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Gemeinwesenorientierte Arbeit mit Älteren

Termpaper, 2004, 23 Pages
Author: Melanie Durst
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 23
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V48300
ISBN (E-book): 978-3-638-45046-1

File size: 218 KB


Excerpt (computer-generated)

Gemeinwesenorientierte Arbeit mit Älteren

von: Melanie Durst

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

2. Gemeinwesenarbeit im Umgang mit Älteren 5

2.1 Definition Gemeinwesenarbeit  5
2.2 Die klassische Altenarbeit  5
2.3 Die gemeinwesenorientierte Altenarbeit  6
2.4 Entwicklung 6
2.5 Ziele  7
2.6 Formen 7
2.7 Grenzen für die gemeinwesenorientierte Altenarbeit  8

3. Gemeinwesenarbeit im Altenheim 8

3.1 Gemeinwesenentwicklung im Heim 8
3.2 Formen der Gemeinwesenarbeit im Heim 9

3.2.1 Kulturarbeit im Heim  9

3.2.1.1 Vereinstreffen 10
3.2.1.2 Bildungsarbeit 10
3.2.1.3 Musikkultur  11

3.2.2 Medizinische und psychiatrische Konzepte gemeinwesenorientierter Altenarbeit 11

4. Kommunale Altenhilfe als Gemeinwesenarbeit  12

4.1 Allgemeine Zielsetzungen und Möglichkeiten kommunaler Altenpolitik  12

4.1.1 Erhaltung der menschlichen Würde und individuellen Persönlichkeit  12
4.1.2 Selbständige Lebensführung  13
4.1.3 Wohnungsbau und Bauleitplanung 13
4.1.4 Teilnahme am sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben 14
4.1.5 Weiterbeschäftigung und Weiterbildung 15
4.1.6 Freiwilliges bürgerschaftliches Engagement 15

4.2. Formen der gemeinwesenbezogenen kommunalen Altenhilfe 16

4.2.1 Altenbegegnungsstätten 16
4.2.2 Beratungsstellen  17
4.2.3 Alten- und Servicezentren 18
4.2.4 Allgemeiner Sozialdienst 18
4.2.5 Sozialpsychiatrische Dienste  19
4.2.6 Internetcafés für Senioren 19

5. Schluß  21

6. Anhang  22




 

1. Einleitung

Der demographische Wandel der vergangenen Jahrzehnte zeigt deutlich, dass sich das Thema Alter einem Bedeutungswandel unterzogen hat. Bei der heutigen Lebenserwartung eines Menschen, stellt der Ruhestand mittlerweile eine eigenständige Lebensphase dar, die vorbereitet und gestaltet werden muss. Die älteren Menschen müssen sich nach dem Ausscheiden aus dem Beruf neu orientieren, was bedeutet, dass sie sich überlegen müssen, wie sie ihren Alltag gestalten, wie ihre soziale Rollen gestaltet sein sollen (zum Beispiel durch ein höheres Engagement in den außerberuflichen Rollen). Außerdem müssen sie sich mit dem Risiko gesundheitlicher Einbußen mit zunehmendem Alter, mit dem Verlust nahe stehender Menschen und mit der Erfahrung begrenzter Lebenszeit auseinandersetzen.

