Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2005, 18 Pages
Author: Anonym
Subject: Communications: Interpersonal Communication
Details
Institution/College: Zeppelin University Friedrichshafen (Kultur- und Kommunikationswissenschaften)
Tags: Begrüßungsrituale, Kindergarten, Interpersonale, Kommunikation
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44535-1
ISBN (Book): 978-3-638-82088-2
File size: 124 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Empirische Untersuchung des Verhaltens von Kindergartenkindern im Kontext der Theorie der primären und sekundären Sozialisation von Peter Berger und Thomas Luckmann - Die zu Grunde liegende Fragestellung stellt das Verhalten der Kinder dieses Kindergartens bei der Begrüßung in den Vordergrund. So sollen mögliche Rituale festgestellt und analysiert werden. Als Annahme gilt, dass Kinder eigene Begrüßungsrituale erlernt haben, die sich durchaus von denen eines Erwachsenen unterscheiden können. Dabei wird eine Annäherung oder gar eine Gleichheit von Begrüßungsritualen von Erwachsenen jedoch nicht ausgeschlossen, sondern sogar als offensichtlich und erkennbar angenommen. Im Folgenden werde ich nun zunächst ein Überblick über die Theorie von Peter Berger und Thomas Luckmann geben. Speziell werde ich dazu auf die primäre und die sekundäre Sozialisation eingehen, die davon ausgeht, dass ein Mensch nicht automatisch als Mitglied der Gesellschaft geboren wird, sondern durch einen Prozess eingeführt wird. Dieser Prozess vollzieht sich während der Kindheit und im frühen Jugendalter und ist beispielsweise beeinflusst von den Eltern oder anderen engen sowie weniger engen Bezugspersonen. Dabei entwickelt sich ein Kind durch das Übernehmen von Verhaltensstrukturen (Rollen) Anderer zu einer eigenen Persönlichkeit und kann sich so in die Gesellschaft eingliedern. Zu diesen Verhaltensstrukturen zählt unter Anderem das Verhalten bei einer Begrüßung. Dazu werde ich im Anschluss an die Vorstellung der Theorie meine Beobachtungen im Kindergarten darstellen. Anhand dieser Beobachtungen werde ich einige Schlüsse ziehen, die es mir ermöglichen, das kommunikative Verhalten der Kinder zu erfassen und zu kategorisieren. Anschließend sollen, durch Hinzuziehen der Theorie, die vorangegangenen Thesen überprüft werden. In wie weit sind die Rituale an den Sozialisationsprozess geknüpft. Haben sich bei Kindern eigene Rituale durchgesetzt oder werden die der Erwachsenen genutzt? Welche Rituale werden unter Umständen benutzt und kann man unterschiedliche Stationen der Sozialisation erkennen? Diese Fragen sollen in meiner Analyse geklärt werden.
Excerpt (computer-generated)
Begrüßungsrituale im Kindergarten
Gliederung
Einleitung
Primäre und sekundäre Sozialisation
Berger und Luckmann - Die gesellschaftliche
Konstruktion von Wirklichkeit
Beobachtung
Erfahrungsbericht - Eine Skizze der Beobachtungen
Anknüpfung an die Theorie
Resümee
Literaturnachweis
Anhang
§ Fragebogen
§ Vorüberlegungen
§ Ausführlicher Beobachtungsbericht
§ Thesen
Einleitung
„Rituale sind in der Regel funktional an eine bestimmte Zeit und an einen bestimmten Ort gebunden. Ort und Zeit heben sich aus dem Alltag heraus. Das Ritual wird individuell oder kollektiv ausgeführt. Auch individuelle Rituale setzen in der Regel die Gruppenerfahrung voraus.“1
Rituale vollziehen sich immer mit einer bestimmten Intention. Das Begrüßungsritual dient dazu, eine Kommunikation einzuleiten und die eigene Ankunft zu signalisieren. Die jeweilige Form der Begrüßung ist institutionalisiert, das heißt, sie ist kulturell gleich und wird von jedem Mitglied einer Gesellschaft übernommen. Dieses Übernehmen beginnt im Kinderalter und geschieht in mehreren Stationen. Diese Stationen und die Begrüßungsrituale allgemein sollen Thema dieser Hausarbeit sein. Ich möchte versuchen zu ergründen, wie sich Kinder bei der Begrüßung verhalten und welche Differenzen in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen aufzuweisen sind. Ebenfalls soll hier analysiert werden, wie sich diese Schritte genau vollziehen. Als Grundlage dazu dient eine empirische Forschung in einem Friedrichshafener Kindergarten sowie die Theorie der primären und sekundären Sozialisation2 von Peter Berger und Thomas Luckmann.
