Entscheidungspositionen mit entsprechend höherem Gehalt sind auch in Frauenberufen überwiegend mit Männern besetzt.
In der vorliegenden Arbeit wird den Fragen nachgegangen, warum Mädchen und junge Frauen vor allem in Frauenberufen landen und aus welchen Gründen Frauen soziale Berufe ergreifen. Zunächst werden in dieser Arbeit Frauenberufe und ihre Besonderheiten beschrieben. Als weiteres wird der Berufsfindungsprozess von Mädchen und jungen Frauen unter den Aspekten geschlechtsspezifischer Arbeitsmarktteilung und geschlechtsspezifischer Sozialisation dargestellt und analysiert. Zuletzt werden auf der Grundlage der Studie von Birgit Rommelspacher die Motive der Frauen zur Wahl sozialer Berufe aufgezeigt. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
1 Frauenberufe und ihre Besonderheiten
Als Frauenberufe werden weiblich dominierte Berufe bezeichnet, d. h. Berufe, die zu 80 Prozent und mehr von Frauen erlernt und ausgeübt werden.3 Männlich dominierte Berufe mit einem Männeranteil von über 80 Prozent werden dementsprechend als Männerberufe bezeichnet. „Im Alltagsverständnis dagegen gelten als Frauenberufe eher solche, die der Familienarbeit ähneln (pflegerische, erzieherische, soziale Berufe) oder sich mit der Familienarbeit (angeblich) vereinbaren lassen.“4 Die heute als frauentypisch geltende Berufe wurden nicht schon immer von Frauen ausgeübt. Während die sozialen Berufe „überwiegend Folge einer Verberuflichung und Professionalisierung früher ehrenamtlich und in der Familie ausgeübter Tätigkeiten sind“5, kam es in manchen anderen Berufen zu einem Wechsel von Männerberufen zu Frauenberufen (z. B. Sekretär/Sekretärin), der immer mit einer Statusminderung einhergeht.6 Weibliche Tätigkeiten dagegen, die dann von Männern ausgeübt werden, erfahren eine Statuserhöhung.
Es heißt, dass Frauen für Frauenberufe geeignet sind. Diese Berufe aber auch für Frauen, da in ihnen die weibliche Lebensplanung angeblich realisiert werden kann. Dabei wird unterstellt, dass Frauen immer eine Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit wünschen und dass Frauenberufe solche Berufe sind, in denen dies möglich ist.7 „Tatsächlich aber lässt sich zeigen, dass gerade Berufe, die häufig von Frauen ausgeübt werden - z.B. Verkäuferin, Arzthelferin, Friseurin oder Altenpflegerin – ungünstige Arbeitsbedingungen wie Schichtarbeit, Wochenendarbeit und lange Arbeitszeiten aufweisen und deshalb nur schwer oder unter persönlichen Einschränkungen und Kompromissen mit Familienaufgaben zu verbinden sind (Jurczyk 1993).“8
[...]
1 Zybell 1998, S. 10
2 vgl. Sattel 2005, S. 40
3 vgl. ebd., S. 38
4 ebd.
5 Nissen et al. 2003, S. 45
6 vgl. Rommelspacher 1992, S. 132
7 vgl. Nissen et al. 2003, S. 49
8 z. n. Nissen et al. 2003, S. 49
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