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Scholary Paper (Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Anne Fuest
Subject: German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
Details
Institution/College: University of Paderborn
Tags: Darstellung, Relationen, Semantik, Lexikographie
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44367-8
ISBN (Book): 978-3-640-20365-9
File size: 233 KB
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Abstract
In unserem Sprachsystem finden wir eine große Anzahl von Beziehungen zwischen den Wörtern bzw. ihren Bedeutungen. Hier spricht man von semantischen Relationen. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit zwei Phänomenen der Semantik – der Polysemie und der Homonymie. Es handelt sich hier um zwei eng verwandte Phänomene. Die Polysemie und die Homonymie werden oft getrennt behandelt. Dennoch führen ihre Gemeinsamkeiten dazu, dass die beiden Formen der lexikalischen Mehrdeutigkeit ähnliche Auswirkungen auf die Form und Inhaltsrelation des sprachlichen Zeichens haben. Damit es bei der Polysemie und der Homonymie nicht zu Verständigungsproblemen kommt, hat der sprachliche und schriftliche Kontext, in dem die Wörter stehen, eine wichtige Bedeutung. Es ist manchmal schwer zu entscheiden, ob nun ein bestimmter Fall lexikalischer Mehrdeutigkeit dem Vorkommen der Polysemie oder dem Phänomen der Homonymie zuzuordnen ist. So eignen sich beide Termini für Wortspiele, Witze und Sprichwörter Zunächst soll, angefangen bei dem Terminus der semantischen Relationen, im ersten Kapitel anhand von Definitionen erläutert werden, was man unter den beiden Ausdrücken überhaupt versteht. An die Erklärung schließt sich der Hauptteil der Hausarbeit an. Hier werden die Ansätze der Erläuterung der Polysemie und der Homonymie in verschiedenen Einführungsbüchern untersucht. Hierzu werden die beiden Erklärungsansätze knapp erläutert. Die Hausarbeit wird sich demzufolge mit den Darstellungsweisen der Polysemie und der Homonymie in verschiedenen Einführungsbüchern beschäftigen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Paderborn - Fakultät für Kulturwissenschaften
Wintersemester 2004/2005, 1. Semester
Darstellung von zwei semantischen Relationen
von: Anne Fuest
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 3
2 DEFINITION DER POLYSEMIE UND HOMONYMIE 4
2.1 POLYSEMIE 4
2.2 HOMONYMIE 5
3 DARSTELLUNG IN VERSCHIEDENEN EINFÜHRUNGSBÜCHERN 6
3.1 BERGMANN, ROLF: EINFÜHRUNG IN DIE DEUTSCHE SPRACHWISSENSCHAFT 6
3.1.1 Polysemie 6
3.1.2 Homonymie 7
3.2 DÜRSCHEID, CHRISTA: GERMANISTIK 7
3.2.1 Homonymie / Polysemie 7
3.3 JOHANNES VOLMERT: GRUNDKURS SPRACHWISSENSCHAFT 8
3.3.1 Polysemie 8
3.3.2 Homonymie 9
3.4 FISCHER, HANS-DIETER: EINFÜHRUNG IN DIE DEUTSCHE SPRACHWISSENSCHAFT 9
3.4.1 Polysemie 10
3.4.2 Homonymie 11
3.5 GROSS, HARRO: EINFÜHRUNG IN DIE GERMANISTISCHE LINGUISTIK 12
3.5.1 Polysemie 12
3.5.2 Homonymie 12
3.6 MEIBAUER, JÖRG: EINFÜHRUNG IN DIE GERMANISTISCHE LINGUISTIK 13
3.6.1 Polysemie 13
3.6.2 Homonymie 14
4 SCHLUSS 15
5 LITERATURVERZEICHNIS 16
1 Einleitung
In unserem Sprachsystem finden wir eine große Anzahl von Beziehungen zwischen den Wörtern bzw. ihren Bedeutungen. Hier spricht man von semantischen Relationen. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit zwei Phänomenen der Semantik – der Polysemie und der Homonymie. Es handelt sich hier um zwei eng verwandte Phänomene. Die Polysemie und die Homonymie werden oft getrennt behandelt. Dennoch führen ihre Gemeinsamkeiten dazu, dass die beiden Formen der lexikalischen Mehrdeutigkeit ähnliche Auswirkungen auf die Form und Inhaltsrelation des sprachlichen Zeichens haben. Damit es bei der Polysemie und der Homonymie nicht zu Verständigungsproblemen kommt, hat der sprachliche und schriftliche Kontext, in dem die Wörter stehen, eine wichtige Bedeutung. Es ist manchmal schwer zu entscheiden, ob nun ein bestimmter Fall lexikalischer Mehrdeutigkeit dem Vorkommen der Polysemie oder dem Phänomen der Homonymie zuzuordnen ist. So eignen sich beide Termini für Wortspiele, Witze und Sprichwörter. Zunächst soll, angefangen bei dem Terminus der semantischen Relationen, im ersten Kapitel anhand von Definitionen erläutert werden, was man unter den beiden Ausdrücken überhaupt versteht. An die Erklärung schließt sich der Hauptteil der Hausarbeit an. Hier werden die Ansätze der Erläuterung der Polysemie und der Homonymie in verschiedenen Einführungsbüchern untersucht. Hierzu werden die beiden Erklärungsansätze knapp erläutert. Die Hausarbeit wird sich demzufolge mit den Darstellungsweisen der Polysemie und der Homonymie in verschiedenen Einführungsbüchern beschäftigen.
