Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Die industrielle Entwicklung Indiens nach 1985 close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Die industrielle Entwicklung Indiens nach 1985

Scholary Paper (Seminar), 2003, 28 Pages
Author: Katrin Jansen
Subject: Indology

Details

Institution/College: University of Würzburg
Tags: Entwicklung, Indiens
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 28
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V48432
ISBN (E-book): 978-3-638-45148-2

File size: 224 KB


Excerpt (computer-generated)

Die industrielle Entwicklung Indiens nach 1985

von: Katrin Jansen

Semesterzahl: 6

 


Gliederung

1 Das Land Indien und seine Industriestandorte

1.1 Topographische Übersicht 
1.2 Räumliche Verteilung der Industriestandorte  2

2 Die Industrielle Entwicklung nach der Unabhängigkeit bis 1985 3

3 Die politische und wirtschaftliche Ausgangsposition um 1985  6

4 Der siebte Fünfjahresplan (1985-1990)  8

4.1 Ziele und Strategien  8
4.2 Erläuterung und Fazit 10

5 Die Wirtschaftskrise von 1991  11

5.1 Die neue Industrieökonomik 11
5.2 Grenzen der neuen Industrieökonomik  13

6 Der achte Fünfjahresplan (1992-1997)  14

6.1 Ziele und Strategien  14
6.2 Erläuterung und Fazit 15

7 Der neunte und zehnte Fünfjahresplan (1997-2002;2002-2007)  16

7. Ziele und Strategien 16
7.2 Erläuterung und Fazit  17

8 Fazit der Entwicklung ab 1985 und die Situation heute  18

9 Der industriestandort Bangalore als Verkörperung der modernen Softwareindustrie Indiens  21

9. Politische Hintergründe 21
9.2 Entwicklung der Software-und Computerbranche am Beispiel der Firma Siemens  24

Quellenverzeichnis




 

1. Das Land Indien und seine Industriestandorte

1.1. Topographische Übersicht

Indien ist mit einer Fläche von knapp 3,3 Millionen Quadratkilometern der siebtgrößte Flächenstaat der Erde. Die Bundesrepublik Deutschland würde mit ihrer Fläche von rund 356.978 Quadratkilometern 13 mal Platz in Indien finden. Vom Norden nach Süden gliedert sich Indien in drei Großräume. Die Gebirgsketten des Himalaja mit seinen Ausläufern, die Beckenlandschaften der großen Flüsse Ganges und Brahmaputra, sowie das Hochland von Dekkan, das mit Ausnahme der Küste ganz Südindien einnimmt. 1 Das Klima Indiens ist im Süden tropisch, im Norden subtropisch und wird im Wesentlichen vom Monsun bestimmt. Der jahreszeitliche Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit hat großen Einfluss auf die Vegetation und die Landwirtschaft des Landes. Der Südwest- Monsun beinhaltet 80% bis 90% der jährlichen Niederschlagsmenge ganz Indiens. 2 Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde mit über 1 Milliarde Einwohnern. Die Besiedlungsdichte schwankt jedoch regional sehr stark. In den städtischen Ballungsräumen beträgt die Zahl der Menschen pro Quadratkilometer über 6000, während sie in Berg- oder Wüstenregionen unter 100 liegt. Grundsätzlich ist Indien mit 27% städtischer Bevölkerung eher durch dörfliche Strukturen geprägt.3 Diese regionalen Unterschiede lassen sich auch bei der räumlichen Verteilung der Industriestandorte beobachten.

1.2. Räumliche Verteilung der Industriestandorte

Grob kann man die Industriestandorte in folgende Zentren einordnen: Osten: Schwerindustriezentrum: Eisen und Stahlerzeugung, Buntemetallverhüttung, Aluminiumverhüttung, Metallindustrie, Schienenfahrzeugbau, Chemieindustrie Süden: Computer- und Softwareindustriezentrum Westen: Textilindustriezentrum: Baumwoll- und Juteanbau Nach seiner Kolonialherrschaft übernahm Indien die stark disparitäre industrielle Raumstruktur. Über die Hälfte der Fabrikarbeiter waren in der Textilbranche tätig, insbesondere in der Baumwoll- und Juteindustrie. Ihr Zentrum lag im Westen des Landes, in Bombay und Ahmedabad, aber auch in den beiden Städten Kalkutta und Madras siedelte sich die Textilindustrie an. In diesen 4 großen Regionen waren rund 70% der Industrie angesiedelt. Daher war eine räumlich gleichmäßige Verteilung der Industrie von Beginn an ein wichtiges Ziel indischer Industriepolitik. Die vier großen Stahlwerke Bhilai, Durgapur, Bokaro und Roukela wurden daher bewusst in industrieleeren Regionen im Osten des Landes errichtet. Dort gab es zwar reiche Rohstoffvorkommen (Eisen, Stahl, Kupfer und Steinkohle), aber keine Infrastruktur. Diese zu errichten überstieg bei weitem Indiens finanzielle Mittel, so dass sie schließlich massive Kapitalhilfen aus dem Ausland in Anspruch nehmen mussten.

Abb. 1: Entwicklung der Stahlproduktion in Mio. Tonnen [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Nach der Errichtung der Werke stieg die Stahlproduktion rasch von 1 Mio. Tonnen in den Jahren 1960/61 auf 4,6 Mio. Tonnen 1970/71. Danach stagnierte die Produktion zunächst, da die Anlagen veraltet waren und moderne Techniken nicht adäquat genutzt wurden. Als Folge waren erhebliche Importe nötig. Durch eine Sanierung der Anlagen und durch das schnelle Industriewachstum konnte die Produktion wieder angekurbelt werden.4 Im Laufe der Zeit wurde die Industrieproduktion zusätzlich auf jüngere, dynamischere Binnenstandorte, wie z.B. Bangalore, verlegt. Bangalore im Süden des Landes ist heute der Hauptstandort für die Computer- und Softwareindustrie.5

2. Die industrielle Entwicklung nach der Unabhängigkeit bis 1985

Nach der Unabhängigkeit Indiens konzentrierte sich die staatliche Wirtschaftspolitik vor allem auf die schwerindustriellen Sektoren. Indien entwickelte sich nach dem Modell der „mixed economy“ (gemischten Wirtschaft) was bedeutete, dass die Staatsbetriebe die Schlüsselpositionen (Schwer- und Investitionsgüterindustrie) der Wirtschaft besetzten, während der Konsumgüterbereich der Privatwirtschaft vorenthalten blieb und in den restlichen Sektoren beide konkurrierten. Als Gegengewicht zum Aufbau der Schwerindustrie wurde eine breite Güterpalette für den kleinbetrieblichen Sektor reserviert. Für die Gewährleistung einer regional ausgewogenen Entwicklung förderte der Staat durch Auflagen und Subventionen die Industrieansiedlung in strukturschwachen Gebieten und schirmte den Binnenmarkt gegen internationale Konkurrenz ab, in dem er die Importe bis auf wenige Ausnahmen ( z.B. pharmazeutische Produkte) untersagte. 6

[...]


1 Vgl. Diercke Weltatlas (1989), S.157.

2 Vgl. Bpb. (1997), S.3.

3 Vgl. Fischer Weltalmanach (2000), S.341f.

4 Vgl. Cable (1987), S.79ff.

5 Vgl. Bronger (1996), S.187ff.

6 Vgl. BpB (1997), S.44.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/48432/die-industrielle-entwicklung-indiens-nach-1985
please wait Please wait