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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 30 Pages
Author: Michael Tamayo
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institution/College: University of Hamburg (Wirtschaftswissenschaften)
Tags: David McClelland, MAchtmotivation, Führungrolle, Macht, Motivation, Seminar, Führungsstil
Year: 2002
Pages: 30
Grade: 1,5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12907-7
File size: 349 KB
Es werden die Grunglagen der Führungsrolle, Machtausübung, Motivation und der Machtmotivation erörtert und im Anschluss ein mögliches Konzept für ein Seminar für Führungskräfte vorgestellt. Die Theorien basieren auf den Ideen und Forschungen von David McClelland.303 KB
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Excerpt (computer-generated)
Theorie, Konzeption und Planung
zur Gestaltung eines Seminars
Ein Seminar für Führungskräfte unter spezieller Berücksichtigung der
Möglichkeiten positiver Machtausübung in der Führungsrolle, basierend auf den
Theorien zur Machtausübung und Machtmotivation von David McClelland
1. Einleitung
2. Begriffsklärung und theoretischer Hintergrund
2.1. Problem der Messung
2.2. Macht
2.3. Führung
2.4. Motiv
2.5. Motivation
2.6. Machtmotivation
3. Konzeption und Ablauf eines Seminars für Personalentwicklung
Thema:
Motivation zur Macht / Möglichkeiten positiver Machtausübung in der Führungsrolle
3.1. Konzeption
3.1.1. Ziel des Seminars
3.1.2. Formale Bedingungen des Seminars
3.2. Ablauf und Inhalte
3.2.1. Vortrag: Die Theorie zur Machtmotivation von McClelland
3.2.2. Vortrag: Welche Machtverhältnisse prägen Unternehmen?
3.2.3. Vortrag: Wie wird Macht in Unternehmen legitimiert?
3.2.4. Vortrag: Von der Wahl des Führungsstils
3.2.5. Gruppengespräch: Klärung des eigenen Machtmotivs der Teilnehmer
3.2.6 Rollenspiele: Das Machtmotiv - Verhaltenstraining
3.2.6.1 Simulation eines Kompetenzkonfliktes
3.2.6.2 Art der Machtausübung in Hierarchien und Lösungsansatz
4. Abschlussbetrachtung
5. Literaturangaben
1. Einleitung
Aristoteles 336 v.Chr.:
Die Ausübung der Macht in politischen Gemeinwesen ist die Voraussetzung
zur der sittlichen Vollkommenheit ihrer Mitglieder
Russel, 1938:
Macht ist die Herstellung intendierter Effekte
Max Weber, 1956:
Macht bedeutet die Möglichkeit den eigenen Willen,
auch gegen Widerstreben, durchzusetzen
These:
Mit steigendem (intellektuellen) Anspruch an die berufliche Aufgabe werden Abstimmung, kooperative Führung und demokratisches Miteinander notwendig, um effizient zu arbeiten. Hierbei wird der Umgang mit Autorität und Macht stärker hinterfragt und ein bewusstes Umgehen mit dem persönlichen Machtmotiv scheint notwendig. Eine Grundthese McClellands lautet, dass viele Menschen, unter ihnen auch Sozialwissenschaftler und potentielle Führer, nie richtig verstanden hätten, auf welche Weise soziale Führung wirken könne. Oft werde die Wirkungsweise mit der primitiven Praxis persönlicher Machtherrschaft verwechselt.
Praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse:
Ein Management-Seminar-Szenario für den Umgang mit Macht in Unternehmen.
Im Rahmen von Personalentwicklungsmassnahmen können in Seminaren Strategien erarbeitet werden, die Menschen in Führungspositionen Tools und Erkenntnisse vermitteln sollen.
Zielgruppe:
MitarbeiterInnen in Mittleren- oder Spitzenposition von Profit- oder Non-Profit-organisationen.
Ziel des Seminars:
Produktivität und Menschlichkeit in Unternehmen, in denen Führungskräfte ihren Mitarbeitern signalisieren können, dass Ihre Interessen in geeigneter Form wahr- und ernst genommen werden. Die Auswirkungen sollen sich für ein Unternehmen, die Manager und deren Mitarbeiter in einer Verbesserung der Beziehungsebene bemerkbar machen.
Auswirkungen von Machtausübung zwischen Entscheidern und Angestellten in Unternehmen - Ein Ansatz in der Personalentwicklung
Die vorliegende Arbeit möchte, mit den theoretischen Grundlagen von David McClelland, einen Ansatz beschreiben, wie der positive Umgang mit Macht und Machtmotivation im Rahmen eines Seminars für Führungskräfte erörtert und geprobt werden kann. Die Arbeit wird sich detailliert mit den Begriffen der Macht und dem Verständnis der Führung auseinandersetzen, da sie eine wichtige theoretische Grundlage für ein Seminar bilden. Der Begriff der Macht und ihre Demonstration ist nach McClelland in vielen Kulturen schon immer mit negativen Attributen besetzt gewesen. Adorno beschreibt in seinen "Studien zum autoritären Charakter" (1950) machtorientierte Menschen als barsch, sadistisch, faschistisch, machiavellistisch, vorurteilsbehaftet und neurotisch.
Nach McClellands Auffassung stehen Führungskräfte oft vor dem Dilemma, ihre Rolle und damit auch ihre Machtposition positiv im Sinne eines Unternehmens auszuüben, wenn sie jedoch "zu" erfolgreich sind, unterstellt man ihnen Manipulation.
Auf der anderen Seite würden Führungskräfte in erster Linie danach streben, andere zu beeinflussen und es wäre davon auszugehen, dass sie ein hohes Bedürfnis nach Macht besässen. Führungsverhalten und Machtausübung erwiesen sich als eng verwandte Sachverhalte.
Um effektives Führungsverhalten im Sinne eines Schulungsangebotes zu vermitteln, sollte man damit beginnen, die Wirkungsweise des Machtmotivs im Denken und Handeln von Personen zu untersuchen. Den Teilnehmern eines Seminars sollte deutlich werden, welche Auswirkungen sie mit der Ausübung von Macht verbinden, welcher Strategien sie sich bedienen ihren Machtbereich zu verteidigen und welche Strategien auf Dauer erfolgreich sein könnten.
Im Weiteren wird sich ein Seminar mit Motivationen im Allgemeinen beschäftigen müssen, um die Besonderheiten des Machtmotivs zu klären. Die Machtmotivation von Führungskräften im Arbeitsbereich weist im Vergleich mit der Machtmotivation von ,,Nicht-Führungskräften" gewisse Unterschiede auf, die sich vor allem dadurch ausdrücken, dass die Gewichtung bei den Motivationen anders verteilt ist.
Führungskräfte müssen also nicht grundsätzlich andere Motivationen und ein Verhältnis zur Ausübung von Macht haben als ,,Nicht-Führungskräfte", aber bei ihnen sind gewisse Strukturen besonders ausgeprägt. Nimmt man die Bedürfnispyramide von Maslow zu Hilfe, dann ist bei Führungskräften vor Allem der Bereich der Selbstverwirklichungsbedürfnisse stark entwickelt und damit auch ihr Verhältnis im Umgang mit sich und anderen determiniert.
Am Abschluss werde ich kurz auf die Rahmenbedingungen eingehen, die für den Erfolg eines Seminars entscheidend sind.
2. Begriffsdefinitionen und kritische Betrachtung
2.1 Problem der Messung
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