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Julian als Schriftsteller: Julians Satire "Symposion" close

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Julian als Schriftsteller: Julians Satire "Symposion"

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 16 Pages
Author: Marcel Haldenwang
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 16
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V4730
ISBN (E-book): 978-3-638-12892-6
ISBN (Book): 978-3-638-79881-5
File size: 204 KB

Abstract

Diese Arbeit unterzieht Julians "Symposion" einer quellenkritischen Überprüfung. Dabei werden u. a. der Titel, die Gattung, die Absicht, die Vorlagen und der Entsehungszeitpunkts erörtert. Die Einsichten in die Auffassungen dieses Kaisers sind z. T. überraschend.


Excerpt (computer-generated)

 

Julian als Schriftsteller: Julians Satire Symposion

 

 

Inhaltsübersicht

1. Quellenkritische Fragen

1.1. Der Titel "Symposion" bzw. "Caesares"
1.2. Die Gliederung der Satire, der Inhalt und Plot
1.3. Die Gattung
1.4. Absicht und Zweck des Werks
1.5. Quellen und Vorlagen
1.6. Zeitpunkt der Entstehung

2. Aspekte für eine Quelleninterpretation


1. Quellenkritische Fragen

1.1. Der Titel "Symposion" bzw. "Caesares"

Wie der Titel von Julians Schrift "Symposion" schon vermuten läßt, geht es um ein Gelage.

Mit dem Titel "Symposion" - ein Begriff, der im Text mehrfach vorkommt (z. B. 307 c, 308 d) - konkurriert ein anderer Titel, nämlich "Caesares". Er ist handschriftlich nicht gedeckt, allerdings findet sich in der Suda, einem Lexikon des 9. Jahrhunderts, die Wendung "Schrift über die Caesaren".

Der Titel "Caesares" macht deutlich, um was für ein Symposion es in Julians Schrift geht: um ein Symposion der Kaiser. Und nicht nur die Kaiser sind bei dem Gelage anwesend, auch zahlreiche Götter.

1.2. Die Gliederung der Satire, der Inhalt und Plot

1. 306 - 307 a: Hier, im Eingangsdialog, unterreden sich der "Kaiser" (306 a) und ein nicht bezeichneter Gesprächspartner, möglicherweise Salustios, ein Philosoph, dem Julian auch ein eigenes Stück gewidmet hat.

Darin führt "der Kaiser" zu seinem Genre hin, dem Mythos, und grenzt ihn von der Satire ab.

2. 307 b - 308 d: Romulus, auch als Quirinus bezeichnet, lädt die Götter und die römischen Kaiser zu einem Symposion ein. Zunächst versammeln sich die Götter.

3. 308 d - 316 a: Jetzt versammeln sich die Kaiser.

Kaiser und Götter versammeln sich sozusagen auf unterschiedlichen "Etagen", die Götter auf "Speisesofas" "auf des Himmels Höhe" (307 b), die Kaiser "unterhalb des Mondes in luftiger Höhe" (ebd.).
Ganz deutlich wird diese räumliche Anordnung des Gelages z. B. in 311 d, wo es von Hadrian heißt, daß er "immer wieder zum Himmel emporsah und sich in alle Geheimnisse einmischte".

[...]


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