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Autor: Theres Vorkäufer
Fach: Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Theologische Fakultät)
Tags: Aristophanes, Welt, Komödie, Antike, Mysterien, Neue, Testament
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 188 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-45164-2
Textauszug (computergeneriert)
FRIEDRICH-SCHILLER-UNIVERSITÄT JENA
- THEOLOGISCHE FAKULTÄT -
SS 2005
Aristophanes und die mystische Welt
der griechischen Komödie
von: Theres Vorkäufer
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung S. 2
2. Biographie S. 3
3. Die Werke des Aristophanes S. 5
3.1. Allgemein S. 5
3.2. Kurzinhalte seiner erha ltenen Werke S. 5
3.2.1. Schwerpunkt „Krieg“ S. 5
3.2.1.1. Die Acharner S. 5
3.2.1.2. Der Friede S. 6
3.2.1.3. Lysistrate S. 6
3.2.2. Schwerpunkt „Innenpolitik“ S. 7
3.2.2.1. Die Ritter S. 7
3.2.2.2. Die Wespen S. 7
3.2.2.3. Die Vögel S. 7
3.2.2.4. Ekklesiazusen/ Frauen in der Volksversammlung S. 8
3.2.2.5. Plutos/ Der Reichtum S. 8
3.2.3. Schwerpunkt „Bildung, Erziehung und Kultur“ S. 9
3.2.3.1. Die Wolken S. 9
3.2.3.2. Thesmophoriazusen/ Frauen am Thesmophorenfest S. 9
3.2.3.3. Die Frösche S. 10
4. Bezüge zum Demeter-Kult in einigen Komödien S. 11
5. Die Festspiele der Griechen S. 13
5.1. Allgemein S. 13
5.2. Lenäen S. 13
5.3. Städtische oder Große Dionysien S. 14
6. Resümee S. 16
7. Bibliographie S. 17
7.1. Quellenverzeichnis S. 17
7.2. Literaturverzeichnis S. 17
7.3. Multimediale Literatur S. 17
Anhang S. 18
A1: Gesamtübersicht über alle genau datierbaren Werke des Aristophanes S. 19
1. EINLEITUNG
Das geschichtliche Wissen der heutigen Zeit über die Ereignisse und religiösen Kulte unserer Vorfahren basiert vor allem auf den uns überlieferten Quellen. Je länger allerdings das Geschehnis zurückliegt, desto bedeutender wird alles, was uns aus dieser Zeit noch erhalten geblieben ist. Demzufolge muss also nicht noch einmal betont werden, welchen unschätzbaren Wert jeder Fund für uns hat, der beispielsweise aus der Zeit stammt, in der der Demeter- Kult entstand und zeremoniell gefeiert worden ist. Zumeist sind die Darstellung sehr subjektiv gefärbt, aber das macht die Sache noch viel interessanter, denn wie haben die Menschen – jeder einzelne - den Kult erlebt? Wie sind sie damit umgegangen? Wie haben sie darüber gedacht? Und wie haben sie ihre Erfahrungen verarbeitet? Wir können sie nicht mehr fragen; deshalb muss sich auch hier an dem festgehalten werden, was über die Jahrhunderte und Jahrtausende nicht verloren gegangen ist.
Im Folgenden soll es um Aristophanes gehen und seine Art des Umgangs mit dem Kult von Eleusis. Aber wer war eigentlich dieser Aristophanes? Und was hat er Beachtliches getan, dass wir ihn heute noch kennen, dass er auch heute noch eine so große Bedeutung für uns und unsere historisch-religiösen Erkenntnisse über die damalige Zeit hat? Es ist sicher nicht zu viel verraten, wenn ich sage, dass es sich hierbei um einen sehr berühmten Dichter handelt. Nun ist herauszufinden, inwieweit es uns erlaubt ist, anhand seiner Werke Rückschlüsse auf die religiösen Feierlichkeiten zu Ehren der Demeter zu ziehen. Sind die uns vorliegenden Stücke alles einfach nur schöne Geschichten oder behandeln sie vielleicht doch die gesellschaftlichen, die politischen, sozialen und vor allem auch religiösen Probleme der Menschen des 5. und 4.Jh v.Chr.? Können wir also von fundierten Quellen ausgehen oder dienten sie nur, um bei den Dichterfestspielen einen Sieg zu erringen? Dies alles sind Fragen, auf die jetzt Antworten gegeben werden sollen!
