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Hausarbeit, 2005, 28 Seiten
Autor: Barbara Boron
Fach: Hotelfach / Gaststättengewerbe
Details
Institution/Hochschule: International School of Management Dortmund
Tags: Erlebnisgastronomie, Trends, Gastronomie
Jahr: 2005
Seiten: 28
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 41 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-44993-9
Dateigröße: 425 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Was ist Erlebnisgastronomie? Wenn von Erlebnisgastronomie gesprochen wird fallen wohl jedem einige Beispiele unterschiedlichster Art ein. Aber was haben diese verschiedenen Gastronomiekonzepte gemeinsam, was grenzt sie von der ‚gewöhnlichen’ Gastronomie ab? Diese Fragen sollen anhand von exemplarisch ausgewählten Konzeptbeispielen in der vorliegenden Arbeit geklärt werden. Aufgrund der Fülle von unterschiedlichsten Konzepten werden nur einige exemplarisch beleuchtet. Auch wenn die Erlebnisgastronomie verstärkt in den letzten Jahren Freunde und Anhänger findet ist sie dennoch keine neue Erfindung. Schon Herzog Phillipe der Gute genoss in Frankreich um 1453 aufwändigst gestaltete Mahlzeiten mit höchstem Erlebnischarakter. So wird in einer historischen Quelle berichtet (Opaschowski 1993, 267): „…die erste Tafel [schmückte] eine mit Sängern gefüllte Kirche, in deren Gesang ein Glockenspiel einstimmte. Auf einer anderen schüttete ein Kind Rosenwasser herab, und auf einer dritten stand ein vollständig ausgerüstetes Schiff. Eine große Fontäne zierte die vierte Tafel; eine Pastete, in welcher 24 Musiker saßen, die fünfte. … Die Motive der Kochkünstler waren eben unerschöpflich.“ Was also unterscheidet ein ‚gewöhnliches’ Gastronomiekonzept von den Konzepten der Erlebnisgastronomie? Der größte Unterschied besteht sicherlich darin, dass bei einem Erlebnisgastronomiekonzept nicht die reine Nahrungsaufnahme im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Erlebnisse, Erfahrungen und Sinneseindrücke, die um die reine Nahrungsaufnahme ‚arrangiert’ sind, diese begleiten und emotionalisieren. Dies kann zum einen die Art und Weise sein, wie die Lebensmittel zubereitet werden, zum Beispiel beim Front Cooking oder beim Hot Pot Fondue. Zum anderen kann dies die Umgebung sein, in der die Mahlzeit serviert wird, in einem Erlebnispark oder auch ein besonders aufwendig dekoriert und gestaltetes Restaurant. Eine weitere Möglichkeit, die aus einer ‚gewöhnlichen’ Mahlzeit etwas Besonderes macht ist das Rahmenprogramm, so zum Beispiel bei den character meals in Themenparks oder bei Mahlzeiten, die von einem Varieté Programm oder ähnlichem begleitet werden. Je nach Konzept steht die Mahlzeit oder die Atmosphäre mehr im Vordergrund, bei jeglichem Konzept ist aber der wechselseitige Bezug zwischen diesen beiden Komponenten vorhanden und von höchster Bedeutung.
Textauszug (computergeneriert)
Erlebnisgastronomie
von: Barbara Boron
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 1
2 TYPISIERUNG IN DER ERLEBNISGASTRONOMIE 3
2.1 Theme eatery und Themenrestaurants 4
2.2 Character meals 8
2.3 Dinner Events 8
2.4 Confertainment 12
2.5 Weitere Formen der Themengastronomie 13
3 MERKMALE & WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG 16
4 ERFOLGSFAKTOREN & PROBLEME 19
5 FAZIT 20
QUELLENVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG
Was ist Erlebnisgastronomie? Wenn von Erlebnisgastronomie gesprochen wird fallen wohl jedem von uns einige Beispiele unterschiedlichster Art ein. Aber was haben diese verschiedenen Gastronomiekonzepte gemeinsam, was grenzt sie von der ‚gewöhnlichen’ Gastronomie ab? Diese Fragen sollen anhand von ausgewählten Konzeptbeispielen in der Hausarbeit geklärt werden. Aufgrund der Fülle von unterschiedlichsten Konzepten werden nur einige exemplarisch in dieser Hausarbeit beleuchtet.1
Auch wenn die Erlebnisgastronomie verstärkt in den letzten Jahren ihre Freunde und Anhänger findet ist sie dennoch keine neue Erfindung. Schon Herzog Phillipe der Gute genoss in Frankreich um 1453 aufwändigst gestaltete Mahlzeiten mit höchstem Erlebnischarakter. So wird in einer historischen Quelle berichtet: „…die erste Tafel [schmückte] eine mit Sängern ge füllte Kirche, in deren Gesang ein Glockenspiel einstimmte. Auf einer anderen schüttete ein Kind Rosenwasser herab, und auf einer dritten stand ein vollständig ausgerüstetes Schiff. Eine große Fontäne zierte die vierte Tafel; eine Pastete, in welcher 24 Musiker saßen, die fünfte. Nicht weit davon stand ein Schloss, das die schöne Melusine bewohnte, mit Fontänen, aus welchen Orangenwasser in die Schlossgräben sprudelte. In der Nähe klapperte eine Mühle, eine Wüste, eine Tropenlandschaft, ein liebendes Paar in einer Rosenlaube: Die Motive der Kochkünstler waren eben unerschöpflich.“2
