Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
50 Jahre nach Nationalsozialismus und Holocaust: Der unterschiedliche Umgang mit... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

50 Jahre nach Nationalsozialismus und Holocaust: Der unterschiedliche Umgang mit der Vergangenheit in Ost- und Westdeutschland und die psychische Wirkungsweise in den Familien der Opfer und Täter

Termpaper, 2002, 17 Pages
Author: Linda Schug
Subject: Psychology - Miscellaneous

Details

Event: Zur psychischen Wirkungsweise des Nationalsozialismus in der ersten, der zweiten und der dritten Generation der Opfer und Täter
Institution/College: University of Frankfurt (Main)
Tags: Jahre, Nationalsozialismus, Holocaust, Umgang, Vergangenheit, Ost-, Westdeutschland, Wirkungsweise, Familien, Opfer, Täter, Wirkungsweise, Nationalsozialismus, Generation, Opfer, Täter
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 1
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V47522
ISBN (E-book): 978-3-638-44456-9
ISBN (Book): 978-3-640-23795-1
File size: 190 KB

Abstract

Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg und zunächst auch der Staat Deutschland, der in vier Besatzungszonen unter Leitung des Alliierten Kontrollrats und im Jahr 1949 in die beiden Teilstaaten Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik geteilt wurde. (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 151) Die DDR verstand sich als ein antifaschistischer Staat (vgl. Rosenthal 1997, S. 29) und errichtete ein volksdemokratisches Regierungssystem unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die BRD wurde zu einem Bundesstaat mit förderativem, demokratischem, sozialem und rechtsstaatlichem Charakter. (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 114/147) Diese beiden recht verschiedenen Regierungsformen und Selbstverständnisse brachten nicht nur eine unterschiedliche Entwicklung, sondern auch einen anderen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit mit sich. (vgl. Rosenthal 1997, S. 29 ff) Ziel dieser Hausarbeit ist es die dadurch bedingten Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der psychischen Wirkungsweise in den Familien der Täter und Opfer in Ost- und Westdeutschland aufzuzeigen. Zwar gibt es analoge Phänomene, sie gleichen sich aber nicht in jeder Hinsicht. (vgl. Rüsen 1998 in: Opher-Cohen et al. 2000, S. 73) Zuerst werde ich auf den öffentlichen Diskurs in den beiden Staaten eingehen und dann dessen Einfluss auf die Verarbeitung der Vergangenheit in den Familien herausarbeiten. Da die Anzahl der veröffentlichten Untersuchungen auf diesem Gebiet noch recht gering ist, ist es schwer bei den Opfern zwischen den Verfolgten, den Überlebenden von Konzentrationslagern und Ghettos oder den nach Deutschland zurückgekehrten Emigranten, und zwischen den Tätern oder den Mitläufern in der BRD und der DDR zu differenzieren. Ich werde trotzdem versuchen, insofern es mir das Material erlaubt, darauf einzugehen und mich hauptsächlich auf Gabriele Rosenthals Buch Der Holocaust im Leben von drei Generationen: Familien von Überlebenden der Shoah und von Nazi-Tätern (1997) beziehen. Da Juden mit 6 Millionen gegenüber 500.000 Nicht-Juden (politische Gefangene und andere Minderheiten) den Großteil der ermordeten KZ-Häftlinge, und der Verfolgten, darstellen (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 373), werde ich mich auf sie als Opfer konzentrieren.


Excerpt (computer-generated)

50 Jahre nach Nationalsozialismus und Holocaust: Der
unterschiedliche Umgang mit der Vergangenheit in Ost-
und Westdeutschland und die psychische Wirkungsweise
in den Familien der Opfer und Täter

von: Linda Schug

Wintersemester 2001/2002

2. Fachsemester

 


I. Einführung

II. Hauptteil

1. Der öffentliche Diskurs

1.1. ... in der BRD
1.2. ... in der DDR

2. Opfer

2.1. Die erste Generation

2.1.1. ... in der BRD
2.1.2. ... in der DDR

2.2. Auswirkungen auf die folgenden Generationen

2.2.1. ... in der BRD
2.2.2. ... in der DDR

3. Täter

3.1. Die erste Generation

3.1.1. ... in der BRD
3.1.2. ... in der DDR

3.2. Auswirkungen auf die folgenden Generationen

III. Schluss

1. Gemeinsamkeiten
2. Unterschiede

IV. Literaturverzeichnis



 