2. BIOGRAPHIE
Aristophanes gilt als einer der erfolgreichsten Komödiendichter seiner Zeit. Dennoch weiß man heute nur sehr wenig über sein Leben. Das genaue Geburts- und Todesjahr kann nicht festgelegt werden, jedoch wird er übereinstimmend in die Zeit zwischen 445 und 385 v.Chr. geordnet. Als Mitglied einer Familie von Rang und Namen wurde Aristophanes in der attischen Phyle Pandionis und dem Demos Kydathen, nahe der Akropolis gelegen, geboren. 1 Einer seiner Demenmitbürger war der von ihm verhasste Politiker Kleon. Aristophanes selbst nahm ebenfalls großen Anteil am politischen Leben. So verzeichnet ihn eine attische Inschrift zu Beginn des 4.Jhd.s als amtierenden Prytanen. Dies ist insofern bemerkenswert, da die Übernahme eines Magistratenamtes von keinem anderen seiner Zunftgenossen bekannt ist. Ebenfalls anzunehmen, allerdings nicht bewiesen, ist, dass Aristophanes Kriegsdienst geleistet haben muss, da er sonst nicht so sarkastisch hätte über die Kriegsdrückeberger sprechen können. 2 Der Vater des Aristophanes hieß Philippos. Die Überlieferung nennt auch drei Söhne des Aristophanes, die angeblich Araros, Philippos, Philetairos oder Nikostratos geheißen haben sollen. Durch die unklare Namensbestimmung des letzten Sohnes und der Tatsache, dass dies alles Namen bedeutender Komödiendicher sind, ist die Befürchtung, dass es sich hierbei um eine absichtliche biographische Konstruktion einer Komödiendichterfamilie handelt, nicht unbegründet.3 Weiterhin lässt ein Selbstzeugnis in dem Werk „Acharner“ vermuten, dass Aristophanes wohl Landbesitz auf der Insel Aigina hatte.4 Ein Bildnis des Komödiendichters ist nicht überliefert worden, deshalb muss an dieser Stelle ein Selbstporträt aus seinem Werk „Frieden“ ausreichen, in dem er selbst von seiner notorischen frühen Glatzköpfigkeit spricht5:
„Drum sag ich, es ist wohl billig, daß all
Ihr Männer und Buben mich liebt und ehrt,
Und die Glatzköpfe mahn ich insonderheit,
Zu meinem Sieg mir behilflich zu sein;
Denn gewinn ich, so heißt es, wohin ihr kommt,
Bei jedem Gelage, bei jedem Mahl:
`Dem Glatzkopf bringt es, dem Glatzkopf gebt es
Von dem Backwerk, daß er zu kurz nicht kommt,
Der edelste aller Poeten, der Mann
Mit der glänzend erhabenen Stirne!´“(sic)6.
Dieses Textzitat spricht jedoch nicht nur für seinen frühen Haarverlust, sondern auch für sein sehr stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Aus zahlreichen Äußerungen in den Parabasen werden das Verhältnis des Aristophanes zu seinen Vorgängern und Mitstreitern, sowie eine gewisse Respektlosigkeit vor den Alten deutlich. 7
3. DIE WERKE DES ARISTOPHANES
3.1. Allgemeines
[...]
1 Vgl. Seel: Versuch über Komödie, S.174.
2 Vgl. Möllendorf: Aristophanes, S. 59.; Weinreich: Einführung, S.LV.
3 Vgl. Möllendorf: Aristophanes, S. 59.
4 Vgl. Seel: Versuch über Komödie, S.174.; Weinreich: Einführung, S.LV.
5 Vgl. Weinreich: Einführung, S.LVII.; Möllendorf: Aristophanes, S.59.
6 Aristoph. Pax 765-774.
7 Vgl. Görgemanns: Literatur, S.156.; Weinreich: Einführung , S.LVI.
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