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Scholary Paper (Seminar), 2005, 17 Pages
Author: Daniela Scharnagl
Subject: Romance Languages - Italian and Sardinian Studies
Details
Institution/College: LMU Munich (Institut für Italianistik)
Tags: Italo, Calvino, Proseminar, Italienische, Literaturwissenschaft, Literarische, Parodien, Ludovico, Ariosto
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45105-5
File size: 276 KB
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Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Italienische Philologie
Proseminar: „Literarische Parodien seit Ludovico Ariosto“
Wintersemester 2004/05
Italo Calvino: Se una notte d’inverno un viaggiatore (1979)
von: Daniela Scharnagl
INHALTSVERZEICHNIS
1 Relevanz literarischer Parodien im Laufe der Zeit 3
2 Italo Calvinos Se una notte d’inverno un viaggiatore und dessen literarische Parodie 4
2.1 Leben und Werk Italo Calvinos 4
2.1.1 Biographie des Autors 4
2.1.2 Das literarische Werk des Autors 5
2.2 Literaturgeschichtliche Einordnung – Die Postmoderne 7
2.2.1 Zeitliche Einordnung der Stilepoche 7
2.2.2 Epochenmerkmale der Postmoderne 8
2.3 Struktur und Inhalt des Romans Se una notte d’inverno un viaggiatore 9
2.3.1 Aufbau des Romans 9
2.3.2 Inhalt des Werkes 10
2.4 Parodistische Elemente des Romans 12
2.4.1 Allgemeine Definitionen zur Parodie 13
2.4.2 Ausgewählte Beispiele literarischer Parodie in Se una notte d’inverno un viaggiatore 14
3 Schlußbetrachtungen 16
4 Bibliographie 17
4.1 Primärquellen 17
4.2 Sekundärliteratur 17
4.3 Internetadressen 17
1 RELEVANZ LITERARISCHER PARODIEN IM LAUFE DER ZEIT
Wie uns das Proseminar gezeigt hat, treffen wir literarische Parodien epochen- und gattungsübergreifend an. Angefangen bei Ludovico Ariosto im 15. Jahrhundert bis hin zu modernsten Autoren aus dem Jahre 1997 begegnen uns literarische Parodien unterschiedlichster Art. Gattungsspezifisch betrachtet lassen sich Parodien mit allen Sorten von Literaturgenres in Verbindung bringen, so beispielsweise mit dem Epos, der Lyrik, dem Dialog und der Prosa. In der hier vorliegenden Arbeit wird im Speziellen ein Werk der Verbindung zwischen Parodie und Prosa näher untersucht. Es handelt sich um den Roman Se una notte d’inverno un viaggiatore des italienischsprachigen Autors Italo Calvino, den er in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht hat. Um das Thema umfassend zu erörtern, ist es notwendig, sich dem Gegenstand von verschiedenen Standpunkten aus zu nähern. Zunächst einmal erfolgt die Betrachtung der Biographie und der literarischen Vita des Autors. Leider gibt es meiner Meinung nach zu diesem Bereich noch keine ausreichend informative Forschungsliteratur.
Anschließend sollen die Merkmale der Postmoderne – jene Epoche, die das ausgehende 20. Jahrhundert geprägt hat – näher erläutert werden. Auch zu dieser Thematik sollte die Forschung noch zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um ausreichendes Informationsmaterial zur Verfügung stellen zu können. Werkspezifischer wird es ab dem dritten Abschnitt. Hier widmen wir uns der formalen und inhaltlichen Betrachtung des Romans, um im vierten und letzten Argument durch überwiegende Eigeninterpretation einige Beispiele literarischer Parodie anhand vorgegebener Definitionsmerkmale in Se una notte d’inverno un viaggiatore ausfindig zu machen. Von besonderem Wert für die vorliegende Arbeit waren die Erläuterungen Beno Weiss’ und Susanne Knallers, um die Hintergründe und Motivationen Italo Calvinos beim Abfassen des Romans zu verstehen. Doch durch die eher dürftige Bandbreite an adäquater Sekundärliteratur zum vorliegenden Thema basieren zahlreiche Überlegungen und Darstellungen auf Eigeninterpretationen und Vorstellungen meinerseits. Ich hoffe jedoch, mich der Thematik umfassend und einleuchtend aus verständlichen Blickwinkeln genähert zu haben.
2 ITALO CALVINOS SE UNA NOTTE D’INVERNO UN VIAGGIATORE UND DESSEN LITERARISCHE PARODIE
2.1 LEBEN UND WERK ITALO CALVINOS
Wenn man ein einzelnes Werk eines Autors in Hinblick auf speziell ausgewählte Kriterien hin näher in Augenschein nehmen möchte, ist es unabdingbar, sich vorab mit dem Verfasser des betreffenden Titels selbst intensiv auseinanderzusetzen. Im hier vorliegenden Fall handelt es sich um den italienischen Autor Italo Calvino, wie sich bereits aus den einleitenden Worten entnehmen läßt. Da Italo Calvino noch zu den erst in jüngerer Zeit verstorbenen Autoren gehört, liegen leider noch keine umfangreichen sekundärliterarischen Biographien über sein Leben vor. Dennoch soll im folgenden Absatz der Versuch unternommen werden, anhand der wenigen zusammengetragenen Informationen ein plastisches Bild seiner Person zu vermitteln.
2.1.1 BIOGRAPHIE DES AUTORS
Da sein Vater als Leiter einer experimentellen Landwirtschaftsschaftsschule seit einigen Jahren auf Kuba tätig war, wurde Italo Calvino am 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas geboren. Seine Mutter arbeitete als Naturwissenschaftlerin für das Institut der Botanik an der Hochschule von Pavia. Doch bereits im Alter von zwei Jahren kehrte die Familie nach Italien zurück und siedelte sich in Ligurien an. (URL: Versalia, Italo Calvino) Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in San Remo. Nach der Schulausbildung begann er ein agrarwissenschaftliches Studium, das aber durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde. Während des Krieges schloß er sich der Resistenza an. Anschließend setzte er seine Studien fort, wechselte aber in den Bereich der Literaturwissenschaft. 1947 konnte er das Studium erfolgreich mit seiner Promotion über den Schriftsteller Joseph Conrad abschließen. (URL: Wikipedia, Italo Calvino) Bereits bald nach seinem Studium begann er, auf die literarischen Kreise Italiens Einfluß zu nehmen. Schon seit 1946 war er Chefredakteur im Turiner Verlagshaus Einaudi, arbeitete aber auch für andere Verlagshäuser, engagierte sich als Redakteur bei der Tageszeitung L’Unità und war aktives Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens (PCI), der er 1943 beigetreten war. „Die 50er Jahre bezeichnen […] eine außerordentlich aktive Phase der literarischen Vita Calvinos. Er betätigt sich nicht nur politisch, sondern engagiert sich auch intensiv auf kulturellem und vor allem literaturkritischem Gebiet.“ (Eversmann 1979, 11) Seine journalistischen Beteiligungen verteilt er neben L’Unità auf Rinascita, Il Contemporaneo und Il Politecnico. 1957 trat Calvino nach einer Diskussion über die kulturpolitischen Leitlinien der PCI aus der Partei aus.
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