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Internship Report, 2004, 23 Pages
Author: Simon Hollendung
Subject: Pedagogy - The Teacher
Details
Institution/College: University of Hamburg (Erziehungswissenschaft)
Tags: Praktikumsbericht, Integrierten, Schulpraktikum, Thema, Beobachtung, Lehrerrolle, Geschichtsdidaktik, Kombination, ISP-Vorbereitungsseminar
Year: 2004
Pages: 23
Grade: ohne
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44514-6
File size: 239 KB
Das Praktikum in der Oberstufe war super interresant und lehrreich. In dieser Arbeit sind vor allem ausführliche Hospitationen in Philosophie, ein eigener Unterrichtsentwurf + protokollierte Durchführung in Geschichte und Reflexionen über den Lehrerberuf enthalten.
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Excerpt (computer-generated)
Praktikumsbericht zum Integrierten Schulpraktikum,
Thema und Beobachtung: Die Lehrerrolle
von: Simon Hollendung
INHALTSVERZEICHNIS
1.0 Einleitung
2.0 Perspektiven der Lehrerrolle:
2.1 Der Umgang mit Stress
2.2 Zusammenarbeit / Teamteaching
2.3 Eigene Stärken und Schwächen
3.0 Mittelpunkt der Beobachtung: Mein 1. Unterricht
3.1 Transskript der U-Stunde
3.2 Warum gerade dieser Unterricht ?
3.3 Multitasking
3.4 Superversion zur U- Einschätzung
4.0 Hospitationen bei anderen Lehrern
5.0 Abschließende Diskussion
6.0 Anhang:
6.1 Geplanter Stundenverlauf als Vergleich
1.0 Einleitung
Beim Schulpraktikum prasselten viele neue Dinge auf mich ein. Neben der viel zu wenigen Zeit für die Unterrichtsvorbereitung (vgl. HH-Lehrerarbeitszeitmodell), dem Kennenlernen von einem Dutzend Kollegen und über hundert Schülern (ich war hauptsächlich in den vier Geschichtskursen von Frau Ute Heinrichs), dazu hospitieren bei ganz unterschiedlichen Kollegen in vier verschiedenen Fächern (Philosophie, GMK/Politik, Deutsch, Geographie) kommen für den voll im Schuldienst stehenden noch die Koordination zwische n den Lehrern, inkluse übler Nachrede etc., das kräftezerrende Sitzungsprogramm, die nervenaufreibende Elternarbeit (vor denen sich die meisten Lehrer am meisten fürchten. ) und vieles mehr, dazu. Alle diese Betätigungs- oder auch Problemfelder gehö ren zum Schulalltag und laufen zusammen bei einer Person, der des Lehrers. Der Lehrer soll alle skizzierten und noch viele andere Aufgaben erledigen, dabei in allen Bereichen ein hohes Maß (auch an persönlicher) Kompetenz ausstrahlen und dazu den Blick und die Zeit für die besondere Situation (Schüler/Klassen/Familien in Problemsituationen, Einschalten von professioneller/medizinischer Hilfe, Klassenfahrten etc.) nicht verlieren.
Anstatt die vielen Einzelphänomene, die ich beobachtet habe, gesondert und mit versuchter Objektivität zu untersuchen, werde ich mich im Folgenden, auch zum Einüben dieser Rolle, mit der Person des Lehrers auseinandersetzen. Im Mittelpunkt soll die erste von mir gehaltene Unterrichtsstunde stehen, in deren Transskription man anhand vieler Fehler die Schwierigkeiten vom Multitasking aufzeigen kann. Gerade für einen Anfänger lässt sich mit Hilfe eines guten Transskriptes die Probleme vom gleichzeitigen Reden, Mitdenken, die Klasse im Auge behalten, alle gerecht drannnehmen, jede Äußerung ernstnehmen und auf wichtige Abweichungen eingehen, sowie dabei den gewünschten Verlauf, die Zielvorgabe und die Zeit im Auge zu behalten, gut aufzeigen. Ausgehend von der These, dass Lernverhalten auch immer zu großen Teilen Imitation derer ist, die es können oder die bewußte Nicht-Imitation derer, von deren Fehlern man gelernt hat spielt hospitieren und hospitiert werden für mich eine große Rolle bei der Einübung der Lehrerrolle.
