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Scholary Paper (Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Franziska Kraus
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Mannheim
Tags: Erich, Kästner, Chronist, Zeit, Anspielungen, Literatur, Proseminar, Kinderbuchautoren, Erwachsenenliteratur
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45030-0
ISBN (Book): 978-3-638-59659-6
File size: 118 KB
Hier wurden die Parallelen der Biographie Erich Kästners mit den Werken "Fabian" und "Emil und die Detektive" verglichen. Vor allem geht es um die außergewöhnliche Mutter-Sohn-Beziehung und die Moralvorstellung Kästners.
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Abstract
Erich Kästner gilt als erfolgreichster Autor dieses Jahrhunderts. Er war nicht nur Verfasser zahlreicher Kinderbücher, Romane und Gedichte, sondern auch Moralist und Gesellschaftskritiker. In seinen Werken finden sich zahlreiche Anspielungen zu seinem Lebenslauf, ja sind sogar geprägt von ihnen. Bei genauem Hinsehen wird erkennbar, in wie weit Erich Kästner eigene Erfahrungen, Personen und Schauplätze in seinen literarischen Werken unterbringt. Der Autor beschränkt sich bei der Verdeutlichung der Parallelen von Lebenslauf und Literatur auf zwei verschiedene Werke: Zum einen das Kinderbuch "Emil und die Detektive" und zum anderen seine Satire "Fabian - die Geschichte eines Moralisten", da nach Erachten des Autors diese beiden Werke die besten sind, an denen man die den Chronisten Kästner "ertappen" kann. Denn diese Werke sind seine Debüt-Werke: "Emil" ist sein erstes Kinderbuch und "Fabian" der erste Roman Kästners, nachdem er schon mehrere Gedichtbände veröffentlicht hatte. Da Kästner eine sehr innige, alles andere ausgrenzende Beziehung zu seiner Mutter hatte, stellt sich natürlich die Frage, in wie weit sich diese Beziehung und das daraus resultierende "Nicht-Vorhanden-Sein" des Vaters auf die Literatur auswirkt. Wie sehr sind Kästners Werke tatsächlich von der Mutterfigur geprägt und welches Bild entsteht dabei von ihr? Kästner hat uns in "Emil und die Detektive" gezeigt, dass sich der Autor selbst in sein Werk einbringen kann: Er selbst, oder zumindest ein Redakteur mit gleichem Namen, kommt in einem der letzten Kapitel vor. Dort spielt er aber nur eine Nebenrolle. Doch in wie weit trifft dies auch auf sein Werk "Fabian" zu? Ist die Figur Fabian eine Synonymfigur Kästners? Bemerkenswert ist auch, dass Kästner seine Memoiren in Form eines Kinderbuches verfasst hat. Er schreibt in seinem Werk "Als ich ein kleiner Junge war" von seiner Kindheit für Kinder. Er verfasste dieses Werk erst spät in seinem Leben, nämlich 1957 im Alter von 58 Jahren. Auf die Besonderheiten dieses Werkes möchte ich im letzten Kapitel kurz eingehen. Schließlich bleibt die Frage, warum Kästner so viele Dinge seiner Biographie, seien es Personen, Namen oder Schauplätze, in seinen Werken verwendet. Warum er einige Tatsachen genau, die anderen nur andeutungsweise übernimmt, kann wohl nur er selbst beantworten. Jedoch möchte ich versuchen, einige Erklärungsansätze zu finden und sein Vorgehen zu deuten.
Excerpt (computer-generated)
Universität Mannheim
Seminar für deutsche Philologie
WS 2004/05
Proseminar: Kinderbuchautoren schreiben Erwachsenenliteratur
Datum: 14.02.2005
Erich Kästner: Chronist seiner Zeit
- Die biographischen Anspielungen in seiner Literatur -
Inhalt
Einleitung ... 3
1. Der wissbegierige Musterknabe – eine kurze Biographie ... 4
2. Zwei Werke als Beispiele ... 5
3. Kästners Verhältnis zu seiner Mutter und das „Nicht-Vorhanden-Sein“ des Vaters ... 7
3.1. Die Mutter-Sohn Beziehung in „Emil und die Detektive" ... 8
3.2. Die Mutter-Sohn Beziehung in „Fabian" ... 9
4. Biographische Übereinstimmungen in „Emil und die Detektive" ... 10
5. Kästners Einstellung zu Moral und Gesellschaft in seiner Literatur ... 11
5.1. Kästners Einstellungen und Eigenschaften in Emil und was er damit erreichen will ... 11
5.2. Ist der Moralist Fabian eine Synonymfigur des Moralisten Kästners? ... 12
6. Kästners „Memoiren“ in Form eines Kinderbuchs ... 14
Fazit ... 15
Literatur ... 17
Einleitung
Erich Kästner gilt als erfolgreichster Autor dieses Jahrhunderts. Er war nicht nur Verfasser zahlreicher Kinderbücher, Romane und Gedichte, sondern auch Moralist und Gesellschaftskritiker.
In seinen Werken finden sich zahlreiche Anspielungen zu seinem Lebenslauf, ja sind sogar geprägt von ihnen. Bei genauem Hinsehen wird erkennbar, in wie weit Erich Kästner eigene Erfahrungen, Personen und Schauplätze in seinen literarischen Werken unterbringt.
Ich beschränke mich bei der Verdeutlichung der Parallelen von Lebenslauf und Literatur auf zwei verschiedene Werke: Zum einen das Kinderbuch „Emil und die Detektive“ und zum anderen seine Satire „Fabian – die Geschichte eines Moralisten“, da meines Erachtens diese beiden Werke die besten sind, an denen man die den Chronisten Kästner „ertappen“ kann. Denn diese Werke sind seine Debüt-Werke: „Emil“ ist sein erstes Kinderbuch und „Fabian“ der erste Roman Kästners, nachdem er schon mehrere Gedichtbände veröffentlicht hatte.
Da Kästner eine sehr innige, alles andere ausgrenzende Beziehung zu seiner Mutter hatte, stellt sich natürlich die Frage, in wie weit sich diese Beziehung und das daraus resultierende „Nicht-Vorhanden-Sein“ des Vaters auf die Literatur auswirkt. Wie sehr sind Kästners Werke tatsächlich von der Mutterfigur geprägt und welches Bild entsteht dabei von ihr?
Kästner hat uns in „Emil und die Detektive“ gezeigt, dass sich der Autor selbst in sein Werk einbringen kann: Er selbst, oder zumindest ein Redakteur mit gleichem Namen, kommt in einem der letzten Kapitel vor. Dort spielt er aber nur eine Nebenrolle. Doch in wie weit trifft dies ach auf sein Werk „Fabian“ zu? Ist die Figur Fabian eine Synonymfigur Kästners?
Bemerkenswert ist auch, dass Kästner seine Memoiren in Form eines Kinderbuches verfasst hat. Er schreibt in seinem Werk „Als ich ein kleiner Junge war“ von seiner Kindheit für Kinder. Er verfasste dieses Werk erst spät in seinem Leben, nämlich 1957 im Alter von 58 Jahren. Auf die Besonderheiten dieses Werkes möchte ich im letzten Kapitel kurz eingehen.
Schließlich bleibt die Frage, warum Kästner so viele Dinge seiner Biographie, seien es Personen, Namen oder Schauplätze, in seinen Werken verwendet. Warum er einige Tatsachen genau, die anderen nur andeutungsweise übernimmt, kann wohl nur er selbst beantworten. Jedoch möchte ich versuchen einige Erklärungsansätze zu finden und sein Vorgehen zu deuten.
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