Während das um 1900 geborene Kind eine durchschnittliche Lebenserwartung von circa 46 Jahren hatte, stieg die Lebenserwartung eines um 1998 geborenen Kindes auf durchschnittlich 78 Jahre. Während 1998 der Anteil der Bevölkerung ab 80 Jahren noch 4 % betrug, ist für das Jahr 2050 zu erwarten, dass dieser hochaltrige Anteil der Bevölkerung circa 12 % betragen wird. Bei den ab 60-Jährigen betrug deren Anteil um 1900 8 % der Gesamtbevölkerung, 1950 bereits 15 % und 1998 22 %. Diese Entwicklung zeigt auf, wie wichtig es ist, die demographische Entwicklung in der Öffentlichkeit zu thematisieren, damit sich jeder frühzeitig auf die damit verbundenen Veränderungen einstellen kann und entsprechend reagieren kann. Die Schwerpunkte der modernen Altenpolitik und Altenarbeit liegen dabei bei der Absicherung von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit, bei der Schaffung von Rahmenbedingungen, die es der älteren Generation ermöglichen, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. 1 „Die Gesellschaft kann auf das große Potenzial an Erfahrungswissen der Älteren nicht verzichten. Bei den Älteren gibt es ein hohes soziales, kulturelles, politisches und sportliches Engagement.“2 Gemeinwesenarbeit setzt bei den Ressourcen älterer Menschen an und macht es sich zum Ziel, ältere Menschen bei der Aufrechterhaltung ihrer Selbständigkeit und ihres Selbsthilfepotentials zu unterstützen. Insbesondere konzentriert sich die gemeinwesenorientierte Altenhilfe darauf, die kleineren sozialen Netze älterer Menschen zu stärken, also im Stadtteil als dem vertrauten Lebensbereich des alten Menschen zu intervenieren. Wie sich gemeinwesenorientierte Arbeit mit Älteren gestaltet und welche Ziele sie verfolgt, soll im Folgenden dargestellt werden.

2. Gemeinwesenarbeit im Umgang mit Älteren

2.1 Definition Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit (GWA) ist nach ihrer angloamerikanischen Herkunft und Aufnahme in die Literatur als Stadtteilarbeit verstanden worden, deren Engagement sich zugunsten Randständiger in infrastrukturellen Einrichtungen und Umverteilungen zeigt; immer dort wo Organisationsformen nicht im Einklang mit den Lebensbedürfnissen stehen.3 Gemeinwesenarbeit (GWA) will die Situation von benachteiligten, nachkommender, ausgesonderten Gruppen und Generationen verbessern, sowie vorgefundene entfremdete Strukturen zu verändern4. „Gemeinwesenarbeit zielt im kleinen überschaubaren Bereich auf demokratische Selbstverwirklichung ab. Im größeren räumlich- sozialen Zusammenhang ist sie der pädagogische Teil einer politischen Strategie, der auf die Befähigung aller Mitglieder im Gemeinwesen, nicht nur der Benachteiligten, abzielt.“5 Vor allem ältere Menschen sind in der sozialen Umwelt, in ihrem Gemeinwesen besonders gefährdet gegenüber Isolation und Entfremdung, da alte Menschen nicht mehr so flexibel auf verschiedenen Umwelteinflüsse antworten können. So reagieren sie dann mit Ängstlichkeit, Zurückhaltung, Irritationsschwächen, Depression, sie nehmen sich sozial zurück, usw. 6

2.2 Die klassische Altenarbeit

In der klassischen Altenarbeit versucht man diesen Reaktionen mit einer optimalen Versorgung der alten Menschen durch perfektionierte Versorgungsleistungen an "besonderen" Orten entgegenzuwirken, d.h. aber, dass sie der sozialen Umwelt entzogen werden und die Entfremdung so verstärkt wird. Das medizinische Krankheitsbild hat hier höchste Priorität Die Mitarbeiter müssen krankenpflegerisch angeleitet werden. Bildung wird im Kreise der Alten angeboten und dies möglichst isoliert. Es wird hier soviel angeboten wie direkt nachgefragt wird, denn „man muss die alten Leute in Ruhe lassen“. In Altersheimen sollen die Bewohner den von ihnen angemieteten Privatraum möglichst für sich alleine haben. Zwischen Pfleger und Patient besteht eine starke Abhängigkeit.7

2.3 Die gemeinwesenorientierte Altenarbeit

[...]


1 Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, S.14/15

2 Ebenda, S. 15

3 Vgl. Hummel, 1991, S. 11

4 Vgl. Ebenda, S. 97

5 Ebenda, S. 97

6 Vgl. Bednarz vom 28.2.04

7 Vgl. Hummel, 1991, S.11


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