Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Die Amerikanisierung der Weimarer Republik close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Die Amerikanisierung der Weimarer Republik

Termpaper, 2004, 20 Pages
Author: Regina Haumann
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Bertolt Brecht und die Populärkultur
Institution/College: University of Augsburg
Tags: Amerikanisierung, Weimarer, Republik, Bertolt, Brecht, Populärkultur
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 20
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V48417
ISBN (E-book): 978-3-638-45135-2

File size: 323 KB


Excerpt (computer-generated)

Die Amerikanisierung der Weimarer Republik

von: Regina Haumann

3. Semester, M.A.

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ▪ 3

2 Das Amerikabild ▪ 4

3 Wirtschaftliche Einflüsse ▪ 5

3.1 Fordismus und Taylor ▪ 5
3.2 Die Bedeutung der Rationalisierung für die Kultur ▪ 6

4 Die kulturelle Amerikanisierung ▪ 8

4.1 Die Neue Sachlichkeit ▪ 8
4.2 Die mediale Massenkultur ▪ 11
4.3 Technizismus und Alltag in der Musik ▪ 12
4.4 Kritik und Auswirkungen des Amerikanismus ▪ 15

5 Schlussbemerkungen ▪ 17

Abbildungsverzeichnis 19

Literaturverzeichnis ▪ 20



 

1 Einleitung

Ganz gleich, ob es Gerhard Schröders Wahlkampf, die Jeans, Madonna, MacDonalds, MTV oder Coca Cola ist, der „American way of life“ schafft Idole, lädt zum Nachahmen ein und prägt unser tägliches Lebens. Nach einer Spiegel-Umfrage vom September 1994 kommen alle zehn Lieblingsfilme der 14- bis 29jährigen aus Hollywood. Und auch wenn wir heute einen weit kritischeren Blick in Richtung neue Welt werfen als noch vor einigen Jahren, ohne die „Importwaren Amerika“ würde unserm Alltag eine große Portion Farbe fehlen. Ein bedeutender Zeitabschnitt der Amerikanisierung in Deutschland stellt die Weimarer Republik dar. Die Begriffe „Amerikanisierung“ wie auch „Amerikanismus“, Ausdrücke die besonders in den 1920ern und 1930ern Jahren gebräuchlich waren, enthielten viel Ambivalenz und zahlreiche Kernstereotypen. Doch was ist Amerikanisierung? Dieser Begriff bezeichnet nach einer Definition von Frank Schumacher den kulturellen Transfer von Amerikanismen, wie z.B. Produkten, Normen, Verhaltensweisen und Symbolen, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten haben oder als amerikanisch empfunden werden.1

In dieser Arbeit soll nun dargestellt werden, inwieweit diese Amerikanismen das Leben in der Weimarer Republik bestimmt haben und welche kulturellen Bereiche inwieweit vom Amerikanismus beeinflusst waren. Dabei soll die Frage behandelt werden, inwieweit der Amerikanismus auch eine für das Volk der Weimarer Republik prägende Kulturströmung war. Ausgehend von dem Amerikabild dieser Zeit, geht es zunächst um wirtschaftliche Hintergründe und ihre kulturellen Implikationen. Darauf folgend werden dann Einflüsse des Amerikanismus auf Literatur, Film und Musikdargestellt, wobei auch Kritik und Auswirkungen des Amerikanismus behandelt werden. Schlussbemerkungen mit einem kurzen Resümee schließen die Arbeit ab.

2. Das Amerikabild

In Deutschland herrschte nach dem verlorenen Weltkrieg ein ausgeprägtes Krisenbewusstsein, welches die gesamte Zwischenkriegszeit prägte. Der wirtschaftliche und politische Bedeutungsverlust und der Schrecken über das bisher unvorstellbare Maß an Gewalt des ersten „totalen Kriegs“ führten zu ernsthaften Selbstzweifeln bei der deutschen Bevölkerung. Die Folge war, dass die Grundlage der europäischen Kultur sowie die vorherrschenden Ideale und Denkmuster des 19. Jahrhunderts in Frage gestellt wurden.2 Neue Vorbilder mussten gefunden werden. In dieser Zeit rückte Amerika immer mehr in den Blickpunkt deutschen Denkens, der Weg für die Amerikanisierung war bereitet. Maßgeblich für die Amerikanisierung war vor allem die Bewunderung der Überlegenheit, mit der die USA aus dem Ersten Weltkrieg als die Weltmacht Nr. 1 hervorgegangen war.3

Amerika stand für den Fortschritt der gemeinsamen, unbelasteten Zukunft der Industriegesellschaft. Diese Amerikanisierung bot die Möglichkeit, dass die traumatische Kriegserfahrung hinter sich gelassen werden konnte.4 Mit einer Neubewertung der Lebenswelt sollte aller Traditionsballast der Vergangenheit angehören. Der geistig-kulturelle Traditionsbruch wurde nicht als Verlust interpretiert, sondern war ein Zugewinn auf dem Wege des deutschen Wesens zum „Platz an der Sonne“.5 Der Amerikanismus versprach einen voraussetzungslosen Neuanfang,6 mit dem sich wieder auf die Gegenwart bezogen werden konnte, wobei das Hier und Jetzt im Mittelpunkt standen. In diesem Sinne bezeichnete Rudolf Kayser Amerikanismus als „eine Methode des Konkreten und der Energie und völlig eingestellt auf geistige und materielle Realität“.7 Amerika formte sich zu dem Symbol der Modernität schlechthin aus. Innovationen aus der „neuen Welt“ wurden größtenteils begeistert auf- und angenommen. 8 Grundlegend für den Amerikanismus waren wirtschaftliche und kulturelle Einflüsse, die auf Amerika-Mythen beruhten, mit denen ein radikaler kultureller Bruch mit den vor dem ersten Weltkrieg prägenden bildungsbürgerlichen Traditionen vollzogen werden konnte.

3 Wirtschaftliche Einflüsse

3.1 Fordismus und Taylorismus

[...]


1 Schumacher Frank: Europäischer Amerikadiskurs zwischen kultureller und ökonomischer Amerikanisierungsangst – Ein Kommentar. In: Erfurter Beiträge zur Nordamerikanischen Geschichte No.3 (2001), S. 14

2 Vgl. Klautke, Egbert: Unbegrenzte Möglichkeiten. "Amerikanisierung" in Deutschland und (1900-1933). Stuttgart 2003. S. 185

3 Vgl. Gay, Peter: Die Republik der Außenseiter. Geist und Kultur in der Weimarer Zeit 1918-1933, Frankfurt/Main 1987, S. 50

4 Vgl. Peukert , Detlev J.K.: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne, Frankfurt/Main 19871987, S. 180.

5 Vgl. ebd., S. 179.

6 Vgl. ebd., S. 180-81.

7 Zitiert nach Peukert 1987, S. 180.

8 vgl. Schütz, Erhard: Romane der Weimarer Republik, München 1986, S. 72.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Why did the first revolutionary governments in Mexico fail to survive

Author: Lucia Schuster
Politics - International Politics - Region: Middle- and South America, 2002 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/48417/die-amerikanisierung-der-weimarer-republik
please wait Please wait