Die zu Grunde liegende Fragestellung stellt das Verhalten der Kinder dieses Kindergartens bei der Begrüßung in den Vordergrund. So sollen mögliche Rituale festgestellt und analysiert werden. Als Annahme gilt, dass Kinder eigene Begrüßungsrituale erlernt haben, die sich durchaus von denen eines Erwachsenen unterscheiden können. Dabei wird eine Annäherung oder gar eine Gleichheit von Begrüßungsritualen von Erwachsenen jedoch nicht ausgeschlossen, sondern sogar als offensichtlich und erkennbar angenommen. Im Folgenden werde ich nun zunächst ein Überblick über die Theorie von Peter Berger und Thomas Luckmann geben. Speziell werde ich dazu auf die primäre und die sekundäre Sozialisation eingehen, die davon ausgeht, dass ein Mensch nicht automatisch als Mitglied der Gesellschaft geboren wird, sondern durch einen Prozess eingeführt wird. Dieser Prozess vollzieht sich während der Kindheit und im frühen Jugendalter und ist beispielsweise beeinflusst von den Eltern oder anderen engen sowie weniger engen Bezugspersonen. Dabei entwickelt sich ein Kind durch das Übernehmen von Verhaltensstrukturen (Rollen) Anderer zu einer eigenen Persönlichkeit und kann sich so in die Gesellschaft eingliedern. Zu diesen Verhaltensstrukturen zählt unter Anderem das Verhalten bei einer Begrüßung. Dazu werde ich im Anschluss an die Vorstellung der Theorie meine Beobachtungen im Kindergarten darstellen. Anhand dieser Beobachtungen werde ich einige Schlüsse ziehen, die es mir ermöglichen, das kommunikative Verhalten der Kinder zu erfassen und zu kategorisieren. Anschließend sollen, durch Hinzuziehen der Theorie, die vorangegangenen Thesen überprüft werden. In wie weit sind die Rituale an den Sozialisationsprozess geknüpft. Haben sich bei Kindern eigene Rituale durchgesetzt oder werden die der Erwachsenen genutzt? Welche Rituale werden unter Umständen benutzt und kann man unterschiedliche Stationen der Sozialisation erkennen? Diese Fragen sollen in meiner Analyse geklärt werden.
Primäre und sekundäre Sozialisation
Peter Berger und Thomas Luckmann – Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit
Peter Berger und Thomas Luckmann gehen in ihrer Publikation „Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit“ davon aus, dass Gesellschaft subjektiv und objektiv ist. Den beiden Aspekten kann nur gerecht werden, wer Gesellschaft als einen steten dialektischen Prozess betrachtet und versteht. Dieser Prozess setzt sich aus drei Teilen zusammen: Externalisierung, Objektivierung und Internalisierung. An dieser Stelle möchte ich speziell auf letzteres eingehen: Der Einzelne wird nicht als Mitglied der Gesellschaft geboren, sondern durch andere Gesellschaftsmitglieder eingeführt (internalisiert). Dabei wird er geprägt durch bedeutende Andere, also beispielsweise durch die Eltern oder andere nahe Stehende, und übernimmt bzw. erlernt bis zu einem gewissen Grad ihre Verhaltensmuster. Dieser Prozess der Eingliederung erfolgt in zwei Schritten, durch die primäre und sekundäre Sozialisation.
[...]
1 Baumann, Max Peter: Opferritual, Anrufung und Gebet
2 in Berger P. / Luckmann T.: Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Kinder und Rituale - Warum sind Rituale für Kinder in der Familie sinnvoll und wichtig?
Author: Sandy BrunnerSocial Pedagogy / Social Work, 2007 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Deutsche Reformpädagogik
Author: Christoph BaldesPedagogy - Reform Pedagogics, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Dyskalkulie - Ursachen, Bedingungen, Erscheinungsformen und Diagnose der Rechenschwäche
Author: Kathrin MorawietzMathematics For Pre-University Students, 2002 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Die Ausbildung und Kompetenz der Erzieherin in Deutschland - Innovationen und Reformen
Author: German HondlPedagogy - Nursery Pedagogy, 2006 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Die Waldorfpädagogik
Author: Christian HonigPedagogy - Reform Pedagogics, 2001 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Interkulturelle Pädagogik als integrativer Bestandteil der Grundschule
Author: Eva-Maria ZellerSocial Pedagogy / Social Work, 2007 Download as PDF-file for 19,99 EUR
Gewaltfreie Kommunikation als Grundlage eines lebensbereichernden Umgangs mit Konflikten
Author: Willfried WernerSocial Pedagogy / Social Work, 2005 Download as PDF-file for 12,99 EUR
Gefährdet die institutionelle Tagesbetreuung die Bindungssicherheit von Kleinkindern?
Author: Anne-Christin HummeltSocial Pedagogy / Social Work, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Problemfall „Kindertaufe"- Zum Taufritus in seiner ursprünglichen Bedeutung und der Umsetzung in der heutigen Zeit
Author: Stephanie ReuterTheology - Miscellaneous, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Wie wird man Mädchen - wie wird man Junge? Darstellung der Theorien der Entwicklung der Geschlechtstypisierung
Author: Christoph GesigoraSociology - Gender Studies, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: