Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 26 Pages
Author: Katharina Kirsch de Fernandez
Subject: Romance Languages - Comparative Studies
Details
Institution/College: University of Heidelberg (Romanisches Seminar)
Tags: Anredeformen, Französischen, Spanischen, Eine, Untersuchung, Werbeanzeigen, Zeitschriften, Hauptseminar, Sprache, Höflichkeit
Year: 2005
Pages: 26
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44257-2
ISBN (Book): 978-3-638-65929-1
File size: 293 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Werbung wurde seit ihrem Entstehen verpönt und als Manipulation und Beeinflussung ihrer Konsumente angesehen. Dieses negativen Images konnte sich die Werbung zwar bis heute nicht vollends entledigen, Werbung wird aber nicht mehr so verteufelt wie früher. Vielmehr haben im Laufe der Weiterentwicklung der Werbung verschiedene Wissenschaften diese als Untersuchungsgegenstand entdeckt und somit neue Wissenschaftsfelder erschlossen. So ist die Werbung, insbesondere ihre Sprache in das Blickfeld der Sprachwissenschaftler gelangt, deren Interesse an der Werbung als Forschungsfeld zunehmend steigt. Dieses Interesse ist begründet: Aufgrund ihrer Zielsetzung, ihrer Entstehung und ihrer Art reflektiert die Werbung ein immer aktuelles Bild der Gesellschaft. Die Werbesprache ermöglicht es dem Sprachwissenschaftler Rückschlüsse auf das tatsächliche Sprachverhalten bestimmter Gesellschaftsgruppen zu ziehen. Auch für eine aktuelle Untersuchung der tatsächlichen Verwendung von Anredeformen stellt die Werbung ein funktionales Untersuchungsgebiet dar. Literatur und Grammatiken zeigen überwiegend eine „soll-Form“ auf, wohingegen die Werbung die „ist-Form“ darstellt, welche diejenige ist, die im Untersuchungszusammenhang interessiert. Werbeanzeigen scheinen demnach ein adäquates Medium für die Untersuchung zu sein, deren Ziel es ist ein möglichst aktuelles und genaues Bild der Verwendung der Anredeformen in den Sprachen Französisch und Spanisch zu zeichnen und diese einander gegenüberzustellen.
Excerpt (computer-generated)
Die pronominalen Anredeformen im Französischen und im Spanischen:
Eine vergleichende Untersuchung anhand von Werbeanzeigen in Zeitschriften
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Romanisches Seminar
Hauptseminar: Sprache und Höflichkeit
Sommersemester 2005
von
Katharina Kirsch
Abgabe: 27. Oktober 2005
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung ... 3
2. Werbung und Sprache ... 4
3. Anredesysteme ... 7
4. Das pronominale Anredesystem des Spanischen ... 8
5. Das pronominale Anredesystem des Französischen ... 9
6. Französische und spanische Zeitungen und Zeitschriften ... 11
7. Methodik
8. Anredeformen im Spanischen in Werbeanzeigen
8.1 Jugendliche ... 15
8.2 Frauen ... 16
8.3 Gesellschaft ... 16
8.4 Wirtschaft ... 17
8.5 Tageszeitung ... 18
9. Anredeformen im Französischen in Werbeanzeigen ... 19
9.1 Jugendliche ... 19
9.2 Frauen ... 20
9.3 Gesellschaft ... 20
9.4 Wirtschaft ... 22
9.5 Tageszeitungen ... 23
LITERATURVERZEICHNIS ... 26
1. Druckmedien ... 26
1.1 Primärliteratur ... 26
1.2 Sekundärliteratur ...
2. Elektronische Medien ... 26
1. Einleitung
Werbung wurde seit ihrem Entstehen verpönt und als Manipulation und Beeinflussung ihrer Konsumente angesehen. Dieses negativen Images konnte sich die Werbung zwar bis heute nicht vollends entledigen, Werbung wird aber nicht mehr so verteufelt wie früher. Vielmehr haben im Laufe der Weiterentwicklung der Werbung verschiedene Wissenschaften diese als Untersuchungsgegenstand entdeckt und somit neue Wissenschaftsfelder erschlossen. So ist die Werbung, insbesondere ihre Sprache in das Blickfeld der Sprachwissenschaftler gelangt, deren Interesse an der Werbung als Forschungsfeld zunehmend steigt. Dieses Interesse ist begründet: Aufgrund ihrer Zielsetzung, ihrer Entstehung und ihrer Art reflektiert die Werbung ein immer aktuelles Bild der Gesellschaft. Die Werbesprache ermöglicht es dem Sprachwissenschaftler Rückschlüsse auf das tatsächliche Sprachverhalten bestimmter Gesellschaftsgruppen zu ziehen. Diese Zusammenhänge werden in Kapitel 2 näher dargelegt.
