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Scholary Paper (Seminar), 1997, 8 Pages
Author: Matthias Rist
Subject: Art - Arts and Crafts
Details
Institution/College: University of Vienna
Tags: Apsismosaik, BASILICA, CLEMENTE, Proseminar
Year: 1997
Pages: 8
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44322-7
File size: 164 KB
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Excerpt (computer-generated)
Das Apsismosaik der BASILICA DI SAN CLEMENTE in Rom
von: Matthias Rist
* Tiefste und älteste Bauschicht:
Hier befinden sich die Überreste eines Mithreums aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Der Altarraum befindet sich im Hof eines Wohnhauses, der sogenannten Domus Clementis. Dieser Raum wurde nicht zerstört, da er nach Ansicht der frühen Christen in Zusammenhang mit dem Tod des heiligen Clemens stand und in der ersten Basilika als Confessio diente.
* Erste Basilika:
Die erste Basilika wurde im Pontifikat des Papstes Siricius (384 - 399) errichtet. Es handelte sich um eine dreischiffige Basilika mit einem Narthex und einer Apsis. Als im Jahr 1084 die Normannen, unter der Leitung von Robert Guiscard, Papst Gregor VII. zu Hilfe eilten, kam es zu einem Stadtbrand, bei dem die Kirche schwer beschädigt wurde. Im Jahr 1089 versuchte man die Kirche zu restaurieren und baute im Nordschiff eine Stützmauer ein. Diese Restaurierungsversuche hatten jedoch nur geringen Erfolg.
* Heutige Basilika:
Unter dem Titularpriester Anastasius (1099 - 1125) und Kardinal Pietro Pisani kommt es schließlich zum Neubau. Dafür wurde die alte Basilika bis in die Höhe der Pfeiler, die das Mittel- vom Seitenschiff trennten, mit Bauschutt aufgefüllt und darauf die neue Kirche errichtet. Diese ist erneut eine dreischiffige Basilika mit einer Apsis und einem Narthex, hat aber einen wesentlich kleineren Grundriß. Im Jahr 1128 wird sie konsekriert. In Renaissance- und Barockzeit kommt es zu zahlreichen Ergänzungen im Inneren (z. Bsp.: Wandgemälde im Mittelschiff).Der Neubau entstand zu einer Zeit großer Reformen. Es war das Pontifikat Gregor VII., der es als seine Aufgabe sah, das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen. Daraus folgerte er, daß jeder Christ nur ihm untergeordnet sei. Dies führte zum Investiturstreit und dem Bruch mit dem Kaiser. Darüber hinaus versuchte Gregor der Simonie und der Unenthaltsamkeit des Klerus ein Ende zu setzten. In seinem Pontifikat spielt auch die Zentralisierung Roms eine große Rolle. Die Idee war Rom wieder als caput mundi zu errichten.
Das Apsismosaik:
Beschreibung und Ikonographie:
Über dem Bogenscheitel der Apsis befindet sich eine Halbfigur Christi, dargestellt mit Kreuznimbus, Segensgestus und Buch. Rechts und links davon sieht man die Symbole der Evangelisten:
v.l.n.r.:
Löwe - Markus
Engel - Matthäus
Adler - Johannes
Stier - Lukas
In die Bogenzwickel hat der Künstler je zwei Sitzfiguren nebeneinander plaziert. So sieht man auf der linken Seite den heiligen Laurentius auf dem Rost und den heiligen Paulus, auf der rechten Seite den heiligen Petrus und den heiligen Clemens mit dem Anker. Unterhalb davon befindet sich links der Prophet Jesaja, rechts Jeremia. Unter den Propheten sieht man wiederum zwei Städte, von denen die linke Jerusalem, die rechte Bethlehem ist. Aus den Toren kommen zwölf Lämmer, die sich um ein in der Mitte stehendes, nimbiertes Lamm versammeln. Im Scheitel befindet sich ein Kreismedaillon mit dem Christogramm. An den oberen Enden des Buchstaben "CHI" hängen die Schritftzeichen "ALPHA" und "OMEGA". In der Apsiskalotte sieht man den Triumph des Kreuzes. In der Mittelachse steht der Weltenberg mit den Paradiesesflüssen Pischon, Gihon, Tigris und Eufrat1 aus dem Hirsche trinken. Darüber befindet sich ein Akanthusstock mit kräftigen Grundblättern von dem zwei Ranken ausgehen, die sich in je fünf mal fünf Spiralen ausbreiten, an deren Enden stilisierte Pflanzenelemente sitzen, die den Innenkreis füllen. Vor dem Akanthusstock, der für eine Weinrebe steht, befindet sich ein Hirsch, der mit einer Schlange kämpft. Darüber wächst ein Kreuz als Lebensbaum, auf dessen Balken zwölf weiße Tauben sitzen, die die Apostel symbolisieren. Auf einem Brettchen stehen links Maria und rechts der Apostel Johannes. Zwischen den Spiralen befinden sich Personen, bzw. Personengruppen:
[...]
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