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Termpaper, 2002, 15 Pages
Author: Nadine Freitag
Subject: Sociology - Gender Studies
Details
Tags: Rolle, Frau, Stadt
Year: 2002
Pages: 15
Grade: gut
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44885-7
File size: 208 KB
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Excerpt (computer-generated)
Zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rolle
der Frau in der deutschen mittelalterlichen Stadt
von: Nadine Freitag
Das Entstehen mittelalterlicher Städte 2
Die städtische Bevölkerung 3
Die Rolle der Frau in der städtischen Bevölkerung 5
Das Eheleben der städtischen Frauen 6
Die Eheschließung 6
Der Ehealltag 8
Die Mutterrolle im städtische Alltag 11
Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis 15
Das Entstehen mittelalterlicher Städte
Wenn wir heute von einer mittelalterlichen Stadt sprechen, haben wir die spätmittelalterliche Stadt vor Augen, deren charakteristische Merkmale unter anderem die Stadtmauer, der Markt, die Stadthäuser, das Rathaus und die Kirche waren. Sie wurde von einem Rat regiert, der aus den bürgerlichen Ständen gebildet wurde. Die ersten Städte entstanden aber bereits seit dem Frühmittelalter in der Zeit der Karolinger1, hatten jedoch ein völlig anderes Erscheinungsbild als die spätmittelalterliche Stadt. Es waren im Wesentlichen neue Formen von Handelsplätzen im nördlichen Europa.
Triebfeder für die frühen Städtegründungen waren vor allem wirtschaftliche Interessen sowie der technische Fortschritt. Etwa vom 11. Jahrhundert an nahm die Bevölkerung in Europa stark zu, was letztlich den Wohlstand der herrschenden Adelsschicht vergrößerte. Diese wollte nun auch Dinge kaufen, die es in der Nachbarschaft nicht gab und deshalb von weither beschafft werden mussten. Auf dieser Grundlage entstand ein Fernhandel, der von immer mehr Kaufmännern betrieben wurde.2 Diese siedelten in der Nähe von Burgen und Schlössern, an Bischofssitzen und an verkehrsgünstig gelegenen Orten wie Flussmündungen, Flussufern, Kreuzungen von Wasser- und Transitwegen oder wichtigen Landverbindungen an. Ein weiteres Motiv für die Gründung von Städten war das Ziel der Stadtherren, erhöhte Steuereinnahmen zu erzielen. Erst im Laufe weiterer Jahrhunderte entwickelten sich diese Handelsplätze zu mittelalterlichen Städten mit einer grundlegend neuen ökonomischen Struktur heran, wie z. B Köln, Straßburg, Nürnberg, Frankfurt usw. Diese Städte waren durch den Warenhandel und das Handwerk geprägt und hatten sich durch eigenes Recht, eigene Gerichtsbarkeit, eigene Verwaltung und Infrastruktur von ihrer ländlichen Umgebung abhoben.3
Die städtische Bevölkerung
Zu Beginn des Mittelalters hatten die Menschen, die in nichtagrarischen Siedlungen als Handwerker oder Händler tätig waren, keinen besonderen rechtlichen Status. Sie unterschieden sich in dieser Hinsicht nicht von den Menschen auf dem Lande. So wohnten in der Stadt zwar auch freie Menschen, z. B. Kaufleute, doch der Großteil der städtischen Bevölkerung war unfrei. Ein Teil dieser Unfreien waren die Patrizier, die Ministeriale und unfreie Diener z. B. vom Fürsten, die als Verwalter stadtherrlicher Hoheitsrechte eingesetzt wurden.4 In den frühen Städten bildeten das Patriziat und die Ministerialen die Oberschicht. Die reichen Fernhändler, die viel Grundbesitz hatten gehörten zum Patriziat und die Ministerialen waren Verwalter der Stadtrechte. Später konnten sie ihre wirtschaftlich starke Stellung auch dazu nutzen, politische Macht zu erringen.Im 11. und 12. Jahrhundert spielten diese Ministerialen zusammen mit reichen Kaufleuten im Kampf der Stadtbewohner gegen den Stadtherrn um größere städtische Autonomie eine entscheidende Rolle. Am Ende dieser Auseinandersetzungen traten die Stadt und der Stadtherr in ein Vertragsverhältnis, wobei die Stadt einen zunehmend größeren Teil an Rechten vom Stadtherrn übernahm.
[...]
1 vgl. Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Spätmittelalter, Stuttgart 1988, S. 26.
2 vgl. Ennen, Edith: „Frauen im Mittelalter“, München 1994, S. 18f
3 Vgl. Uitz, Erika, „Die Frau in der mittelalterlichen Stadt“, Freiburg im Breisgau, S. 19
4 vgl. Bookmann, Hartmut, ,,Einführung in die Geschichte des Mittelalters",6. Auflage, München, 1996, S. 38
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