2.0 Perspektiven der Lehrerrolle
Im Allgemeinen hat der Wechsel von der Schüler- zur Lehrerolle geklappt. Trotz des geringen Altersunterschiedes (ich bin 25 Jahre alt und einige der 12. Klässler bereits 19, ein afghanischer Schüler, dessen genauer Geburtstag nicht bekannt ist, wohl schon mindestens 21 Jahre alt) wurde ich als Lehrperson akzeptiert. Erstaunlicherweise hat mich im Unterricht niemand und auch in den Pausen selten jemand geduzt. In der Lehrerrolle fühlte ich mich wohl und bin auch, nach Aussage von Frau Heinrich, auf einem guten Weg, einen eigenen Stil zu finde n. Dieser Stil wird wohl nicht zu anbiedernd-kumpelhaft sein, da ich dies auch sowohl als Schüler bei Lehrern, als auch jetzt bei Kollegen nicht sehr angenehm finde. Ich versuche ehrlich zu sein und wenn ich einen schlechten Tag habe oder mit den Gedanken ganz woanders bin, dann sage ich das lieber direkt, damit die Schüler wissen, woran sie sind und das etwaige Fehler nicht ihre Schuld sind. Im besten Fall, so habe ich es auch erlebt, greifen einem die Schüler in der Oberstufe dann etwas unter die Arme und weisen draufhin, an welcher Stelle wir gerade sind und wo es weiter geht. Auch ohne anbiedernd -kumpelhaft zu sein, kann man im Unterricht viel Spass haben und offen-respektvoll miteinander umgehen. Dabei möchte ich als Lehrer in meinem Auftreten verlässlich sein, in den Anweisungen genauso wie als Person. Damit Schüler wissen, wo sie dran sind. Niemand erwartet, dass ich alles weiß. Wenn im Unterricht aber Fragen aufgeworfen werden, die ich nicht beantworten kann, so ist es meine Hausaufgabe, dies nachzuschlagen und den Schülern befriedigende Antworten zu erteilen.
2.1 Der Umgang mit Stress
Das Praktikum als Gesamtes, den eigenen Unterricht, vor allem aber auch die vielen Hospitationsstunden bei Kollegen habe ich als positiv-anstregend erlebt. Die für Studenten unüblichen frühen Anfangszeiten in der Schule (1. Stunde beginnt um 7:55 Uhr) waren gewöhnungsbedürftig, nach der Eingewöhnungsphase aber dann sehr angenem, da man das Gefühl verspürrt, viel getan zu haben. Im Unterricht vor der Klasse zu stehen lässt einen sehr konzentriert und positiv- angespannt sein. Wie im Sport ist man in den, meist zweimal 45 minütigen, Stunden hellwach und positiv überrascht, wieviele Aufgaben des Multitasking man gleichzeitig erledigen kann. Die volle Konzentration auf alles, was passiert, gesagt wird, den geplanten Verlauf und die Zeit ist eine sehr befriedigende Arbeit. Gleichzeitig fällt die Anstrengung während des Unterrichts weniger auf, als am Nachmittag, wenn man zur Ruhe kommt. Das viele Lehrer nach dem Schulvormittag erstmal komplett abschalten, etwas ganz anderes machen oder sogar den berühmten Lehrerschlaf am Nachmittag schlafen ist nur verständlich und am eigenen Körper nachvollziehbar. Gleichzeitig kann der Arbeitsrhytmus von voller Konzentration am Morgen, einer Erholungsphase am nachmittag und dann wieder konzentriertes Arbeiten (oft bis spät in die Nacht) sehr produktiv und angenehm sein. Ähnlich wie beim Sport fällt nach der Hochkonzentrationsphase die Anspannung von einem ab. Ich habe bei mir erlebt, wie ich grippekrank im Unterricht nichts davon verspürte, nach außen hin scheinbar topfit unterrichtete und erst nach dem Unterricht wieder Kopfschmerzen, Halsschmerzen etc. verspürte. Dies passt auch zu dem oft beschriebenen Phänomen, das Lehrer sich meist in den Ferien ihre Krankheiten nehmen, bzw, diese dann ausbrechen, weil man sich den Schulalltag durchgeschleppt hat.
2.2 Teamteaching
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