2 Definition der Polysemie und Homonymie
Im folgenden Abschnitt werden die Termini Polysemie und Homonymie kurz angeführt, um zu erläutern was man unter diesen Ausdrücken versteht.
2.1 Polysemie
Der Terminus Polysemie (griech. polys viel; griech. sema Zeichen), ein Begriff aus der Lexikologie, bedeutet übersetzt ‚Mehrdeutigkeit’. Ein einziges sprachliches Zeichen, also ein Ausdruck, der zwei oder mehr Bedeutungen aufweist, welche etwas miteinander gemein haben und sich unter Umständen aus einer einzigen Grundbedeutung ableiten lassen. 1 Schlägt man in einem Wörterbuch nach, wird man die Grundbedeutungen unter einem Oberbegriff finden. So lassen sich die verschiedenen Bedeutungen etymologisch auf eine gemeinsame Quelle zurückverfolgen. Die Unterschiede sind durch metaphorische Ausdehnungen entstanden.
Von Polysemie spricht man, wenn verschiedene Bedeutungen des Lexems sich von einer Grundbedeutung her ableiten lassen. Es wird also nach der etymologischen Wurzel der Bedeutungsvarianten gesucht, meistens einem Ausdruck, nicht selten des Lateinischen, in dem alle unterschiedlichen Bedeutungen entha lten sind. In der umgekehrten Richtung geht man dann folglich davon aus, dass sich aus der einen Grundbedeutung mehrere Bedeutungsvarianten herausdifferenziert haben. Polysemie hat zwei Bedeutungen für lediglich einen Ausdruck. Diese Sichtweise betont den synchronischen Standpunkt der Betrachtung. In der diachronischen Perspektive entsteht Polysemie, wenn ein Wort im Laufe der Sprachgeschichte eine oder gar mehrere neue Bedeutungen erhält, ohne seine ursprüngliche Bedeutung zu verlieren. Man muss auch von der Prämisse ausgehen, dass der sprachliche Kontext, in dem ein Ausdruck verwendet wird, von entscheidender Bedeutung für die gemeinte Bedeutung dieses Ausdrucks ist.2 Die Entstehung der Polysemie ist ein langsamer und gradueller Prozess, über den sich die Sprechergemeinschaft auch nicht unbedingt bewusst wird. Anders geht es dagegen bei einem metaphorischen Gebrauch eines sprachlichen Zeichens vonstatten. Ein bisher nur in einer bestimmten Bedeutung gebrauchter Ausdruck erhält eine übertragende Bedeutung, welche seine Einstufung als Polysem rechtfertigt.3
2.2 Homonymie
[...]
1 vgl.: Linke, Angelika/Nussbaumer, Markus/Portmann, Paul R.: Studienbuch Linguistik. Tübingen: Niemeyer, 1996. S. 141.
2 vgl.: ebenda. S. 167.
3 vgl.: Lakoff, Georg/Johnson, Mark: Leben in Metaphern. Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern. Heidelberg: Auer, 1998. S. 131.
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