I. Einführung

Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg und zunächst auch der Staat Deutschland, der in vier Besatzungszonen unter Leitung des Alliierten Kontrollrats und im Jahr 1949 in die beiden Teilstaaten Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik geteilt wurde. (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 151) Die DDR verstand sich als ein antifaschistischer Staat (vgl. Rosenthal 1997, S. 29) und errichtete ein volksdemokratisches Regierungssystem unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, die BRD wurde zu einem Bundesstaat mit förderativem, demokratischem, sozialem und rechtsstaatlichem Charakter. (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 114/147) Diese beiden recht verschiedenen Regierungsformen und Selbstverständnisse brachten nicht nur eine unterschiedliche Entwicklung, sondern auch einen anderen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit mit sich. (vgl. Rosenthal 1997, S. 29 ff)

Ziel dieser Hausarbeit ist es die dadurch bedingten Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der psychischen Wirkungsweise in den Familien der Täter und Opfer in Ost- und Westdeutschland aufzuzeigen. Zwar gibt es analoge Phänomene, sie gleichen sich aber nicht in jeder Hinsicht. (vgl. Rüsen 1998 in: Opher-Cohen et al. 2000, S. 73) Zuerst werde ich auf den öffentlichen Diskurs in den beiden Staaten eingehen und dann dessen Einfluss auf die Verarbeitung der Vergangenheit in den Familien herausarbeiten. Da die Anzahl der veröffentlichten Untersuchungen auf diesem Gebiet noch recht gering ist, ist es schwer bei den Opfern zwischen den Verfolgten, den Überlebenden von Konzentrationslagern und Ghettos oder den nach Deutschland zurückgekehrten Emigranten, und zwischen den Tätern oder den Mitläufern in der BRD und der DDR zu differenzieren. Ich werde trotzdem versuchen, insofern es mir das Material erlaubt, darauf einzugehen und mich hauptsächlich auf Gabriele Rosenthals Buch Der Holocaust im Leben von drei Generationen: Familien von Überlebenden der Shoah und von Nazi-Tätern (1997) beziehen. Da Juden mit 6 Millionen gegenüber 500.000 Nicht-Juden (politische Gefangene und andere Minderheiten) den Großteil der ermordeten KZ-Häftlinge, und der Verfolgten, darstellen (vgl. Meyers Lexikonredaktion 1988, S. 373), werde ich mich auf sie als Opfer konzentrieren.

II. Hauptteil

1. Der öffentliche Diskurs

1.1. ... in der BRD

In der Verlorenheit und Verlassenheit nach dem Zusammenbruch des national- sozialistischen Systems fanden die Westdeutschen neuen Halt bei der großen, amerikanischen Siegermacht, die ihnen zur rettenden Identitätsstütze wurde. Sie lenkten ihre hörige Abhängigkeit an eine neue Autorität und verdrängten ihre Vergangenheit, indem sie sich missbrauchte Entmündigte darstellten und ihren eigenen Beitrag dazu unterschlugen. (vgl. Richter 1992 in: Hartmann 1992, S. 223/224) In der BRD institutionalisierte sich ein Schweigen über das Ausmaß der Nazi-Verbrechen und ein Mythos der unwissenden Mitläufer wurde aufgebaut, laut dem alle für die Kriegsverbrechen Verantwortlichen abgeurteilt wurden. (vgl. Rosenthal 1997, S. 28) 1953 setzte sich die am Grundsatz der "Entschädigung" orientierte Regelung der materiellen "Wiedergutmachung" durch und das enteignete Vermögen wurde an die jüdischen Gemeinden zurückerstattet. (vgl. Rosenthal 1997, S. 292) Der öffentliche Diskurs war von Widersprüchen und Tabus gezeichnet: einerseits gedachte man den Opfern "rassischer" Verfolgung - andererseits ächtete die Gesellschaft die linken Widerstandskämpfer, einerseits thematisierten die Massenmedien die NS-Verbrechen - andererseits jedoch nicht die Erlebnisse der nichtjüdischen Zeitzeugen. Hinzukam das soziale Schweigegebot über die Täter und die selbst erlebten Nazi-Verbrechen, das die Kinder der Betroffenen, die "68er Generation", aufzubrechen versuchten. Doch erst in den achtziger Jahren öffnete sich der Dialog durch die vermehrte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in den Massenmedien und im Schulunterricht. (vgl. Rosenthal 1997, S. 28/29)

1.2. ... in der DDR

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/47522/50-jahre-nach-nationalsozialismus-und-holocaust-der-unterschiedliche-umgang
please wait Please wait