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Welche Gründe führten zur Auseinandersetzung zwischen Sachsen und Franken?

Termpaper, 2004, 30 Pages
Authors: Stefanie Kimpel, Sabrina Sode
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Event: Kaiser Karl der Große und seine Zeit
Institution/College: University of Kassel
Tags: Welche, Gründe, Auseinandersetzung, Sachsen, Franken, Kaiser, Karl, Große, Zeit
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 30
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 19  Entries
Language: German
Archive No.: V48521
ISBN (E-book): 978-3-638-45204-5

File size: 228 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Kassel
Proseminar: Kaiser Karl der Große und seine Zeit
SS 2004

Welche Gründe führten zur Auseinandersetzung
zwischen Sachsen und Franken?

von: Stefanie Kimpel und Sabrina Sode

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung S.1

1.1 Forschungslage S.2

2. Quelle

2.1 Quellenbeschreibung S.5
2.2 Sprache/Stil der Quelle S.7
2.3 Zusammenfassung des Quelleninhaltes S.9
2.4 Überlieferung S.10

3. Übersetzungen S.12

4. Welche Gründe führten zu der Auseinandersetzung zwischen Sachsen und Franken?

4.1 Die Sachsen und Franken S.13
4.2 Die verschiedenen Religionen S.18
4.3 Das Kriegswesen S.21

5. Zusammenfassung S.27

6. Quellen- und Literaturverzeichnis S.28



 

1. Einleitung

Nach Einhard war er der langwierigste, grausamste und für das Frankenvolk anstrengendste, den es je geführt hat.1 Die Rede ist von dem über einen Zeitraum von 33 Jahren überdauernden Krieg zwischen Sachsen und Franken, der in dieser Hausarbeit thematisiert wird. Besonders bedeutsam erscheinen hierbei die Gründe für die Auseinandersetzung, die auch in der Literatur nur vermutet werden können. Dabei könnten viele verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, die in dieser Arbeit beleuchtet werden sollen. Daher beschäftigen wir uns in unserem Hauptteil konkret mit der Fragestellung, welche Gründe zu der Auseinandersetzung zwischen Franken und Sachsen geführt haben? Dieser Hauptteil untergliedert sich in drei Unterpunkte, welche Voraussetzungen und Gründe für den Disput sein könnten. Die Verschiedenartigkeit der Sachsen und Franken und ihre jeweiligen Religionen sowie das Kriegswesen spielen hierbei eine bedeutende Rolle. Doch bevor wir uns mit dieser Fragestellung auseinandersetzen, beschäftigt sich die Hausarbeit mit der Quelle selbst. Diese wird bezüglich ihrer Sprache/Stil, ihrer Überlieferung, ihres Inhaltes sowie ihrer verschiedenen Übersetzungen hin untersucht. Am Ende findet eine Zusammenfassung der Ergebnisse statt, in der versucht wird, die Fragestellung zu beantworten. Die Quelle sowie entsprechende Literatur findet sich größtenteils im Semesterapparat wieder. Nachdem die Quelle ausgewählt und die entsprechende Literatur gefunden wurde, folgte die Auswertung und Bearbeitung bezüglich der Fragestellung.

1.1 Forschungslage

Nach dem zweiten Weltkrieg hat die Geschichtsforschung in Deutschland zunächst eine Loslösung von dem Germanismus-Komplex erfahren. Die nationale Einschränkung hat aber zugleich eine Internationalisierung der Forschung bewirkt. Vor allem gilt dieses auch für die Frühmittelalter-Forschung. Beispiele hierfür sind: Das mehrbändige, international erarbeitete „Karlswerk“ (1965 erschienen anlässlich der Aachener Ausstellung „Karl der Große“) und die internationalen Kongresse die jährlich über frühmittelalterliche Themen stattfinden. Festzustellen ist auch, dass die kirchengeschichtlich weiterführenden Frühmittelalter- Forschungen in anderen Ländern sowie auch in Deutschland nur noch teilweise von Kirchenhistorikern erzielt worden sind. Man kann sagen, dass die Forschung sowohl international als auch interdisziplinär geworden ist.2 Von Karl dem Großen gibt es beinahe nur Zeugnisse, deren Entstehung entweder von ihm selbst oder von seinen Nachfahren kontrolliert wurden. Seine damaligen Feinde haben ihrer Positionen keinen Ausdruck in hinterlassenen Quellen verliehen.

Damit hat sozusagen der „Sieger“ nicht nur die Geschichte entscheidend beeinflusst sondern sie auch geschrieben.3 Einhards Herrscherbiographie war nicht nur von zentraler Bedeutung für die Karolingerzeit und das gesamte Mittelalter. Ebenso unser heutiges Bild von Karl dem Großen wird noch von diesem Text geprägt. Insofern erscheint es umso erstaunlicher, dass bisher kein Versuch unternommen wurde, die Geschichte der Verbreitung der Karlsvita darzustellen. 1979 beklagte Bernd Scheidemüller, dass es keine Zusammenstellung aller Handschriften der Vita Karoli gebe, die diese genau datieren würde. In den 90 Jahren, die seit der letzten maßgebenden Edition von Oswald Holder- Egger vergangen sind, beschäftigen sich nur wenige Arbeiten mit der Überlieferungsproblematik der Vita Karoli. Mit Ausnahme von einzelnen kleineren Aufsätzen, die sich mit der Bewertung älterer Handschriften beschäftigen, ist keine einzige Untersuchung geschrieben worden, wie sie beispielsweise für Ludwig den Frommen verfasst wurde. Dies mag durch die mittelalterliche wie neuzeitliche Überlieferung der Karlsvita bedingt sein. Bislang habe niemand versucht, die Verbreitung des Textes nach redaktionellen oder geographischen Gesichtspunkten zu untersuchen. Selbst der nach der letzten kritischen Edition erschienene Aufsatz von Oswald Holder- Egger, hatte wie die anderen jüngeren Abhandlungen nur die Beschreibung der drei Handschriftenklassen ( A, B und C) zum Gegenstand. Dies hat zur Folge, dass man immer noch auf die Handschriftenübersicht aus dem Jahre 1881 von G. Waitz oder auf das Vorwort der Pertzschen Ausgabe von 1829 verwiesen wurde, wenn man etwas über die Klassenzugehörigkeit auch von jüngeren Textzeugen in Erfahrung bringen wollte. Für die Beschränkung auf fünf der ältesten Handschriften hat L. Halphen im Jahre 1923 mit seiner französischen Ausgabe ein letztes Beispiel gegeben.

[...]


1 Vgl. Einhard: Leben Karls des Großen (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters; Bd. 1), Darmstadt 1974, S. 171.

2 Vgl. Angenendt, Arnold: Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart u.a. 1995², S. 42.

3 Vgl. Jarnut, Jörg: Karl der Große. Mensch, Herrscher, Mythos ( Paderborner Universitätsreden), Paderborn 1999, S. 3-4.


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