Was also unterscheidet ein ‚gewöhnliches’ Gastronomiekonzept von den Konzepten der Erlebnisgastronomie? Ich denke der größte Unterschied besteht darin, dass bei einem Erlebnisgastronomiekonzept nicht die reine Nahrungsaufnahme im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Tätigkeiten, Erfahrungen und ähnliches, was um die reine Nahrungsaufnahme ‚arrangiert’ ist, diese begleitet und emotionalisiert. Dies kann zum einen die Art und Weise sein, wie die Lebensmittel zubereitet werden, zum Beispiel beim Front Cooking3 oder beim Hot Pot Fondue4. Zum anderen kann dies die Umgebung sein, in der die Mahlzeit serviert wird, in einem Erlebnispark5 oder auch ein besonders aufwendig dekoriert und gestaltetes Restaurant 6. Eine weitere Möglichkeit, die aus einer ‚gewöhnlichen’ Mahlzeit etwas Besonderes macht ist das Rahmenprogramm, so zum Beispiel bei den character meals 7 in Themenparks oder bei Mahlzeiten, die von einem Varieté Programm oder ähnlichem begleitet werden. 8 Je nach Konzept steht die Mahlzeit oder die Atmosphäre mehr im Vordergrund, bei jeglichem Konzept ist aber der wechselseitige Bezug zwischen diesen beiden Komponenten vorhanden.
2 TYPISIERUNG IN DER ERLEBNISGASTRONOMIE
In der Einleitung wurde Erlebnisgastronomie als ein Konzept vermittelt, bei dem nicht mehr allein die Aufnahme von Speisen im Vordergrund steht, sondern vielmehr alles was diesen Vorgang begleitet genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist. Aus diesem Grunde ist die Erlebnisgastronomie auch nur sehr schwer von der ‚reinen’ Gastronomie zu trennen. Den Anspruch ein Erlebnis zu vermitteln und nicht nur ‚einfach Essen zu servieren’ hat fast jedes gastronomische Konzept.9 Deshalb möchte ich mich in dieser Arbeit vornehmlich auf die Themengastronomie konzentrieren, hierunter werden vornehmlich Konzepte verstanden, die ein ursprünglich gastronomiefernes Thema in den Mittelpunkt stellen. Dennoch sollen andere Konzepte auch Erwähnung finden. Folgende Formen der Themengastronomie können unterschieden werden:10
• Theme eatery
• Character meals
• Dinner Events
• Confertainment
• Food courts
• Brand lands
• Coffee bars
• Erlebnsibrauereien
• Designbars
• Märkte & Volksfeste
Wie schon aus dieser ersten Unterteilung deutlich wird gibt es unzählige Themengastronomiekonzepte, so dass ich mich auf die erstgenannten. ‚Theme eatery’, ‚character meals’, ‚dinner events’ und ‚confertainment’ konzentrieren werde, zumal unter den Formen ‚theme eatery’ und ‚dinner events’ wieder viele verschiedene Konzepte gefasst werden können. Manchmal ist ein Gastronomiekonzept nicht alleinig einem Typ der Erlebnisgastronomie zuzuordnen, da es Elemente aus verschiedenen Typen enthält und die Übergänge zwischen den Gruppen fließend sind, typische Elemente treten nicht unbedingt in einer reinen Form sondern durchaus auch in einer Kombination auf.
2.1 Theme eatery und Themenrestaurants
[...]
1 Weitere Beispiele können der Hausarbeit von Julia E. Peters entnommen werden, die dasselbe Thema bearbeitet. Wir haben uns die Beispiele etwas aufgeteilt um Wiederholungen weitestgehend zu vermeiden.
2 vgl. Opaschowski ,Horst W. (1993): Freizeitökonomie – Marketing von Erlebniswelten, Leske und Buderich, Bocholt, 1993, S. 267
3 siehe auch Abschnitt 2.3 ‚dinner events’
4 siehe auch Abschnitt 2.3 ‚dinner events’
5 siehe auch Abschnitt 2.1 ‚theme eatery’
6 siehe auch Abschnitt 2.1 ‚theme eatery’
7 siehe auch Abschnitt 2.2 ‚character meals’
8 siehe auch Abschnitt 2.3 ‚dinner events’
9 Kagelmann, H. Jürgen/ Friedrichs-Schmidt, Silke/ Sauer, Roman (2004): Erlebnisgastronomie, in Kagelmann, H. Jürgen/ Bachleitner, Rheinard/ Rieder, Max (Hrsg.) (2004): Erlebniswelten, Profil Verlag, München, S. 193
10 in Anlehnung an Kagelmann, H. Jürgen/ Friedrichs-Schmidt, Silke/ Sauer, Roman (2004): Erlebnisgastronomie, in Kagelmann, H. Jürgen/ Bachleitner, Rheinard/ Rieder, Max (Hrsg.) (2004): Erlebniswelten, Profil Verlag, München, S. 194ff
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