Auch für eine aktuelle Untersuchung der tatsächlichen Verwendung von Anredeformen stellt die Werbung ein funktionales Untersuchungsgebiet dar. Literatur und Grammatiken zeigen überwiegend eine „soll-Form“ auf, wohingegen die Werbung die „ist-Form“ darstellt, welche diejenige ist, die im Untersuchungszusammenhang interessiert. Werbeanzeigen scheinen demnach ein adäquates Medium für die Untersuchung zu sein, deren Ziel es ist ein möglichst aktuelles und genaues Bild der Verwendung der Anredeformen in den Sprachen Französisch und Spanisch zu zeichnen und diese einander gegenüberzustellen.
2. Werbung und Sprache
Das Verhältnis von Werbung, Sprache und Sprachwissenschaft ist ein gegenseitiges. Auf die Relation zwischen Sprache und Sprachwissenschaft muss hier wohl nicht weiter eingegangen werden. Ein wichtiges Element der Werbung ist die Sprache. Die Werbung bedient sich der Sprache als Mittel. In diesem Zusammenhang nutzt die Werbung die Erkenntnisse der Sprachwissenschaft, um das gewählte Mittel, die Sprache, noch gezielter einsetzen zu können. Die Sprachwissenschaft bedient sich im Gegenzug wiederum der Werbung als Untersuchungsgegenstand.
Im Kontext von Werbung und Sprache wird des Öfteren der Begriff Werbesprache verwendet, der einer Definition bedarf. Als Werbesprache wird die in der Werbung verwendete Sprache bezeichnet und nicht etwa, wie eventuell zu vermuten wäre, die Fachsprache der Werbefachleute1. Glück definiert den Begriff der Werbesprache als „Sammelbegriff für Sprachformen, die intentional handlungsanweisend für den Rezipienten sind“2.
Die Werbesprache orientiert sich weitgehend an der Alltagssprache, weist aber ihr eigene Charakteristika auf, die die Werbesprache auszeichnen3. Es sind zwar spezifische Merkmale der Werbesprache auszumachen, die diese kennzeichnen, deren Besonderheit liegt aber vor allem in der Häufigkeit ihrer Verwendung in ihrer Abweichung von der Alltagssprache. Das Verhältnis der Werbesprache zur Alltagssprache ist ein reziprokes, da sich einerseits die Werbesprache zum besseren Erreichen ihrer Zielgruppe der Alltagssprache mit all ihren Facetten (Umgangssprache, Dialekte, Anglizismen, Modewörter, etc.) bedient, diese wiederum aber auch prägen kann. Besonders phraseologische Ausdrücke aus Werbekampagnen haben den Weg in die Alltagssprache gefunden. Man denke dabei an Beispiele wie den Slogan „Nicht immer, aber immer öfter“ einer bekannten Biermarke, der schon nach kurzer Zeit Akzeptanz in der Alltagssprache erlangt hat. Die Verknüpfung von Werbe- und Alltagssprache ist demzufolge recht eng. Die Beziehung von Werbesprache und Alltagssprache beschreibt Glück wie folgt:
„Das Artifizielle ihrer Machart und ihre massenhafte Verbreitung bringen es mit sich, dass Werbesprache heute einen ungleich höheren Einfluss auf die Umgangssprache hat als z.B. die Poesie und dass sie zugleich als facettenreiches Abbild des gegenwärtigen Sprachgebrauchs fungiert.4“
[....]
1 Janich, Nina (2003), S. 36.
2 Glück, Helmut (2004), S. 787.
3 Zu diesem Absatz: Janich, Nina (2003), S. 36 f.
4 Glück, Helmut (2004), S. 788.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Anredeformen im Spanischen Lateinamerikas: Eine vergleichende Betrachtung des 'Voseo' in Guatemala und Chile
Author: Katharina Kirsch de FernandezRomance Languages - Spanish Studies, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Die pronominalen Anredeformen im Deutschen - Beispieltext: Briefe Martin Luthers
Author: M.A. Uta ZieglerGerman Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Anredepronomen im Deutschen
Author: Martin StepanekGerman Studies - Linguistics, 2002 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Deutsche und Russische Höflichkeit: Ein Vergleich
Author: AnonymRussian / Slavic Languages, 2006 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Das Bildungssystem in Frankreich
Author: Angelina KaldenRomance Languages - French Studies, 2003 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Flexibilisierung der Arbeitszeit
Authors: Silke Handl, Matthias DischerEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2002 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Höflichkeitsformen im Deutschen und Japanischen
Author: Anita MesterGerman Studies - Linguistics, 2004 Download as PDF-file for 9,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: