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Termpaper, 2005, 12 Pages
Author: Heike Matejka
Subject: Pedagogy - General
Details
Tags: Neil, Summerhill, Schule
Year: 2005
Pages: 12
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45028-7
ISBN (Book): 978-3-640-33040-9
File size: 209 KB
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Abstract
In dem Seminar Utopie und Erziehung ist mir oft der Gedanke durch den Kopf gegangen: Braucht Erziehung utopische Gedanken oder hemmt die Auseinandersetzung mit der Utopie die Erziehung, indem man sich in Konstrukte verliert, die nicht umsetzbar sind? Da ich selbst in einem Internat erzogen worden bin und sicherlich eine andere Art von Erziehung erlebt habe als andere, hat es mich gereizt, mich mit dem Thema der Kinderrepubliken und hier speziell der Schule Summerhill zu beschäftigen. Des Weiteren habe ich selbst zwei Kinder und stecke seit Jahren mitten im Erziehungsprozess. Auch da stellt sich immer wieder die Frage, ob es nicht anders gehen könnte und wenn ja, wie? Im Folgenden möchte ich gerne kurz beschreiben, was Utopie mit Erziehung zu tun hat oder haben kann. Danach stelle ich A. S. Neill und seine Grundsätze vor und beschreibe dann die Schule Summerhill in England. In meinem Resümee am Ende möchte ich gerne noch einmal auf die von mir gestellten Fragen eingehen.
Excerpt (computer-generated)
A.S.Neil und die Summerhill Schule
von: Heike Matejka
1. Einleitung: 2
2. Utopie und Erziehung 2
3. Alexander Sutherland Neill 3
3.1 Biographie 3
3.2 Antiautoritäre Erziehung 5
3.3 Grundaspekte seiner Erziehungstheorie 6
4. Summerhill 6
4.1 Vorstellung der Schule 6
4.2 Ein Tag in Summerhill 7
4.3 Selbstregierung 8
4.4 Koedukation 9
4.5 Summerhill heute 9
5. Resümee 10
6. Literaturverzeichnis 12
1. Einleitung:
In dem Seminar Utopie und Erziehung ist mir oft der Gedanke durch den Kopf gegangen: Braucht Erziehung utopische Gedanken oder hemmt die Auseinandersetzung mit der Utopie die Erziehung, indem man sich in Konstrukte verliert, die nicht umsetzbar sind? Da ich selbst in einem Internat erzogen worden bin und sicherlich eine andere Art von Erziehung erlebt habe als andere, hat es mich gereizt, mich mit dem Thema der Kinderrepubliken und hier speziell der Schule Summerhill zu beschäftigen. Des Weiteren habe ich selbst zwei Kinder und stecke seit Jahren mitten im Erziehungsprozess. Auch da stellt sich immer wieder die Frage, ob es nicht anders gehen könnte und wenn ja, wie? Im Folgenden möchte ich gerne kurz beschreiben, was Utopie mit Erziehung zu tun hat oder haben kann. Danach stelle ich A. S. Neill und seine Grundsätze vor und beschreibe dann die Schule Summerhill in England. In meinem Resümee am Ende möchte ich gerne noch einmal auf die von mir gestellten Fragen eingehen.
2.Utopie und Erziehung
Utopien sind immer Bilder von etwas, was nicht vorhanden ist, sondern nur vorgestellt wird. Es ist ein Bild dessen, was "sein soll". Es ist die Folge eines kritischen Auseinandersetzens mit der gegenwärtigen Beschaffung der Welt, dabei werden Missstände aufgezeigt und ein Bild entwickelt, wie es sein könnte. Wunsch ist die Sehnsucht nach dem Rechten, was sich aber nicht im einzelnen, sondern nur in der menschlichen Gemeinschaft realisieren lässt. Charakteristisch für die Utopie ist, dass sie dem Menschenwillen unterworfen ist. Die s bedeutet, dass ein Gesellschaftsbild entsteht, das so entworfen ist, als ob es keine anderen Faktoren gäbe, als der bewusste Menschenwille (Martin Buber, Pfade in Utopia - Über Gemeinschaft und deren Verwirklichung, 1985, S.29 f.) Auch in der Pädagogik sind Utopien entstanden, die das gemeinschaftliche Zusammenleben von Jugendlichen, Kindern und Erwachsenen regeln. Es wurden Kinderrepubliken gegründet, in denen durch praktische Einübung Demokratie und demokratisches Verhalten vermittelt wird. Es handelt sich dabei meist um Internate, Lager oder auch Privatschulen, in denen den Lehrenden und Lernenden "die demokratische Re- publik, der Staat und die sich selbst regierende Stadt zum Vorbild" dient (wikipedia. org/wiki/Kinderrepublik). Im Folgenden möchte ich Alexander Sutherland Neill vorstellen, und seine Utopie einer antiautoritär geführten Schule, der Summerhill Schule .
3. Alexander Sutherland Neill
3.1 Biographie
Alexander Sutherland Neill wurde am 17. Oktober 1883 als viertes Kind von Mary Sutherland und Georg Neill in Schottland geboren. Mit viereinhalb Jahren wurde er in die von seinem Vater geleitete Schule eingeschult. Da Neill von seinem Vater unterrichtet wurde und nicht als bevorzugt gelten sollte, wurde er sehr streng behandelt. Er erhielt nur ein schlechtes Abschlusszeugnis und begann mit 14 Jahren eine Ausbildung als Buchhändler und danach eine Ausbildung als Einzelhändler. In beiden Berufen scheiterte er. 1899 stellte ihn sein Vater an seiner Schule als "Pupil Teacher" ein. Nach 4-jähriger Lehrzeit bekam er ein Lehrerdiplom und war von da an Hilfslehrer. Die Arbeit befriedigte ihn nicht sonderlich, da er die damaligen Methoden der Pädagogik (Schläge und Strafen) ablehnte. Von 1903 bis 1908 arbeitete Neill an verschiedenen schottischen Dorfschulen. Er entwickelte eine tiefe Abneigung gegen die brutalen Erziehungsmethoden an diesen Schulen, nahm selbst Privatunterricht und entschied sich, ein Studium aufzunehmen. Von 1908 bis 1912 studierte Neill in Edinburgh. Sein Studium schloss er mit dem M.A. (Master of Arts) ab.
1914 wurde Neill Schulleiter der Gretna Public School in Schottland. Er lehnte den Lernzwang und das strafende System ab und legte mehr Wert auf Spiel und Freude. In dieser Zeit schrieb Neill sein erstes Buch "A Dominie´s Log". Die Veröffentlichung stellte den Beginn seiner Karriere sowohl als Schriftsteller wie auch als Reformpädagoge dar. Entscheidend war, dass auch Kontakte zu ähnlich Denkenden entstanden, wie zum Beispiel Homer Lane. 1916 meldete sich Neill zum Militär, schied jedoch wegen seines schlechten Gesundheitszustandes dort nach einiger Zeit wieder aus. 1917 hatte Neill Homer Lanes "Little Commenwealth", eine amerikanische Besserungsanstalt für jugendliche Straftäter, besucht und lernte durch Lane Sigmund Freuds Psychoanalyse kennen. Er wurde Schüler, Freund und Patient von Lane und übernahm viele seiner Grundsätze, wie zum Beispiel die psychoanalytisch motivierte "paradoxe Sanktion", in der Schüler zum Einschlagen einer Scheibe ermutigt oder Diebe belohnt wurden.
[...]
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